Ironpumper, KTU und Samy89 haben sich zu einer Talkrunde zusammengefunden und besprechen das Thema Prokrastination, ein Begriff, der ziemlich häufig in letzter Zeit im Zusammenhang mit dem Thema Mindset fällt. Das allerdings nicht nur im Bereich Poker, sondern auch in Verbindung mit dem Privat- oder Arbeitsleben.
Unsere Coaches reden im Video über eigene Erfahrungen und verraten, wann sie gerne einmal aufschieben. KTU hat z. B. das Problem, dass eine kurze 30-minütige Pause sich auf eine Auszeit von 90 Minuten oder mehr ausweiten kann.
Das ist natürlich kein Dauerzustand und oft kann man es sich überhaupt nicht leisten, einen Berg an Aufgaben anzusammeln. Darum haben die Drei für euch auch ihre eigenen Lösungsansätze parat.
Danke für die buchempfehlung.
Das was du hier schilderst klingt wirklich einleuchtend.
Als zitat und denkanstoß mag ich auch was einbringen. Ich hab aber keine ahnung von wem es ist.
"Wer will findet wege, wer nicht will findet gründe"
Insofern ein interessantes zitat, weil man fast immer eine antwort parat hat, warum man etwas nicht gemacht, geschafft oder erreicht hat. Oder warum man wo nicht weiter kommt.
Es ist immer der leichteste weg sich hinter gründen, ausflüchten und entschuldigungen zu verstecken, anstatt darüber nachzudenken, wie man etwas erreicht.
wie bereits in meinem Kommentar zu eurem Potcast angekündigt, habe ich eine komplett andere Meinung zum Thema "Prokrastination verhindern/bekämpfen" und dementsprechend auch einen anderen Lösungsanatz.
Aus meiner Sicht denkt ihr zu sehr in der Box. Hier mal einige Ausschnitte:
Min 2:40 Ironpumper "... never ending story ... man kriegt das nie weg"
Min 13:30 Samy89 "... man kann sie (Prokrastination) nicht abstellen"
Min 16:20 Samy89 "... man muss es akzeptieren"
Min 17:30 Ironpumper, Schuldgefühle als Motivation, Hardwired "... da kann man nichts dagegen machen"
Wo steht geschrieben, dass man Prokrastination nicht wegbekommen kann. Selbstverständlich kann man Prokrastination ebenso wie alle anderen Verhaltenweisen verschwinden lassen/verändern.
Etwa 95% unserer täglichen Handlungen und Entscheidungen werden von unserem Unterbewusstsein bestimmt und somit nur etwa 5% von uns bewusst. Aus genau diesem Grund scheitern jetzt gerade wieder so viele Neujahrsvorhaben (Sport, gesunde Ernährung, Abnehmen, nicht mehr rauchen usw.).
Wir nehmen uns etwas bewusst vor, wollen etwas verändern, doch langfristig gewinnt das Unterbewusstsein, weil es unser Leben bestimmt und keine Veränderung will.
Es gibt ganz wenige Ausnahmen, die es tatsächlich bewusst schaffen. Allerdings kann es Monate dauern, damit aus dem bewussten Verhalten eine Gewohnheit wird und somit dann durch das Unterbewusstsein gesteuert.
Richtig ist, dass man als erstes ein Bewusstein für das "Problem" entwickeln muss. Hat man diesen ersten Schritt gemacht, dann folgt als zweiter Schritt eine Umprogrammierung des Unterbewusstseins. Hierzu muss man sich als erstes darüber im Klaren werden, was man genau will. Beim Thema "Prokrastination" z. b. so etwas, wie "Ich erledige meine Aufgaben stets wie geplant".
Der Schritt der Umprogrammierung ist dann sehr einfach und schnell vollzogen. Es gibt dafür mehrere Methoden. Ich bevorzuge PSYCH-K.
Spoiler
"Psych-K is a set of principles and processes designed to change subconscious beliefs that limit the expression of your full potential as a spiritual being having a human experience" Rob Williams
"The ´secret of life´is BELIEF. Rather than genes, it is our beliefs that control our lives. PSYCH-K is a set of simple, self-empowering processes to change our beliefs and perceptions that impact your life on a cellular level" Bruce H. Lipton, Ph.D.
When you rewrite the software of your mind, you change the printout of your life… and the world!
