Was heißt denn keine nennenswerte winrate? Ich persönlich denke gerade auf den Micolimits ist die Varianz deutlich höher, gerade aufgrund der von dir angesprochenen callingrange.
Zur calling range an sich, die Übungen sind hier schon alle ganz gut, wichtiger als calling range Übungen finde ich aber gerade auf den microlimits notes, wie sich die Gegner mit starken Händen verhalten. Denn wenn mir mal ehrlich sind bei den durchaus auf diesen Limits gehäuft auftretenden 65/4/1.2 Kollegen mit 45 WTS hast du nicht unbedingt eine Range, die dir weiterhilft. Oder anders gesagt: Was hilft es dir, wenn du weißt dass er any 2 suited cards (da fällt auch 72s drunter jawoll) sowie jede Bildkarte ab ner höheren Beikarte als 5 spielt (Wobei ich unsere "Freunde" mit den obigen stats auch schon all ins auf AKQr boards mit J2 hab callen sehn - weil ist ja fast Straße und so)
Deshalb finde ich ranges jetzt nur bedingt hilfreich, musst halt wirklich auf rag aces und suited Sachen aufpassen, wenn du den read auf ihn hast aber generell finde ich die Sache mit den Notes unheimlich viel wichtiger. Denn wenn du seine value lines hast, die die unbekümmert auch immer so durchziehen (z.b. check call Flop check raise all in Turn mit set) dann machst du dir ne kleine Note wenn du es (hoffentlich nur passiv) mitbekommst und gut ist. Generell sollte man bei solchen lines aber immer vorsichtig sein und nicht direkt denken: Ha! Der Fisch mal wieder mit Top pair nix kicker all in. Erstaunlicherweise hitten die Gemüseexperten gegen dich immer traumhaft, kenn das
also
Weniger Tische schon gut, dafür aber viel viel mehr notes. Auch wichtig ist auf den microlimits (andere kenn ich nicht xD) die Tageszeit und die Mischung der Tische. Es nützt dir nix, wenn an einem Tisch 6 TAG´s sitzen, die sich die Kohle mehr oder weniger hin und herschieben und das Erste übelste setup kürt dann den vorläufigen Gewinner der session. Am besten sind gemischte Tische mit 2-3 Tags. Dann kannst du auch viel besser isolieren ohne gleich den ganzen Tisch mit auf Party zu haben. Solltest du dann mal mit TAGs in einen Pott kommen, dann sieht das mit den Handranges natürlich anders aus, die sollten dann sitzen. Da spielt dann halt auch die Position ne Rolle, oder preflopverhalten.
Ein weiteres gutes Ding zur Übung, was jetzt nicht unbedingt direkt mit Handranges zu tun hat, ist das gute, alte "find the nuts" spiel. Versuch mal bitte auf jedem board dass du siehst sofort "die nuts" zu sehen bzw auf drawlastigen boards alle straight Möglichkeiten als auch snd. nuts etc. Gerade gegen TAG´s kannst du dich dann fragen, liegen die starken made Hands in seiner range oder nicht?
Ansonsten ist der Rest in meinen Augen einfach Routine und Gefühl fürs jeweilige Limit.
Gruß