Hallo zusammen, ich habe früher normale SNGs gespielt und in letzter Zeit angefangen DON's auf Stars zu zocken.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen. In normalen SNGs ist es Standard in einigen Situationen -EV Pushes zu machen, um sich im Future Game durch eine bessere Position am Tisch bessere +EV Spots zu sichern. Gewinn erziele ich im wesentlich dadurch, dass mir ermöglicht wird, durch einen größeren Stack an der Bubble Druck auf meine Gegner ausüben zu können.
Wenn man jetzt zu DONs wechselt, denkt man zuerst, dass diese Situation hier nicht vorkommen sollte. Es ist vollkommen egal in welcher Position ich ins Geld gelange, da alle Plätze das gleiche zahlen.
Aber ist dem wirklich so? ![]()
Kann es in bestimmten Spots sinnvoll sein zu "gamblen", weil ich dadurch die Wahrscheinlichkeit ins Geld zu komme erhöhe, in dem ich es mir erlauben kann in Zukünftigen Phasen nicht pushen zu müssen?
ertbAl's Platz 4 Prinzip:
Zur speziellen Situation: Ich arbeite 7 handed (sozusagen der unsichtbaren Bubble) bei ausgeglichenen Stacks gerne nach dem Rang 4 Prinzip.
Vorraussetzungen:
1)
Ich habe noch eine gute FE weil alle Stacks nahe zusammen sind und jeder Caller quasi sein Tournament Life riskiert.
2)
Ich kann mit einem Push mir eine gute Position (min. Rang 4) sichern, bevor es an die 6-Mann Bubble geht.
3)
Wenn ich gecalled werde und die Hand gewinne, ist das zu 99% gleich einer ITM Platzierung, weil ich dadurch zum klaren Chipleader werde.
>>>Warum ist der 4 Platz für mich wichtig?
Weil ich somit den Druck verliere an der 6-handed Bubble als Shorty bei geringen Blinds (<6 BB vielleicht kann man hier sogar rauf bis auf <9 BB gehen) left aggieren zu müssen.
Der Druck wird auf den anderen Shortys (2 kleinere) sein. Da ich das Gefühl habe, dass sich der kleinste Stack an der 6 handed Bubble der größten Calling-Range der Gegner gegenübersteht, hat er ein größeres Risiko auszuscheiden. Z.B. wird es nun 1 Bigstack geben, der es sich erlauben kann den shorty einmal zu callen und das Tunier zu beenden.
Wenn wir zusätzlich nun mal ein kleines Gedankenspiel machen sieht man warum es auch sinnvoll ist 4 zu sein:
Gehen wir davon aus, dass ab nun alle Karten langfristig gleichverteilt sind und immer nur der kleinste Stack all in pushen darf und dabei eine Gewinnwkt. von 50% hat, haben wir eine 75% Chance bekommen ITM zu kommen bevor wir der kleinste Stack sind. Und das alles nur weil wir bereit waren in einem Spot etwas zu gamblen.
Deswegen bin ich 7-handed halt gerne was looser, auch utg weil das zusätzlich die FE erhöht.
Das ganze mal an einem Bsp.:
DON 150/300 Blinds 30 Ante (7 handed) -
saw flop
MP1 (t2085)
MP2 (t1647)
CO (t1688)
Button (t2811)
SB (t2869)
BB (t2270)
Hero (UTG) (t1630)
Hero's M: 2.47
Preflop: Hero is UTG with 6
, Q
Hero bets t1600 (All-In), MP1 raises to t2055 (All-In), 5 folds
Flop: (t3860) 2
, 8
, K
(2 players, 2 all-in)
Turn: (t3860) 4
(2 players, 2 all-in)
River: (t3860) 6
(2 players, 2 all-in)
Total pot: t3860
Hier wurde ich von AK gecalled, gewinne die Hand und komme schließlich auch ungefährdet itm.
Was wäre passiert, wenn alle gefoldet hätten: Hero wäre Platz 4 mit 2290 Chips. Besonders schön ist hier, dass 3 Shortys dann direkt hintereinander sitzen und sich später oft im Blind vs Blind War raushauen werden.
Viele werden sicher sagen Q6s easy push, da ich nach Nash folgendes pushen darf:
47.2%, 22+ Kx+ Q2s+ Q8o+ J2s+ J9o+ T7s+ T9o 98s 87s
Da liegt auch leider meine persönliche Schwäche. Ich bin noch nicht in der Lage die richtigen Ranges zu bestimmen, selbst wenn ich die Ranges der Gegner exakt kennen würde, da mir der Wizard irgendwie komsiche Ranges liefert, wenn ich die 0,2er Struktur eingebe.
Wenn mir dabei einer helfen könnte?
Und wenn dann dabei rauskommt, dass ein Push ab Q8o profitable ist, dann ist das Ganze hier als ein Plädoyer für den Q7o Push zu verstehen. ♠_biggrin: