	{"id":57907,"date":"2016-08-31T11:58:00","date_gmt":"2016-08-31T11:58:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fl_shorthanded-theorien\/"},"modified":"2026-07-31T10:48:15","modified_gmt":"2026-07-31T10:48:15","slug":"fl_shorthanded-theorien","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/fl_shorthanded-theorien\/","title":{"rendered":"Shorthanded Theorie"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Shorthanded Theorie<\/h1><h1 align=\"left\">Einleitung<\/h1><p><b><i>In diesem Artikel<\/i><\/b><\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><i>Wie spielst du shorthanded<br><\/i><\/li>\n<li><i>D&uuml;nne isolation 3-bets<br><\/i><\/li>\n<li><i>Wie Initiative erhalten und &uuml;bernehmen<\/i><\/li>\n<li><i>Ein paar Profi-Tipps<br><\/i><\/li>\n<\/ul><h1>Allgemein<\/h1><p>Shorthanded unterscheidet sich im Prinzip her nicht von Full-Ring-Games. Man behandelt ein Shorthanded-Game wie ein Full-Game, bei dem die ersten Spieler jeweils gefoldet haben.<br>=&gt; Es gibt somit keinen Grund, in Shorthanded-Games besonders Loose-Aggressive zu sein! Man spielt nach wie vor tight, aggressiv und solide. <\/p><p><\/p><h1>Pre-Flop<\/h1><p>Die korrekte Pre-Flop Spielweise ergibt sich aus dem <a href=\"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/50\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fortgeschrittenen Pre-Flop Artikel<\/a>. Gerade bei Shorthanded-Tischen solltet ihr folgende Prinzipien unbedingt beachten:<\/p><ul>\n<li>1st-In Pre-Flop Raise oder Fold<\/li>\n<li>2nd-In Pre-Flop Raise oder Fold<\/li>\n<li>3rd-In Pre-Flop meistens Raise oder Fold<\/li>\n<\/ul><p>Diese Prinzipien gelten nat&uuml;rlich nur f&uuml;r Eure erste Aktion Pre-Flop.<\/p><h2>Wann raisen?<\/h2><p>Damit eine Hand f&uuml;r einen Raise geeignet ist, m&uuml;ssen zwei Bedingungen erf&uuml;llt sein.<\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>1) Die Hand ist f&uuml;r die entsprechende Position im Open Raise Chart gelistet<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>2) Die Equity der Hand gegen die Range der Gegner vor Euch ist &uuml;berdurchschnittlich<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p>Bedingung 1 garantiert, dass Eure Hand im Schnitt gegen die H&auml;nde der Spieler hinter Euch profitabel ist<br>Bedingung 2 garantiert, dass Eure Hand im Schnitt gegen die H&auml;nde der Spieler vor Euch profitabel ist.<\/p><p>Um die Durchschnitts-Equity zu ermitteln, z&auml;hlt Ihr die Gegner, die vor Euch bereits in die Hand eingestiegen sind. Sind N Gegner vor Euch eingestiegen, ist die Durchschnitts-Equity (100 \/ (N+1)) %. F&uuml;r einen Raise muss die Equity Eurer Hand gegen&uuml;ber den Hand-Ranges der Gegner gr&ouml;&szlig;er sein als diese Durchschnitts-Equity. <\/p><p>Eine Ausnahme liegt vor, wenn Ihr in der Small Blind gegen einen einzigen Raiser vor Euch spielt. Eine 3-Bet kostet Euch hier ja nur 2,5 SB und keine vollen 3 SB. Zudem ist die Chance, die BB auszuknocken und so 1 SB Dead Money im Pot zu haben, gro&szlig;. Hier ist f&uuml;r eine 3-Bet eine Equity von 40 % ausreichend.<\/p><h2>Wann nur callen?<\/h2><p>Ein Call Pre-Flop kommt theoretisch &uuml;berhaupt nur in Frage, wenn eine der folgenden Bedingungen erf&uuml;llt ist:<\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>a) Zwei oder mehr Gegner sind vor Euch gelimpt<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>b) Ihr seid in der SB<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>c) Ihr seid in der BB gegen einen Raise<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>d) Der Pot ist einmal geraist, es sind aber schon drei oder mehr Gegner eingestiegen.