	{"id":57916,"date":"2007-12-14T21:42:00","date_gmt":"2007-12-14T21:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/747\/"},"modified":"2026-07-06T05:29:29","modified_gmt":"2026-07-06T05:29:29","slug":"747","status":"publish","type":"strategy","link":"https:\/\/www.pokerstrategy.com\/de\/strategy\/live-poker\/747\/","title":{"rendered":"Tells"},"content":{"rendered":"<?xml encoding=\"utf-8\" ?><h1>Tells<\/h1><h1>1. Einleitung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDas Verst&auml;ndnis und Beherrschen der strategischen Grundlagen sind wesentliche Voraussetzungen, um im Poker langfristig Gewinn zu<br>\nerzielen. Doch &uuml;ber diese Grundlagen hinaus wird ein fortgeschrittener<br>\nSpieler seinen Profit nicht mehr allein aus deren Anwendung und<br>\nkontinuierlichen Verbesserung ziehen, sondern aus dem Erlangen der<br>\npsychologischen &Uuml;berlegenheit &uuml;ber seine Gegner. Er wird seinen Gewinn<br>\ndann maximieren k&ouml;nnen, wenn er in der Lage ist, sich in seine Gegner<br>\nhineinzuversetzen und seine Spielweise an diese anzupassen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBesonders wertvoll wird diese F&auml;higkeit beim Live-Poker. Anders<br>\nals beim Online Poker versteckt sich der Gegner nicht hinter einer<br>\nvirtuellen Maske, sondern sitzt dir in Fleisch und Blut gegen&uuml;ber. Ein<br>\nguter Weg, mehr &uuml;ber die Motivation und Gedankenwelt seines Gegners zu<br>\nerfahren, sind &bdquo;Tells\".\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nTells sind bewusste oder unbewusste Zeichen im Verhalten, in der Mimik, Gestik, Spielweise deines Gegners, die dir mehr &uuml;ber die St&auml;rke seiner Hand oder seine wahren Absichten verraten k&ouml;nnen. Dieser Artikel verr&auml;t dir die wichtigsten Tells, die dir am Pokertisch begegnen k&ouml;nnen.\n<\/p><h1>2. Definition und Arten von Tells<\/h1><p class=\"emoNormal\">\n<strong>to tell<\/strong> (sth. about somebody) - etwas erz&auml;hlen, berichten (&uuml;ber jemanden)\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJedes Verhalten eines Spielers, das R&uuml;ckschl&uuml;sse &uuml;ber seine Hand zul&auml;sst, ist ein Tell.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nGenerell kann man Tells in zwei Kategorien einordnen:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li><strong>Unbewusste Tells<\/strong> von Spielern, die sich unbeobachtet f&uuml;hlen \t<\/li>\n<li><strong>Bewusste Tells <\/strong>von Spielern, die schauspielern<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoListintro\">\nUm sie zu entdecken und f&uuml;r dich nutzen zu k&ouml;nnen, solltest du eine Regel verinnerlichen: Schau deine Gegner an, nicht deine Karten!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBesonders gilt das Gesagte in den Momenten, wenn die Startkarten<br>\nverteilt, sowie die Gemeinschaftskarten aufgedeckt werden. Deine Karten<br>\n&auml;ndern sich nicht, die Emotionen deiner Gegner in Bezug auf ihre Hand<br>\nschon.\n<\/p><h1>3. Unbewusste Tells<\/h1><h2>3.1. Der erste Eindruck<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDer erste Eindruck von einem Mitspieler kann schon der erste Tell<br>\nsein. Der Charakter eines Menschen spiegelt sich oft in seiner<br>\nSpielweise wieder. So agieren Leute, die ihre Chips ordentlich stapeln,<br>\neher konservativ. Anders dagegen Spieler, die einen bunten,<br>\nunordentlichen und un&uuml;bersichtlichen Haufen Chips vor sich liegen<br>\nhaben. Sie spielen wahrscheinlich loose-aggressive.