Zum Forum springen
Benachrichtigungen
Alles löschen

[Geschlossen] Wirtschaftjura studieren?? Meinungen

42 Beiträge
15 Benutzer
0 Reactions
4,294 Ansichten

Hallo Leutz,
zu meiner Person, bin 18, komm in die 12. und möchte eigentlich Wirtschaftsjura studieren nachm Abi, Interessier mich für beides, Jura und Wirtschaft, kombiniert also meine Vorlieben.
Was brauch man so fürn NC zu knacken??
Wie ist das Studium so, sehr hart von der Stundenplangestaltung??
Wo studiert ihr und wie gefällts euch??
Wenn ihr sonst noch was zu erzählen habt, Erlebnisse etc. würds gerne Hörn.

Tschö euer Rico


41 Antworten
nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Ich studier Wirtschaftsrecht an der HS in Pforzheim.
Mir gefällts super, auch wenn immer alle sagen: bähh, wie kann man nur sowas studieren.
Ich finds auch nicht wirklich zeitaufwenig, 2-3 Wochen vor den Klausuren solltest halt ranklotzen, wenn dus nicht machst und nicht ganz doof bist, ist zumindest ein Bestehen in den meisten Fächern drin. Vorlesungsplan ist bei uns ist ganz ok, Freitags meistens frei, morgends selten früh, so gut wie keine Pflichtveranstaltungen.

NC kp, bei uns muss man so nen Studierfähigkeitstest machen. Im Sommersemster solltest recht easy reinkommen, im WS ists glaub deutlich härter.

Das ganze unter Vorbehalt, da unser Curriculum geändert wurden und ich glaub dass das jetzt doch bissl schwerer und zeitaufwendiger ist als bei meinem Curriculum.


Wirtschaftsrecht ist sehr gefragt, eine gute Wahl, wenn es dir Spass macht.
Alternativ kann man auch Jura studieren und dabei wirtschaftwissenschaftlich Zusatz Qualifikationen machen. Einfach mal bei den Unis nachfragen, was da angeboten wird.
Oder noch besser: Nach dem Examen einen LL.M/M.B.A.


_Anonymous_ Themenstarter
_Anonymous_

Na das hört sich alles ganz gut an, denk am IQ wirds wohl nich scheitern

Hätte echt kein Bock auf ganze Woche Vorlesungen usw., aber scheint nich sooo stressig zu sein. Ursprünglich wollt ich ja Jura studieren, aber der Studiengang schien mir wohl doch zu anstrengend. mit den Staatsexamen und so...
Mal sehen was ich noch so an "Erlebnisberichten" einholen kann, hoff ja das ich mit dem Studiengang n guten Job find, brauch schließlich genug Geld zum Pokern


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006
PokerStrategist

Ich persönlich würde auch empfehlen Jura "richtig" zu studieren und sich dann zu spezialisieren. Ich habe allerdings keine Ahnung ob das in Sachen Berufsperspektive einen Unterschied darstellt...


Wenn Du wirklich Interesse an Jura und Wirtschaft hast solltest Du auch Jura und/oder Wirtschaft studieren. Wirtschaftsjura ist keine vollwertige Kombination aus beiden sondern eine Schmalspurvariante beider Bereiche. Obwohl der Arbeitsmarkt für Juristen nicht rosig ist, bezweifele ich, dass er für Wirtschaftsjuristen besser ist. Zumal die interessanten Stellen im juristischen Bereich nur Volljuristen offen stehen. Auch dürftest Du mit BWL/VWL bessere Chancen haben, als mit Wirtschaftsjura.

Ergo: Eine Option wäre Wirtschaftsjura nur dann, wenn Du Dir ein wissenschaftliches Studium nicht zutraust.


also unsere professoren (bin jura student) haben über diesen studiengang ziemlich hergezogen und meinten, damit könne (noch) niemand etwas anfangen.

kann ich jetzt schwer einschätzen, so eine aussage kann natürlich auch nur eine sache der ehre sein ;) aber würde ja mit der aussage meines vorredners einhergehen.


bibersuperstar
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Also ich kann inzwischen nur jedem abraten jura zu studiern und alle meine mitstudierenden würden das auch tun (studiere jura)


eplc
Beigetreten: 23.01.2005
Elite Grinder

Jetzt kommen natürliche alle Jurastudenten angelaufen und wollens dir ausreden.
Da ich selbst auch Jura studiere, schließ ich mich mal an. =)
Ich unterstütz daher auch auch alle Posts von Stoxx bis rareone.