<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><p>a) greift dann, wenn Eure Hand nicht die erforderliche Equity nach Bedingung 1. und 2. hat, aber aufgrund guter Implied Odds profitabel in Multiway-P&ouml;tten ist. Hierzu z&auml;hlen vor allem mittlere und kleine Paare, suited Aces mit schwachem Kicker und mittlere Suited Connectors. Es sind im Grunde die H&auml;nde, die im klassischem Starting Hands Chart einen \"Call 2\"- Eintrag in Late Position haben. <\/p><p>b) ergibt sich daraus, dass Ihr in der SB deutlich g&uuml;nstiger in die Hand einsteigen k&ouml;nnt - n&auml;mlich zum halben Preis. Gegen Euch sprechen allerdings die schlechte Position und mit schwachen H&auml;nden vor allem eine geringe Playability der Hand - d. h. Ihr wisst oft am Flop nicht, wo Ihr nun mit Eurer Hand steht. Deshalb solltet Ihr in der Small Blind - wenn diese 1\/2 Small Bet gro&szlig; ist - nur die H&auml;nde completen, deren Equity mindestens 75 % der Durchschnitts-Equity betr&auml;gt. Und nat&uuml;rlich raist Ihr all die H&auml;nde, die &uuml;ber der Durchschnitts-Equity liegen.<\/p><p>c) Die Situation ist &auml;hnlich wie in b). Auch hier k&ouml;nnt Ihr zum halben Preis dabei sein. Zwar sind gegen einen Raise Eure Implied Odds schlechter als in Fall b), aber daf&uuml;r habt Ihr meistens nur einen Gegner und damit gelegentlich gute Semi-Bluff-Chancen. Und falls Ihr am Flop trefft, k&ouml;nnt Ihr garantiert einen Check-Raise platzieren.<\/p><p>d) Hier gilt dasselbe Prinzip wie bei a). Ihr spielt die H&auml;nde, deren Equity zwar nicht reicht, die aber aufgrund von guten Implied Odds dennoch profitabel sind. Aufgrund der zu erwartetenden Action am Flop und der Tatsache, dass in einem Raised Pot Eure Implied Odds grunds&auml;tzlich geringer sind, m&uuml;ssen Eure H&auml;nde aber deutlich st&auml;rker sein. Es sind im wesentlichen die \"X \/ Call 3\" H&auml;nde aus dem klassischem Starting Hands Chart.<\/p><h1>Wie sollten nach dieser Spielweise meine PokerTracker Stats aussehen?<\/h1><p>Spielt Ihr nach diesem System, h&auml;ngt euer VPIP nat&uuml;rlich davon ab, mit wie vielen Gegnern Ihr &uuml;berlicherweise am Tisch sitzt. Ein guter Richtwert ist 18 f&uuml;r 10er-Tische und 23 f&uuml;r 6er-Tische. Euer PFR-Wert sollte immer grob 2\/3 Eures VPIP Wertes sein. Liegt Euer VPIP also z. B. bei 24, sollte Euer PFR bei 16 liegen. <br>Euer \"Folded BB to Steal\"-Wert sollte zwischen 40 und 55 liegen.<br>Euer \"Folded SB to Steal\"-Wert sollte zwischen 80 und 85 liegen.<br>Euer \"Attempt to steal Blinds\"-Wert sollte zwischen 30 und 35 liegen. <\/p><h1>Pimp my Pre-Flop Play - Feinheiten f&uuml;r Profis<\/h1><p>Vorweg eine Warnung: Die nun vorgestellten Taktiken bed&uuml;rfen jeweils perfekter Randbedinungen und exzellenter Post-Flop Skills. In der falschen Situation oder vom falschen Spieler angewandt bringen sie mehr Nach- als Vorteile. <br><b><u><br><\/u><\/b><\/p><h2>Passive BB-Defense<\/h2><p><b>Voraussetzungen:<\/b><br>Ihr seid in der BB.<br>Ihr spielt Heads-Up gegen den Raiser, es ist kein weiterer Spieler im Pot. <br>Der Raiser ist Post-Flop aggressiv. Callt Ihr Pre-Flop und checkt den Flop, so bettet er immer<br>Ihr habt ein gutes Gef&uuml;hl f&uuml;r Flop-Texturen. Ihr seid in der Lage, genau die Flops zu erkennen, bei denen Ihr auch ohne eine brauchbare Hand Druck machen k&ouml;nnt.<br>Euer Gegner ist relativ tight <br><b><br>Die Idee:<\/b><br>Da der Gegner jeden Flop bettet, wenn Ihr Pre-Flop callt und den Flop checkt, k&ouml;nnt Ihr anstelle einer 3-Bet Pre-Flop und einer Flop-Bet auch Pre-Flop nur callen und den Flop Check-Raisen, falls er Euch gef&auml;llt. So bringt Ihr den Gegner dazu, nach wie vor mindestens 3 SB zu investieren. Falls der Flop aber ein Desaster f&uuml;r Euch ist, k&ouml;nnt Ihr mit einem Check-Fold leicht aussteigen, habt aber nur 2 SB verloren. <br><b><br>Probleme:<\/b><br>Ihr verliert die Chance auf einen Pre-Flop-Cap. Mit sehr starken H&auml;nden wie AA-TT, AK-AQ ist dies aber genau das, was Ihr erreichen m&ouml;chtet. Es w&auml;re also &auml;rgerlich, wenn der Gegner prinzipiell gegen Eure 3-Bet gecappt h&auml;tte, dies aber nicht tun konnte, da Ihr Pre-Flop nur gecallt habt.