Hallo zusammen,
nach den ich diese Hand ins Bewertungsforum gesetzt habe:
Everest Poker No-Limit Hold'em, $1/$2 (HH Converter by Kreatief)
CO ($182.00)
BTN ($210.95) __ (Hero)
SB ($198.00)
BB ($200.00)
MP2 ($379.31)
MP3 ($227.45)
Preflop: Hero is BTN with A , K
3 folds, Hero raises to $7.00, 1 folds, BB raises to $22.00, Hero calls $15.00,
Flop: A , 5 , Q ( $47 )
BB bets $25.00, Hero calls $25.00,
Turn: 5 ( $97 )
BB bets $50.00, Hero calls $50.00,
River: 9 ( $197 )
BB bets $103.00, Hero calls $103.00,
BB Shows: AJ
wurde gesagt, dass eine 4-Bet hier besser gewesen wäre.
Hier drüber habe ich allerdings nochmal nachgedacht, und mir überlegt, wieso wir überhaupt 4-betten.
Folgende Situation: Ich werde Preflop von einen Gegner mit einer sehr tighten shove Range (AK, AA, KK, QQ) ge-3-bettet, wie es bis NL 200 gerade auf passiven Seiten fast Standard sein dürte, oder ich halt die entsprechenden Reads von Villain habe. (Über die Range soll hier nicht diskutiert werden)
(Ich schreiben hier über TAGs und Rocks, nicht über Fische)
Wieso 4-betten wir solch einen Gegner, wenn wir eine 3-Bet bekommen? Annahme, wir verzichten komplett auf 4-Bets, und callen auch unsere Premium-Hände. Dann bekommen wir von sehr vielen Holdings von Villain noch Value, die auf eine 4-Bet gefoldet worden wären.
Beispiele hier:
- Villain 3-bettet medium pockets: Mit diesen Händen wird sehr oft eine Conti-Bet am Flop und evtl. am Turn gesetzt, TT oder JJ geht am Flop als overpair auch ab und zu broke. Gerade mit AA, KK und QQ bekommen wir hier sehr viel mehr Value. Nur AK wird dann zum Problem.
- Villain 3-Bettet starke Aces ala ATs, AJ, AQ: Auch diese Range dominieren wir mit AA, KK, AK. Wenn wir allerdings hier 4-betten, wird diese Range auch weggelegt. Sollte ein Low-card-Flop kommen, wird Villain häufig nicht conti-betten, da der Call einer 3-Bet Preflop häufig als hohes Pocket ausgelegt wird. Viele spielen dann c/f, was uns gerade mit AK zu Gute kommt. Trifft Villain TP, gewinnen wir häufig seinen halben Stack und mehr.
- Villain 3-bettet light ala 87s: Auch hier wird uns Villain häufig auf hohe Pockets readen, und nicht immer contibetten. Nur hier verlieren wir wohl etwas Value, weil wir ab und zu rausgeblufft werden mit AK. Allerdings dürften unimproved AK wohl zum kleineren Teil unserer Range gehören.
Da wir also unsere Hand unterrepräsentieren, werden gerade unaufmerksame Villains uns missreaden, und besser ausbezahlen, gerade da viele nur einen Standard-TAG-Style durchziehen, und hierdurch gut readable sind. Zudem weiten wir unsere 3-Bet-Calling-Range aus, was der Deception zu Gute kommt.
Allerdings sehe ich hier nur den Nachteil, dass Bluff-4-Bets natürlich nicht angewandt werden können. Zudem wird Villain diese Strategie irgendwann wohl durchschauen. Allerdings wirken diese Nachteile gerade bis NL 200 noch nicht zu stark, da die Regs noch nicht so gut sind.
Thoughts?
Gruß,
Stefan.