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[Geschlossen] aldous huxley

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spade14
Joined: 23.09.2007

ein hervorragender schriftsteller wie ich finde

hab bis jetzt allerdings erst schöne neue welt gelesen bzw. danach noch zweimal gehört.......is aber schon ein paar jahre her

heute hab ich Eiland (Island) angefangen zu lesen - nach dem ersten etwas verwirrenden kapitel geht es dann aber ab dem 2. richtig schön los und hat mich schon gefangen...

und dann liegt da noch auf meinem nachtkästchen "Die Pforten der Wahrnehmung zwischen himmel und hölle"

was denkt ihr über diesen autor bzw. seine utopie bzw. dystopie?

und in wie weit sind seine Vorahnungen eurer meinung nach schon eingetreten in unserer heutigen welt

würd mich interessieren

gruss spade


71 replies
PetrosiliusZ
Joined: 26.08.2006

ich drück mich ja bisher erfolgreich vor allem was nach verschwörungstheorie riecht :f_confused:

Die Pforten der Wahrnehmung hab ich dafür gelesen, höchst interessante Thematik obv. Naja, fürn Phil. Werk zu flach und für nen reinen Erfahrungsbericht holt er doch zu weit aus. Trotzdem lesen... ich mein verdammt der Typ schreibt nen Phil. Werk über hallozigene Drogen- wie geil ist das denn?


Shane54
Joined: 17.08.2007

der typ ist einfach unfassbar, solche konkrete voraussagen in die zukunft trifft nicht mal nostradamus


skedar
Joined: 16.07.2006

jo nostradamus trifft auch solche vorhersagen wie "die kuh scheisst auf die müllhalde zur dritten sonne" und irgendwelche typen sagen dann: jop, er hat den irak krieg von bush vorausgesagt.

mag huxley überhaupt nicht. finde er kann nicht schreiben. aber ist auch ewig her.


Seine Utopie "Brave New World" ist absolut interessant und vorausschauend. Weitere Buchttipps wären in diesem Zusammenhang auf jeden Fall "Wir amüsieren uns zu Tode" von Neil Postman, der sich stark auf "Brave New World bezieht und in seiner Abhandlung beweisen will, dass nicht Orwell mit seiner Utopie Recht hatte, sondern eben Huxley.
Empfehlenswert ist ebenso "Elementarteilchen" von Michel Houellebecq, weil jener eine stark kulturpessimistische Darstellung entwirft, die sich auch auf Huxley bezieht. Er fokussiert sich hierbei auf den einen Aspekt von "Brave New World", der die Auswirkungen einer sexuelle Revolution (Freie Liebe, Treue ist obsolet) auf unsere Gesellschaft zeigt.
Beide Werke kann man uneingeschränkt empfehlen als "weiterführende" Literatur zu "Brave New World".


Habe Wir amüsieren uns zu Tode mit 15 oder so gelesen -- hat mein Weltbild stark beeinflusst. Sollte bei der Bedeutung, die das Medium Fernsehen hat, Pflichtlektüre in der Schule sein.

Hat jemand Huxleys "Brave New World Revisited" gelesen und kann dazu was sagen?


Shane54
Joined: 17.08.2007

Original von garandou
Habe Wir amüsieren uns zu Tode mit 15 oder so gelesen -- hat mein Weltbild stark beeinflusst. Sollte bei der Bedeutung, die das Medium Fernsehen hat, Pflichtlektüre in der Schule sein.

Hat jemand Huxleys "Brave New World Revisited" gelesen und kann dazu was sagen?

was soll man dazu sagen, ist halt einfach ne pflichtlektüre


In "Brave New World Revisited" schreibt Huxley darüber inwieweit seine Voraussagen eingetroffen sind. Da der Text schon etwas älter und weitaus weniger bekannt als Brave New World selbst ist, wollte ich halt wissen ob er lesenswert ist.


spade14
Joined: 23.09.2007

Original von quills
Seine Utopie "Brave New World" ist absolut interessant und vorausschauend. Weitere Buchttipps wären in diesem Zusammenhang auf jeden Fall "Wir amüsieren uns zu Tode" von Neil Postman, der sich stark auf "Brave New World bezieht und in seiner Abhandlung beweisen will, dass nicht Orwell mit seiner Utopie Recht hatte, sondern eben Huxley.
Empfehlenswert ist ebenso "Elementarteilchen" von Michel Houellebecq, weil jener eine stark kulturpessimistische Darstellung entwirft, die sich auch auf Huxley bezieht. Er fokussiert sich hierbei auf den einen Aspekt von "Brave New World", der die Auswirkungen einer sexuelle Revolution (Freie Liebe, Treue ist obsolet) auf unsere Gesellschaft zeigt.
Beide Werke kann man uneingeschränkt empfehlen als "weiterführende" Literatur zu "Brave New World".

so vielen dank für deine tipps: hab wir amüsieren uns zu tode und noch eins von ihm da glaub ich vom 18 bis ins 21Jhd oder so heisst bestellt und werd dann davon berichten wie ichs gefunden hab.........muss erst noch Eiland fertig lesen


spade14
Joined: 23.09.2007

Original von garandou
In "Brave New World Revisited" schreibt Huxley darüber inwieweit seine Voraussagen eingetroffen sind. Da der Text schon etwas älter und weitaus weniger bekannt als Brave New World selbst ist, wollte ich halt wissen ob er lesenswert ist.

ich wollt mir das schon früher mal besorgen, aber bei amazon gibts nicht mehr bzw. nur gebraucht und als sammlerstück......