Lieber Hauptfach auf (Staats-)Examen und entsprechend spezialisieren. Zudem glaube ich nicht, dass man mit diesen Kombinationen wie Wirtschafts- oder Medienrecht (denke zwischen beidem gibts keine gravierenden Unterschiede) tatsächlich weniger zu tun hätte. Hab eher das Gegenteil gehört, zumindest gilt das fürs Grundstudium, danach siehts oft anders aus.

Du wirst bei BWL auch ein wenig Jura haben in Form eines einzigen Fachs. Das langweilt die meisten allerdings nur, weils doch lediglich sehr grob angeschnitten und damit der interessante Teil gar nicht erst berührt wird.

@bibersuperstar: Warum würdest du jetzt von Jura abraten?


bibersuperstar
Beigetreten: 14.01.2007
Oldschool Grinder

Es ist nen kack studium und bis mans merkt isses meist zu spät, außerdem haste im examen in den klausuren meist gerade mal nen flip, wenn du net zuvor nen jahr 10h am tag gelernt hast.
Darf ich fragen, wie weit du schon bist? :)


JTtotheD
Beigetreten: 23.01.2007
BlackMember

was soll denn wirtschaftsjura sein?
steuerberatung oder wirtschaftsprüfung wohl nicht oder?? weil falls ja, dann würd ich bwl studieren..

was macht man denn als wirtschaftsjurist würd mich mal interessieren..??


Original von bibersuperstar
Es ist nen kack studium und bis mans merkt isses meist zu spät, außerdem haste im examen in den klausuren meist gerade mal nen flip, wenn du net zuvor nen jahr 10h am tag gelernt hast.

Ich kenne niemanden der auch nur annährend soviel am Tag gelernt hat (Netto) und da sind genug Leute dabei, die VB oder besser erreicht haben. Und ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber so eine Aussage wie "ist nen kack studium" ohne nähere Begründung klingt eher nach dem Frust eines Erfolglosen als nach einer nüchternen Analyse. :rolleyes:

Es geht ja auch nicht unbedingt darum, wie sinnvoll oder sinnlos ein Jura-Studium allgemein ist. Wenn man sich wirklich für Jura interessiert (ich meine Interesse am das Fach selbst und nicht das Interesse daran, eines Tages als Großbuden-Anwalt mit Designer-Anzug und Rolex am Handgelenk herum zu stolzieren), dann kommt es jedenfalls in Betracht.

Auf jeden Fall eher als Wirtschaftsjura, das, wie gesagt, keine Kombination aus Jura und BWL ist sondern zwei Stockwerke darunter anzusiedeln ist. Wenn sich OP wirklich für Jura interessierst ist das jedenfalls Quatsch.


nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Original von JTtotheD
was soll denn wirtschaftsjura sein?
steuerberatung oder wirtschaftsprüfung wohl nicht oder?? weil falls ja, dann würd ich bwl studieren..

was macht man denn als wirtschaftsjurist würd mich mal interessieren..??

Wichtig gleich vorneweg, man kann Anwalt werden und sollte nicht in die Rechtsabteilung eines Unternhemens gehen, da man es dort sehr schwer haben wird.

Ansonsten hab ich mal den Text von meiner Hochschulseite kopiert, vllt hilft das ja einigen, den Studiengang richtig einzuordnen. Da scheinen sich viele ja sehr schwer zu tun ;)

Gegenstand und Zielsetzung

Die Zielsetzung des Wirtschaftsrechtsstudiums ist die Vermittlung der Befähigung der Absolventen, eine Unternehmensleitung in sämtlichen wirtschaftlichen Entscheidungen rechtlich zu beraten. Auf der Basis unserer rechtlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildung können dabei fundierte Gestaltungsvorschläge für betriebliche Problemstellungen unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und rechtlicher Zusammenhänge erarbeitet und umgesetzt werden. Darüber hinaus steht die Vermittlung von Kenntnissen zur Koordination und rechtlichen Begleitung von Projekten im nationalen und internationalen Bereich auf dem Studienplan.