Der Vorgang zur Umprogrammierung dauert nur wenige Minuten und das war es dann auch schon. Im Laufe der folgenden Wochen stellen sich Veränderungen des eigenen Verhaltens ein, die man teilweise selber gar nicht direkt wahrnimmt.
Falls Interesse besteht, dann kann ich gerne ein paar Beispiele zu meinen Verhaltensänderungen preis geben und wie ich mich dafür balanciert habe.
Fazit: Das wir unsere Verhaltensweisen nicht verändern können, weil sie seit Urzeiten fest in uns verankert sind, ist ein weit verbreiterter Irrglaube!
Sehr guter Beitrag und wir haben da ja darueber schon privat im Skype geschnackt.
Bezueglich dem, was du zitiert hast, moechte ich noch eben was sagen:
Man muss eben die Wirklichkeit erkennen und akzeptieren, dass es 2 unterschiedliche Arten von "Happiness" gibt:
1.) Die Gegenwaertige Happiness bezueglich einem Apsekt, den man geradte tut/fuehlt.
2.) Das Glueck, was beim stolzem Reflektieren entsteht.
Zum Beispiel hat man auf ein Ergebnis X sehr lange hingearbeitet, und an Tag Y hat man es endlich erreicht - nun kann man sich mal entspannt zuruecklehnen und praktisch das Erreichte geniessen - dieser genuss geschieht in Wirklichkeit auch JETZT <-> aber das, was zu dem Genuss gefuehrt hat, geschah in der Vergangenheit.
In der Vergangenheit, in der eventuell oftmals andere Taetigkeiten, als auf Result X hinzuarbeiten, viel mehr gegenwaertige Freude und "instant Gratification"herbeigefuehrt haetten. Tatsaechlich ist es oftmals so, dass nicht nur das besiegen des Widerstandes, sondern auch dann die folgende Taetigkeit oftmals als massiv unangenehm empfunden werden.
Da wir hier ja immer noch eine Pokercommunity sind, hier mal ein Beispiel aus dem Poker-Bereich.
Es laeuft nicht gut und man bewegt sich im Downer und wird immer kraftloser - es erscheint sehr verlocken nach einer weiteren schwierigen Session, die mal wieder nicht gut lief, das nachfolgende geplante Session-review "mal" ausfallen zu lassen und sich statt dessen mit Freunden auf ein Bierchen zu treffen, oder sich mit einer huebschen Dame einen Drink zu genehmigen, oder auch einfach vor seienr lieblings TV-Serie etwas abzuschalten.
Nur eins will man irgendwie gerade nicht: Seine schmerzhafte Session reviewen, in der man sicher auch viele Fehler gemacht hat und dies direkt bewerten muss - eine Bewertung, die in diesem Moment als eher nicht so komfortabel empfunden wird und man auf das eigentlich alles keinen Bock hat
Und hier gilt es dann eine Entscheidung zu treffen: Sofortige "Freude" fuer sofortiges "Leid" in Kombination mit potentiell langfristiger "Freude" einzutauschen. oder umgekehrt.
Es ist oftmals nicht immer so schwarz/weiss, wie in meinem simplem Beispiel (auch auf viele andere Lebensbereiche anwendbar), was ich sehr simplifiziert habe. Jedoch denke ich ,dass jeder versteht, worum es in etwa geht.
wie bereits in meinem Kommentar zu eurem Potcast angekündigt, habe ich eine komplett andere Meinung zum Thema "Prokrastination verhindern/bekämpfen" und dementsprechend auch einen anderen Lösungsanatz.
Aus meiner Sicht denkt ihr zu sehr in der Box. Hier mal einige Ausschnitte:
Min 2:40 Ironpumper "... never ending story ... man kriegt das nie weg"
Min 13:30 Samy89 "... man kann sie (Prokrastination) nicht abstellen"
Min 16:20 Samy89 "... man muss es akzeptieren"
Min 17:30 Ironpumper, Schuldgefühle als Motivation, Hardwired "... da kann man nichts dagegen machen"
Guter Catch^^
Sicherlich leicht aus dem Kontext gerissen, aber ja - die Zitate sind korrekt und wohl hier nicht genug Acht gegeben, sich besser auszudruecken.
Wo steht geschrieben, dass man Prokrastination nicht wegbekommen kann. Selbstverständlich kann man Prokrastination ebenso wie alle anderen Verhaltenweisen verschwinden lassen/verändern.