\n<\/p><p><\/p><h2>3.2. Die K&ouml;rperhaltung<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nNicht wenige Spieler verraten durch ihre K&ouml;rperhaltung ungewollt die St&auml;rke ihres Blattes. So ist eine unbewusste Ver&auml;nderung der Sitzposition, eine straffere und nach vorne gebeugte, ein Indiz f&uuml;r<br>\neine starke Hand. Bei einer schwachen Hand zeigen sie h&auml;ufig weniger K&ouml;rperspannung, z.B. erkennbar an h&auml;ngenden Schultern.\n<\/p><p><\/p><h2>3.3. Nervosit&auml;t<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEs wird h&auml;ufig angenommen, dass nerv&ouml;ses Verhalten einen Bluff widerspiegelt. Immerhin steht meist viel auf dem Spiel. Doch in den<br>\nmeisten F&auml;llen ist augenscheinliche innere Unruhe ein Zeichen von<br>\nSt&auml;rke. Zum einen ist wirkliche Nervosit&auml;t sehr schwer schauspielerisch<br>\ndarzustellen. Zum anderen soll der Kontrahent bei einem Bluff eher den<br>\nEindruck eines souver&auml;nen, ruhigen Gegners erhalten. Spieler, die eine<br>\nschwere Entscheidung zu treffen haben, werden daher versuchen, ihre<br>\nNervosit&auml;t zu kontrollieren, beispielsweise durch das Festhalten der<br>\neinen mit der anderen Hand.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nErh&auml;lt ein Spieler eine gro&szlig;artige Karte auf dem River und beginnt auf einmal zu zittern, dann ist das kein Anzeichen von Schw&auml;che,<br>\nsondern oft eine Art Ventil, die aufgebaute Spannung zu l&ouml;sen. Gerade<br>\nunerfahrene Spieler schieben erleichtert mit zittrigen, schwitzenden<br>\nH&auml;nden alle Chips in die Mitte. Tue ihnen nicht den Gefallen zu callen!\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDes Weiteren legen eine Menge Spieler nerv&ouml;se Angewohnheiten an<br>\nden Tag. Sie trommeln beispielsweise mit den Fingern, wackeln mit einem<br>\nBein unterm Tisch oder &bdquo;klappern\" mit ihren Chips. Wenn also jemand<br>\netwas setzt und die ganze Zeit mit seinen Chips &bdquo;klappert\", aber damit<br>\npl&ouml;tzlich aufh&ouml;rt, wenn ein Gegen&uuml;ber zu seinen Chips greift, dann<br>\ndeutet diese unbewusste Geste auf einen Bluff hin. Der Spieler f&uuml;hlt<br>\nsich offensichtlich unwohl. Bei einer starken Hand schenken Spieler<br>\nihren Gegner generell weniger Aufmerksamkeit, sie gehen ihren<br>\nAngewohnheiten weiter nach.\n<\/p><h2>3.4. Innere Anspannung<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nSpieler, die eine Hand von f&uuml;r sie gro&szlig;er Wichtigkeit spielen, sind innerlich angespannt. Automatisch erh&ouml;ht sich der<br>\nAdrenalinaussto&szlig;, spannen sich die Muskeln, erweitern sich die<br>\nPupillen, erh&ouml;ht sich die Herzschlagrate, die Kehle scheint<br>\nauszutrocknen und die Stimmlage ver&auml;ndert sich. Nicht umsonst tragen<br>\nviele Spieler Kapuzenpullover, um ihre Halsschlagader zu verdecken. Ob<br>\ndiese Reaktionen nun Hinweise auf ein gutes oder schlechtes Blatt sind,<br>\nl&auml;sst sich nur schwer entscheiden. In der Regel versucht jemand mit<br>\neiner schlechten Hand seine Anspannung zu unterdr&uuml;cken, bewirkt dadurch<br>\naber oft genau das Gegenteil.\n<\/p><p><\/p><h2>3.5. Die Atmung<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEin sehr aussagekr&auml;ftiger Tell ist die Atmung eines Spielers. Eine Ver&auml;nderung der Atmung ist keine Schauspielerei. Je n&auml;her du deinem Gegner bist, desto besser wirst du diesen Tell f&uuml;r dich nutzen<br>\nk&ouml;nnen. Eine flache Atmung oder der Versuch lautes Atmen zu vermeiden,<br>\nkann auf eine schwache Hand deuten.\n<\/p><p><\/p><h2>3.6. Der Calling Reflex<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nBluffer werden alles versuchen, um so normal wie m&ouml;glich zu wirken. Der Grund f&uuml;r dieses Verhalten ist der Calling Reflex. Vor<br>\nallem unerfahrene Spieler zeigen dieses Verhaltensmuster. Sie lieben<br>\nden Showdown und suchen bei ihrem Kontrahenten nach Signalen, die ihnen<br>\nhinterher als Entschuldigung dienen k&ouml;nnen. Sie werden ihre<br>\nEntscheidung oft weniger von der St&auml;rke ihrer Hand als von ihrem Ego<br>\nabh&auml;ngig machen. <strong>Fast alle Bluffer verhalten sich deswegen instinktiv ruhig und m&ouml;glichst unauff&auml;llig.