<br>Ihr setzt Euch der Gefahr aus, am Flop die beste Hand zu folden. Angenommen, Ihr habt 77 und der Gegner hat 66. Er raist und Ihr callt in der BB. Der Flop ist AKQ. Ihr spielt logischerweise Check-Fold, habt aber dadurch die beste Hand gefoldet. Bei 3-Bet Pre-Flop und Bet Flop h&auml;ttet Ihr allerdings den Pot gewonnen. <br>Ist der Flop sowohl f&uuml;r Eure als auch f&uuml;r die Gegnerhand ein Desaster, so gewinnt Ihr bei 3-Bet Pre-Flop und Bet Flop den Pot. Bei Call Pre-Flop und Check Flop holt ihn aber in der Regel der Gegner. <br><b><br>L&ouml;sung:<\/b><br>Das erste Problem ist leicht zu l&ouml;sen: Ihr 3-bettet einfach nach wie vor all die H&auml;nde, bei denen Ihr Euch einen Cap w&uuml;nscht. Die H&auml;nde, bei denen Euch ein Cap des Gegners eher st&ouml;ren w&uuml;rde, callt Ihr nur. <br>Die anderen zwei Problem sind h&auml;rter. Man k&ouml;nnte meinen, dass sie leicht dadurch zu l&ouml;sen sind, dass man den Flop &ouml;fter einfach mal als Bluff donkbettet statt zu check-raisen. Das Problem hierbei ist, dass es Euch zun&auml;chst kein Gegner abnimmt. Damit die Donkbets glaubw&uuml;rdig werden, m&uuml;sstet Ihr also auch mit starken H&auml;nden donkbetten. Aber dann verliert Ihr ja genau den Vorteil, den wir eigentlich durch Call Pre-Flop und Check-Raise Flop im Auge hatten: die garantierte Bet am Flop!<br>Somit bleibt als einzige L&ouml;sung folgendes: Ihr m&uuml;sst exzellentes Hand- und Gegnerreading an den Tag legen, so dass Ihr gezielt gelegentliche Check-Raise Bluffs platzieren k&ouml;nnt. Und damit dies funktioniert, muss Euer Gegner relativ tight sein.<\/p><p><b><u> <br><\/u><\/b><\/p><h2>Aggressive Blind Stealing<\/h2><p>&nbsp;<\/p><p><b>Voraussetzungen:<\/b><\/p><p>Ihr seid am Button<br>Die BB ist zu tight, d. h. \"Folded BB to Steal\" &gt; 65 &uuml;ber mindestens 500 H&auml;nde<br>Die SB ist kein Maniac<\/p><p><b><br>Die Idee:<\/b><br>Da die BB zu oft foldet, bekommt Ihr auf Eure typischen Steal-H&auml;nde extra Value. Sogar einige H&auml;nde, die &uuml;blicherweise keine profitablen Steal-H&auml;nde sind, werden dadurch profitabel.<br>Nehmen wir einmal an, dass die SB in 15 % und die BB in 35 % der F&auml;lle defendet. Die Chance, dass beide folden, betr&auml;gt also 55,25 %! Ihr gewinnt also in 55,25 % der F&auml;lle 1.5 SB. In 30 % der F&auml;lle m&uuml;sst Ihr 3 SB zahlen (gegen 3-Bet), in grob 15 % der F&auml;lle 2 SB (gegen SB Call). Wenn wir die Gewinne der Steals gegenrechnen, haben wir in diesen beiden F&auml;llen aber grob 0,9 SB \"gut\", d. h. wir k&ouml;nnten in den F&auml;llen, in denen ein Gegner defendet, im Schnitt 0,9 SB minus machen, aber w&uuml;rden unterm Strich dennoch mit unseren Steals Gewinn machen! Gegen Spieler, die ihre Blinds defenden, gibt es so einen \"Vorteil\" auch, aber er liegt deutlich unter 0,9 SB. Gegen tighte Blinds k&ouml;nnen wir also wesentlich liberaler stealen als gegen Spieler, die ihre Blinds gut defenden. In o. g. Situationen k&ouml;nnen wir daher bedenkenlos mit jeder Hand stealen, die wir auch in der SB 1st-In raisen w&uuml;rden. <br><b><br>Warnung:<\/b><br>Das hier genannte Konzept ist gef&auml;hrlich! Ihr m&uuml;sst sicherstellen, dass die Blinds wirklich tight sind. Dazu braucht Ihr entweder viele H&auml;nde im PT oder aber sehr gute Reads. Habt Ihr Zweifel, solltet Ihr nach wie vor nur nach dem Open Raise Chart stealen.<\/p><p><b><u><br><\/u><\/b><\/p><h2>Thin Isolation 3-Bets<\/h2><p>&nbsp;<\/p><p><b>Voraussetzungen:<\/b><br>Ihr seid in Late Position.<br>Ein Tight-Aggressive Gegner hat vor Euch geraist. Er ist aber kein Maniac! <br>Abgesehen vom Raiser ist kein weiterer Spieler in der Hand.<br>Die SB und BB sind keine Maniacs.