Lesenswert ist es ganz bestimmt - is ja einfach nur krank eigentlich - ich bin mir sicher das die ganzen utopisten nie damit gerrechnet hätten das so schlimm wird - wies is, bezüglich ihren ganzen bedenken - den die meisten haben ja sehr wohl noch daran geglaubt das die Menschheit den Wendepunkt erkennt und die kurve kriegt - aber sie hat ihn ja weder erkannt noch die kurver erwischt - doch eher ziemlich weit rausgetragen aus der kurve würd ich mal sagen


Original von spade14

Original von garandou
In "Brave New World Revisited" schreibt Huxley darüber inwieweit seine Voraussagen eingetroffen sind. Da der Text schon etwas älter und weitaus weniger bekannt als Brave New World selbst ist, wollte ich halt wissen ob er lesenswert ist.

ich wollt mir das schon früher mal besorgen, aber bei amazon gibts nicht mehr bzw. nur gebraucht und als sammlerstück......

falls du das buch nicht in der hand halten musst:

http://www.huxley.net/bnw-revisited/index.html


PetrosiliusZ
Joined: 26.08.2006

Original von spade14

Original von garandou
In "Brave New World Revisited" schreibt Huxley darüber inwieweit seine Voraussagen eingetroffen sind. Da der Text schon etwas älter und weitaus weniger bekannt als Brave New World selbst ist, wollte ich halt wissen ob er lesenswert ist.

ich wollt mir das schon früher mal besorgen, aber bei amazon gibts nicht mehr bzw. nur gebraucht und als sammlerstück......

Lesenswert ist es ganz bestimmt - is ja einfach nur krank eigentlich - ich bin mir sicher das die ganzen utopisten nie damit gerrechnet hätten das so schlimm wird - wies is, bezüglich ihren ganzen bedenken - den die meisten haben ja sehr wohl noch daran geglaubt das die Menschheit den Wendepunkt erkennt und die kurve kriegt - aber sie hat ihn ja weder erkannt noch die kurver erwischt - doch eher ziemlich weit rausgetragen aus der kurve würd ich mal sagen

möchtest das ein wenig ausführen, oder bei einem "omg alles ist viel schlimmer als man es sich je hätte ausmalen können" belassen?


spade14
Joined: 23.09.2007

Original von FrtZ

Original von spade14

Original von garandou
In "Brave New World Revisited" schreibt Huxley darüber inwieweit seine Voraussagen eingetroffen sind. Da der Text schon etwas älter und weitaus weniger bekannt als Brave New World selbst ist, wollte ich halt wissen ob er lesenswert ist.

ich wollt mir das schon früher mal besorgen, aber bei amazon gibts nicht mehr bzw. nur gebraucht und als sammlerstück......

Lesenswert ist es ganz bestimmt - is ja einfach nur krank eigentlich - ich bin mir sicher das die ganzen utopisten nie damit gerrechnet hätten das so schlimm wird - wies is, bezüglich ihren ganzen bedenken - den die meisten haben ja sehr wohl noch daran geglaubt das die Menschheit den Wendepunkt erkennt und die kurve kriegt - aber sie hat ihn ja weder erkannt noch die kurver erwischt - doch eher ziemlich weit rausgetragen aus der kurve würd ich mal sagen

möchtest das ein wenig ausführen, oder bei einem "omg alles ist viel schlimmer als man es sich je hätte ausmalen können" belassen?

na dann probier ichs mal: es gab mal eine zeit, da war ich mit er welt so wie sie ist UNBEWUSST nicht zufrieden, damals war ich 17......
dann hab ich mir gedacht, schaust dich mal um was so für alternativen zur heutigen gesellschaft so gibt bzw. wie manche leute denken das die Gesellschaftsform, eine Kultur auch aussehen und funktionieren könnte. Ja und da stoss ich auf einen menschen den wiki so bezeichnet: "deutsch-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe", sein Name Erich Fromm. Ja und dann hab ich ein Buch von ihm gelesen: "Haben und Sein" und für mich war klar so MUSS es sein - dann hab ich mein umfeld (also meine Gesellschaft) mit den vorschlägen aus seinem Buch verglichen und mir war klar: du lebst in einer traurigen und sehr kranken Welt! ich wollte mehr von seinen Therien über Menschen, Gesellschaften uvm erfahren und besorgte mir seine Gesamtausgabe: 12 fette Bücher (inkl. Nachlassschriften) ich las in den kommenden Jahren alles was er jemals veröffentlicht hatte, darunter auch 2 Bücher mit dem Titel: "Wege aus einer kranken Gesellschaft" und "Die Revolution der Hoffnung. ja und was soll ich sagen er hatte diese sachen glaub ich 1960 rum geschrieben und für ihn war damals der Kapitalismus bzw. die westliche welt per Definition krank......er war ein sehr biophiler mensch und war überzeugt davon das ein Umschwung eintritt.............er propagiert sachen wie: zB Arbeitswelt: der Mensch muss wieder Teil eines ganzen sein, er muss eine Sache erschaffen, beim ablauf dabei sein, das gefühl haben etwas MITerschaffen zu haben.............und nicht nur eine Nummer in einem riesigen Konzern, wo er nur stumpf einer tätigkeit nachgeht und sich nicht als teil des ganzen fühlt........