<\/strong>\n<\/p><h2>3.7. Mimik<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nFalls jemand seinen Mund mit seiner Hand verdeckt, so h&auml;lt er h&auml;ufig eine schwache Hand. Er m&ouml;chte seine Emotionen verdecken. Im<br>\n&uuml;bertragenen Sinn m&ouml;chte er eine L&uuml;ge nicht preisgeben, die man im<br>\nseinem Gesicht lesen k&ouml;nnte. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit einem Spieler,<br>\nder einem Blick nicht standhalten kann. Er hat Angst, dass seine Augen<br>\nihn verraten k&ouml;nnten.\n<\/p><p><\/p><h2>3.8. Blick auf die Chips<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDas ist wahrscheinlich der wertvollste unbewusste Tell. Wirft ein Spieler einen kurzen Blick auf seine Chips und schaut sofort wieder<br>\nweg, dann m&ouml;chte er betten. Eine Abwandlung ist der schnelle Blick auf<br>\ndie Chips seines Gegners, was jedoch dasselbe bedeutet. Wichtig ist,<br>\ndass er sich dabei unbeobachtet f&uuml;hlt.\n<\/p><p><\/p><h2>3.9. Nochmaliges Anschauen einer Hand<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nGerade bei Anf&auml;ngern ein zuverl&auml;ssiger Tell. Die Rede ist hier von einem unbewussten, kurzen Blick in die eigenen Karten. Wenn beispielsweise der Flop drei Karten in Herz offenbart und sich dein<br>\nunerfahrener Gegner seine Hand nochmals anschaut, dann hat er mit gro&szlig;er Wahrscheinlichkeit keinen Flush.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nGerade Anf&auml;nger merken sich bei ihrer Starthand (offsuit) nicht<br>\ndie Farben. Nur bei einer gleichfarbigen Starthand (suited) merken sie<br>\nsich die exakten Karten. Von daher kannst du davon ausgehen, dass dein<br>\nGegner in dem Beispiel h&ouml;chstens ein Herz h&auml;lt.\n<\/p><h2>3.10. Austausch von Nettigkeiten<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nIst ein Gegner nach einer Bet freundlich zu dir, dann spielt er wahrscheinlich einen Bluff. Er m&ouml;chte dich nicht in eine pers&ouml;nliche Konfrontation verwickeln und du sollst dich auf deine Hand<br>\nkonzentrieren. Anders ein freundlicher Spieler, der pl&ouml;tzlich unfreundlich wird. Hier gilt genau das Gegenteil, er m&ouml;chte wahrscheinlich gecallt werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin weiterer Tell ist das Grinsen. Jemand, der versucht ernst zu<br>\nbleiben und dann unfreiwillig ein L&auml;cheln entbl&ouml;&szlig;t, h&auml;lt mit einiger<br>\nSicherheit eine Monsterhand. Ein Spieler mit einem nat&uuml;rlichen L&auml;cheln<br>\nhat eher eine gute Hand, im Gegensatz zu jemandem, der ein aufgesetztes<br>\nL&auml;cheln erzwingt.\n<\/p><p><\/p><h2>3.11. Hand besch&uuml;tzen<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nSo wie man einen Goldschatz bewachen w&uuml;rde, tun dies viele Spieler unbewusst mit einer guten Starthand. Sie schauen kurz,<br>\nverdecken ihre Karten schnell und halten ihre H&auml;nde sch&uuml;tzend dar&uuml;ber.\n<\/p><p><\/p><h2>3.12. H&auml;nde Au&szlig;enstehenden zeigen<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nUnerfahrene Spieler werden h&auml;ufig Freunden oder Partnern w&auml;hrend einer Hand ihre Karten zeigen. In diesen F&auml;llen halten sie mit gro&szlig;er Zuverl&auml;ssigkeit eine starke Hand. Daf&uuml;r sprechen vor allem zwei Gr&uuml;nde: Erstens m&ouml;chte der Betreffende zeigen, dass er ein guter Spieler ist. Das kann er nur mit einer legitimen Hand, wahrscheinlich einer Made Hand, die auch der vermeintliche Laie als solche erkennen k&ouml;nnte. Zweitens k&ouml;nnte derjenige, der sich die Karten anschaut, einen Bluff verraten.