<br><b><br>Die Idee:<\/b><br>&Uuml;blicherweise machen wir in dieser Situation 3-Bets nur mit den H&auml;nden, die eine Equity von mindestens 50 % haben. Aber gerade in Late Position vernachl&auml;ssigen wir dabei folgende zwei Aspekte: Erstens garantiert uns eine 3-Bet meistens einen Heads-Up Pot gegen den Raiser, indem wir Position auf ihn haben. Zweitens folden die SB und BB wahrscheinlich. Dadurch kommen 0,75 Big Bets Dead Money in den Pot, von dem uns je nach unserer Equity ein Teil geh&ouml;rt. Aufgrund dieser beiden Aspekte ben&ouml;tigen wir nicht die vollen 50 % f&uuml;r eine 3-Bet. Wir k&ouml;nnen beruhigt die untere Grenze auf 45 % verschieben. Ist der Raiser Post-Flop zudem noch tight und predictable und die Blinds besonders tight, k&ouml;nnen wir sogar bis auf 40 % runtergehen. <br><b><br>Warnung<\/b> <br>Sind die Blinds oder der Raiser Loose-Aggressive, so ist diese Strategie kontraproduktiv. Pre-Flop ist das Risiko f&uuml;r einen Cap viel zu gro&szlig; und Post-Flop ist unsere Fold-Equity mit verfehlten H&auml;nden nur sehr gering. <\/p><p><b><br><\/b><\/p><h1>Post-Flop<\/h1><p>Das wichtigste noch einmal: Shorthanded unterscheidet sich prinzipiell nicht von Full-Ring. Ihr m&uuml;sst also nach wie vor Eure schwachen H&auml;nde folden! Ihr solltet Euch zudem auf gar keinen Fall einreden, dass Eure Gegner Euch die ganze Zeit bluffen und bestimmt \"auch nichts haben\". Solides Tight-Aggressive Spiel ist auch bei Shorthanded der Weg zum Erfolg. <\/p><h2>3-Handed Situationen am Flop und Turn<\/h2><p><b>Das fundamentale Grundprinzip: Gegnerreduktion!<\/b><\/p><p>Euer Ziel in fast jeder 3-Handed Situation ist es, mit jeder spielbaren Hand mindestens einen der Gegner schon am Flop auszuknocken. Dies gilt sowohl f&uuml;r Made Hands als auch f&uuml;r Drawing Hands. Mit Drawing Hands erschlie&szlig;t Ihr Euch so die M&ouml;glichkeit, den Pot ohne Showdown zu gewinnen. Mit Made Hands protectet Ihr jeweils Eure Hand. <\/p><p>Seid Ihr der Pre-Flop-Raiser, so erreicht Ihr dies am besten durch eine einfache Flop-Bet.<\/p><p>Hat allerdings den letzten Raise Pre-Flop ein Gegner platziert, so k&ouml;nnt Ihr Euch diesen Gegner als Ausknockhilfe zu Nutze machen. Da wir hier &uuml;ber 3-Handed Situationen reden, k&ouml;nnen wir die 3 Spielerpositionen bequem mit EP, MP und LP bezeichnen - Early-, Middle- und Late Position. Sind wir in EP und der Pre-Flop-Raiser in LP, so k&ouml;nnen wir mit Hilfe eines Check-Raises den MP Spieler maximal unter Druck setzen. Sind wir in EP und der Pre-Flop-Raiser ist in MP, so betten wir direkt in ihn rein und hoffen, dass er durch einen Raise f&uuml;r uns den LP Spieler ausknockt. Weitere Szenarios lassen sich sehr leicht herleiten. <\/p><p>Falls wir ein Monster haben, k&ouml;nnen wir auch so spielen, dass wir den passiven dritten Spieler zwischen uns und dem Pre-Flop-Raiser trappen. Sind wir z. B. in EP und der Pre-Flop-Raiser in LP und wir haben ein Monster, so betten wir direkt, hoffen, dass MP callt und LP raist, so dass wir 3-betten k&ouml;nnen. Je nach Position l&auml;sst sich derselbe Effekt auch durch einen Check-Raise erreichen.<\/p><p><b> <br><\/b><\/p><h1>Heads-Up Situationen am Flop und Turn<\/h1><p><b> <\/b><b><u><br><\/u><\/b><\/p><h1>Die Bedeutung der Initiative<\/h1><p><b><u> <\/u><\/b><br>Jemand hat die Initiative, wenn er in der vorhergehenden Betting-Round den letzten Raise bzw. die letzte Bet platziert hat. <\/p><p>In Situationen mit nur einem Gegner am Flop ist es unheimlich wichtig, wenn man die Preflop-Initiative hat, erneut zu betten. <br>Falls Ihr am Flop eine starke Hand habt, protectet Ihr sie durch eine Bet.<br>Falls Ihr am Flop eine schwache Hand habt, so gewinnt Ihr durch eine Bet h&auml;ufig den Pot automatisch, n&auml;mlich immer dann, wenn Eure Gegner ebenfalls nicht getroffen haben. <br>Und selbst mit absoluten Monsterh&auml;nden solltet Ihr erneut betten und keineswegs ein Slowplay versuchen. Denn ein Check in so einer Situation ist extrem verd&auml;chtig, so dass er Euch eher schadet als nutzt. <\/p><p><b>Am Turn solltet Ihr, falls Ihr die Initiative habt, in den allermeisten F&auml;llen erneut betten.<\/b><\/p><h1>Es gibt nur drei sehr seltene Ausnahmesituationen:<\/h1><p><b><u> <\/u><\/b><br><b><br><\/b><\/p><h2>OOP: Check-Fold am Turn<\/h2><p>&nbsp;<\/p><ul>\n<li>Die Chance, dass Ihr vorne liegt, ist sehr klein<\/li>\n<li>Die Chance, dass Euer Gegner foldet, ist sehr klein<\/li>\n<li>Falls Ihr checkt, k&ouml;nntet Ihr guten Gewissens f&uuml;r nur eine Bet direkt folden.<\/li>\n<\/ul><p>Kurz gesagt: H&auml;nde mit einigen Outs, Showdown-Value oder Bluffchancen werden am Turn erneut gebettet.