Ja und Nein.
Imho "Nein" zu es jemals komplett verschwinden zu lassen, da innerer Widerstand evolutionstheroetisch angelegt ist (es koennte ja auch hinter der Bewertung einer Situation oder einer potentiellen Taetigkeit eine Gefahr stecken), und somit nie komplett verschwinden wird.
In der Tat wird er einen immer aufs Neue begruessen <-> ABER: "Ja" zum "veraendern".
Und ich hoffe doch, dass dies bei den meisten Usern doch so ankam, dass wir 3 zu 100% der Meinung sind, dass man lernen kann zu Widerstand eine andere Beziehung aufzubauen und ihn auch temporaer (immer "aufs Neue") besiegen kann, wenn man dies durch eine pro/contra-Analyse moechte.
Etwa 95% unserer täglichen Handlungen und Entscheidungen werden von unserem Unterbewusstsein bestimmt und somit nur etwa 5% von uns bewusst. Aus genau diesem Grund scheitern jetzt gerade wieder so viele Neujahrsvorhaben (Sport, gesunde Ernährung, Abnehmen, nicht mehr rauchen usw.).
Wir nehmen uns etwas bewusst vor, wollen etwas verändern, doch langfristig gewinnt das Unterbewusstsein, weil es unser Leben bestimmt und keine Veränderung will.
Studie?
Ich meine gehoert zu haben, dass dies durch Neuroscans schon lagen widerlegt sei.
Trotzdem, qualitativ hast du natuerlich recht:
Man hat bestimmte Habits, Automatismen - hier kann es sogar so weit kommen, dass man seinen inneren Widerstand gar nicht mehr bewusst wahrnimmt - Bewusstheit/Erkennung ist hier dann aber die Voraussetzung und der erste Schritt, um den Widerstand und folglich auch Prokrastination "besiegen" zu koennen (temporaer)
Es gibt ganz wenige Ausnahmen, die es tatsächlich bewusst schaffen. Allerdings kann es Monate dauern, damit aus dem bewussten Verhalten eine Gewohnheit wird und somit dann durch das Unterbewusstsein gesteuert.
Richtig ist, dass man als erstes ein Bewusstein für das "Problem" entwickeln muss. Hat man diesen ersten Schritt gemacht, dann folgt als zweiter Schritt eine Umprogrammierung des Unterbewusstseins. Hierzu muss man sich als erstes darüber im Klaren werden, was man genau will. Beim Thema "Prokrastination" z. b. so etwas, wie "Ich erledige meine Aufgaben stets wie geplant".
Der Schritt der Umprogrammierung ist dann sehr einfach und schnell vollzogen. Es gibt dafür mehrere Methoden. Ich bevorzuge PSYCH-K.
Spoiler
"Psych-K is a set of principles and processes designed to change subconscious beliefs that limit the expression of your full potential as a spiritual being having a human experience" Rob Williams
"The ´secret of life´is BELIEF. Rather than genes, it is our beliefs that control our lives. PSYCH-K is a set of simple, self-empowering processes to change our beliefs and perceptions that impact your life on a cellular level" Bruce H. Lipton, Ph.D.
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Der Vorgang zur Umprogrammierung dauert nur wenige Minuten
Ja, das klingt so aehnlich, wie "Erleuchtung in nur 3 Tagen Retreat - nur 999Euro pro Person - die einmalige Chance"
No offense, aber hier muss man Acht geben.
Das Kontra-argument waere nun mir Ignoranz vorzuwerfen, weil ich mich diesbezueglich nicht informiert habe <-> Problem bei der Informations-suche ist nun aber folgendes: es ist kein Nullsummen-Spiel, da es Zeit und Kapazitaet kostet -> erfahrungsgemaess (nicht im Hinblick auf dein Beispiel, sondern generell auf viele Beispiele mit massiven Erwartungshaltungen) ist es nun aber so, dass die Chance recht gering zu sein scheint, dass solche extremen Erwartungshaltungen erfuellt werden -> Folge: Man muss hier sehr selektiv sein fuer welche Recherchen man seine Zeit investiert und ein Link zu einer Webpage, die auf den ersten Blick einen eher doch sehr esoterisch "Flair" zu haben scheint, wuerde mich persoenlich hier nciht ueberzeugen meine Zeit fuer eine tiefe Recherche bereit zu stellen, sondern eher abschrecken.
