Also, erstmal:
Keine Panik, hab im ersten Semester so ziemlich das selbe gedacht, aber es hat dann schon alles irgendwie funktioniert (mit ner Menge Arbeit natürlich).
In E-Technik ist der Einstieg meiner Meinung nach das Schwierigste. Du kommst wahrscheinlich frisch aus der Schule, bist ein anderes Lerntempo und einen doch etwas anderen Schwierigkeitsgrad gewönt und jetzt wird dir halt gezeigt, wieviel schwerer alles sein kann.
Ich hab in meinem Studium bisher kein einziges "weiterführendes" Buch angefasst, manche lernen viel damit, andere halt weniger. Skripte (auch eher weniger) und vielmehr Übungen und Übungszettel haben mir bisher immer wieder den Arsch gerettet.
Wenn du doc unbedingt n Buch kaufen willst probier mal die beiden (Theorie und Übungen) von Gert Hagmann, die sind wohl vor allem für Gleichstrom echt gut. Gleichstrom ist generell einfach nur Übung und Erfahrung, ihr werdet da ja nicht viel mehr als Netzwerke machen (Transistoren, Dioden usw. sind nur weitere Bauelemente, für die es dann ein paar Kniffe gibt, viel wichtiger ist das Grundverständnis für Schaltungen, so dass du eben manche Dinge wie ne abgeglichene Brücke oder bestimmte Maschen einfach "siehst" und dir da keinen Kopf drüber machen brauchst).
Sonst: GEH ZU DEN SPRECHSTUNDEN! Ich weiß, sagt dir jeder. Ich weiß, macht man meistens einfach nicht. Ich hab viel zu spät damit angefangen und musste mir deswegen teilweise im sechsten Semester noch Stoff aus dem Grundstudium neu aneignen, auf Lücker lernen ist halt irgendwie nicht so cool, wenn man die Sachen dann doch tatsächlich nochmal braucht).
Wenn du dich erstmal durch Gleichstrom "gequält" hast, wird Wechselstrom dir dann wahrscheinlich auch einfacher fallen, war bei uns zumindest bei vielen so. Der wahre Brocken ist dann die theoretische Elektrotechnik, die ihr ja scheinbar schon jetzt anschneidet (die elendigen Felder).
Alles in allem: Kopf Hoch, auf den Arsch setzen und dann wird das schon. Die guten Noten kommen dann später und wenn man erstmal nicht mehr andauernd das Rad neu erfinden muss, sondern einfach den Leuten, die vor einem schon bestimmte Dinge ausgerechnet haben, vertrauen darf, wirds auch alles etwas interessanter.