Original von beni
Genderzeugs ist obv totaler Quatsch. Einwanderung aus dritter Welt als Bereicherung auch, das Märchen, dass Frauen systematisch benachteiligt werden.
Das Märchen, dass alle Menschen und Völker gleich sind. Nur mal so nach 15 Sekunden Brainstorming.
Wenn man das so "brachial" formuliert, klingt dieses Satetement vermutlich nicht so, wie du es gemeint hast (?) Wenn ich deine Aussagen einmal wohlwollend und als Vereinfachung lese, dann kann würde ich ihnen in der Weise zustimmen, dass
1. Genderdebatten inzwischen sehr unsachlich sind, weil Argumente in diesem Bereich sich (wie bei den allermeisten anthropologischen Kontroversen) nur schwer wissenschaftlich veri- oder falsifizieren lassen, aber dennoch eine von der momentanen Norm abweichene Meinung oft sofort als untragbar eingestuft wird. Wenn man heutzutage in der Öffentlichkeit z. B. so etwas sagt wie "Vielleicht gibt es in manchen Bereichen des menschlichen Lebens biologisch begründete Unterschiede zwischen den Geschlechtern.", dann ist zu erwarten, dass man über kurz oder lang von allen Seiten diffamiert wird. Man erinnere sich hier an das Google Memo von James Damore, das zur Entlassung des "Schuldigen" führte. Es gibt keine Diskussionen mehr um Gender, sondern nur noch Hexenjagden auf die, die nicht zu 100% der Meinung der Extremposition sind. Oder man denke an das Jordan Peterson Interview von Cathy Newman von vor ein paar Jahren, in dem ein Mainstream Fernsehsender so ziemlich die unsachlichste Art mit einem derartigen Thema umzugehen an den Tag gelegt hat.
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2. wird inzwischen jeder, der nicht laut "Refugees Welcome!" brüllt, sondern sozio-ökonomische Probleme durch Migration betohnt, sofort in eine rechte Ecke gerückt. Es wird quasi jeder, der nicht 100% der Norm in dieser Hinsicht entspricht, als Nazi bezeichnet. Das kann man in zig Debatten beobachten. Das halte ich für äußerst bedenklich. Ich kenne hier z. B. aus meinem Freundeskreis jemanden, der jahrelange mit einer Türkin und ihrer ganzen Familie eng befreundet war, aber dann nach einer einzigen Diskussion (!) über das Verbot der NPD auf ewig die Freundschaft gekündigt wurde. Nur zur Klarstellung: Es ging nicht darum, dass er die NPD jemals gewählt hätte oder es gutheißen würde, wenn jemand das täte. Sein Punkt war nur, dass in einer Demokratie ein Verbot einer Partei ein äußerst großer Schritt sei, den er hier für nicht angemesse halte. Aber nur diese Position hat gereicht, in als vorher besten Freund völlig aus dem Leben zu verbannen. Nach EINER Diskussion. Keine Bitte um ein klarstellendes zweites Gespräch. Keine Rückbesinnung an eine jahrelange gemeinsame Vergangenheit, in der keinerlei rassististische Denkweisen zu erkennen waren. Nein, es reicht EINE Ansicht zu EINER politischen Debatte. Ist natürlich nur ein Einzelfall, aber ich finde das sehr bezeichnend und repräsentativ für unsere heutige "Gesprächskultur". Statt sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen und sie nachvollziehen zu wollen, sucht man nur nach der eigenen Echokammer und startet mit ihr einen unsachlichen Kampf gegen die Gegenseite, in dem keine Position auch nur einen Millimeter von der eigenen abrückt.