<\/p><p><b>Beispiel:<\/b> Ihr raist Pre-Flop in der SB mit QTo gegen einen tighten Spieler. Der Flop ist A72 Rainbow. Ihr bettet und er callt. Der Turn ist 2. Hier k&ouml;nnt ihr easy Check-Fold spielen.<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>IP: Check Turn, Fold River unimproved<\/h2><ul>\n<li>Die Chance, dass Ihr vorne liegt, ist sehr klein<\/li>\n<li>Die Chance, dass Euer Gegner foldet, ist sehr klein<\/li>\n<li>Falls Ihr checkt, k&ouml;nntet Ihr guten Gewissens unimproved am River folden<\/li>\n<\/ul><p>Kurz gesagt: H&auml;nde mit einigen Outs, Showdown-Value oder Bluffchancen werden am Turn erneut gebettet.<\/p><p><b>Beispiel:<\/b> Ihr raist Pre-Flop am Button gegen einen tighten Spieler mit QTo. Der Flop ist A72 Rainbow. Er checkt, Ihr bettet und er callt. Der Turn ist 2. Hier k&ouml;nnt Ihr am Turn Check-Behind machen und am River unimproved folden, wenn er bettet. <\/p><h2>IP: Check Turn to induce a Bluff<\/h2><ul>\n<li>Die Chance, dass Ihr vorne liegt, ist m&auml;&szlig;ig, aber noch gro&szlig; genug, um eine Bet zu callen<\/li>\n<li>Falls Ihr vorne liegt, hat Euer Gegner kaum Outs gegen Euch<\/li>\n<li>Am Turn wird der Gegner fast nie mit einer schlechteren Hand callen.<\/li>\n<li>Am Turn wird der Gegner nie eine bessere Hand folden.<\/li>\n<li>Euer Gegner ist Tight-Aggressive<\/li>\n<\/ul><p>Dies ist die sogenannte \"way-ahead-or-way-behind\"-Situation. Sie ist sehr sehr sehr selten!!! Am besten verdeutlicht man sie mit einem Beispiel:<\/p><p>Hero ist am Button mit KQs. Der BB ist ein solider Spieler. <\/p><p>Pre-Flop:<br>Hero raist, Sb foldet, BB 3-bettet, Hero capt, BB callt<\/p><p>Flop: K 2 2 Rainbow<br>BB checkt, Hero bettet, BB callt.<\/p><p>Turn: A<br>BB checkt, Hero ???<\/p><p>Hier sollten wir checken. Der BB hat i. d. R. entweder ein Ace, ein Pocket Pair &lt; QQ oder ein Monster. Da er solide ist, w&uuml;rde er QQ und schlechter gegen unsere Bet folden. Andere H&auml;nde w&uuml;rde er callen oder uns mit einem Check-Raise Kopfschmerzen machen. Wenn wir allerdings ein Check-Behind machen, wird er h&auml;ufig H&auml;nde wie QQ, JJ, ..., 55 am River betten. Wir callen dann und haben eine extra BB aus ihm geholt. Gegen ein Ace oder ein Monster verlieren wir aber nach wie vor nur 1 BB. Zudem schadet es meistens nicht, einer Hand wie QQ, JJ, ..., 55 eine Freecard zu geben - diese H&auml;nde haben ja nur 2 Outs!<\/p><p><\/p><h1>OOP: Das Aufrechterhalten der Initiative<\/h1><p>Falls Ihr eine spielbare Hand habt, ist es Out of Position unheimlich wichtig, am Flop die Initiative zu ergreifen. Bettet Ihr z. B. den Flop, der Gegner raist, und Ihr habt eine spielbare Hand, solltet Ihr in der Regel 3-Bet Flop und Bet Turn spielen, wenn Ihr entweder eine halbwegs brauchbare Made Hand oder einen guten Semi-Bluff habt. Nur mit H&auml;nden, die Ihr am Turn unimproved check-folden w&uuml;rdet, solltet Ihr den Flop Raise nicht 3-betten. <br><b><br><\/b><\/p><h2>Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r:<\/h2><p>Habt Ihr eine gute Semi-Bluff Hand, so erhaltet Ihr durch 3-Bet Flop und Bet Turn eine hohe Fold-Equity und verhindert einen Check-Behind des Gegners.<br>Habt Ihr eine Made Hand, so garantiert Ihr maximalen Value. <br>Hat der Gegner eine bessere Hand als Ihr, so verliert Ihr in der Regel insgesamt auch nur 1 SB mehr. Denn wenn Ihr am Turn checkt, wird der Gegner Euch value-betten - Ihr spart also am Turn nichts. <br>Manchmal spart Ihr sogar Geld, da Ihr nach 3-Bet Flop und Bet Turn bestimmte H&auml;nde viel leichter gegen einen Turn Raise des Gegners folden k&ouml;nnt oder aber nach einem Flop Cap des Gegners sogar am Turn check-folden k&ouml;nnt. <br><b><br>Beispiel:<br><\/b><br>Hero ist in der SB mit 99 und raist 1st-In. Die BB callt. Der Flop ist Js 8s 2h. Hero bettet, BB raist. Hier sollte Hero auf jeden Fall 3-Bet Flop und Bet Turn spielen - aus o. g. Gr&uuml;nden. <\/p><p><\/p><h1>Das &Uuml;bernehmen der Initiative<\/h1><p>Gehen wir nun einmal von einer Heads-Up Situation am Flop aus. Euer Gegner hat die Initiative. <br>Fast immer wird er, wenn Ihr am Flop checkt, betten. Ist er Out of Position und Ihr callt den Flop, wird er zudem fast immer den Turn betten. Ist er allerdings am Turn In Position und Ihr habt den Flop nur gecallt, nimmt er h&auml;ufig per Check-Behind eine Freecard.