Ah ok. Nein die 50$, die ich vor 5 Jahren mal bekam hatte ich relativ schnell verblasen 
Ich studiere und wohne in Linz. Ich spiele zwischen NL100 und NL200 NLHE, für gewöhnlich. Ich versuche mich jedoch auch in PLO einzuspielen.
Ah ja, die Stats helfen hier schon sehr viel weiter. Wenn du schon ne größere sample von ihm hast, kann man davon ausgehen dass es sich um einen leicht loose aggressive Regular handelt, der postflop solider wird und vom Gas runtergeht. Sein Schwachpunkt ist damit bereits identifiziert - er liegt zwischen preflop und flop - da befindet sich ne Rangelücke!
Du hättest hier KJs 3-betten auch können, oft machen Regulars erst gröbere Fehler, wenn sie den 3-bet-pot betreten. mit 72% F-3B hättest du hier autoprofit. Den call würde ich vorziehen, wenn sich villain floaten lässt, da du hier den ev vergrößerst, du bekommst 1-2 zusätzliche bets rein oder er anderweitige postflopschwächen hat.
Falls villain ein stärkeres Postflop-Spiel hat, kannst deine Range am Turn auch splitten und den einen Teil polarisieren und hier den Raise auspacken. Du exploitest dann seine bet-bet/fold line. Der spieltheoretische defending Spielzug im Anschluss von ihm wäre denn mit einer capped range den turn+river zu callen, was schwierig ist, da er ja durch die turnbet seine Range polarisiert. was auch geil wäre wäre eben der turncall mit anschlißender Riveroverbet auf seinen check hin, falls du in diesem spot ne vielzahl von floating bluffs bis zum river mitnehmen und hier eben mit ner riesigen overbet sogut wie alle seine capped ranges hände wegbluffen kannst. zum balancen dieser line müsstest du hier zum ausgleich dies auch mit dem flush machen. das steigert sowohl winrate als auch varianz imo. Möglichkeiten für nen ev+ gibts viele und oft muss man genauer hinsehn.
Mit welcher Range spielt Villain diese Line tendenziell? (Legt sich Villain hier bestimmte Handspektren zurecht, wie etwa - ich bette hier 10 Q trips kombinationen und zum Ausgleich 28 backdoor bluffs; oder spielt er nach Lust und Laune jede 2. Hand aus seiner Preflop raising Range weiter?)
Wo liegt die Schwäche in seiner Line? (ein handspektrum ist selten zu 100% an board in kombination mit pot odds angepasst, sprich zu 100% gebalanced)
Wie kann ich die Schwäche in seinem Spiel ausnutzen? (bet-fold -> dann bluffraise, bettet er zuviele bluffs -> calldown range konstruieren, bettet er zu wenige bluffs -> fold)
Wie reagiert Villain, bzw. wozu ist er fähig? (kontert er deinen bluffraise mit rebluffs? callt er zu light? callt er mit der richtigen frequenz? overfoldet er?- meist das!^^)
das sind typische gedanken, die mir durch den kopf gehn wenn ich einen neuen reg auf meinem limit kennen lerne..^^
Wollen beide Spieler den EV maximieren und können das gezielt umsetzen (beispielsweise die Range wäre im Vorhinein bekannt und festgelegt) dann ist das Ziel im Poker:
den Gegner vor eine möglichst schwierige Entscheidung zu stellen, und sollte Villain deine Range kennen, ihn vor eine Entscheidung zu stellen; in der er indifferent ist.
das heißt, egal ob er callt oder foldet, sein ev bliebe gleich.
und ich möchte anmerken, die schwierigkeit der entscheidung ist nicht nur abhängig von den pot odds sondern eben ganz wichtig von der Range.
Das verbesserte Einschätzen von Ranges in den verschiedenen Spots ist imo der schlüssel zu einem besseren verständnis des spiels.
Und diese Wahrnehmung wird am besten abseits vom Tisch trainiert, indem man Ranges mit Equilab nachbildet bzw. Lines mit EVRunner nachbaut.
Am besten du fangst sofort damit an! ♠_grin: