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[Geschlossen] KQ -> check fold Flop mit Initiative

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Known players: (for a description of vp$ip, pfr, ats, folded bb, af, wts, wsd or hands click here)    
[tg]Position_Stack:hands/vp$ip/pfr/af/wts/ats/foldbb/w$sd;MP3$1.26:48/79/2/0.5/26/0/25/30;Hero$5.77:///////;[/tg]
0.02/0.04 No-Limit Hold'em (6 handed)
Hand recorder used for this poker hand: Texas Grabem 1.9 by www.pokerstrategy.com.

Preflop: Hero is SB with Q♦, K♣
MP2 folds, MP3 calls $0.04, 2 folds, Hero raises to $0.20, BB folds, MP3 calls $0.16.

Flop: ($0.44) 7♠, 2♣, 8♥ (2 players)
Hero checks, MP3 bets $0.31, Hero folds.

Conti lohnt sich meiner Meinung nach nicht, da der Flop null scare-Potenzial hat und villain sogar getroffen haben könnte. Dann bettet er auch noch relativ groß, bei seinem niedrigen AF. check/fold in Ordnung oder zu weak?


15 Antworten

Dass du die cbet weglässt, finde ich gut. Man kann vielleicht überlegen, es einmal zu c/c. Bei seinem AF finde ich aber c/f auch gut.


drachoner
Beigetreten: 25.02.2008

ich spiel hier b/f flop. ansonsten hätte man sich das raise preflop acuh sparen können in meinen augen


Lughor
Beigetreten: 25.05.2006

Du behauptest, der Gegner kann den Flop gut getroffen haben.
Wie kommst du darauf?

Keine Karte liegt wirklich in der playing zone (T - A ungefähr)
So einen Flop wird meist auch dein Gegner total verfehlt haben.

Was du richtig erkannt hast ist, dass das Board natürlich für den Gegner nicht gefährlich wirkt.

Wenn der Gegner auf CBets seine Hände folden kann, dann würde ich hier cbetten und auf eine scarecard am turn eventuell sogar nochmal 2nd barreln (wenn er nicht schon am Flop genug foldet).


schmoezi
Beigetreten: 01.08.2007

absolutes levelthinking!!

NL4, callingstation, midstack!!!

preflop ist es ein klarer raise und auf dem flop gegen den gegner c/f.
du willst dich doch gegen den spieler am turn nicht mit Khigh committen.


Lughor
Beigetreten: 25.05.2006

Original von schmoezi
absolutes levelthinking!!

NL4, callingstation, midstack!!!

preflop ist es ein klarer raise und auf dem flop gegen den gegner c/f.
du willst dich doch gegen den spieler am turn nicht mit Khigh committen.

Absolute Callingstation mit 26 WTS?
Die samplesize ist nicht so doll, trotzdem würde ich hier nicht so ganz von einer typischen callingstation ausgehen.

Und wenn du $0.30 Cbettest, dann hast du dich auch noch nicht committed.


Original von Lughor
Du behauptest, der Gegner kann den Flop gut getroffen haben.
Wie kommst du darauf?

Keine Karte liegt wirklich in der playing zone (T - A ungefähr)
So einen Flop wird meist auch dein Gegner total verfehlt haben.

Der Gegner hat nen vpip von 79. Bei dem liegt so ziemlich jede Karte in der playing zone.
Und ich würd ihn auch durchaus als calling station bezeichnen. Man muss seinen wts ja ins verhältnis zum vpip setzen. Letztendlich geht er mit 0,79*0,26=20,5% seiner Starthände zum Showdown.

@schmoezi: was genau meinst du hier mit "levelthinking"?


schmoezi
Beigetreten: 01.08.2007

du stehst auf dem flop halt mit 6 outs da. der gegner wird dich sehr oft callen und auch nach deinem check wird er dir oft genug eine free turncard geben.

die bet ist keine valuebet, da wir in der hand kein value haben.
der gegner wird auf die bet keine besseren hände folden da das board für ihn nicht gefährlich aussieht und er es gut getroffen haben kann.

-> die cbet ist ein purer bluff gegen eine potentielle callingstation
keine guten vorraussetzungen für eine bet.

levelthinking:
dieser spieler wird nach seinem stats/stack nach nur ganz einfach denken.
"was habe ich" und "wie sieht das board aus"

oben wird aber viel weiter gedacht. wir denken darüber nach was der gegner halten kann und auf welchen boards er welche karten nicht mehr weiter spielen kann. also wann wir ihn wie herausbluffen können.
das ist gegen diesen spielertyp aber eben nicht gut. man "levelt" sich selbst.


Lughor
Beigetreten: 25.05.2006

Original von schmoezi
du stehst auf dem flop halt mit 6 outs da. der gegner wird dich sehr oft callen und auch nach deinem check wird er dir oft genug eine free turncard geben.

die bet ist keine valuebet, da wir in der hand kein value haben.
der gegner wird auf die bet keine besseren hände folden da das board für ihn nicht gefährlich aussieht und er es gut getroffen haben kann.

Richtig, wir haben hier 6 Outs, die wir natürlich noch discounten müssen, also haben wir vielleicht noch 4 Outs.
Wird er aber auf dem Flop wirklich oft callen?
Er geht nicht oft bis zum showdown, irgendwann wird er also die meisten Hände folden, vermutlich die allermeisten am Flop, und zwar genau dann, wenn er nichts getroffen hat.

Wenn du behauptest er würde alles callen, dann würde er auch Overcards callen?
Aber die sind doch oft schlechter als unsere Overcards und damit wird er auch schlechteres callen, wenn er kein Ass hält, damit ist die Bet sogar for value.

Auf der anderen Seite könnte er vieleicht sogar Overcards folden.
Oft sind es schlechtere Overcards, manchmal aber auch bessere.
Auf der anderen Seite wollen wir mit unserer Hand aber auch keinen Showdown sehen, außer der Gegner checkt runter.
Damit müssen wir unsere Equity aufgeben, selbst wenn wir vorne liegen, wenn der Gegner Aggression zeigt.
Wir müssen uns also fragen, ob der Gegner uns wirklich oft eine freie turn Karte geben wird.

Im Grunde müssen wir uns doch fragen, wie wir die Hand weiter spielen wollen.
Ich würde hier bet/fold oder bet/call flop und check/fold turn unimproved spielen.
Du willst checken.
Wie planst du dann weiter deine Hand?

-> die cbet ist ein purer bluff gegen eine potentielle callingstation
keine guten vorraussetzungen für eine bet.

1. Die CBet ist ein Semibluff, immerhin haben ich noch ein paar Outs.
Aber es stimmt, ich will hier den Pot oft am Flop einsammeln.
Gegen einen Spieler, der mir am Flop zu wenig foldet, würde ich hier auch checken, aber leider haben wir diese Information ja hier nicht.

2. Der Spieler ist preflop loose passiv.
Postflop geht er aber recht selten bis zum Showdown, was mich zu der Annahme verleitet, dass er womöglich postflop eher tight passiv ist.
Die Frage die sich mir jetzt stellt ist, ob der Gegner passiv genug ist, um den Flop behind zu checken, was ich oft genug mit nein beantworten kann.

levelthinking:
dieser spieler wird nach seinem stats/stack nach nur ganz einfach denken.
"was habe ich" und "wie sieht das board aus"

oben wird aber viel weiter gedacht. wir denken darüber nach was der gegner halten kann und auf welchen boards er welche karten nicht mehr weiter spielen kann. also wann wir ihn wie herausbluffen können.
das ist gegen diesen spielertyp aber eben nicht gut. man "levelt" sich selbst.

Es wäre nicht gut, wenn wir hier so Dinge wie unser image, etc. in die Entscheidung einfließen lassen, wenn der Gegner darauf eh nicht reagiert.
Aber eine handrange zu berechnen ist nie verkehrt, denn zwei Karten hält der Gegner ja offensichtlich.

Und zu überlegen, was er hier folden kann, ist auch bei solchen Gegnern sehr gut, denn er wird ja nur seine Hände und das Board spielen, wodurch unsere Vorraussage noch besser wird.
Die Frage ist nur, wie klein seine calling-Schwelle ist.
Wird er hier 2 Overcards fast immer callen?
Wird er einen Gutshot folden?
Wird er selbst en paar 2er callen?

Es steht allerdings fest, dass der Gegner auf diesem Board meist nicht mehr als 2 Overcards trifft, weil eben die 2 doch recht unwahrscheinlich ist, selbst bei seinem VPIP.

Ich mag hier übrigens nicht so gerne checken, weil ich dann mit meinen Overpairs irgendwann nicht mehr ausbezahlt werde. Die Leute werden merken, dass ich den Flop nur bette, wenn ich etwas habe oder wenn es sich anbietet.
Auf so einem Flop verrate ich damit meine Hand.

Und leider merken das sogar sehr schlechte Spieler recht schnell.


schmoezi
Beigetreten: 01.08.2007

hier kann ja eine richtig nette diskussion entstehen! gefällt mir!

er kann hier sehr gut irgendwelche overcards / straightdraws / gutshots haben die er callen will. genauso aber auch irgendein A high das er nicht folden will weil der flop so ungefährlich aussieht.
bei seinem pfr kann man das schlecht sagen was er genau hat.

nur bekommt man eben diesen teil seiner range nicht am flop raus und man müsste den turn nochmals barreln. dagegen spricht aber wieder sein stack gegen den wir uns dann committen.

den WTS beachte ich in der hand hier erstmal garnicht, da einfach die samplesize noch viel zu klein für den wert ist. gerademal VPIP und PFR kann man heranziehen um tendenzen festzustellen. villeicht noch den AF dazu um auch postflop einen anhalt zu haben.

aufgrund seines kleinen AF denk ich auch das er oft genug behindchecken wird am flop. aussagekraft ist halt leider noch nicht ganz da.

du willst hier eventuell b/c flop spielen? dann musst du ja schon jeden turn pushen da er selbst bei einem minaise am flop nur mehr eine halbe potsizebet übrig hat.

der hauptgrund für den check am flop ist meines erachtens einfach seine stackgröße gegen die wir nur schwer mit unserer hand spielen können. wir sind oft angewiesen eines unserer 6 outs zu treffen und können ihn auch nur schwer herausbluffen.
er wiederum kann uns aufgrund der position noch leicht am turn herausbluffen mit schlechteren händen.

mein plan für die hand ist es eben den flop zu checken und dann am turn entweder c/f oder bei einer "guten" karte (J+) anzuspielen.

und die gegner zahlen dich noch oft genug aus wenn du da overpairs hast. vor allem genau dieser gegnertyp wie in dieser hand.


tanis45
Beigetreten: 31.12.2008

1. Eventuell gegen einen Gegner mit einer so geringen Stack-Größe etwas weniger 2betten (ähnlich wie gegen SSSler), also nur 4BB, nicht 5: hilft auf späteren Straßen, ihn nicht zu committen.

2. Da seine Playing-Zone sehr groß ist - angelehnt an nen Hasenbratenartikel einer Playing-Zone für c/c (ca.36%):

JJ-22, AQs-A2s, K2s+, Q2s+, J5s+, T5s+, 97s+, 86s+, 75s+, 64s+, 54s, AQo-A2o, QJo, JTo, T9o, 98o, 87o, 76o, 65o

denke ich, dass man contibetten kann, ab 9, eher aber ab T-J im Flop verzichte allerdings auf die CB. Denn wenn seine Range groß ist, trifft ein Flop auch gerade nur einen kleinen Teil seiner Range.

3. Eine Turn-Barrel würde ich ohne Hit nicht spielen


Lughor
Beigetreten: 25.05.2006

Ich muss mich korrigieren.
Aufgrund der Stacksizes fürde ich auch den Turn nicht 2nd barreln.


SpeedyBK
Beigetreten: 05.02.2006

Also, imo ist das hier ein Fall von Overthinking. Zudem hängt ihr euch viel zu sehr an seinen Stats auf. Bei der Samplesize ist das einzige, was ein Wenig aussagt der Vpip und der PFR. Die Ganzen Postflopstats sind absolut nichts sagend.

Ich würde mich hier ersteinmal fragen, wie oft denn mein Gegner überhaupt auf eine Contibet (sagen wir 2/3 Pot) folden muss, damit diese profitabel wird.


tanis45
Beigetreten: 31.12.2008

naja, bei 2/3 PS so mindestens 40%, also in 2/5 aller Fälle, wenn ich mich nicht verrechnet habe

0 = p * 90$ + (1-p) * - 60$ --> 60$ = 90$ * p + 60 $ *p --> 60/150 = p = 0,4

(habe eigentlich in Erinnerung dass es 1/3 aller Fälle wäre, aber da komme ich gerade nicht drauf :f_confused: :)

Und genau das ist doch Kern der Debatte ob man auf so einem Board genau die 40% (oder 33%) Fold-Equity hat, wenn man die Range von dem Fish annimmt..

Hier würde eine profunde Einschätzung natürlich helfen :o)


Original von tanis45
naja, bei 2/3 PS so mindestens 40%, also in 2/5 aller Fälle, wenn ich mich nicht verrechnet habe

0 = p * 90$ + (1-p) * - 60$ --> 60$ = 90$ * p + 60 $ *p --> 60/150 = p = 0,4

(habe eigentlich in Erinnerung dass es 1/3 aller Fälle wäre, aber da komme ich gerade nicht drauf :f_confused: :)

bei ner 1/2 potsize conti muss villain in 1/3 der Fälle folden. (wenn ich mich jetzt nicht grad vertan hab ;) )


tanis45
Beigetreten: 31.12.2008

ahh, das wars :o)