\n<\/p><h2>3.13. Instant-Bet<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn jemand seine Hand anschaut und direkt setzt, dann ist das besonders bei unerfahrenen Spielern ein Hinweis f&uuml;r ehrliches Spiel.<br>\nDie meisten Menschen werden sich vor einem Bluff etwas Zeit nehmen, schlie&szlig;lich soll die Aktion &uuml;berlegt wirken. Au&szlig;erdem vermeiden sie jede auff&auml;llige Handlung, um kein Misstrauen zu erwecken.\n<\/p><p><\/p><h2>3.14. Der Griff zum Glas<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nOft werden Gegner, die einen Bluff spielen, danach zum (Bier-)Glas greifen. Es soll normal wirken, doch gerade das sollte dir auffallen.\n<\/p><p><\/p><h2>3.15. Zigarette<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nAuch an der Art und Weise, wie manche Leute ihre Zigarette<br>\nrauchen, kann man R&uuml;ckschl&uuml;sse auf die St&auml;rke einer Hand ziehen. So<br>\ndeutet das unbewusste Aussto&szlig;en einer gro&szlig;en Rauchwolke eher auf eine<br>\nstarke Hand hin und dein Call ist dem Gegner ziemlich egal. Wenn er<br>\njedoch m&ouml;glichst unauff&auml;llig ausatmet, so spielt er h&auml;ufiger einen<br>\nBluff. Dieser Tell ist sehr vage und sollte nach M&ouml;glichkeit nur in<br>\nKombination mit anderen verwendet werden.\n<\/p><p><\/p><h2>3.16. Wie jemand setzt<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWie jemand seine Chips in die Mitte bewegt, kann ebenfalls einiges &uuml;ber seine Hand verraten. H&auml;lt er ein starkes Blatt und will<br>\nseinen Gegner zum Callen ermutigen, so wird er kein gro&szlig;es Spektakel<br>\nmachen. Er m&ouml;chte niemanden verschrecken und wird entweder gar nichts<br>\nsagen oder den Wert seiner Chips beil&auml;ufig verk&uuml;nden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnders verh&auml;lt sich ein Spieler mit einer schwachen Hand. Er wird<br>\nseine Bet meist optimistisch oder autorit&auml;r laut verk&uuml;nden. Ist dieses<br>\nVerhalten nicht unlogisch, denn eigentlich versuchen Bluffer doch, um<br>\nkeinen Preis aufzufallen? Trotzdem ist das Verhalten verst&auml;ndlich, denn<br>\nsolange er die vor&uuml;bergehende Kontrolle innehat, versucht er seinen<br>\nGegner aus der Hand zu verjagen, indem er ihn einsch&uuml;chtert. Erst<br>\ndanach wird er versuchen, unauff&auml;llig zu erscheinen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEin weiteres Signal ist das &uuml;bertriebene Setzen der Chips. Jemand,<br>\nder seine Chips mit Betonung in Richtung seines Gegners bewegt,<br>\nvielleicht wirft, m&ouml;chte ihn wahrscheinlich einsch&uuml;chtern. Gute<br>\nIndizien sind ein ausgestreckter Unterarm sowie ein &uuml;bertriebenes<br>\nStrecken der Fingerspitzen.\n<\/p><h1>4. Bewusste Tells<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nDoyle Brunsons legend&auml;res Buch Super System enth&auml;lt eine sehr aufschlussreiche, von Mike Caro verfasste Passage, die frei &uuml;bersetzt<br>\nwie folgt lautet:\n<\/p><p><em><\/em><\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie meisten Menschen k&ouml;nnen nicht leben, wie sie m&ouml;chten. Als Kinder mussten sie Hausarbeiten machen, die sie hassten, [...] Als Erwachsene m&uuml;ssen sie mit Leuten auskommen, die sie nicht m&ouml;gen, vort&auml;uschen, sich gut zu f&uuml;hlen, wenn sie sich miserabel f&uuml;hlen, handeln, als h&auml;tten sie alles unter Kontrolle, obwohl sie verunsichert und &auml;ngstlich sind.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDiese Leute sind Schauspieler. Sie geben vor eine Person zu sein,<br>\ndie sie gar nicht sind. Am Pokertisch handeln sie unbewusst nach dem<br>\nMotto: &bdquo;Wenn ich mich hier nicht verstelle, k&ouml;nnen die anderen mein<br>\nwahres Ich erkennen.