Beleidigungen und das substanzlose Attackieren von offensichtlich teils ungebildeten und rechtlich völlig weltfremden Individuen ist genau der Grund, warum so viele Außenstehende Glücksspieler, gleich welcher Couleur, als verstandsarme Zocker betrachten.
In einigen Fällen haben sie auch Recht.
Die Sparkassen machen schon lange diese internen Risiko-Einstufungen bei Personen, die offensichtlich Transaktionen zu Glücksspielanbietern vornehmen.
Nach der Veröffentlichung der "Paradise Papers" und der nachgewiesenen Verstrickung deutscher Banken an illegalem Glücksspiel hat der Gesetzgeber schon angefangen, die Regularien zu verschärfen.
Auch die Ungebildeten hier würden nach kurzer Recherche herausfinden, dass virtuelle Spielbanken und Wettbüros mit einer Flut von ganz restrikten Regularien überzogen worden sind und einige haben auch schon Millionenstrafen bezahlen müssen.
In Bayern z.B. muss man immer noch damit rechnen, sogar wegen der Teilnahme strafrechtlich in Anspruch genommen zu werden, was mindestens in zwei Fällen schon geschehen ist, die Verurteilungen waren auch rechtskräftig. Die Verurteilungen sind direkt auf § 285 StGB ergangen.
Amtsgericht München, Urt. v. 26.09.2014, Az. 1115 Cs 254 Js 176411/13 und ein Urteil in Coburg, dessen Aktenzeichen ich nicht kenne, das Urteil aber sehr wohl.
Wer rechtlich ein wenig Ahnung hat, der weiss, dass solche Urteile zwar keine Wirkung als Präzedenzfall in Deutschland haben, weil im Gegensatz zu den USA ein Präzedenzrecht in Deutschland nicht existiert . Da aber der Glücksspielstaatsvertrag ein staatlicher Auftrag ist, werden anderen Gerichte sich an solchen Urteilen eher orientieren als es z.B. bei zivilen Auseinandersetzungen der Fall ist.
Weil durch die FDP in Schleswig-Holstein immer schon ein Schlupfloch für Glücksspiel bestand, und das schon seit mehr als 20 Jahren, waren die hier erteilten Lizenzen eben von besonderem Wert.
Diese sind aber vollständig erloschen, wie man hier sehen kann:
schleswig-holstein.de/DE/Fachinhalte/G/gluecksspiel/_documents/onlineCasinospiele.html
Man hat zwar mit den Gegenstimmen der SPD beschlossen, den Sonderweg für zwei Jahre zu verlängern, um für einen Bruchteil der deutschen Bevölkerung eine rechtssichere Zone zu schaffen, aber für den Rest der Spieler ist das kein sicherer Hafen.
Die Banken wissen ganz genau, welcher Dienstleister oder Abrechnungsservice sich hinter welcher welchem Glücksspielanbieter versteckt. Das Bundesinnenministerium erfährt das ständig aktualisiert, weil einige Anbieter versuchen, sich mit neuen Sub-Lizenzen zu tarnen und dadurch werden die Banken auch entsprechend über diese Daten informiert.
In Deutschland nicht umgesetztes EU-Recht interessiert in Deutschland keinen Amtsrichter. Das ist der größte Mythos, den Spieler als Hoffnungsanker auswerfen.
Wer immer noch nicht verstanden hat, dass die deutschen Banken Daten sammeln von ihren Kunden, die mit Glücksspielanbietern in direkten Transaktionen stehen, der hat die Gesetzeslage, auf der das basiert, einfach nicht verstanden. denn bei der Teilnahme an online Glücksspiel handelt sich immer noch fast ausnahmslos ganz offiziell um eine Straftat, auch wenn diese ähnlich dem Titelmißbrauchsgesetz in Bezug auf "Professor" oder früher dem Abtreibungsverbot de facto existiert, aber in der Realität selten geahndet wird, in Bayern aber sehr wohl, wenn man dort die Möglichkeit dazu hat, und in allen Fällen waren es die Banken, die Hausdurchsuchungen, Beschlagnahmungen und Verurteilungen auslösten und nicht der Zufall.