	{"id":57913,"date":"2008-10-08T23:08:00","date_gmt":"2008-10-08T23:08:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/136\/"},"modified":"2026-07-06T05:29:23","modified_gmt":"2026-07-06T05:29:23","slug":"136","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/fixed-limit\/136\/","title":{"rendered":"Profi Seminar Bonn Handout"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Profi Seminar Bonn Handout<\/h1><p><b>PokerStrategy.de Profiseminar Bonn<\/b><\/p><p><b>Referent:<\/b> Dominik Kofert aka Korn<\/p><p><\/p><h1>Thema 1: Die Rolle von Dead Money bei der Isolation eines pre-flop Raisers<\/h1><p>\n<b>Grundlage: Fortgeschrittenen Pre-Flop Strategie <\/b><\/p><p><i>Wenn von Equity gesprochen wird, ist stets die Equity unserer Hand gegen die Range des Gegners gemeint. D.h. unsere Equity ist stets gegnerabh&auml;ngig.<\/i><\/p><h2>Ein Beispiel<\/h2><p>\nIhr kennt alle folgende Situation: Ihr seid am Button, alle folden zum Cutoff, dieser raist. &Uuml;berlicherweise 3-bettet ihr nun mit H&auml;nden, die eine Equity von mindestens 50% gegen die Raise Range des Gegners hat. <\/p><p>Diese Vorgehensweise vernachl&auml;ssigt aber einen wichtigen Punkt: die Blinds. Denn Aufgrund der Blinds ist ja bereits Geld im Pot. Bei einer 3-bet von euch ist es recht wahrscheinlich, dass beide Blinds folden. Somit w&auml;ren 0,75 SB \"dead money\" im Pot - d.h. Geld, dass sich auf euch und auf den Pre-Flop Raiser verteilt. <\/p><p>Ihr k&ouml;nnt also mit euren 3-betting Standards etwas nach unten gehen. D.h. ihr ben&ouml;tigt f&uuml;r eine 3-bet weniger als 50% Equity gegen den Pre-Flop Raiser. Die Frage ist nun wie viel weniger...<\/p><h2>Der Ansatz<\/h2><p> Hierzu m&uuml;ssen wir zun&auml;chst einmal absch&auml;tzen, wie viel Geld wir denn im Schnitt in die <b>gesamte Hand<\/b> investieren. Da wir n&auml;mlich pre-flop nicht all-in sind, reicht es nicht, einfach nur die Kosten von 3 SB f&uuml;r die 3-bet in Betracht zu ziehen - die Hand geht ja am Flop, Turn und oft auch am River noch weiter.<\/p><p>Je nach Gegnertyp ist dieser Wert nat&uuml;rlich verschieden. Ein Rock wird h&auml;ufig gegen eure Flop bet folden und ihr k&ouml;nnt h&auml;ufig gegen den check-raise eines Rocks direkt am Flop folden. Gegen einen Rock sind die P&ouml;tte in der Regel klein. Umgekehrt sind die P&ouml;tte gegen einen Maniac in der Regel gro&szlig;.<\/p><p>Ich denke ein guter Richtwert f&uuml;r unsere Gesamtinvestition in die Hand sind 6 SB. Zusammen mit den 1.5 SB dead money und den 6 SB des Gegners kommen wir so auf einen Pot von 13,5 SB. Wie viel Prozent m&uuml;ssen uns von diesem Pot geh&ouml;ren, damit sich unsere Investition von 6 SB lohnt, wenn wir davon ausgehen, dass beide Blinds pre-flop folden?<\/p><p>Sei D unsere Durchschnittsinvestition in die Hand.<br>\nSei X die ben&ouml;tigte Equity f&uuml;r eine 3-bet<br>\nSei M der Wert des dead money.