Original von Paxis
Hier mal die ganze Geschichte zu dem Fall:
https://www.captain-futura.de/2018/11/23/john-mcenroe-und-die-frauen-ganz-grosses-medientennis/
Wenn ich das richtig sehe war das Problem ein verfälschtes Interview bzw. manipulierende Schlagzeilen. Den Shirtstorm gab es demnach nicht weil er einfach nur widersprochen hat sondern für diesen manipulierenden Satz/Schlagzeile:
„if she played the men’s circuit she’d be like 700 in the world.“
Das klingt natürlich sehr abwertend und Frauenverachtend oder sexistisch, weil man dann das weibliche Geschlecht herabwürdigt in dem man behauptet eine der besten Spielerinnen aller Zeiten würde es bei den Männern gerade mal auf Platz 700 schaffen. Das vergleichen zu wollen ist sowieso Unsinn.
Wenn einfach nur der Aussage "Serena Williams wäre bei den Männern auf Platz 1" genommen wird und dem nur widersprochen wird ohne ein Gleichnis zu setzen, dann hätte es da mit Sicherheit keinen Shitstorm gegeben.
Den Shirtstorm hätte es in dem Fall gegen die Zeitung/Autorin geben müssen.
Wie man den fett markierten Teil AUCH NUR IM ENTFERNTESTEN da herauslesen kann, ist im Grunde schon der Kern des Problems. An dieser Kontroverse kann man wieder sehr gut die momentane "Gesprächskultur" in der westlichen Welt erkennen. Die ganze Aussage von McEnroe ist erst einmal einfach nichts anderes als ein umumstößlicher Fakt. Niemand, der auch nur den Hauch von Tennis versteht, würde da widersprechen. Oder glaubt jemand auch, dass irgendeine Frau Klitschko im Boxen hätte besiegen können oder Bolt's 100m Weltrekod jemals knacken können wird? Anscheinend denken manche Leute, Tennis hätte wenig bis gar nichts mit Athlethik, Kraft etc. zu tun und sei fast ausschließlich Technik. Und das stimmt einfach überhaupt nicht. Man muss sich nur mal die Durchschnittsgeschwindigkeiten bei den Auf- und Grundschlägen anschauen. Persönlich würde ich vermuten, dass selbst über die Top1000 der Männer hinaus jede Frau vom Platz gefegt würde, weil sie nicht mal die Aufschläge returnieren könnte. Aber im Detail geht es darum natürlich letztendlich nicht.
Was wird jetzt also aus einem sportlichen Faktum gemacht? McEnroe ist natürlich ein Mysogonist, der Frauen als minderwertige Lebensformen ansieht! Genau diese Art zu argumentieren, gehört inzwischen zur Normalität und wird von den Medien sogar noch gefeiert und stolz verbreitet. Das ist einfach nur erschreckend. Inwiefern hängt bitte eine biologisch begründete fehlende Athletik von Frauen mit einem vermeintlichen geringerem Wert derselben in irgendeinem nicht-sportlichen Sinne zusammen? Ich habe noch nie irgendeinen Kritiker des modernen extremistischen Feminismus irgendetwas in der Art behaupten hören, aber es wird quasi immer als Vorwurf von der Gegenseite angeführt. Ja, Frauen sind in quasi allen Sportarten den Männern haushoch unterlegen. So? Fucking? What? Leiten wir jetzt daraus ab, dass Frauen auch in allen anderen Bereichen des menschlichen Lebens unterlegen seien? Wer würde jemals eine solche Verbindung ziehen? Das ist hier nichts anderes als extremistische Propaganda, die - nochmal - von mainstream Medien stolz verbreitet wird. Wie kann man derlei Entwicklungen nicht äußerst kritisch sehen. Das hat doch nichts mit Debatten um wirkliche Gleichberechtigung von Frauen oder die Überwindung von Sexismus zu tun, wo ich ich übrigens der letzte wäre, der behauptet, dass es in diesen Feldern nichts mehr zu tun gäbe. Aber man darf eben nicht ins Gegenteil verfallen und jedwede geschlechtliche Unterschiede a priori als gesellschaftliches Konstrukt abtun, nur weil es der eigenen Ideologie entspricht. Und in dem Punkt habe ich für die extreme Linke genauso wenig übrig wie für die extreme Rechte. Extremismus ist schlichtweg immer falsch, weil keine politische Kontroverse jemals so einfach ist.