Besten Dank für das Feedback!
Original von Krach-Bumm-Ente
Zu eurer Diskussion ob Varianzreduktion sinnvoll sein kann, wenn man dabei EV aufgibt:
Einem Psychologieexperten sollte der Begriff Prospect Theory bekannt sein. Genau darum geht es in dieser Theorie nämlich.
In der Verlustdomäne ist die Nutzenkurve für uns konvex, in der Gewinndomäne konkav, d.h. ein Verlust einer bestimmten Summe ist absolut betrachtet für uns größer als ein Gewinn der selben Summe.
Daher ist, wie Siete sagt, die momentane max-EV Entscheidung nicht immer die langfristig beste Entscheidung. Nur sollte das eigentlich nicht Siete aus Erfahrung erklären können sondern robin aus wissenschaftlicher Sicht.
In dem Bereich könnte wissenschaftlich fundiert noch viel mehr ergründet werden, z.B. was Framing-Effekte (nicht in Bezug auf Reframing, was ihr angesprochen habt) bewirken können und wie wir sie für uns als Pokerspieler direkt zu Nutze machen können.
Falls ihr das alles später noch genauer besprecht betrachtet den Post als gegenstandslos.
Abgesehen davon finde ich das Video sehr gelungen.
Wird das ganze noch ne Note wissenschaftlicher (ähnlich wie bei den Videos/Artikeln von Ali) oder bleibt ihr eher auf diesem allgemein zugänglichen Level? Als Psychologe würde es mich freuen wenns noch "wissenschaftlicher" zugeht, kann aber auch verstehen, dass man nicht zu abstrakt werden will.
Zu dem Punkt Spieltheorie kommen wir in einer späteren Episode von Tilt No More. Aber da wir uns in erster Linie auf Tilt konzentrieren, haben wir den Tiefgang dort auch so minimal wie möglich, aber so ausführlich wie nötig dargestellt. In dieser Domäne gibt Siete später viele praktische und kalkulatorische Tipps und Tricks und ich kümmere mich um die Basics.
Die Details zu den einzelnen heute nur kurz eingeführten Themen gibt es natürlich auch in den späteren Episoden von Tilt No More. Wir sind bewusst bei der Erfahrung einzelner Spieler angefangen, um tilt zu beschreiben. Man hätte auch vielleicht eine neurophysiologische Beschreibung wählen können. Nur lassen sich so keine praktischen Tipps generieren. Was bringt es mir für meine Performanz, wenn ich weiß, irgendwelche Prozesse in meinem Nervensystem anders verlaufen als sonst?
Das, was Ihr heute gesehen habt, ist nur die Basis dessen, was da noch kommt. Später werden sowohl die Themen immer intensiver besprochen und aus unterschiedlichen Perspektiven behandelt als auch die Videoqualität noch besser werden. Nachdem wir den hier zu Recht eingeforderten Theoriebedarf dann mit Folge 4 hoffentlich abgedeckt haben, geht es in Part 5 und 6 zu konkreten Hinweise dazu, wie sich bspw. Re-Framing einsetzen lässt.
Zusätzliche Artikel mit praktischen Übungen waren auch noch angedacht, sofern ein Bedarf dafür angemeldet wird...
Thanks again für Dein Feedback, Krach-Bumm-Ente
Cheers,
r0binn