Die rechtlichen Inhalte des Studiums umfassen unter anderem allgemeines Wirtschaftsprivatrecht, Wirtschaftsstrafrecht, öffentliches Wirtschaftsrecht, Steuerrecht, Rechtsdurchsetzung, Arbeitsrecht sowie Gesellschaftsrecht.
Die wirtschaftswissenschaftlichen Inhalte erstrecken sich beispielsweise auf allgemeine Betriebswirtschaftslehre, betriebliches Rechnungswesen, Bilanzierung/Finanzierung/Investition und Unternehmensführung.
Den im heutigen Berufsleben unerlässlichen Softskills wie Rhetorik, Fremdsprachen sowie Repräsentationstechniken wird eine große Bedeutung eingeräumt.
Der besondere Bezug zur Praxis wird über den inhaltlichen Praxisbezug der Veranstaltungen und den praxisbezogenen Hintergrund der Dozenten auch durch das im 5. Semester vorgesehene Praxissemester deutlich.

Berufschancen

Unsere generalistisch gehaltene Ausbildung ermöglicht Ihnen berufliche Möglichkeiten in nahezu allen Bereichen von Unternehmen (z. Bsp. Personal, Vertragsmanagement, Vertrieb, Einkauf, Marketing), Rechtsanwalts-, Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, Banken, Versicherungen sowie in der öffentlichen Verwaltung.

Dann gibts bei www.studienwahl.de noch folgendes:

Kurzcharakteristik & Beschäftigungsmöglichkeiten

Und zum Abschluss noch ne kleine Anekdote:
Generalversammlung von der ELSA (European Law Students' Association) und bei der Vorstellung der Finanzlage fragt ein Volljurist (kpmehr von welcher Uni), wurde bei der Bilanz so lange rumgetrickst bis das passt oder wieso steht da auf beiden Seiten die gleiche Summe?
Ich denk das zeigt ganz gut, wieso Volljuristen in nem Unternehmen eigentlich nix verloren haben ;)


Original von nikorw
Wichtig gleich vorneweg, man kann Anwalt werden und sollte nicht in die Rechtsabteilung eines Unternhemens gehen, da man es dort sehr schwer haben wird.

Du meinst wohl, man kann kein Anwalt werden...

Was blöd ist, denn gerade im Wirtschaftsrecht lässt sich als Rechtsanwalt richtig Geld verdienen. Die großen Kanzleien zahlen inzwischen Einstiegsgehälter von über € 100.000 (Betonung auf "Einstieg" =ohne jede Berufserfahrung). Von solchen Summen können Wirtschaftsjuristen wohl nur träumen. Wer sich also für Jura und Wirtschaft interessiert und keine Aversionen gegen Geld hat ist mit Jura (Staatsexamen) und wirtschaftsrechtlicher Spezialisierung besser aufgehoben.


eplc
Beigetreten: 23.01.2005
Elite Grinder

Original von nikorw
Und zum Abschluss noch ne kleine Anekdote:
Generalversammlung von der ELSA (European Law Students' Association) und bei der Vorstellung der Finanzlage fragt ein Volljurist (kpmehr von welcher Uni), wurde bei der Bilanz so lange rumgetrickst bis das passt oder wieso steht da auf beiden Seiten die gleiche Summe?
Ich denk das zeigt ganz gut, wieso Volljuristen in nem Unternehmen eigentlich nix verloren haben ;)

Ich will mal gar nichts über die Cleverness verlieren, die erforderlich ist, um sowas in nem Thread voller Juristen zu posten. :)
Ansonsten ein super schön isolierter Vorfall, der rein gar nix zu sagen hat. Ich denke schon, dass gerade Volljuristen etwas in Unternehmen "verloren haben", denn die haben wenigstens Ahnung von ihrem Fach und sind oft eben keine Fachidioten. ;)

@laos: Das stimmt schon, allerdings ist der Arbeitsaufwand auch nicht unterschätzen. Weiß allerdings nicht, wie groß der bei "Wirtschaftsjuristen" im Unternehmen ist.


