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[PLO Coachingprojekt - Wochenaufgabe 3]

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TomGrill
Joined: 26.03.2005

Wochenaufgabe:

Welche Punkte müssen wir am Flop beachten, bevor wir unsere Entscheidung treffen?


Antwort
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5 replies
Suhepxm
Joined: 20.10.2008

-SPR
-Anzahl der Spieler
-Stats (cbet, c/r, donk, fold2cbet, WTS, ...)
-Wer war der PFR?
-(relative?) Position
-Boardtextur
-Spieler Typen (Showdown bound oder fit/fold? -> Stats/notes)
(-history)

Sind zwar nur stichpunkte, aber denke die wichtigsten Sachen sind dabei. :)


Antwort
Zitat

+ Potsize / SPR
+ 3Bet Pot?
+ HU oder MW?
+ Position
+ Wer war Agressor
+ Villain-Action (wenn IP)
+ Was ist mein Plan für welchen Turn
+ Was ist mein Plan für die Flop-Reaktion von Villain
+ Flop-Texture / Hand-Equity
+ Gegnerstats / Cbet / FCbet
+ Any other reads


Antwort
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rulaZ
Joined: 20.06.2008

Soo.. Hier mal meine Antwort,

Ranges nach Preflop Aktion
Preflop ist die erste Street, auf der wir Informationen über die Hand von Villain bekommen. Diese sollten wir versuchen zu definieren und unsere Aktion dementsprechend wählen.

Boardtextur
Aufgrund der Boardtextur lässt sich ermitteln, welche Betsize am besten gewählt werden sollte. Grob unterscheiden sollte man die Boards in Wet, Dry und Lockdown-Boards, geordnet nach absteigender Betsize.

Grobe Kategorisierung der Spielertypen
Eine grobe Kategorisierung der Spielertypen sollte bereits Preflop getroffen worden sein, jedoch spätestens am Flop. Abhängig von den Spielertypen am Flop sollte auch unsere Line gewählt werden. Gegen Stations sollten beispielsweise Hände b/f gespielt werden, welche gegen Spewtards b/broke for Value gespielt werden können. Eine grobe Unterteilung der Spielertypen sollte sein: Station, Aggro-Reg, ABC-Reg, Aggrofish, Spewtard. Unsere durch die Boardtextur definierte Betsize sollte auf die jeweiligen Villains am Flop weiter angepasst werden, beispielsweise sollte gegen Fische auf Balancing verzichtet werden und daher auch handstärkenabhängig gesetzt werden.

Bei Bedarf detailliertere Stats
Spielen wir gegen härtere Gegner, oder sind in bestimmten Spots knappe Entscheidungen zu treffen, sollten auf jeden Fall noch weitere Informationen herangezogen werden, die Stats. Die wichtigsten sollten für den Flop sein: Fold / Raise / call vs. Cbet, Ch/r, Bet vs. Missed CBet, Agg%, WTSD, Donk Bet.

Stacksizes
Stacksizes sind Postflop noch wichtiger als Preflop zu berücksichtigen. Insbesondere der SPR. Wichtige SPRs sind hierbei bspw. 1, 4, 13. Insbesondere ist auf Shortstacks zu achten. Abhängig des SPRs sollten wir unsere Betsizes anpassen.
Was ist vor mir passiert, was wird am wahrscheinlichsten hinter mir passieren?
Ich sollte meine Aktion davon abhängig machen, was vor mir passierte und was noch hinter mir passieren wird.

Eigene Hand
Wie stark ist meine Hand? Will ich billig zum Showdown, oder max Value? Kann ich bessere Hände zum folden bekommen? Welche Betsize muss ich dafür wählen? Kann ich Value von schlechteren Händen extrahieren?

HU / MW? Handstärke dementsprechend evaluieren
In einem Headsup-Pot spielt hauptsächlich Playability eine Rolle, vor allem IP. Multiway und OOP benötige ich mehr Nuthände. OOP aufgrund mangelnder Playability. Multiway auf Grund der höheren Dominationsgefahr, welche durch ein breiteres Spektrum an gegnerischen Händen entsteht.

rulaZ


Antwort
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Professorix
Joined: 25.08.2011

Original von rulaZ
Aufgrund der Boardtextur lässt sich ermitteln, welche Betsize am besten gewählt werden sollte. Grob unterscheiden sollte man die Boards in Wet, Dry und Lockdown-Boards, geordnet nach absteigender Betsize.

Hab mal gegoogelt, was ein Lockdown-Board überhaupt ist, weil davon hatte ich ja bisher überhaupt noch nichts gehört und es gibt sogar hier in den Foren eine Antwort:

Original von Bliss86
Es geht darum um Boards, bei denen nur sehr wenige Hände gegen die Nuts/Top of the Range noch Equity haben.

Normalerweise hat man bei PLO relativ viele Draws und damit Equity auch gegen die derzeitigen Nutz. Bei Boards, bei denen man keine Equity gegen die Nuts/Top of the Range hat, wie z.b. 9 :spade: 8 :heart: 7 :diamond: vs JT oder auf A :spade: A :heart: Q :diamond: gegen AQ.

So ein Board nennt man dann Lockdown Board.

Grüße,
Sven


Antwort
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rulaZ
Joined: 20.06.2008

Und hier ist auch schon die Musterlösung für die 3. Woche!
Ähnlich wie in Woche 1 haben wir auch hier wieder einen geordneten Plan erstellt, wie in etwa die Gedanken für den Flop aussehen sollten. Herausgekommen ist dabei dieser 8-Stufen-Plan:

1. Was ist bisher passiert (inkl. Preflop)

2. Spieleranzahl
- Je höher die Spieleranzahl desto stärker muss unsere Hand sein, und desto weniger sollten wir bluffen

3. SPR
- Je niedriger der SPR, desto weniger FE hat man in der Regel
- Ein hoher SPR lässt mehr Raum für Floats und Moves auf späteren Streets

4. Board
- Grobe Kategorisierung des Boards in Kombination mit Punkt 7 und 8

5. Position
- Haben wir die absolute Position? Wenn nicht, welche relative Position haben wir zum PFA?

6. Spielertypen / Stats
- Schnelle Kategorisierung in die 4 Grundtypen (Reg, passive Station, aggressiver LAG/Maniac, Nit)
- In knappen Situationen sollte man die passenden Stats zur Entscheidungsfindung dazunehmen

7. Eigene Hand (Blocker, Domination, Playability)
- Vgl. mit Punkt 4
- Welche Made Hands / Draws blocken wir?
- Welche MH / Draws dominieren wir?
- Wie leicht spielt sich unsere Hand auf der nächsten Street weiter? Können wir schwierige Situationen vermeiden? Backdoor Draws

8. Perceived Ranges / Equity vs. Range
- Vgl. mit 4 und 7
- Abhängnig von Spielertyp und Preflop-Action möglichst genaue Perceived Range festlegen
- Eigene Equity einschätzen

rulaZ


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