\n<\/p><p><\/p><p class=\"emoNormal\">\nDeshalb werden diese Leute <strong>bei einer starken Hand Schw&auml;che vort&auml;uschen und bei einer schwachen Hand St&auml;rke<\/strong>. Das Prinzip von strong means weak and weak means strong wird auf die gro&szlig;e Mehrheit deiner Mitspieler zutreffen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nEuer Ziel muss es immer sein, herauszufinden, ob ein Gegner<br>\nschauspielert oder nicht. Schauspielert er, dann entscheidet, was er<br>\nbezwecken m&ouml;chte und macht genau das Gegenteil.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nDas festzustellen ist nicht einfach, doch es gibt zwei zuverl&auml;ssige Indikatoren:\n<\/p><ul class=\"emoList1\">\n<li>Dein Gegner muss sich von dir beobachtet f&uuml;hlen.<\/li>\n<li>Deine Entscheidung muss f&uuml;r ihn von Bedeutung sein.<\/li>\n<\/ul><p class=\"emoNormal\">\nBeide Indikatoren m&uuml;ssen in der Regel zutreffen.\n<\/p><h2>4.1. Gespielte Schw&auml;che<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nVorget&auml;uschte Schw&auml;che kann sich z.B. als Seufzen darstellen, als Schulterzucken, langes Gr&uuml;beln, als alle m&ouml;glichen Anzeichen von gespieltem Desinteresse. Spieler, die Schw&auml;che vorgeben, haben eine<br>\nstarke Hand. Sie m&ouml;chten ihre Gegner durch ihr T&auml;uschungsman&ouml;ver zu<br>\neinem Call oder sogar zu einem Raise ermutigen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nJemand, der w&auml;hrend einer Hand bewusst wegschaut, ist in der Regel<br>\ngef&auml;hrlich. Er handelt so, als sei ihm die Hand egal, um eine<br>\ngegnerische Aktion zu provozieren. Besonders h&auml;ufig passiert das, wenn<br>\nder Flop gedealt wird. Ein kurzer Blick auf den Flop und der folgende<br>\nBlick zur Seite sind <u>das Indiz<\/u> f&uuml;r St&auml;rke.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDieser Tell wird Euch in verschiedenen Formen begegnen, wobei<br>\nunerfahrene Spieler eher zur &Uuml;bertreibung neigen. &Auml;hnlich verh&auml;lt es<br>\nsich mit Leuten, die nicht am Zug sind und so tun, als ob sie die Hand<br>\nwegwerfen m&ouml;chten.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie meisten Spieler treffen ihre Entscheidung innerhalb von<br>\nwenigen Sekunden. Gr&uuml;belt hingegen jemand sehr lange, um schlie&szlig;lich<br>\nkr&auml;ftig zu erh&ouml;hen, so will er eher vort&auml;uschen, dass ihm die<br>\nEntscheidung unglaublich schwer gefallen sei. Normalerweise kannst du<br>\nvon einer sehr starken Hand oder gar einer Monsterhand ausgehen.\n<\/p><h2>4.2. Gespielte St&auml;rke<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nWenn du die Tells der gespielten Schw&auml;che richtig nutzt, so kannst du vermeiden, eine Menge Geld zu verlieren. Wesentlich profitabler, jedoch auch riskanter, ist das Entlarven von gespielter<br>\nSt&auml;rke. Durch einen richtigen Tell und einen mutigen Call kannst du<br>\nmanchmal H&auml;nde f&uuml;r dich entscheiden, deren Gewinn du sonst gar nicht<br>\nin Betracht gezogen h&auml;ttest.\n<\/p><p class=\"emoListintro\">\nAnders als Spieler mit starken H&auml;nden, die dich ermutigen wollen, Chips in<br>\ndie Mitte zu schieben, versuchen Spieler mit schwachen H&auml;nden genau das<br>\nzu vermeiden. Hier die besten Anzeichen:\n<\/p><ul class=\"emoList7\">\n<li>\n<h2>4.2.1. Mit den Chips drohen<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tGreift jemand in seine Chips, w&auml;hrend sein Gegner am Zug ist, dann ist das meist ein Einsch&uuml;chterungsversuch. Wenn jedoch ein Spieler<br>\n\tst&auml;ndig mit seinen Chips spielt und pl&ouml;tzlich die H&auml;nde von den Chips<br>\n\tl&auml;sst, w&auml;hrend du am Zug bist, dann ist das ein Zeichen wahrer St&auml;rke.