ich sage das bei der Thematik immer wieder...
Die mathematischen Berechnungsmethoden zur Varianz sind, wie im Thread gezeigt, nicht wirklich praktisch, da man eben eine enorm große Samplesize (unter halbwegs konstanten Parametern) braucht um halbwegs gewisse Rückschlüsse machen zu können.
Was man stattdessen machen kann (und sollte), ist, selber oder - wenn man die Chance hat - mit Hilfe eines stärkeren Spielers die Handhistory durchzugehen (bei Händen die einen showdown hatten) und immer zu schauen ob man:
1. wieder so spielen würde?
2. an Stelle des Gegners anders gespielt hätte?
Wenn man zu 1 ja sagt ist es super, wenn nein ist es schlecht.
Wenn man bei 2 weil man anders spielen würde mehr EV generiert, ist es super, wenn nein ist es ganz schlecht.
Auf diese Weise kann man sehr einfach und schnell sehen in welchen spots man EV generiert und wo nicht.
(wenn eine Hand set over set war z.B. würde man freilich wieder so spielen und auch an Stelle des Gegners nicht anders spielen, die Hand ist also EV neutral, egal wer gewonnen hat! - Hat hingegen ein Fisch am River ne 3te barrel mit A3o gecallt und man selbst hatte middle set, so hat man einen spot in dem man massiv EV generiert hat, weil man anstelle des Fischs viel weniger verloren hätte)
Auf diese Weise kann man sehr schnell und sehr effektiv sehen ob man wirklich +EV spielt (und dabei stark genug um den Rake zu schlagen) oder eben nicht.
Zudem kann man durch diese Analyse auch sein Spiel selbst verbessern, wenn einem Fehler im eigenen Spiel auffallen oder aber typische Fehler der Gegner die man bisher so nicht gesehen hatte.
Also lohnt sich der Aufwand gleich in mehrfacher Hinsicht und wenn man dadurch (sehr) sicher ist, dass man sein Limit schlägt setzen einem nach meiner Erfahrung auch swings deutlich weniger zu.