Original von eplc

Original von nikorw
Und zum Abschluss noch ne kleine Anekdote:
Generalversammlung von der ELSA (European Law Students' Association) und bei der Vorstellung der Finanzlage fragt ein Volljurist (kpmehr von welcher Uni), wurde bei der Bilanz so lange rumgetrickst bis das passt oder wieso steht da auf beiden Seiten die gleiche Summe?
Ich denk das zeigt ganz gut, wieso Volljuristen in nem Unternehmen eigentlich nix verloren haben ;)

Ich will mal gar nichts über die Cleverness verlieren, die erforderlich ist, um sowas in nem Thread voller Juristen zu posten. :)
Ansonsten ein super schön isolierter Vorfall, der rein gar nix zu sagen hat. Ich denke schon, dass gerade Volljuristen etwas in Unternehmen "verloren haben", denn die haben wenigstens Ahnung von ihrem Fach und sind oft eben keine Fachidioten. ;)

@laos: Das stimmt schon, allerdings ist der Arbeitsaufwand auch nicht unterschätzen. Weiß allerdings nicht, wie groß der bei "Wirtschaftsjuristen" im Unternehmen ist.

Richtig. War ja auch nur ein Beispiel, weil OP weiter oben etwas von "gut Geld verdienen" schrieb. Das wird ihm - zumindest am Anfang - mit Wirtschaftsjura wohl nicht möglich sein.

Außerdem ist natürlich darauf hinzuweisen, dass einem ohne entsprechende Noten die Türen zu den meisten interessanten Stellen auch mit zwei Staatsexamen verschlossen sind. Bei Wirtschaftsjura allerdings sind die interessanten Jobs (Wirtschaftsanwalt/Richter etc.) von Anfang an nicht erreichbar, egal wie gut das Studium läuft. Wer sich für Jura interessiert und sich das Studium zutraut sollte das Wagnis eingehen und nicht seine Zeit an einer FH verplempern.


nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Original von laosXIX

Original von nikorw
Wichtig gleich vorneweg, man kann Anwalt werden und sollte nicht in die Rechtsabteilung eines Unternhemens gehen, da man es dort sehr schwer haben wird.

Du meinst wohl, man kann kein Anwalt werden...

Ups klar, wollte nochmal dran rumeditieren und dann gabs essen...
Wer Wirtschaftsanwalt/Richter werden will, sollte logischerweise kein Wirtschaftsrecht studieren. Aber ich denke, darüber wird sich OP im Klaren sein.

laosXIX
War ja auch nur ein Beispiel, weil OP weiter oben etwas von "gut Geld verdienen" schrieb. Das wird ihm - zumindest am Anfang - mit Wirtschaftsjura wohl nicht möglich sein.

Es ist schon möglich, gerade bei den großen Unternehmensberatungen wie Ernst&Young und Konsorten gibts dicke Einstiegsgehälter die auch schnell weiter steigen. Allerdings ist der Arbeitsaufwand auch dementsprechend hoch, einen 8h Tag gibts da nur in deinen Träumen.

Gleiches gilt für die großen Kanzleien wie z.B. Clifford Chance. Die nehmen auch gerne Wirtschaftsjuristen. Allerdings haben Wirtschaftsjuristen von sich aus kein großes Interesse, dort hin zu gehen.

Ich denke, ein großes Problem bei Volljuristen ist vorallem, dass deine Arbeitsmarktchancen sehr stark von deiner Examensnote abhängen. So habs ich zumindest grad im Inet gelesen.
Was auch noch anzumerken wäre, ist die Art der Ausbildung. Bei Volljuristen sieht man die Fälle ja in Richterperspektive.
Bei Wirtschaftsrecht ist die erlernte Denkweise eine ganz andere.
Kurzer Auszug aus dem Bericht über Wirtschaftsrecht, der das ganz schön erläutert:
Zwei verschiedene Welten die harmonieren müssen

„Die größte Herausforderung während des Studiums war die neue wirtschaftliche Denkweise“, erinnert sich Jost. „Im JUS-Studium lernt man, auf die juristische Art zu denken. Die wirtschaftliche Komponente hilft, die juristische Denkweise aufzubrechen und macht offener für eine breitere Problemanalyse“ stimmt Neuwirt zu: „Es treffen in diesem Studium zwei völlig verschiedene Welten aufeinander, die aber trotzdem harmonieren müssen“. „Der Sinn hinter der Studienrichtung ist, dass Unternehmen nicht mehr einen Juristen und einen Wirtschaftler haben, die zwei verschiedene Sprachen sprechen, sondern dass diese nun flexibel und interdisziplinär zusammen arbeiten können“, erklärt Erricher.