<\/p><p>Diese Standardspielweise der Gegner nutzen wir mit den perfekten Standardantworten maximal aus: <br><b><br><\/b><\/p><h2>OOP: Check-Raise Flop, Bet Turn<\/h2><p>Sind wir Out of Position und haben eine spielbare Hand, sollten wir deshalb grunds&auml;tzlich Check-Raise Flop und Bet Turn spielen. Mit einer Drawing Hand erreichen wir dadurch sowohl am Flop als auch am Turn eine garantierte und hohe Fold-Equity. Mit einer Made Hand bekommen wir dadurch am Flop oft das Maximum an Value und verhindern zudem, dass unser Gegner am Turn eine Freecard nimmt. <br><b><br><\/b><\/p><h2>IP: Call Flop, Raise Turn<\/h2><p>Mit dieser Spielweise erreichen wir zum einen eine hohe Fold-Equity mit Drawing Hands, zum anderen aber auch einen hohen Value mit Made Hands. Zudem erm&ouml;glicht diese Spielweise ein Ausnutzen des Free Showdown Effekts. In den allermeisten F&auml;llen wird n&auml;mlich der Gegner unsere Turn Raise nicht 3-betten, so dass wir In Position am River, je nach Riverkarte und Situation, entweder value-betten oder checken k&ouml;nnen. Durch den Raise am Turn haben wir uns am River die perfekte Situation geschaffen. <\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Ein interessanter Punkt:<\/h2><p>Was vielen von Euch hoffentlich aufgefallen ist, ist ,dass bei o. g. Bet-Sequenzen kein Unterschied zwischen Drawing Hands und Made Hands gemacht wird. Der Grund daf&uuml;r ist der typische Shorthanded-Gegnertyp - ein Semi-Loose und Semi-Aggressive Spieler. Gegen solche Gegner fallen die optimalen Value- und Semi-Bluff-Sequenzen n&auml;mlich zusammen!<\/p><p>Gegen ungew&ouml;hnliche Gegnertypen &auml;ndern sich allerdings die optimalen Standardsequenzen. Und hier tritt es auch h&auml;ufig auf, dass sich die Value- von der Semi-Bluff-Sequenz unterscheidet. <\/p><p><\/p><h1>Anpassen der Bet-Sequenzen an den Gegnertyp<\/h1><p><b><br>Grunds&auml;tzlich k&ouml;nnen Bet-Sequenzen in Heads-Up Situationen drei verschiedene Ziele verfolgen:<\/b> <\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>1.Maximieren des Values<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>2.Maximieren des Fold-Equity\/Kosten-Verh&auml;ltnisses<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p><\/p><ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>3.Bew&auml;ltigen von Ausnahmesituationen (\"way-ahead-way-behind\" etc.)<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul><p>Ziel 1 ist nahezu selbsterkl&auml;rend. Stellt Euch vor, Ihr habt ein Monster gefloppt. Nun m&ouml;chtet Ihr auf eine Weise spielen, die Euch im Schnitt den meisten Profit einbringt. Ihr m&ouml;chtet den Gegner dazu bringen, bis zum Showdown so viel Geld wie m&ouml;glich zu investieren.<\/p><p>Ziel 2 ist etwas komplexer. Hier m&ouml;chtet Ihr n&auml;mlich den Gegner zum folden bringen. Entscheidend hierbei ist das Verh&auml;ltnis der generierten Fold-Equity zu den Kosten der Bet-Sequenz. <\/p><p>Ziel 3 ist ein Sammelbegriff f&uuml;r Sondersituationen, die Ihr nicht den Zielen 1 und 2 zuordnen k&ouml;nnt. Solche Situationen k&ouml;nnen nur schwer allgemein behandelt werden; sie m&uuml;ssen eher case-by-case gel&ouml;st werden und sollen nicht Thema dieses Artikels sein. <\/p><p>Konzentieren wir uns also auf Ziel 1 und 2 gegen verschiedene Gegnertypen. Wir nehmen zudem an, dass das Board weder besonders Scary noch extrem Draw Heavy ist.