<\/p><h2>Formel zur Equity Berechnung<\/h2><p>Dann gilt: X = D \/ (2D + M)<\/p><p>F&uuml;r unseren konkreten Fall ergibt sich X ~= 44,5%<\/p><p>Wenn also beide Blinds folden, brauchen wir gegen den Durschnittsgegner nur 45% Equity f&uuml;r eine 3-bet. Was aber, wenn die Blinds nicht folden? Nun, das h&auml;ngt dann ganz davon ab, wie gut die Blinds spielen. Denn wenn z.B. die BB niemals foldet, so bekommt ihr von ihr zwar kein dead-money, aber jede Menge value wenn sie mit H&auml;nden wie T8o eure 3-bet callt. Eine zu loose BB kann euch also in der Regel egal sein. Eine Ausnahme liegt genau dann vor wenn eure Hand zwar heads-up sehr stark ist, aber in 3-way Situation viel value verliert. Dies trifft in aller Regel auf AXo zu - und nicht, wie viele von euch denken, auf pocket pairs. <\/p><p>Gef&auml;hrlich sind f&uuml;r euch Spieler in der SB und BB die nicht zu loose spielen, sondern genau richtig. Denn diese Spieler werden nur dann ihre Blinds verteidigen, wenn sie eine gute Hand haben. Mathematisch gesehen lassen sie euch dadurch im Schnitt nicht mehr die vollen 1,5 SB dead money, sondern entsprechend weniger. Bei sehr stark spielenden Blinds geht dieser Wert sch&auml;tzungsweise auf 0,75 SB zur&uuml;ck.<\/p><p>In dem Fall ben&ouml;tigt ihr schon mindestens X ~= 47% damit eine 3-bet korrekt ist.<\/p><p>Wie sieht es aus, wenn der Cutoff Raiser post flop sehr tight ist? Nun, dann m&uuml;ssen wir im Schnitt keine 6 SB in unsere Hand investieren, sondern h&auml;ufig nur 5 SB. Rechnen wir einmal X gegen einen tighten Gegner aus wenn die Blinds beide schlechte Spieler sind. Wir erhalten: X ~= 4355%<\/p><p>Gehen wir einen Schritt weiter: der Gegner ist post-flop tight und die Blinds sind ganz ganz schreckliche Allescaller. Sie verlieren im Schnitt nicht nur 1,5 SB, sondern gar 2 SB wenn sie in den Blinds sind. Dann haben wir X = 41,5%<\/p><p>Wie sieht es gegen einen total Maniac aus mit zwei starken Blinds aus? Wir sezten D auf 8, M auf 0,75 und erhalten: X = 48%<\/p><p><b>Fazit: <\/b>Je nach Gegnertyp und St&auml;rke der Blinds ben&ouml;tigen wir nur zwischen 42% und 48% Equity um einen pre-flop Raiser zu isolieren. Vor allem gegen Maniacs sollte man mindestens 48% Equity haben. Ein guter Standardwert gegen einen typischen Gegner ist eine Equity von 46%. <\/p><h1>Thema 2: Small Blind Defense<\/h1><p> In Thema 1 haben wir errechnet, wie weit f&uuml;r unter die ben&ouml;tigen 50% Equity gehen k&ouml;nnen, wenn wir einen pre-flop Raiser isolieren m&ouml;chten. Wir haben nat&uuml;rlich angenommen, dass wir Raise oder Fold spielen.<\/p><p>Diese Situation ist der Situation in der SB gegen einen einzigen Raiser vor euch sehr &auml;hnlich. Wir k&ouml;nnen sogar fast dieselbe Formel verwenden. <\/p><p>Sei D unsere Durchschnittsinvestition in die Hand (Blind wird mitgez&auml;hlt!)<br>\nSei X die ben&ouml;tigte Equity f&uuml;r eine 3-bet<br>\nSei M der Wert des dead money.