Ich frage aber bei paar leuten (die sich mit solchen Themen objektiv auseinandersetzen) rum, ob es sich nicht doch lohnt hier Recherche-Zeit zu investieren und werde das dann auch ggf. tun - danke fuer den Link.
und das war es dann auch schon. Im Laufe der folgenden Wochen stellen sich Veränderungen des eigenen Verhaltens ein, die man teilweise selber gar nicht direkt wahrnimmt.
Falls Interesse besteht, dann kann ich gerne ein paar Beispiele zu meinen Verhaltensänderungen preis geben und wie ich mich dafür balanciert habe.
Jo, das wuerde auf jeden Fall interessieren.
Fazit: Das wir unsere Verhaltensweisen nicht verändern können, weil sie seit Urzeiten fest in uns verankert sind, ist ein weit verbreiterter Irrglaube!
Sollte nie so rueberkommen -> man kann def. evolutions-bedingte Verhaltensweisen veraendern (abschwaechen, Bezug zu diversen Instinkten veraendern, etc...)!
Nur komplett verschwinden lassen nach der Meinung von vielen Menschen, die sich damit sehr beschaeftigen, eher nicht <-> oftmals will man das auch gar nicht (zb. ist Validations-Instinkt, Bewertungs-Instinkt, etc.. wichtig, sofern es nicht uebertrieben stark ausgepraegt ist).
Daher muss man wohl bei radikalen Methoden, die genau dies wollen (nicht auf dein Besipiel bezogen, da ich ja noch nicht weiss, was hinter steckt) sehr vorsichtig sein
Sorry, aber ich finde die Schlußfolgerungen ziemlich hanebüchen.
1. Der Ist-Zustand
Wir müssen etwas erledigen, wofür wir eigentlich 2 Stunden brauchen. Wir benötigen allerdings 5 Stunden, weil wir uns ablenken lassen und Zeitfressern (Facebook, Pokerstrategy uw.) folgen. Nach 5 Stunden haben wir alles erledigt.
2. Die Nadinsche Variante (nach Beseitigung des Prokrastinationsproblem)
Wir müssen etwas erledigen, wofür wir eigentlich 2 Stunden brauchen. Nach 2 Stunden haben wir alles erledigt und schon stürzen wir uns in die nächste Aufgabe, weil wir wie Maschinen arbeiten.
3. Die smarte Variante
Wir müssen etwas erledigen, wofür wir eigentlich 2 Stunden brauchen. Nach 2 Stunden haben wir alles erledigt. Wir feiern einen Erfolg, freuen uns über die nun vor uns liegende Freizeit und relaxen.
Diese Variante ist genau das Gegenteil von Maschine und weit weg von der Gefahr eines Burnout. Da ist der Ist-Zustand deutlich gefährlicher, weil Prokrastination negativen Stress verursachen kann.
.
Hier stimme ich dir zu. Ich persönlich habe gar kein Problem mit Prokrastination und es muss auch sonst nichts schlimmes sein. Es kann für den einen oder anderen dennoch ein großes Problem darstellen und dann besteht eben auch die Gefahr für ungesunden Stress. Und das muss nicht sein.
Viel bewusster Leben und Entscheidungen treffen ist eine sehr gute Sache. Man unterliegt hier halt immer wieder der Gefahr unbemerkt in die alten Gewohnheiten zurückzufallen, weshalb es eine Herausforderung ist. Man muss sich selber ständig beobachten und ggf. wieder zurück "aus" der Spur bringen.
Was mir persönlich nicht ganz in den Kram passt, ist "..da innerer Widerstand evolutionstheroetisch angelegt ist (es koennte ja auch hinter der Bewertung einer Situation oder einer potentiellen Taetigkeit eine Gefahr stecken), und somit nie komplett verschwinden wird"
Hast du dazu eine Quelle?
Es hört sich für mich so an wie eine Entschuldigung für uns, als seien wir "Opfer". So endgültig!
Genau an dieser Stelle bin ich eben genau anderer Meinung und behaupte, das wir alles an uns verändern können und zwar genauso, wie wir es wollen.