<\/p><h1>Ziel 1: Value<\/h1><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen Maniac<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Check-Call Flop, Bet\/3-Bet Turn<\/p><p>IP: Call Flop, Raise\/Cap Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen LAG<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Bet\/3-Bet Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Call Flop, Raise Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen Calling-Station<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Check-Raise Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Raise Flop, Bet Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen Rock (Tight-Passive)<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Check-Call Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Call Flop, Bet\/Call Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen TAG<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP:Check-Raise Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Call Flop, Raise Turn<\/p><p>Anpassen an Scary-, Drawless- und Draw Heavy Boards:<br>Bei Scary- und Drawless Boards sollte man In Position den Turn gegen tightere Gegner nicht raisen, sondern nur callen, um am River eine weitere Bet zu erhalten.<br>Bei Draw Heavy Boards sollte man nat&uuml;rlich auch gegen tightere Gegner mit voller Aggressivit&auml;t spielen. <\/p><p><\/p><h1>Ziel 2: Maximierung Fold-Equity\/Kosten<\/h1><p><b><u> <\/u><\/b><br><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen Maniac<\/h2><p><b> <\/b><br>Vergesst es! Maniacs zum folden zu bringen, ist grunds&auml;tzlich nicht profitabel. Spielt mit Euren starken Draws Check-Call. <\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen LAG<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Check-Raise Flop, Bet Turn oder Check-Call Flop, Check-Raise Turn<\/p><p>IP: Call Flop, Raise Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen Calling-Station<\/h2><p><b> <\/b><br>Vorsicht: Gegen passive Calling-Stations braucht Ihr mehr Outs, damit ein Semi-Bluff profitabel ist. <\/p><p>OOP: Check-Raise Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Raise Flop, Bet Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen Rock (Tight-Passive)<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Check-Raise Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Raise Flop, Bet Turn<\/p><p><b><br><\/b><\/p><h2>Gegen TAG<\/h2><p><b> <\/b><br>OOP: Check-Raise Flop, Bet Turn<\/p><p>IP: Call Flop, Raise Turn<\/p><p><b><u><br><\/u><\/b><\/p><h1>Anpassen Eurer Semi-Bluff H&auml;ufigkeit an die Gegnertypen<\/h1><p><b><u> <\/u><\/b><br>Folgendes Prinzip muss Euch glasklar sein: Je kleiner die Chance ist, dass Euer Gegner gegen eine Semi-Bluff-Sequenz foldet, desto st&auml;rker muss Euer Draw sein. Gegen Rocks kann man z. B. je nach Board auch mit Draws raisen, die fast keine Outs haben, oder sogar mit einer absolut wertlosen Hand. Gegen Calling-Stations sollte man hingegen schon mindestens 6 Discounted Outs haben, damit sich ein Semi-Bluff lohnt. Gegen totale Manics, die quasi nie folden, braucht Ihr keinen Semi-Bluff zu versuchen.<br>Konkret bedeutet dies z. B., dass Ihr einen Gutshot Straight Draw gegen einen TAG bei einem passenden Board check-raist, gegen einen Maniac hingegen sogar check-foldet!<\/p><p><b> <br><\/b><\/p><h1>Heads-Up am River OOP<\/h1><p><b> <\/b><\/p><p>Korrektes Spielen am River OOP ist schwierig und vor allem auch gegnerabh&auml;ngig. Mit einer durchschnittlich guten Made Hand sind die h&auml;ufigsten Moves OOP am River Check-Call und Bet-Call. Z&auml;hlen wir einmal die Vor- und Nachteile dieser Moves auf.<\/p><p><\/p><table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 319px;\" bgcolor=\"#cccccc\"><b>Gegner vorne \/vs Bet \/vs Check<\/b><\/td>\n<td style=\"width: 177px;\" bgcolor=\"#cccccc\"><b>Bet \/ Call <\/b><\/td>\n<td style=\"width: 161px;\" bgcolor=\"#cccccc\"><b>Check \/ Call <\/b><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 319px;\" bgcolor=\"#ffffff\">1) Ja \/ Raise \/ Bet (value-raise)<\/td>\n<td style=\"width: 177px;\" bgcolor=\"#ffffff\">-2<\/td>\n<td style=\"width: 161px;\" bgcolor=\"#ffffff\">-1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 319px;\" bgcolor=\"#ffffff\">2) Ja \/ Raise \/ Check (pseudo-bluff-Raise)<\/td>\n<td style=\"width: 177px;\" bgcolor=\"#ffffff\">-2<\/td>\n<td