<br>\nSei S die H&ouml;he der Small Blind (idR S = 0,5)<\/p><p>Dann gilt: X = (D-0,5) \/ (2D + M)<\/p><p>Gegen einen typischen Gegner investieren wir im Schnitt - nach Abzug der SB - 5,5 SB in die Hand. Wenn wir davon ausgehen, dass die BB foldet, haben wir 1 SB dead money. Daraus ergibt sich X = 42.5% Dies ist im Schnitt 3 Prozentpunkte weniger als in derselben Situation wenn wir am Button waren. <\/p><p>Auch hier ver&auml;ndert sich nat&uuml;rlich der Wert f&uuml;r X, wenn wir annehmen, dass die BB st&auml;rker spielt. Gegen einen Maniac brauchen wir dabei <b>mehr <\/b>Equity als gegen einen Rock. <\/p><p>Fazit: Gegen einen Open Raise 3-betten wir in der Regel mit allen H&auml;nden, die eine Equity von 43% oder mehr gegen die Range des Raisers haben. Je nach Gegnertyp und St&auml;rke der BB kann diese Grenze bis auf 40% runter- oder auf 46% hochgehen. Gegen einen Maniac ben&ouml;tigen wir <b>mehr<\/b> Equity als gegen einen Rock<\/p><h1>Thema 3: Big Blind Defense<\/h1><p> Nehmen wir nun an, der Button raist, die SB foldet und ihr seid in der BB. Jede Hand mit mehr als 50% Equity 3-betten wir nat&uuml;rlich. Haben wir aber weniger als 50% Equity dann stellt sich dann die Frage, ob wir callen oder folden. Auch hier k&ouml;nnen wir eine Modifikation der oben benutzen Formel verwenden:<\/p><p>Sei D unsere Durchschnittsinvestition in die Hand in SB (Blind wird mitgez&auml;hlt!)<br>\nSei X die ben&ouml;tigte Equity f&uuml;r eine 3-bet<br>\nSei M der Wert des dead money, d.h. die H&ouml;he der small bind.<\/p><p>Es gilt: <\/p><p>X = (D - 1) \/ (2D +M)<\/p><p>Nun ist nat&uuml;rlich D kleiner als im obigen Fall, denn im obigen Fall haben wir ja eine 3-bet gemacht, in diesem Fall &uuml;berlegen wir nur, ob wir callen. Am Flop spielen wir grob in 60% der F&auml;lle check\/folded, in 40% der F&auml;lle check-raise Flop, bet Turn. Ich sch&auml;tze unsere Durchschnittsinvestition gegen einen typischen Gegner daher auf 4 SB.<\/p><p>Daraus ergibt sich X = 35%<\/p><p>Da der Pot am Flop klein ist und wir zum Gegner checken, ist es f&uuml;r uns nicht so wichtig, ob der Gegner nun ein Rock oder ein Maniac ist. Denn wir haben am Flop den Informationsvorteil - wir k&ouml;nnen uns sehr genau und an den Gegner angepasst aussuchen, ob wir check-raisen oder check\/folden. <\/p><p><b>Fazit:<\/b> Um unseren Big Blind gegen einen Raiser zu defenden ben&ouml;tigen wir eine Equity von mindestens 35%.<\/p><h1>Thema 4: Auffrischung SB vs BB pre-flop<\/h1><p> In der SB vs BB spielen wir gegen einen aggressiven Gegner Raise oder Fold. Die Raise H&auml;nde ergeben sich aus dem ORC. Ein limp bringt nichts, da uns dieser Gegner dann meistens sowie raist. Ein limp-reraise bringt meistens nichts, da wir uns damit die Chance auf einen pre-flop Cap verwehren.<\/p><p>Gegen einen passiven Spieler haben spielen wir folgenderma&szlig;en: Wir raisen nur die H&auml;nde, die gegen eine random Hand eine Equity &uuml;ber 50% haben. <b>Alle<\/b> anderen H&auml;nde limpen wir. Raist uns der Gegner nach so einem Limp, folden wir all die H&auml;nde, die gegen seine Raise Range weniger als 35% Equity haben. D.h. wir spielen durchaus auch limp\/fold mit sehr schwachen H&auml;nden. Checkt der Gegner hinter uns, dann betten wir jeden Flop - egal wie schwach unsere Hand ist. Ausnahmen machen wir gelegentlich mit Starken H&auml;nden.