Aus diesem Grund will ich auch keine andere Beziehung zum Widerstand aufbauen, um bei 30% (Bsp. aus dem Potcast) zu landen, sondern ihn beseitigen
Zu
"Man hat bestimmte Habits, Automatismen - hier kann es sogar so weit kommen, dass man seinen inneren Widerstand gar nicht mehr bewusst wahrnimmt"
Ich bin ja geneigt dir hier einen Widerspruch zu unterstellen und deine Aussage als Bestätigung meiner Behauptung herzunehmen. Nehme ich den Widerstand nicht mehr wahr, dann ist er nicht mehr da. Ich halte es für unmöglich, dass es Unterbewusst einen Widerstand gibt, den du bewusst nicht mitbekommst.
Eine Studie dazu habe ich selber nicht gelesen, aber hier auf die schnelle etwas gefunden Neuropsychologie und das Unbewusste
Auf Seite 4 wird auf die 95% hingewiesen und es gibt auch eine Quellenangabe dazu (Zaltmann 2003).
Zu PSYCH-K
Hier das Interview, welches mich in Richtung PSYCH-K gebracht hat.
Interessant hierzu auch sein Buch "The biology of belief". Dazu gibt es ein 2,5 stündiges Video bei Youtube (sogar als deutsche Version).
Alternativ gibt es die kürzere Fassung von Bruce Lipton und ausführliche Erklärungen von Rob Williams zu PSYCH-K im Spoiler.
Spoiler
Es handelt sich um 7 bzw. 8 Kurzvideos. Gesamtlänge 2,5 Stunden.
Zu meinen Veränderungen:
a. Perönlich und durchaus sehr intim
Ich habe immer mal wieder negative Gedanken gehabt, weil mit Ereignisse aus meiner Vergangenheit (Kindheit, Jugend) eingefallen sind. Es ging dabei grundsätzlich immer um Situationen, die denen ich sehr schlecht behandelt wurde. Logischerweise habe ich zu den beteiligten Personen in dieser Situation keine große Liebe verspührt, was nicht sehr hilfreich ist, wenn es sich um die engsten Familienangehörigen handelt.
Diese Gedanken gehören der Vergangenheit an. Ich habe zuerst mir vergeben und dann nacheinander allen anderen beteiligten Personen. Es ist jetzt, als steht meiner Liebe zu diesen Personen nichts mehr im Wege. Durchaus eine spürbare Erleichterung, die sich auch in einer besseren Beziehung wiederspiegelt.
b. pokertechnisch
Der eine oder andere hat sich in meinem Thread ja immer mal wieder darüber beschwert, dass ich zu viele Badbeats poste. Nach Loosingsessions war es bei mir tatsächlich stets so, dass ich zu tiefst depremiert war. Der gesamte Tag/Abend war im Eimer, ich bin nachts kaum eingeschlafen und wenn, dann mit negativen Gedanken. Genau mit diesen bin ich am nächsten Tag auch wieder aufgestanden und dementsprechend verlief der nächste Tag auch so. Dieses Verhalten habe ich schon immer und es war stets unabhängig von meiner Bankroll!
Ich habe mich diesbezüglich balanciert. Auch was das Verarbeiten von Badbeats angeht.
Vor einigen Tagen habe ich mit einer Bekannten telefoniert. Während des Gespräches ist uns (ihr und mir) aufgefallen, wie gut gelaunt ich bin. Ich habe mich daraufhin aktiv gewundert, weil ich doch am Tag zuvor 1200$ verloren habe. Als ich die letzten Tage und Loosingsessions habe Revue passieren lassen, ist mir dann aufgefallen, dass ich nach keiner der letzten Loosingsessions diese negativen Gedanken oder diese schlechte Laune hatte. Es it einfach weg, unbemerkt.
Selbstverständlich habe ich mich auch auf Erfolg und bessere Entscheidungen am Pokertisch gebalanced und es mag ein Zufall sein, dass ich genau jetzt den besten Cashgamemonat meiner Karriere erlebt habe (trotz niedrigeren Limits). Wir werden sehen.
c. ein Erfahrungsbericht (nicht von mir)
Eine Frau hatte Höhenangst. Nicht nur sie selber, sondern auch ihr Kind. Hat man den Jungen auch nur auf den Arm genommen, dann hat er aufgrund seiner Angst angefangen zu schreien. Sie Mutter hat sich nach etwas Überredungskunst mit einem PSYCH-K Begleiter balanciert. Ihre Höhenangst war umgehend weg.
