Hallo Freunde der Minbets,
ich habe in letzter Zeit Probleme mit einer bestimmten Sorte von Händen und hoffe dass mir ein paar erfahrenere Spieler vieleicht ein paar Sätze dazu schreiben können. Konkret geht es um kleine AXs Hände, die ich gegen ein openraise aus später Position 3bette. Besonders ekelhaft wird es dann, wenn ich auch noch im SB sitze, also OOP gegen Villain spiele.
Laut Fullring Bronzechart 3bette ich gegen CO mit A5s+ und gegen BU mit A2s+. Nun kann ich im Wesentlichen 3 Sorten von Flops treffen. Ich treffe das Ass, ich habe eine FD, oder ich treffe garnichts. (Dass ich meinen Kicker treffe ignoiere ich mal.)
Der letzte Fall ist unproblematisch, ich Contibette und wenn Villain callt überlege ich je nach Board, ob sich noch eine Turnbet lohnt oder ich die Hand aufgebe.
Der zweite Fall ist auch noch relativ einfach, treffe ich den Flush, dann hoffe ich dass Villain mich ausbezahlt, ansonsten entscheide ich je nach board, Gegner und postflop Action was ich am River spiele.
Ein Problem habe ich aber mit dem Ass auf dem Flop. HU habe ich OOP kaum eine andere Möglichkeit, als mein Toppair durchzubetten. Wenn Villain allerding auf einenm trockenen A-high board den Flop callt, dann hat er fast immer selber das Ass. Wenn Villain nicht völlig braindead ist, dann weiß er, dass meine 3betting Range zum Großteil aus A-high Händen besteht und wird fast alle Hände ohne Ass folden. In diesem Fall habe ich zwar preflop eine weitere SB reingeholt, aber erstens ist dass für das Risiko einer 3bet preflop kein so gloreiches Ergebnis, und zweitens wäre diese eine SB durch coldcall preflop und c/r F auch gewonnen.
Lassen wir aber Villain mal auf dem A-high board weiter spielen. Meiner Erfahrung nach ist das dann fast immer ein Ass in seinen Pocket Karten. Wie man mit Equilab leicht feststellen liege ich aber z.B. mit A5s gegen die Asse aus COs Range weit hinten, ich "muss" aber mein Toppair durchbetten und verliere fast immer. Genz selten callt mal ein 2nd Pair oder PocketPair runter.
Erschwerend hinzu kommt, dass nicht viele Gegner mit kleinen Assen Openraisen, das Openraise eines Fischs aus Late Position ist tendentiell tighter als das eines Regs. (Einen 30/5 Spieler, der A2s openraist soll man mir mal zeigen.) Ich liege also häufig noch weiter hinten, als gegen einen nach Chart spielenden ABC-Tag wie mich. Mit dem read, dass Villain eher tight stealt kann ich zwar adapten, aber dafür bräuchte man erst mal ein paar hundert Hände.
Nun ist die Frage ob ich wegen des Problems mit Toppair häufig zu verlieren meine Spielweise ändern sollte.
a) Ich gebe mein Toppair mit schlechtem Kicker auf:
Ist obv die schlechteste Option. Eine Hand die ich HU als Toppair nicht spielen möchte kann ich im Prinzip gleich preflop weglegen und mir das Geld sparen.
b) Ich 3bette tighter:
Ist eine denkbare Möglichkeit. Ich bin dann mit einem Toppair stärker und gewinne öfter am Showdown. Nachteil ist allerdings, dass ich zu einen öfter den Flush verpasse, da ich ja nicht in der Hand bin. Zum Anderen steigt damit mein fold-SB-to-steal Wert, was den Gegner zu häufigeren Steals veranlassen könnte.
c) Ich coldcalle:
Hat einen gewissen Charme. Ich spare so zumindest eine SB, kann aber mit Monsterhänden immer noch später Action machen. Zudem könnte sich der BB zu einem Call animiert fühlen, und gerade mit Nutflushdraw möchte ich ja möglichst viele Gegner in der Hand haben, die mich potentiell ausbezahlen. Nachteil ist aber, dass man mich sehr schnell exploiten kann, wenn ich nur kleine AXs coldcalle und alles andere 3bet or fold spiele.
d) Jemand erklärt mir, warum es trotz meines Ich-verliere-immer-mit-Toppair Problems gut ist kleine suited Aces weiterhin zu 3betten, dass ich ein Idiot bin wenn ich die irgendwie anders spiele und hat vieleicht noch den ein oder anderen sonstigen Tipp für mich. Das wären natürlich die Nuts.