Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

GGPoker sperrt 40 Spieler für Echtzeit-Unterstützung

Die Nutzung von Software, die bei Entscheidungen am Tisch Unterstützung in Echtzeit bietet, kann laut GGPoker aufgespürt werden und mehr als $1 Million wurden resultierend daraus konfisziert.

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Wie man einen Spieler über den Hand-Replayer melden kann

Der Kampf gegen Real Time Assistance (RTA) nimmt an Fahrt auf, nachdem GGPoker sich als erster Anbieter auch in der Öffentlichkeit entschieden gegen die Nutzung stellt.

Zu Monatsmitte sind Echtzeit-Hilfetools in den Fokus gerückt, nachdem gegen den deutschen Highstakes-Aufsteiger Fedor Kruse Vorwürfe laut wurden, dass er während des Spielens auf einem Zweitcomputer auf eine Datenbank Zugriff hatte, in der tausende vorab gelösten Cashgame-Hände abrufbar waren.

GGPoker hat bekannt gegeben, dass man bereits 40 Spielerkonten für die Nutzung von RTA gesperrt habe, darunter 13 mit einem Kontoplus von insgesamt $1.175.305, die nun konfisziert und betroffenen Spielern wieder gutgeschrieben werden. Gegenüber 40 weiteren Spielerkonten hat man zudem eine Warnung ausgesprochen.

In einem Blogbeitrag hat man zudem erklärt, dass die Nutzung von RTA aufspürbar sei, wenn auch genaue Details zur Erkennung nicht genannt wurden:

"Eine massive Erhöhung an Datenanalyse ist ein großer Teil unseres neuen Prozesses. Wir wollen auch einen weiteren kritischen Faktor betonen. Unser Team analysiert Pokerhände bis in die tiefste Materie mithilfe eigens entwickelter Algorithmen und der Unterstützung einiger der hellsten Köpfe im Bereich Poker. Ihre Einblicke und Beiträge sorgen dafür, dass sich auch unsere Algorithmen fortlaufend verbessern. Durch diesen Prozess können wir schnell herleiten, ob GTO-Poker gespielt wurde. Sobald diese Grundlage ermittelt wurde, analysieren wie eine Vielzahl weiterer Faktoren, um zu ermitteln, ob das jeweilige GTO-Spiel auf die Nutzung von Real Time Assistance zurückzuführen ist."

Darüber hinaus hat man im Handverlauf-Replayer ein neues Feature eingebunden, mit dem Spieler mit wenigen Klicks verdächtige Hände melden können.

Wir befinden uns offensichtlich in einer sehr interessanten und vielleicht auch etwas bedenklichen Phase, was das Thema GTO-Solver betrifft, denn unter Umständen könnten auch Spieler bestraft werden, die schlichtweg äußerst gut spielen. Einige der besten Spieler der Szene studieren über Tage hinweg verschiedene Spots mit Tools wie PIOSolver und es ist nicht unrealistisch, dass manch einer mit seinem Spiel nah an das spieltheoretische Optimum herankommt.