1) Standard Contibet auf dem Flop. Das Ergebnis ist recht zufriedenstellend, denn hier willst du eigentlich nicht gecallt oder geraist werden.
2) + 3) Nach Chart. Hier gibt's eigentlich nichts zu analysieren.
Wenn du feststellst, dass die Gegner alle tight sind schnell folden, wenn sie nichts getroffen haben, versuche, einen besseren Tisch zu finden. Gegen solche Gegner kannst du nicht viel gewinnen. Ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, nur dann zu spielen, wenn ich mindestens einen Fisch am Tisch habe, auf den ich Position habe.
Der Tisch- und Sitzselektionsartikel ist leider erst ab Silber. Ich halte das für ähnlich wichtig wie das Bankrollmanagement, also ein kurzer Abriss:
Der Einstieg in die Tischselektion ist erst einmal, sich über die Gegnertypen bewusst zu sein. Im neuen Artikel http://de.pokerstrategy.com/strategy/fixed-limit/1540/ werden die Grundtypen beschrieben. Die Gegner, die am profitabelsten sind und die du am Tisch haben willst, sind die Callingstation (loose passive Spieler), der Donkey (loose irrationale Spieler) und der Maniac (loose überaggressive irrationale Spieler). Das sind die Fische. Alle anderen sind die unvermeidbare Gesellschaft, die man auf der Jagd nach den Fischen bekommt. Das wesentliche ist aber, dass überhaupt Fische am Tisch sitzen. Wenn du nur Jäger am Tisch hast, dann bist du die Beute.
Je looser und je passiver ein Spieler ist, desto profitabler ist er für dich. Nach Möglichkeit setzt du dich links von den Fischen. Sie müssen dann zuerst agieren und du kannst dich darauf einstellen. Du hast dann nicht nur einen Informationsvorteil, du kannst sie dann auch gezielter gegen den Rest des Feldes isolieren und so den Fisch für dich reklamieren.
Wenn du im Lauf der Sitzung feststellst, dass die Fische von deinem Tisch verschwunden sind, dann solltest du ihn verlassen. Gegen die anderen Spieler erzeugst du im wesentlichen nur Rake, wenn du nicht sogar verlierst. Das ist nicht profitabel. Wenn es bedeutet, dass es gerade keinen Tisch gibt, den du spielen willst, dann kommst du eben später wieder. Es gibt keinen Zwang, schlechte Tische spielen zu müssen.