Und jetzt wird der Bericht erst interessant. Einige Tage später geht sie mit ihrem Sohn in den Park, der Junge spielt Fußball, der Ball landet nach einem Schuß in der Baumkrone und ohne zu zögern rennt der Kleine los, klettert auf den Baum und holt den Ball runter.
Ich hoffe diese Geschichte ist nicht zu viel für eine erste Erklärung.
Übrigens wird bei PSYCH-K stets darauf hingewiesen, dass es kein Allheilmittel und auch keinesfalls die einzige Methode ist, um das Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Hypnose kann z. B. ebenfalls funktionieren.
Ebenso ist der Begleiter kein Heiler, sondern eben nur ein Begleiter. Der Prozess an sich wird alleine durch den Teilnehmer durchgeführt.
Edit: In dieser Sekunde hat mir gerade eine Freundin bestätigt, dass sie 2 Studien mit 95% und 98% zum Thema Unterbewusstsein gelesen hat.
Original von SmartDevil
Danke für deine ausführliche Antwort! ♠_thumbsup:
Was mir persönlich nicht ganz in den Kram passt, ist "..da innerer Widerstand evolutionstheroetisch angelegt ist (es koennte ja auch hinter der Bewertung einer Situation oder einer potentiellen Taetigkeit eine Gefahr stecken), und somit nie komplett verschwinden wird"
Hast du dazu eine Quelle? Dr. Russ Harris geht in seinen Buechern teilweise auf diese Punkte ein, als auch andere Autoren, die einen akademischen fachlichen Hintergrund haben.
Das ist nun kein endgueltiger Beweis, aber zumindest eine Tendenz.
Da Dr. Harris, als auch andere Leute hier einen wissenschaftlich akademischen Background haben, gehe ich hier von aus, dass sie solche Ueberlegungen basierend auf Ergebnissen innerhalb der Evolutionspsychologie anstellen.
Fuer mich persoenlich ergeben solche Ueberlegungen auch Sinn muss ich sagen.
Jedoch ist es in der Tat ein "Excuse", wenn man bestimmte instinktive Verhaltensweisen basierend auf dem Punkt uebertrieben ausgepraegt aufzeigt, und vor allem in Situationen, innerhalb es einem keinen Vorteil, sondern Nachteile bringt.
Gerade Prokrastination bringen in den meisten (nicht ich allen) Faellen Nachteile - bin da ganz bei dir bezueglich Auszuegen aus deinem vorherigem Post, in dem du 3 Beispielfaelle aufgezeigt hast.
Nur ist es trotzdem gut, sich dessen bewusst zu sein, dass zb. bestimmte Instinkte kein Bug sein, sondern irgendwann mal oder auch Heute noch in ganzbestimmten Situationen ihren Sinn und Zweck hatten -> diese Bewusstsein schafft dann erste Erleichterung und loest Spannungen und von diesem Punkt an ist es dann oftmals viel leichter diese Prokrastination loszulasse...
Es hört sich für mich so an wie eine Entschuldigung für uns, als seien wir "Opfer". So endgültig!
Genau an dieser Stelle bin ich eben genau anderer Meinung und behaupte, das wir alles an uns verändern können und zwar genauso, wie wir es wollen. Der letzte Satz ist diskutabel.
Persoenlichkeitsstrukturen sind meist 3-fach bedingt: Exogene Faktor, iodgener faktor und eigener Wille/Antrieb -> ueber die Gewichtung herrscht glaub ich immer noch Unklarheit.
Nun ist es aber so, dass es da bestimmte Grenzen gibt.
Einfaches Beispiel: Jemand moecht sehr viel in komplexen Gebieten wie der theoretischen Physik reissen, hat jedoch genetisch bedingt nicht einen IQ wie Einstein von 150+, sondern "nur" einen eher durchschnittlichen IQ von knapp ueber 100.
Da muss man dann einfach auch der Realitaet ins Auge blicken und verstehen, dass solche Saetze wie " das wir alles an uns verändern können und zwar genauso, wie wir es wollen." ,leider schlichtweg nicht immer stimmen.
Aus diesem Grund will ich auch keine andere Beziehung zum Widerstand aufbauen, um bei 30% (Bsp. aus dem Potcast) zu landen, sondern ihn beseitigen
Die Frage ist, ob man ihn eben zu 100% beseitigen kann, oder nur zu X% reduzieren - Viele sind beim letzterem, manche beim ersterem.
