Wenn Du den Edit zu meinem Post gelesen hast, wüsstest Du, dass es mit meinem Expertenwissen nicht weit her ist ♦.
Aber gemeint war einfach:
Wenn Du im BB sitzt und ein freeplay kriegst (= nur limper vor Dir, check reicht aus um den flop zu sehen), dann ist der Pot je nachdem ja noch sehr klein.
Sagen wir es sind nur 2 limper, dann ist der Pot 30cent groß.
Wenn Du jetzt einen Draw hast (OESD oder flushdraw) und jemand setzt 2/3 Pot, müsstest Du 20 cent in einen 50 cent pot zahlen, was mit 2,5:1 keine ausreichenden Odds sind. (Du bräuchtest ja 5:1 beim OESD, bzw. 4:1 beim flushdraw) Allerdings wird der Gegner zu 99% mindestens so viel Geld zu Du Rest haben, so dass Du schauen kannst, wieviel Geld kann ich gewinnen, wenn ich doch meinen draw komplettiere.
Wenn wir beim flushdraw bleiben und die 20 cent zahlen, dann treffen wir den flush jedes 5te Mal auf dem Turn und 4 mal verdonken wir 20 cent. Wir müssen also die 80 verlorenen cent in der einen Hand mit dem flush wieder reinholen.
Langer Rede kurzer Sinn: Wenn Du glaubst, dass Du, wenn Du den Flush triffst >80 cent noch vom Gegner rauspressen kannst (er im Idealfall also ein all in von Dir mit der schwächeren Hand bezahlt), dann wäre der call doch korrekt, aber eben nur dann.
(Wobei man andererseits auch nicht vergessen darf, dass er ja eventuell einen besseren flush haben könnte oder ein full house oder so, aber das würde jetzt zu weit führen).
Zurück zum Beispiel, zunächst limpen alle (Zeichen von Schwäche), dann setzt er 20 cent, vielleicht um zu stehlen, Du callst in der Hoffnung auf einen flush (beim OESD sind die odds ja noch schlechter) und kannst das nur dann tun, wenn Du sicher bist, dass er wenn der flush ankommt eine 80 cent bet (>als Pot!) zahlt - dazu müsste es schon ein ziemlicher Vollfisch sein, weshalb eben ein Spiel auf draws in der SSS fast immer nach hinten losgeht.
(Ich hoffe das war halbwegs verständlich und kein kompletter Müll
)