Kompletter Artikel


Original von nikorwGleiches gilt für die großen Kanzleien wie z.B. Clifford Chance. Die nehmen auch gerne Wirtschaftsjuristen. Allerdings haben Wirtschaftsjuristen von sich aus kein großes Interesse, dort hin zu gehen.

CC stellt auch Volljuristen mit 6,5 Pkt. ein. Die kriegen aber max. € 50 k und sind nicht im Partner-treck. Das gleiche dürfte auch für Wirtschaftsjuristen gelten. Diese Stellen sind natürlich nur mäßig attraktiv. Man sieht: Großkanzlei ist nicht gleich Großkanzlei. Du wirst nach 6 (8?) Semestern Wirtschaftsjura definitiv keine € 100 K kriegen (ich lasse mich hier gerne eines besseren belehren). Selbst BCG und McKinsey zahlen ja zum Einstieg (soweit ich informiert bin) gerade mal gut € 70 k. Auf 100 k kommst Du mit einen Bachelor-Abschluss wohl allenfalls bei den Investmentbanken in Frankfurt und auch dann ist es wahrscheinlich besser, wenn Du von der WHU, EBS etc. kommst (auch hier lasse ich mich gerne eines besseren belehren).

Bzgl der Noten liegst Du richtig. Allerdings versperren Dir die schlechten Noten nur den Weg in die Bereiche, die ohnehin nur Volljuristen offen stehen (Angestellter Anwalt, Justiz, tlw. Verwaltung). Die Selbstständigkeit als Einzelanwalt ist zwar in der Regel nicht das Ziel eines Jura-Studenten (zumindest nicht zum Einstieg) aber auch nicht so schrecklich, gerade wenn man ein bisschen unternehmerischen Geist mitbringt und örtlich flexibel ist. Diese Möglichkeit hast Du als Wirtschaftsjurist nicht.

Ich will im Übrigen - auch wenn es vll einen anderen Eindruck macht - OP sein Studium nicht zwanghaft ausreden. Gerade wenn er keine Lust hat, viel während des Studiums zu tun, ist Jura definitiv die falsche Wahl. Wenn aber grundsätzliches Interesse an der Materie da ist, könnte es doch reizvoll sein, sich damit auch im Rahmen eines wissenschaftlichen Studium zu befassen – das obendrein die besseren Berufaussichten bietet.


Stoxx81
Beigetreten: 02.09.2006
PokerStrategist

@nikorw: Zumindest bei uns in Rocstock ist die Ausbildung schon längere Zeit auf anwaltliche Ausbildung aus und demnach nicht mehr richterlich orientiert. Grundsätzlich sind Klausuren ja nun im Gutachtenstil anzufertigen und gerade nicht im Urteilsstil. Im Referendariat sieht es dann auch wieder anders aus. Aber lustige Wechselspiele gehören bei uns ja dazu.

Ich hab auch noch ne Anekdote zum Thema Bachelor: Ich war zu Besuch bei einem guten Freund in Dresden. In dessen Wohnheim befand sich eine Ersti im Jura-Bachelor-Dingens. Ich versuchte mich zu erinnern, was wir so gemacht haben am Anfang und kam ihr ein bisschen mit "conditio sine qua non" und solchen Scherzen. Musste ihr kurz dann erklären, dass das Strafrecht sei. Sowas käme bei ihnen nicht vor dem dritten Semester erfuhr ich dann. Uhmm. Ja...


nikorw
Beigetreten: 03.08.2006
Oldschool Grinder

Original von Stoxx81
Ich hab auch noch ne Anekdote zum Thema Bachelor: Ich war zu Besuch bei einem guten Freund in Dresden. In dessen Wohnheim befand sich eine Ersti im Jura-Bachelor-Dingens. Ich versuchte mich zu erinnern, was wir so gemacht haben am Anfang und kam ihr ein bisschen mit "conditio sine qua non" und solchen Scherzen. Musste ihr kurz dann erklären, dass das Strafrecht sei. Sowas käme bei ihnen nicht vor dem dritten Semester erfuhr ich dann. Uhmm. Ja...

D.h., wir haben bald nurnoch unqualifizierte Anwält/Richter (Volljuristen)?
Soweit ich weiss, wird Jura doch überall auf Bachelor umgestellt, oder läuft der Bachelor nur zusätzlich?


Teilen: