"Es ist einfach, bei Spins in den Limits aufzusteigen"
Wir unterhalten uns mit PokerStratege und SpinLegends-Mitglied 'simon6184' über seinen schnellen Aufstieg von den $3- auf die $15-Spins.

Warum hast du dich SpinLegends angeschlossen?
: Es war einfach das richtige Angebot zur richtigen Zeit. Ich habe Poker als Semi-Pro rund 10 Jahre lang gespielt, während ich Mathematik und Betriebswirtschaft studiert habe. Da mein Studium nun vor dem Abschluss steht und ich Vollzeit pokern will, wollte ich meine Fähigkeiten im Bereich MTTs und SNGs verbessern. Bisher habe ich hauptsächlich PLO und No-Limit-Cashgames gespielt.
Du hast es sehr schnell von den $3-Spins auf die $15-Spins geschafft. Wir verlief aus deiner Sicht dieser Aufstieg?
: Es war gar nicht so schwierig, die Limits hinaufzuklettern, da sich jede Menge Hobbyspieler an den Tischen herumtreiben und Adam 'coffeeyay' Sobolewski ein paar sehr gute Videos für Anfänger produziert haben, die einem dabei helfen, seine Skills schnell weiterzuentwickeln. Ich denke, dass meine Erfahrung von rund drei Millionen NLHE-Händen ebenfalls ein bisschen geholfen hat, insbesondere wenn es um Dinge wie Gameflow und andere Dynamiken geht.
Ist es psychologisch eine kleinere Hürde aufzusteigen, wenn man die finanzielle Unterstützung von SpinLegends und seiner Coaches hat?
: Bisher war das noch kein großes Thema für mich, da ich glücklicherweise noch keinen großen Downswing hatte. Sobald man aber die $60- oder $100-Partien spielt, dürfte es auf jeden Fall einfacher sein, wenn man auch in schweren Zeiten diesen Support hat. Ich denke, dass es generell wichtig ist, dass man dieser Tage an seinem Mindset aber auch an seiner Fitness und Gesundheit arbeitet, da die Konkurrenz immer größer wird.
Gibt es große Unterschiede beim Standardspiel zwischen $3- und $15-Spins?
: Die grundsätzliche Strategie bleibt gleich, auch wenn es ein paar weniger "verrückte" Spieler in den 15ern gibt. Ich erwarte, dass die Unterschiede auf den nächsten Limits vor allem bei den Regulars größer werden.
"Die Varianz ist nicht so schlimm wie beim PLO"
Was war der bisher größte Multiplikator, den du erreichen konntest?
: Der bisher größte war ein 25-facher bei den $7-Spins. Leider konnte ich das Turnier aber nicht gewinnen. Insgesamt lief es für mich nicht sonderlich gut in den Partien mit einem 6- bis 25-fachen Multiplikator. Bisher habe ich aber auch nur 2.000 Spins gespielt, ich habe also hoffentlich noch einige gute Multiplikatoren vor mir.
Die Varianz bei Spins ist größer als bei anderen Varianten. Wie gehst du damit um?
: Im Vergleich zu PLO ist die Varianz nicht so hoch, entsprechend komme ich damit ganz gut klar. Das heißt aber nicht, dass ich mich bei einem schlechten Lauf gegen einen verrückten Gegner nicht auch von Zeit zu Zeit mal ärgere.
Wieso bist du von Cashgames zu Spin & Gos gewechselt?
: Ich habe immer mal wieder am Rande ein paar MTTs und SNGs gespielt, mich jedoch nie allzu sehr mit der Theorie beschäftigt. Für meine zukünftige Pokerkarriere wollte ich meine Skills in dieser Hinsicht verbessern. Ich hatte drei Monate zuvor auch mit einem heftigen Downswing beim PLO zu kämpfen, was meine Entscheidung noch ein bisschen einfacher gemacht hat. Mir gefällt auch das Hyperturbo-Format, da die Sessions dann nicht so lange ausfallen wie bei MTTs.

"Gute Postflop-Skills sind ein Vorteil"
Inwieweit haben dir Cashgames im Hinblick auf Spins geholfen?
: Ich weiß nicht, wie viel Postflop-Play mittlerweile bei SNGs relevant ist, mir ist jedoch aufgefallen, dass man bei Spins viele Turn- und River-Entscheidungen hat, obwohl man meistens nur mit 25BB oder weniger spielt. Ein Hintergrund in Cashgames und gute Postflop-Skills können also definitiv auch ein Vorteil bei Spin & Gos sein.
Behandelst du Spins eher wie ein Cashgame und versuchst BBs von deinen Gegnern zu gewinnen, anstatt den Fokus wie sonst bei SNGs üblich auf das Erreichen des Geldes zu legen?
: Ja, man kann Spins durchaus mit einem 3-handed Cashgame mit shorten Stacks vergleichen. Da bei Spins der Sieger alles bekommt, sind ICM-Berechnungen nicht relevant. Der Unterschied ist aber natürlich, dass die Blinds schnell ansteigen und man sich nicht wieder einkaufen kann, sobald ein Hobbyspieler mal ein glückliches Händchen erwischt hat.
Was hältst du bisher von SpinLegends?
: SpinLegends war bisher ein tolle Erfahrung. Im Gold-Team haben wir eine Gruppe von smarten und netten Leuten, die über Skills in vielen verschiedenen Bereichen verfügen. Die Lerninhalte und Software-Angebote sind sehr gut und die Coachings mit coffeeyay haben mir sehr beim Verbessern meines Spiels geholfen.
Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!