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h2>4.2.2. Anstarren<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tSpieler, die mit durchbohrenden Blicken ihre Gegner regelrecht niederstarren, sind meist nicht sehr gef&auml;hrlich. Das Signal &bdquo;Ich<br>\n\tbeobachte dich genau, also &uuml;berleg Dir was Du tust\" ist oft als<br>\n\tSchw&auml;che zu werten.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h2>4.2.3. Karten anschauen<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tSieht ein Gegner besonders lange in seine Startkarten oder auf das Board, h&auml;lt er in der Mehrzahl der F&auml;lle eine schwache Hand. Schaut er lange und setzt, so spielt er wahrscheinlich einen Bluff.\n\t<\/p>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tEin starker Tell ist das nochmalige Ansehen der Starthand, nachdem dein Gegner gesetzt hat und du in deinen Chipstapel greifst. Man kann<br>\n\thier von einem Bluff ausgehen.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<h2>4.2.4. Pot vorschnell abgreifen<\/h2>\n<p class=\"emoListbody\">\n\tSpieler mit einer sehr starken Hand hoffen und warten bis zum letzten Moment, dass ihr Gegner mitgeht. M&ouml;chte er die Action<br>\n\tvorschnell beenden z.B. durch Aussagen wie: &bdquo;Ich zeig auch\", oder indem<br>\n\ter den Topf in der Mitte beansprucht, so ist das deutlich als Schw&auml;che<br>\n\tzu interpretieren.\n\t<\/p>\n<\/li>\n<\/ul><h1>5. Kombination von Tells<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nTells sind leider nicht immer so eindeutig, wie man sie gerne h&auml;tte. So wirst du oft nicht nur einen, sondern gleich mehrere bei deinem Gegner beobachten. Stimmen sie &uuml;berein, so sollte dir deine<br>\nEntscheidung leichter fallen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nFalls jemand z.B. seine Starthand nur kurz anschaut, diese dann<br>\nschnell verdeckt und mit seinen H&auml;nden besch&uuml;tzt, einen kurzen Blick<br>\nauf seine Chips wirft und dann scheinbar gelangweilt sein Glas<br>\nbetrachtet, so kannst du von einer starken bis sehr starken Hand<br>\nausgehen.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nKompliziert wird es, wenn Tells sich widersprechen. Doch auch f&uuml;r<br>\ndieses Problem gibt es eine L&ouml;sung. Oft sind sich Spieler nur einem<br>\nTeil ihrer Aktionen bewusst. Finde heraus, welcher Tell gespielt wird<br>\nund mach genau das Gegenteil von dem, was der Spieler mit ihm<br>\nbezwecken m&ouml;chte!\n<\/p><p><\/p><h2><strong>5.1. Beispiel 1<\/strong> <\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEin Mann nimmt seine Karten in die rechte Hand und ist im Begriff<br>\nsie wegzuwerfen. Die linke Hand wandert unmerklich zu seinen Chips.<br>\nWelcher Tell ist bewusst, welcher unbewusst? Gibt er vor, eine starke<br>\noder eine schwache Hand zu halten?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDer Mann versucht durch das Wegwerfen der Karten Schw&auml;che<br>\nvorzut&auml;uschen. Das ist der bewusste Tell. Du sollst seine Schw&auml;che<br>\nwahrnehmen. Der Griff in die Chips hingegen ist eine unbewusste<br>\nHandlung, die seine wahre Motivation verr&auml;t.\n<\/p><p><\/p><h2><strong>5.2. Beispiel 2<\/strong><\/h2><p class=\"emoNormal\">\nDu beobachtest einen Spieler, der nicht am Zug ist. Er wendet sich<br>\nmerkbar von seinem Gegner ab, doch seine Augen wandern zwischen dem<br>\nGegner und dessen Chipstapel.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nLetzterer soll diese K&ouml;rpersprache als Schw&auml;che interpretieren.