Original von CenturioXIII
Original von w3cRaY
Zudem ergibt sich durch den Limp noch folgendes Problem: du bezahlst zwar preflop wenig, wirst aber ganz selten gut ausbezahlt, wenn du hittest, da die anderen halt auch mit genug crap limpen. Und wenn du nicht hittest, und jemand bettet, weißt du nicht, wo du stehst.
Aber gerade auf diesen Limits hat man doch unglaubliche implied odds auf so eine Hand, wenn man gut trifft. 2pair, straight, flush und wird auch gut ausbezahlt.
Meistens callen etwa 2 Limper den Raise, die dann oft Pockets haben, die sie dann auch Postflop selten loslassen können. Da muss ich fast in 2/3 der Flops auf eine Donk aufgeben.
Ist doch genau das was du eigentlich willst. Du raist IP, 1 oder 2 Limper callen den raise (entweder mit kleinen Pockets, vllt. baby Aces oder sowas wie KJ, KT, vllt QTs). Gegen die Pockets kannst du mit ner cbet am Flop bei ner facecard auf dem board (kommt ja recht oft) den Pot meistens direkt mitnehmen. Unimproved und ohne facecards (du kannst auch mal PP als bluff repräsentieren) musst dus halt folden.
Zu den implied odds: du hast da sicher recht. Aber du triffst einfach viel zu selten wirklich gut. Mit nem raise definierst du halbwegs klar deine range und die range der gegner. Mit Aj auf nem JT8 board kannst du aber bei 3-4 limpern überhaupt nichts über deine Handstärke aussagen (hier kann JT, q9, 88 etc. gelimpt haben, jede 9 wird evtl eine/zwei street/s callen...). Du musst halt schon mindestens 2 pair (mit AJ reicht vllt auch Top pair) oder OESD + pair o.Ä. treffen, damit du die hand postflop überhaupt gegen so viele Limper profitabel weiterspielen kannst.
Ich nehme lieber in Kauf, nach nem raise preflop und ner Gegnerdonk am Flop die Hand guten Gewissens aufzugeben, als dauernd gute Hände zu limpen, dadurch ihre Stärke zu reduzieren, und dann ohne Informationen über die Handrange der Gegner mit TP o.Ä. am Flop weiterzuspielen.