Ich denke, dass hier die Uneingikeit besteht und dann haette man einfach einen "agree to disagree"-Spot, den man letztendlich auch akzeptieren muss - also beide Parteien oder Meinungs-Freunde/Kontrahenten.
Zu
"Man hat bestimmte Habits, Automatismen - hier kann es sogar so weit kommen, dass man seinen inneren Widerstand gar nicht mehr bewusst wahrnimmt"
Ich bin ja geneigt dir hier einen Widerspruch zu unterstellen und deine Aussage als Bestätigung meiner Behauptung herzunehmen. Nehme ich den Widerstand nicht mehr wahr, dann ist er nicht mehr da. Ich halte es für unmöglich, dass es Unterbewusst einen Widerstand gibt, den du bewusst nicht mitbekommst.
Mit Sicherheit kann ein Widerstand auch kongnitiv nicht bewusst wahrgenommen werden, als auch andere Emotionen <-> aber im Unterbewusstsein existent sein.
Wenn dann die kognitive Dissonanz zu stark wird, dann wird der Widerstand (oder auch andere Emotionen) ins Bewusstsein gedraengt und eben bewusst wahrgenommen. Ob dies dann auch direkt oder indirekt eine Verhaltensaenderungs bewirkt, das ist dann wiederum eine andere "Geschichte"
Eine Studie dazu habe ich selber nicht gelesen, aber hier auf die schnelle etwas gefunden Neuropsychologie und das Unbewusste
Auf Seite 4 wird auf die 95% hingewiesen und es gibt auch eine Quellenangabe dazu (Zaltmann 2003).
Danke, gucke ich mir an.
Zu PSYCH-K
Hier das Interview, welches mich in Richtung PSYCH-K gebracht hat.
lade ich mir mal auf meinen MP3-Player und hoere es mir asap an.
Eins vorweg:
Es wird aber schwer sein, fuer einen Laien zu erschliessen, ob es nun Humbug ist oder da was dran ist.
Das ist auch der Grund, warum viele kritisch betrachtete Methoden aus der Altenrativmedizin auf viel Zuhoerer treffen - es hoert sich oft recht plausibel an und als laeie hat man kaum eine Chance wirklich zu 100% zu wissen, ob das nun Hokuspokus incl. Geldmacherei ist, oder ob dort wirklich etwas solides dran ist.
Gilt natuerlich auch in die umgekehrte Richtung.
Interessant hierzu auch sein Buch "The biology of belief". Dazu gibt es ein 2,5 stündiges Video bei Youtube (sogar als deutsche Version).
Alternativ gibt es die kürzere Fassung von Bruce Lipton und ausführliche Erklärungen von Rob Williams zu PSYCH-K im Spoiler.
Spoiler
Es handelt sich um 7 bzw. 8 Kurzvideos. Gesamtlänge 2,5 Stunden.
Zu meinen Veränderungen:
a. Perönlich und durchaus sehr intim
Ich habe immer mal wieder negative Gedanken gehabt, weil mit Ereignisse aus meiner Vergangenheit (Kindheit, Jugend) eingefallen sind. Es ging dabei grundsätzlich immer um Situationen, die denen ich sehr schlecht behandelt wurde. Logischerweise habe ich zu den beteiligten Personen in dieser Situation keine große Liebe verspührt, was nicht sehr hilfreich ist, wenn es sich um die engsten Familienangehörigen handelt.
Diese Gedanken gehören der Vergangenheit an. Ich habe zuerst mir vergeben und dann nacheinander allen anderen beteiligten Personen. Es ist jetzt, als steht meiner Liebe zu diesen Personen nichts mehr im Wege. Durchaus eine spürbare Erleichterung, die sich auch in einer besseren Beziehung wiederspiegelt.
Es ist gut mit Dingen aus der Vergangenheit zufzuraeumen und seinen Frieden damit zu machen - ob es dann auch gut ist eine Liebe oder Kontakt zu bestimmten Personen wieder aufzunehmen, haengt dann davon ab, was passiert ist und wie hoch die Gefahr ist, dass es wieder passiert.
