Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Kenney verteidigt sich gegen Betrugsvorwürfe

Der Führende der All Time Money List hat sein Schweigen gebrochen und sich zu den umfangreichen Betrugsvorwürfen ihm gegenüber geäußert.

In einem einstündigen Gespräch mit Sarah Herring von PokerNews hat Bryn Kenney erstmals Stellung zu den Vorwürfen ihm gegenüber bezogen, die in der vergangenen Woche die Pokerwelt in Aufruhr versetzt haben.

Dabei ließ Herring vorab wissen, dass sie jahrelang mit Kenney befreundet ist und auch nicht besonders vertraut mit einigen der Aspekte der Vorwürfe, die im Raum stehen, darunter die Nutzung von Real Time Assistance oder die Frage, wie eine Software wie TeamViewer für Betrug an den Tischen genutzt werden könnte.

Dennoch brachte Herring gegenüber Kenney die wesentlichen Vorwürfe ihm gegenüber zur Sprache, darunter die Anweisung an gestakte Spieler in Satellites gegeneinander Softplay zu betreiben, RTA-Tools zu nutzen, den Account von Lauren Roberts zum Spielen zu nutzen, andere Spieler zu ghosten und die Frage, ob er Einblick auf die Bildschirme von gestakten Spielern hatte.

Kenney selbst schien derweil beim Gespräch in Obstruktion und Selbstdarstellung abzudriften. Häufig leitete er den Austausch in eine gänzlich andere Richtung, vermied immer wieder direkte Antworten auf etliche Fragen und nutzte sie vielmehr als Gelegenheiten, um sich selbst zu rühmen.

Manch einer innerhalb der Pokerszene war verwirrt, dass eine 10-jährige Freundin von Kenney das Interview führen durfte, insbesondere wenn sie laut eigener Aussage nicht über sonderlich viel Hintergrundwissen zu den Vorwürfen verfügte. Es dürfte wohl aber das einzige Gespräch sein, dem Kenney angesichts der Schwere der Vorwürfe überhaupt zustimmen würde. Der Verlauf wäre für ihn wohl deutlich unangenehmer gewesen, wenn ihn Doug Polk, Joe Ingram oder Matt Berkey zu den Vorwürfen befragt hätten. Alles in allem sah sich Herring mit keiner leichten Aufgabe konfrontiert und sie muss sich die Kritik gefallen lassen, dass sie nicht intensiv genug nachgebohrt hat, wann auch immer Kenney es vermied, eine Frage direkt zu beantworten.

Die zuvor genannten Polk, Ingram und Berkey ließen es sich derweil natürlich nicht nehmen, nach Betracht des Interviews ihre Sicht auf die Stellungnahme zu schildern:

Was haltet ihr von dem Interview mit Bryn Kenney? Wir freuen uns auf eure Meinung!