<br>\nDie Augen, welche Kontrahenten wahrscheinlich nicht auffallen, verraten<br>\njedoch die wahre Motivation des Spielers.\n<\/p><h1>6. Tells als T&auml;uschung<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nIn den obigen Beispielen gehen wir davon aus, dass unsere Gegner zu der Mehrheit geh&ouml;ren, die bei St&auml;rke Schw&auml;che vort&auml;uscht und umgekehrt. Kompliziert wird es jedoch bei erfahrenen Spielern, die<br>\ngenau wissen, was welcher Tell bedeutet. Sie werden versuchen diese gegen dich zu benutzen. Ein gutes Beispiel daf&uuml;r ist Eli Elezra, der bei einem gleichfarbigen Flop seine Hand nochmals anschaute, obwohl er genau wusste, dass er seinen Flush bereits getroffen hatte.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\n<strong>Reverse<\/strong><br>\nWenn jemand bei einer schwachen Hand bewusst Schw&auml;che zeigt, um dich zu irritieren, handelt er genau umgekehrt, sprich &bdquo;reverse\".<br>\nErfahrene Spieler denken sogar &bdquo;reverse reverse\" und &bdquo;reverse reverse<br>\nreverse\". Hierbei dreht sich alles um die Frage &bdquo;Was denkt er, was ich<br>\ndenke (was er denkt, was ich denke etc.)?\"\n<\/p><h1>7. Beispielh&auml;nde<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nIm Folgenden sind drei popul&auml;re H&auml;nde, in denen Tells eine wichtige Rolle gespielt haben, dokumentiert. In der<br>\nersten Hand wird gespielte Schw&auml;che enttarnt. Die zweite Hand zeigt<br>\nnicht nur den Unterschied zwischen Live und Online Poker, sondern auch<br>\nwie profitabel es sein kann, gespielte St&auml;rke zu entlarven. Die dritte<br>\nHand zeigt, dass ein richtiger Tell auch zu einer falschen Entscheidung<br>\nf&uuml;hren kann.\n<\/p><p><\/p><h2>7.1. Hand 1<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nBei einem NL-Turnier der WSOP 2004 bekam Anni Duke TT und erh&ouml;hte kr&auml;ftig. Greg Raymer setzte sie All In. Sie beobachtete Greg Raymer<br>\nsehr lange und entdeckte einen starken Tell, der ihr verriet, dass er<br>\nein starkes Blatt hielt und sie zu einem Call verleiten wollte.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nIhre Pot Odds waren 3:1, nur gegen ein h&ouml;heres Paar lag sie mit<br>\n1:4 hinten. Nach langer Denkpause warf sie die Hand weg. Als Raymer<br>\nkurze Zeit sp&auml;ter ausschied, verriet er ihr, dass er KK gehalten und<br>\nsie eine gro&szlig;artige Entscheidung getroffen hatte. Anni Duke sollte<br>\nsp&auml;ter das Turnier sowie ein stolzes Preisgeld in H&ouml;he von 2,4<br>\nMillionen $ gewinnen.\n<\/p><p><\/p><h2>7.2. Hand 2<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nW&auml;hrend der WSOP 2005 hatte Mike &bdquo;The Mouth\" Matusow einen sehr starken Tell von Dustin Woolf . Obwohl dieser wenig Erfahrung im Live<br>\nPoker besitzt, ist Letzterer eine Legende des Onlinepokers mit Gewinnen<br>\nim sechstelligen Bereich.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnders als beim Live Poker wird man beim Online Poker von niemandem beobachtet. Genau dies sollte Woolf zum Verh&auml;ngnis werden.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSo konnte Matusow beobachten, dass Woolf bei einer starken Hand<br>\ndie Chips schwungvoll in die Tischmitte warf, bei einer schwachen Hand<br>\nplatzierte er die Chips vorsichtig in die Mitte und sagte: &bdquo;Ich raise\".<br>\nDiesen Tell konnte Matusow in folgender Hand ausnutzen:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nNachdem ein Spieler sowie Matusow mit Qh-Jh 10,000$ gecallt haben,<br>\nerh&ouml;ht Woolf auf 80,000$. Er schiebt seine Chips behutsam in die Mitte<br>\nund sagt: &bdquo;Ich erh&ouml;he\".