Shortterm Kartenglücksbasierte Ergebnisse sind random, kann gleich nach oben gehen oder nach unten. So kommst du der Sache nicht näher. Das Problem liegt imo woanders, das ist eine ScaredMoney-Problematik bei dir.
Du beschreibst es in ja in deinem Post schon selber. Wenn du immer dann aufhörst, respektive Pause machst, wenn du etwas vorne liegst, schliesst du oft positiv ab. Das Problem dabei ist, dass du scared bist und trotz der kleinen Gewinneinahmen, die du hast, deine Gewinnerwartungen schmälerst, weil du ja auch viel länger spielen könntest und damit,-als Winningplayer mit einer bestimmten Winrate von x/100hands-, auch die entsprechenden Gewinne einfahren könntest.
Im Gegensatz zur "offiziellen" Meinung hier, nämlich Durchballern als winning player, komme was wolle, bin ich der Meinung, dass diese These zwar stimmt, -je mehr Hände, desto mehr Gewinn je nach Winrate-, jedoch werden die subjektiven und affektiven Faktoren, sprich die Gefühlssituation des einzelnen Spielers, der hiermit Probleme hat, zu wenig berücksichtigt.
Wer keine Probleme mit scared money hat und einfach stumpf durchballert, kann sich die Situation der Leute, die das nicht können, meist auch nicht vorstellen. Es kann durchaus ok sein, sich solche "Stopbywin"-Sessions einzurichten, wenn die Situation so ist, dass der Betreffende völlig die Kontrolle verliert, wenn nach anfänglichem Gewinn die Kurve nach unten geht. Wer hier tiltet, anfängt, Müll zu spielen und nur noch C-Game spielen kann, hört dann tatsächlich besser mit einem kleinen Gewinn auf.
Als Übergangslösung!
Langfristiges Ziel sollte es aber sein, sich die Zusammenhänge klar zu machen und seinen Fokus nach und nach von der kleinen Gewinnerwartung pro Session hin zu einer Ausrichtung im Hinblick auf Zeit und Handanzahl zu verschieben. Das würde bedeuten: Ich kanns zwar noch nicht, aber ich weiss, wie's richtig geht und arbeite daran.
Ein möglicher Zwischenschritt, wenn Durchballern noch nicht geht, ist die schrittweise Ausdehnung seiner Ziele für die Session, um wenigstens so seine Gewinne und die Anzahl der gespielten Hände zu erhöhen (denke auch daran: viele Hände= viel Praxis= mehr Erfahrung= mehr Skill).
In unserem Beispiel wärst du dann nicht mehr mit 10BB zufrieden, sondern erst mit,sagen wir mal, vielleicht 25-30BB. Wie gesagt, ist keine optimale Strategie, aber immer noch besser als fast gar nicht zu spielen. Und du würdest die Erfahrung machen, dass du durchaus längere Sessions durchhalten kannst und dass nach den Downs auch immer wieder der Up kommt. sessionmäßig gesehen.
Kann natürlich passieren, dass es gleich in den Keller geht und du erstmal deinen Winnings hinterherjagst, aber dass ist ja auch das, wie's Anderen auch geht, nur mit dem Unterschied, dass die nicht einem gewissen Plus hinterherjagen, sondern aufhören, wenn keine Lust/Zeit whatsever mehr. Und schon würdest du praktisch dasselbe machen, was die Anderen auch tun. Wie gesagt, als Hilfe und Krückstock, solange du noch Probleme mit dem Spielen nach longterm Gesichtspunkten hast.