Original von Toro90
Frauen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. - ist das Gleichberechtigung?
Diesen Satz musste ich in letzter Zeit sehr oft lesen und frage mich innerlich wo da die Gleichberechtigung bleibt. Ich finde es ehrlich gesagt unverschämt wenn zu einem Vorstellungsgespräch die "Gleichstellungs-Beauftragte der Frauen" am Tisch sitzt und für die Männer keinerlei Vertretung anwesend ist.
Natürlich sollen Frauen die gleichen Chancen wie Männer erhalten - aber geht es nicht zu weit das bei gleicher Qualifikation Frauen die besseren Karten haben?
Oder ist es euer Meinung gerecht das Frauen mit gleicher Leistung dann bevorzugt werden?
LOL, sowas fragst in einem Land in dem öffentlich über eine gesetzliche Frauenquote in Führungspositionen nachgedacht wird, auch wenn diese "Führungspersonen" dann soviele Führungsqualitäten wie nen labbriges Toast besitzen und nur eingestellt/befördert werden, weil sie eine Minderheit darstellen...
Sry für OT, musste mal gesagt werden...
Ich kenne die von dir beschriebene Problematik von beiden Seiten des "Tisches"^^
Einerseits hat man als Mann schonmal schlechtere Karten, wenn man sich auf eine Stelle mit einer solchen Quote bewirbt, da man einfach besser sein muss wie alle anwesenden Frauen, um überhaupt ne Chance zu haben! Da ist es dann teilweise als Erfolg zu sehen, wenn man als einzigster Mann eingeladen wird! Andererseits kenne ich mehrere Betriebe, bei denen eine Quotenregelung getroffen wurde und dann auch die Auszubildenen bzw. Mitarbeiterinnen (je nachdem) nach der Probezeit bzw. Ausbildung übernommen werden sollten, was dann aber aufgrund von Schwangerschaften und/oder mangelnder Befähigung zur Ausführung der Arbeiten nicht möglich gewesen ist.
Ein lustiges Beispiel dazu fällt mir gerade noch aus meinem Freundeskreis ein. Ein Kumpel arbeitet in einer öffentlichen Verwaltung und wurde als einzigster männlicher Bewerber (dank Freischein vom Bund) unter 7 weiblichen Bewerberinnen eingestellt! Direkt 3 Monate nach dem Ende der Ausbildung sind jetzt 6 der 7 weiblichen "Neulinge" schwanger geworden... Da dies aber eine Stelle im öffentlichen Dienst ist, sind die Damen so gut wie unkündbar und blockieren erstmal 3 Jahre die Stellen, was danach kommt ist natürlich unklar, allerdings gibt es eine gewisse Tendenz in Richtung 4-5 Monate arbeiten und dann das 2te Kind nachlegen, so lief es zumindest in der Vergangenheit bei den Vorgängerinnen der Damen...
Was ich eigentlich sagen will ist, das eine Quote sicherlich in manchen Bereichen durchaus Sinn ergibt, allerdings sollte die Möglichkeiten, dies auszunutzen nicht ganz so offensichtlich sein... Was ich mal lustig fände wäre eine Männerquote in Frauenberufen wie dem Erziehungswesen, bei der Pflege oder Bürotätigkeiten ^^ Aber das wird wohl nicht passieren...