\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nAnstatt mit einem Reraise die 100.000$ direkt zu gewinnen,<br>\nbeschloss Matusow seinem Gegner die M&ouml;glichkeit zu geben, ein weiteres<br>\nMal zu bluffen. Der Flop K-10-4 gab Matusow einen OESD<br>\n(Open-Ended-Straight-Draw). Woolf setze vorsichtig 250.000$ und sagte:<br>\n&bdquo;Ich bette\". Matusow wollte Woolf erneut einen Bluff erm&ouml;glichen und<br>\ncallte. Der Turn war eine 6, Woolf checkte und Matusow ging &bdquo;all-in\".\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nBlitzartig trennte sich Woolf von seiner Hand und Matusow konnte<br>\nseinen Stack erheblich vergr&ouml;&szlig;ern, weil er den optimalen Nutzen aus dem<br>\nTell seines Gegners gezogen hatte.\n<\/p><p><\/p><h2>7.3. Hand 3<\/h2><p class=\"emoNormal\">\nEine Hand, die viele von Euch kennen werden, hat sich bei den<br>\nParty Poker German Open im Heads Up zwischen unserem gesch&auml;tzten<br>\nPokerstrategy-Member Morgoth und Soraya Homam ergeben:\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nSoraya Homam erh&ouml;hte mit AQ fast All In. Morgoth hielt QQ und<br>\n&auml;u&szlig;erte, dass er bei einem Call &bdquo;All In\" w&auml;re. Sie verstand jedoch nur<br>\n\"All In\" und callte sehr schnell die vermeintliche Erh&ouml;hung. Der Irrtum<br>\nkl&auml;rte sich auf, doch Morgoth war verunsichert. Er &uuml;berlegt sehr lange<br>\nund foldete schlie&szlig;lich seine Queens.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDa Homam ein All In von Morgoth ohne zu z&ouml;gern gecallt h&auml;tte,<br>\nmusste sie &uuml;berzeugt gewesen sein, eine sehr starke Hand zu halten. Die<br>\nFrage, die sich Morgoth gestellt hatte, war folgende: Von welchen<br>\nH&auml;nden glaubt Homam, dass sie in dieser Situation stark seien?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nF&uuml;r den Zuschauer mag Morgoths Entscheidung unverst&auml;ndlich<br>\nerscheinen, doch setzte er Homam wahrscheinlich auf AA, KK oder AK.<br>\nGegen diese Range w&auml;re seine Hand bestenfalls ein Coinflip gewesen.<br>\nDaher foldete er und versuchte, sie mit seinen restlichen Chips zu<br>\nbesiegen, was ihm schlie&szlig;lich auch gelang. Man sieht jedoch, dass ein<br>\nTell auch zu einer objektiv falschen Entscheidung f&uuml;hren kann.\n<\/p><h1>8. Fazit<\/h1><p class=\"emoNormal\">\nVor allem im ersten und im letzten Beispiel ist nicht der Tell der entscheidende Faktor, sondern die Frage: Von welchen H&auml;nden denkt mein Gegner, dass sie gut seien?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDie Gegenfrage dazu lautet: Von welchen H&auml;nden denkt mein Gegner dass sie schwach seien?\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nObwohl Tells ein probates Mittel sind, um Informationen zu<br>\nsammeln, sollte man sein Spiel nie allein auf ihnen begr&uuml;nden. Sie<br>\nk&ouml;nnen eine gro&szlig;e Hilfe sein, sich in seine Gegner hineinzuversetzen,<br>\ndoch sind sie nur ein Teil des Puzzles, das ein guter Pokerspieler bei<br>\njeder Entscheidung gedanklich zusammensetzt.\n<\/p><p class=\"emoNormal\">\nDaher liegt der Schl&uuml;ssel zu gutem, erfolgreichem Live-Poker im<br>\nBeherrschen der strategischen Grundlagen, dem richtigen Deuten von<br>\nTells und der F&auml;higkeit, sich in seine Gegner hineinzuversetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Artikel lernst du wichtige Pokertells kennen, also bewusste oder unbewusste Zeichen deines Gegners, die mehr \u00c3\u00bcber seine Hand und seine Absichten verraten.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":""},"strategy_category":[164],"strategy_level":[114],"class_list":["post-57916","strategy","type-strategy","status-publish","hentry","strategy_category-live-poker-einsteiger"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - 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