Falls das Ziel nur gewesen ist, damit seinen Frieden zu machen ,dass wurde ich tippen, dass das eine gute Zielsetzung ist -> wenn es darueber hinausgeht, dann finde ich es diskutabel.
b. pokertechnisch
Der eine oder andere hat sich in meinem Thread ja immer mal wieder darüber beschwert, dass ich zu viele Badbeats poste. Nach Loosingsessions war es bei mir tatsächlich stets so, dass ich zu tiefst depremiert war. Der gesamte Tag/Abend war im Eimer, ich bin nachts kaum eingeschlafen und wenn, dann mit negativen Gedanken. Genau mit diesen bin ich am nächsten Tag auch wieder aufgestanden und dementsprechend verlief der nächste Tag auch so. Dieses Verhalten habe ich schon immer und es war stets unabhängig von meiner Bankroll!
Ich habe mich diesbezüglich balanciert. Auch was das Verarbeiten von Badbeats angeht.
@ Pokermindset-Entwicklung: Dadurch ist sicher deine Lebensqualitaet gestiegen, auch reduziert es Burnout-Erscheinungen.
Edge wird maximalstenst nur sehr gering bis eher einfach nicht signifikant gestiegen sein - man muss da ehrlich sein - Poker-Mindset ist ein Thema, wleches fuer den Erfolg in diesem komplexem Skillgame zumindest auf direkte Weise einen sehr marginalen Einfluss hat.
Das kommt btw von Jemanden, der schon paar Tausender in Pokermindset-Education, wie es so schoen genannt wurde investiert hat.^^
Die Investition in teure Tools, als auch Coaches + dann sehr viel Lab-Arbeit hat mir direkt mehr geholfen.
Aber: Auf indirekte Art und Weise ist Mindset-Entwicklung immer hilfreich und wuerde ich Jedem voellig unabhaengig von Poker (mit einer realistischen Erwartungshaltung) empfehlen.
Vor einigen Tagen habe ich mit einer Bekannten telefoniert. Während des Gespräches ist uns (ihr und mir) aufgefallen, wie gut gelaunt ich bin. Ich habe mich daraufhin aktiv gewundert, weil ich doch am Tag zuvor 1200$ verloren habe. Als ich die letzten Tage und Loosingsessions habe Revue passieren lassen, ist mir dann aufgefallen, dass ich nach keiner der letzten Loosingsessions diese negativen Gedanken oder diese schlechte Laune hatte. Es it einfach weg, unbemerkt.
Selbstverständlich habe ich mich auch auf Erfolg und bessere Entscheidungen am Pokertisch gebalanced und es mag ein Zufall sein, dass ich genau jetzt den besten Cashgamemonat meiner Karriere erlebt habe (trotz niedrigeren Limits). Wir werden sehen.
c. ein Erfahrungsbericht (nicht von mir)
Eine Frau hatte Höhenangst. Nicht nur sie selber, sondern auch ihr Kind. Hat man den Jungen auch nur auf den Arm genommen, dann hat er aufgrund seiner Angst angefangen zu schreien. Sie Mutter hat sich nach etwas Überredungskunst mit einem PSYCH-K Begleiter balanciert. Ihre Höhenangst war umgehend weg.
Und jetzt wird der Bericht erst interessant. Einige Tage später geht sie mit ihrem Sohn in den Park, der Junge spielt Fußball, der Ball landet nach einem Schuß in der Baumkrone und ohne zu zögern rennt der Kleine los, klettert auf den Baum und holt den Ball runter.
Ich hoffe diese Geschichte ist nicht zu viel für eine erste Erklärung.
Übrigens wird bei PSYCH-K stets darauf hingewiesen, dass es kein Allheilmittel und auch keinesfalls die einzige Methode ist, um das Unterbewusstsein umzuprogrammieren. Hypnose kann z. B. ebenfalls funktionieren.
Ebenso ist der Begleiter kein Heiler, sondern eben nur ein Begleiter. Der Prozess an sich wird alleine durch den Teilnehmer durchgeführt.
Edit: In dieser Sekunde hat mir gerade eine Freundin bestätigt, dass sie 2 Studien mit 95% und 98% zum Thema Unterbewusstsein gelesen hat.
Etwas off topic, aber falls ihr euch für die Macht eures Unterbewusstseins interessiert, dann ist das hier ein hochinteressantes Video.
(hat nicht direkt mit PSYCH-K zu tun)
Ich bin ein Fan von Dr. Joe Dispenza (You are the placebo, Breaking the habit of being yourself) und habe gerade festgestellt dass er im Juni hier in Las Vegas ist.
Er kommt dieses Jahr auch nach Berlin und Rosenheim.