Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Ali Imsirovic gibt Betrug zu

Ein Jahr nach den Vorwürfen, die die Pokerwelt erschütterten, hat Ali Imsirovic zugegeben, mehrfache Konten geführt zu haben, aber alle anderen Formen des Betrugs abgestritten.

Poker
Ali Imsirovic

Im vergangenen Jahr beschuldigte Alex Foxen Ali Imsirovic öffentlich des Betrugs und setzte damit eine Reihe von Anschuldigungen gegen ihn sowie Jake Schindler und Bryn Kenney in Gang, die die Pokerwelt erschütterten.

Letzte Nacht, vor seinen zahlreichen Pokertrophäen sitzend, äußerte sich Imsirovic auf YouTube nun endlich zu den Vorwürfen.

Er gab zu, im Jahr 2020 und erneut im vergangenen Jahr Multi-Accounting betrieben zu haben. Die ersten Male, so behauptete er, waren eine Reaktion auf die Tatsache, dass er das Gefühl hatte, dass es zu Collusion anderer Spieler in den Highstakes-Turnieren von GGPoker kam. Also spielte er über verschiedenen Accounts, um sich dagegen zur Wehr zu setzen. Die zweite Phase im vergangenen Jahr erklärt er derweil als Reaktion auf die vielen Betrugsvorwürfe ihm gegenüber: Wenn man ihn fälschlicherweise als einen Betrüger abstempelt, könne er ja genauso gut tatsächlich betrügen...

Er enthüllte, was die meisten ohnehin ahnten: Imsirovic befand sich mit seinem Spielerkonto unter den 40, die von GGPoker wegen der Verwendung von Echtzeithilfe gesperrt wurden. Viele dieser Konten wurden mittlerweile begnadigt, da sie lediglich Preflop-Charts nutzten, was bei einigen Anbietern erlaubt ist, aber Imsirovic ließ wissen, dass er sowohl wegen RTA als auch wegen Multiaccounting gesperrt wurde.

RTA, Rubbernecking und Ghosting streitet Imsirovic weiterhin ab

Die anderen gegen ihn erhobenen Betrugsvorwürfe wies er allerdings entschieden zurück. So bestreitet er, jemals versucht zu haben, während Live-Partien die Karten seiner Gegner zu sehen, aktiv während des Spielens RTA genutzt zu haben oder gestakte Spieler geghostet bzw. zur Nutzung von RTA angestiftet zu haben. Imsirovic erklärte auch, dass er zwar mit dem ebenfalls des Betrugs bezichtigten Jake Schindler befreundet sei, aber nie mit ihm gemeinsam betrogen hätte.

Abschließend ließ er noch wissen, dass das letzte Jahr für seine Familie sehr belastend gewesen sei und dass er daher das Gefühl habe, für seine Vergehen "gebüßt" zu haben. Das Video endet als Sahnehäubchen noch mit dem Hinweis, dass einige der lautesten Stimmen, die ihn des Betrugs beschuldigt hatten, ebenfalls von Pokerräumen wegen RTA und Multiaccounting gesperrt worden seien sollen.

Eure Gedanken zum Geständnis? Wir freuen uns auf eure Kommentare!