<\/p><h1>Thema 5: Der heads-up Turn Value Check in Position<\/h1><p> Ihr habt position und die Initiative am Turn. Der Gegner checkt. <\/p><p>Die Frage ist nun ob ihr bettet oder \"check behind Turn, call River\" spielt. Diese Fragestellung ist &auml;u&szlig;erst komplex. <\/p><h2>Gr&uuml;nde f&uuml;r check-behind<\/h2><p> <b>1.<\/b> Ihr vermeidet einen toughen check-raise. Ein check-raise ist dann tough, wenn ihr nicht genau sagen k&ouml;nnt, ob ein Calldown oder ein Fold korrekt ist. Toughe check-raises kommen &uuml;blicherweise von aggressive-tricky Spielern. Logischerweise kann ein check-raise auch nur dann tough sein, wenn eure Hand weder besonders stark (easy call) noch besonders schwach ist (easy fold). Mathematisch gesehen reduziert ein tougher check-raise euren EV auf nahezu 0!<\/p><p><b>2. <\/b>Ihr induziert einen Bluff am River von einer schlechteren Hand, die gegen eine Turn Bet gefoldet h&auml;tte. <\/p><p><b>3. <\/b>Ihr induziert einen weak River Call von einer Hand, die gegen eine Turn Bet gefoldet h&auml;tte. <\/p><h2><b>Gr&uuml;nde f&uuml;r Bet<\/b><\/h2><p> <b>1. <\/b>Eine bessere Hand k&ouml;nnte folden. Dies ist nat&uuml;rlich sehr viel wert. <\/p><p><b>2. <\/b>Eine schlechtere Hand k&ouml;nnte callen, sowohl am Turn als auch am River. Dies ist nat&uuml;rlich vor allem mit solchen H&auml;nden interessant, die stark genug f&uuml;r eine River value bet sind.<\/p><p><b>3. <\/b>Ihr gebt einer schlechteren Hand, die gegen eine Turn bet foldet, keine free Card. Wichtig: Je gr&ouml;&szlig;er der Pot, desto gef&auml;hrlicher ist es, dem Gegner eine free Card zu geben. <\/p><p><b>4.<\/b> Ihr bringt eine Hand zum folden, die eigentlich genug Outs f&uuml;r einen Call h&auml;tte. Sehr h&auml;ufig ist dies der Fall, wenn das Board am Turn 3 Karten desselben Suits hat. Der Gegner foldet hier h&auml;ufig eine kleine Karte dieses Suits.<\/p><h2>Faustregeln<\/h2><p> Aus oben genannten Faktoren lassen sich ein paar grobe Faustregeln ableiten.<\/p><p><b>1)<\/b> Ein Turn check behind kommt nur in Frage, wenn die Chance, dass man hinten liegt relativ gro&szlig; ist, man aber dennoch unimproved guten Gewissens eine River Bet callen kann. <\/p><p><b>2)<\/b> Ein Turn check behind kommt nicht in Frage, wenn die Chance besteht, dass der Gegner am Turn eine bessere Hand foldet.<\/p><p><b>3)<\/b> Ein Turn check behind kommt meistens nicht in Frage, wenn man falls der Gegner am Turn callt, am River erneut for value betten kann. D.h. ein Turn check behind kommt nicht in Frage, wenn ihr glaubt, dass ein Gegner h&auml;ufig mit einer schlechteren made Hand einen Calldown macht. <\/p><p><b>4)<\/b> Je gr&ouml;&szlig;er der Pot ist, desto weniger kommt eine Turn check behind in Frage. Denn je gr&ouml;&szlig;er der Pot, desto h&ouml;her sind die Kosten, wenn ihr dem Gegner mit einer Hand die er eigentlich gefoldet h&auml;tte eine free Card gebt. <\/p><p><b>5) <\/b>Der gr&ouml;&szlig;te Vorteil von einem Turn check-behind ist dass Vermeiden von toughen check-raises. Wenn die Chance, dass der Gegner check-raist gro&szlig; ist und zudem ein check-raise uns vor eine sehr schwierige Entscheidung stellen w&uuml;rde, sollten wir einen check-behind in Erw&auml;gung