style=\"width: 161px;\" bgcolor=\"#ffffff\">O<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 319px;\" bgcolor=\"#ffffff\">3) Ja \/ Call \/ Bet (value-bet)<\/td>\n<td style=\"width: 177px;\" bgcolor=\"#ffffff\">-1<\/td>\n<td style=\"width: 161px;\" bgcolor=\"#ffffff\">-1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">4) Ja \/ Call \/ Check (passiv)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">-1<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">O<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">5) Ja \/ Fold \/ Bet (pseudo-bluff)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">-1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">6) Ja \/ Fold \/ Check (pseudo-busted)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">O<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">7) Nein \/ Raise \/ Bet (bluff bet-raise)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P2<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">8) Nein \/ Raise \/ Check (bluff-raise)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P2<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">9) Nein \/ Call \/ Bet (pseudo-value-bet)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P1<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">10) Nein \/ Call \/ Check (crying-call)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P1<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P0<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">11) Nein \/ Fold \/ Bet (bluff-bet)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P0<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P1<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">12) Nein \/ Fold \/ Check (busted)<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P<\/td>\n<td bgcolor=\"#ffffff\">+P<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table><h2>Erl&auml;uterung:<\/h2><p>Jeder Eintrag gibt immer die Kosten bzw. den Gewinn f&uuml;r den Move an. Out of Position sitzend hat man die Auswahl zwischen Bet-Call und Check-Call. Die erste Spalte gibt an, ob man am Showdown die schlechtere Hand besitzt (ja\/nein) und wie der Gegner auf deine Aktionen reagiert. Gerechnet wird in Big Bets. \"P\" ist der Pot.<\/p><p>+P2 bedeuted, Dein Move gewinnt nicht nur den Pot, sondern noch 2 zus&auml;tzliche BB. - 1 bedeutet, Du verlierst nicht nur den Pot (den Du ja ohnehin verloren h&auml;ttest), sondern noch eine zus&auml;tzliche BB (im Vergleich zu Check-Fold).<\/p><p>Die Frage ist nun, wie die verschiedenen Spalten zu gewichten sind. Nun, das kommt ganz darauf an, wie wahrscheinlich die F&auml;lle 1) bis 12) sind und wie gro&szlig; jeweils der Unterschied zwischen Bet-Call und Check-Call ist. Bei den F&auml;llen 5) und 6) ist z. B. der Unterschied gewaltig. Die H&auml;ufigkeit bei Fall 3) ist bei einem TAG sehr hoch. Bei einem passiven Gegner ist hingegen die H&auml;ufigkeit von 4) sehr hoch. Bei einem Maniac hingegen sind die Bluff-Chancen sehr hoch. <br>Auf den ersten Blick f&auml;llt folgendes auf: Sind wir fast sicher vorne, kommt ein Check-Call nicht in Frage. Die Frage ist hier vielmehr: Bet\/3-Bet oder Check-Raise? Sind wir fast sicher hinten, kommt ein Check-Call ebenfalls nicht in Frage. Die Frage ist hier: Check-Fold oder Bet-Fold? Die Frage Check-Call oder Bet-Call stellt sich somit haupts&auml;chlich bei H&auml;nden, bei denen wir nicht sicher sind, wo wir stehen. Wir sind uns aber sicher, dass der Gegner keine bessere Hand folden wird. <br>Der wichtigste Faktor in dieser Situation ist dabei 10). Wir betten schlie&szlig;lich f&uuml;r Value, weil unsere Gegner st&auml;ndig mit schlechteren H&auml;nden den River callen, die sie sonst gecheckt h&auml;tten. Je nach Situation und Gegner sind ausserdem wichtig: 1), 3), 4), 11).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Tischgr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178e stellt die Zukunft des Onlinepokers dar. 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