ziehen. <\/p><h2>Gegnertypen<\/h2><p> Anhand der o.g. Grundregeln l&auml;sst sich folgendes ableiten:<br>\nGegen einen tricky, agressive Gegner sollte man h&auml;ufiger check-behind spielen. Gegen einen loose, passive Gegner sollte man fast nie check-behind spielen. <\/p><h2>Check-behind ja oder nein - eine Checkliste<\/h2><p> Die angegebenen Punkte sind nur Richtwerte. D.h. je nach Situation und Gegner kann ein Faktor auch mehr oder weniger Punkte wert sein als angegeben. Zudem werden nat&uuml;rlich auch immer der Gegnertyp und das Board zur Beantwortung der kommenden Fragen ber&uuml;cksichtigt.<\/p><p><b>1)<\/b> Besteht die Chance, dass der Gegner am Turn eine bessere Hand foldet? +3 Punkte<\/p><p><b>2)<\/b> Wenn der Gegner euch am Turn check-raist bzw. den River donkbettet, habt ihr dann einen leichten Calldown oder einen leichten Fold? +2 Punkte <\/p><p><b>3) <\/b>Wenn der Gegner eure Turn bet callt und River checkt, k&ouml;nnt ihr dann value betten? +2 Punkte<\/p><p><b>4) <\/b>Check-raist der Gegner h&auml;ufig? Falls ja, wenn der Gegner euch am Turn check-raist, oder aber den River donkbettet, habt ihr dann eine toughe Entscheidung, da der Gegner auch gerne blufft? -2 Punkte<\/p><p><b>5)<\/b> Wenn ihr am Turn check behind macht, ist die Chance gro&szlig;, dass der Gegner unimproved mit einer schlechteren Hand in euch reinblufft? -1 Punkt<br>\n<b>Ergebnis: <\/b><br>\n0 oder mehr Punkte: BET<br>\nWeniger als 0 Punkte: CHECK<\/p><h1>Thema 6: Heads-up am Flop in Position: Call Flop, Raise Turn oder Raise Flop?<\/h1><p> Um diese Frage m&ouml;glichst elegant zu beantworten, m&ouml;chte ich folgende Vereinfachung vornehmen. Wir unterscheiden zwei F&auml;lle:<\/p><p>1) Wir haben eine unschlagbare Hand. Wir m&ouml;chten m&ouml;glichst viel Value erhalten. <\/p><p>2) Wir haben eine sichere losing Hand. Wir m&ouml;chten uns f&uuml;r m&ouml;glichst wenig Geld m&ouml;glichst viel Folding Value erspielen. D.h. mir m&ouml;chten das Verh&auml;ltnis Fold Value\/Kosten optimieren. Es ist uns nicht erlaubt, vor dem River zu folden.<\/p><p>Fall 1) ist unserer Vereinfachung f&uuml;r eine made hand, Fall 2) simuliert eine Drawing Hand mit der wir semi-bluffen m&ouml;chten. Nat&uuml;rlich gehen wir bei Fall 2) davon aus, dass wir nicht gegen einen totalen Maniac oder eine extreme Calling Station spielen - denn in dem Fall sollte wir es mit dem semi-bluff komplett sein lassen.<\/p><h2>Fall 1: Spielen einer made hand <\/h2><p> Wir nehmen wie gesagt an, dass unsere Hand unschlagbar ist und versuchen, das Maximum an Value herauszuholen.<\/p><p>Generell sollte man mit made hands call Flop, raise Turn spielen. In den allermeisten F&auml;llen erh&auml;lt man so vom Gegner mindestens 3 SB extra, und falls er Calldown macht sogar 7 SB.<br>\nIm Vergleich dazu erhalten wir bei Raise Flop, bet Turn nur mindestens 1 SB und wenn der Gegner Calldown macht 5 SB. <\/p><p>Wenn der Gegner sehr aggressiv ist oder aber das Board wahrscheinlich viel Action bringt, sollte man bereits den Flop raisen. Ein sehr aggressiver Gegner spielt nun h&auml;ufig eine 3-bet am Flop. Diese 3-bet callen wir und raisen dann den Turn. So erhalten wir falls der Gegner einen Calldown macht 2 SB mehr als bei call Flop, raise Turn. <br>\nSelbst wenn der aggressive Gegner unseren Flop Raise nur callt, so wird er uns am Turn oft check-raisen und wir haben dann die M&ouml;glichkeit zur 3-bet. So erhalten wir falls der Gegner einen Calldown macht 3 SB mehr als bei call Flop, raise Turn. <\/p><h2>Fall 2: Spielen einer drawing hand<\/h2><p> Grundlage: Attacking the weak Spots Artikel aus der Profi-Sektion<\/p><p>Wir gehen davon aus, dass wir immer hinten liegen und versuchen, den Gegner zum m&ouml;glichst kosteneffizient zum folden zu bringen.<\/p><p>Wir haben zun&auml;chst einmal die Wahl zwischen Raise Flop, bet Turn und call Flop, Raise Turn. <\/p><p>Wir haben in Fall 1 gesehen, dass gegen einen loose-aggressive Gegner die Chance gro&szlig; ist, dass er selten gegen einen Flop Raise foldet sondern sogar h&auml;ufig eine 3-bet gefolgt von einer Turn bet spielt. Selbst wenn er nicht 3-bettet, wird am am Turn oft check-raisen. <\/p><p>Spielen wir allerdings call Flop, Raise Turn, so wird selbst ein loose-aggressive Gegner h&auml;ufig folden und nur sehr selten den Turn 3-betten. D.h. mit call Flop, raise Turn ist gegen einen LAG die bessere semi-bluff Variante.<\/p><p>Gegen einen tighten Gegner ist es wichtig darauf zu achten, wie draw heavy das Board ist. <br>\nWenn das Board draw heavy ist, so passieren zwei Dinge: 1. hat der Gegner h&auml;ufig einige Outs und 2. setzt euch der Gegner h&auml;ufig auf einen Draw. Diese beiden Faktoren machen es unwahrscheinlich, dass ein Flop Raise effektiv ist. In diesem Fall solltet ihr also auch call Flop, raise Turn spielen. <br>\nWenn das Board aber nur wenige oder gar keine Draws zul&auml;sst (z.b. K 5 2 rainbow), so hat ein direkter Flop Raise gegen einen tighten Gegner eine sehr hohe Erfolgchance. Ihr habt also eine sehr Chance, durch eine Investition von nur 2 SB den Pot zu gewinnen. In diesem Fall solltet ihr also direkt den Flop raisen.<br>\nEs geht sogar noch einen Schritt weiter: gegen einen sehr tighten Gegner reicht es bei so einem Board oft sogar aus, den Flop nur zu callen. Er wird am Turn dann h&auml;ufig check\/fold spielen. Wenn dieser Gegner zudem am Turn in so einer Situation so gut wie nie check-raist, dann habt ihr quasi einen effektiven \"Bluff\" f&uuml;r eine Investition von nur 1 SB.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Profi Seminar Bonn HandoutPokerStrategy.de Profiseminar BonnReferent: Dominik Kofert aka KornThema 1: Die Rolle von Dead Money bei der Isolation eines [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[144],"strategy_level":[119],"class_list":["post-57913","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-fixed-limit-platin"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Profi Seminar Bonn Handout - PokerStrategy DE<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Lerne Poker bei PokerStrategy.com, der gr\u00f6\u00dften deutschsprachigen Poker-Community. 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