er propagierte sachen wie: der mensch wird merken das der "Konsum" ihm nicht gut tut............er prangerte SCHON DAMALS an wie der MEnsch seine Freizeit verbringt: der mensch ist nicht mehr AKTIV - er lässt nur mehr geschehen, schaut zu, lässt sich unterhalten, von einem event zum anderen ohne etwas zu TUN im sinne von erschaffen künstlerisch tätig sein - er hat das gegenbeispiel durch eine Studie bewiesen : " Der Gesellschaftscharakter eines mexikanischen Dorfs"!

ich möchte da jetzt nicht näher drauf eingehen: fakt ist als ich mich damals eben sehr viel damit beschäftigt habe das war so ab 2002, waren wir schon sehr weit entfernt von einer GESUNDEN gesellschaft und wenn ich mir jetzt so die entwicklung 2002-2009 ansehe: alles wird noch mehr automatisiert und maschinisiert, die Betriebe werden noch unpersönlicher geführt, die psychologischen Ausfallserscheinung nehmen stetig zu, MAterialismus anstatt Humanismus, konsumieren anstatt fühlen...........

als letztes Stichwort: Fernsehprogramm: aus was besteht das fernsehprogramm DURCHGEHEND scheisse, PHILOSOPHIE, literatur, Gesellschaftskritik finden NICHT statt und wenn dann nach Mitternacht und auf senderen die man erst mal finden muss. unser weltbild wird uns von Nachrichten definiert NICHT durch unsere eigene Sichtweise, niemand reflektiert mehr, hinterfragt.............es wird nur mehr hingenommen und zugeSCHAUT.

und ich behaupte das diese ganzen Utopisten nie und nimmer damit gerechnet hätten das wir uns wie wir uns und in welcher unglaublichen Geschwindigkeit wir uns in diese NICHT erstrebenswerte Richtung entwickelt haben!

so genug jetzt - wer den text bis zu ende liest glückwunsch du hast wahrscheinlich grad 10 min der Supernanny oder sternTV oder einfach 10 BB beim pokern verloren :f_biggrin:


PetrosiliusZ
Joined: 26.08.2006

im prinzip spiel ich ja mehr oder weniger devils advocate, denn natürlich ist die gesellschaft als ganzes von dem was ich als optimalen zustand beschreiben würde meilenweit entfernt, im kern stimm ich dir wohl zu. was fromms werk angeht, fehlt mir die fachkentniss- bis auf haben und sein, hab ich glaube ich keins seiner bücher gelesen.
Dennoch- historisch betrachtet ist es doch quatsch diesbezüglich von einer Entwicklung hin zur Verblödung oder whatever zu sprechen: (ich hau das jetzt mal alles ohne jegliche Quelle raus, vllt irr ich mich auch, aber ich geh doch mal schwer davon aus, dass dem so ist) Mehr Freiheit als heute hatte man in der westlichen Gesellschaft nie, mehr Möglichkeiten sich, so man es denn will, in den vielfältigsten Bereichen und Interessengebieten weiterzubilden, mehr Offenheit oder eine pluralistischere Gesellschaft gab es doch soweit ich weiss nicht. Ich geh mal schwer davon aus, dass es nie soviele Philosophen / Künstler / WIssenschaftler gab wie heutzutage (absolut OBV aber mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch relativ, oder?). Es gab noch nie eine Zeit in der solange Frieden herrschte, einen so umfassenden Rechtekatalog und ich mein verhungern muss hier wohl auch keiner.
Das soll jetzt keine Lobeshymne auf das 21. Jhdt sein, wirklich nicht, es gibt ne Menge Missstände, die angesprochen werden müssen, aber Hand aufs Herz, wann war es denn besser?
Früher war es eben selbstverständlich, dass ein großteil der Leute kein Teil der "Bildungselite" waren, heute ist es das nicht mehr und deshalb empören wir usn darüber, dass die alltägliche Wahrnehmung in den Medien von soviel scheisse bestimmt ist. So traurig das ist, im Endeffekt spricht es doch auch irgendwo für eine postive Entwicklung.


skedar
Joined: 16.07.2006

Original von FrtZ
wann war es denn besser?

früher! früher war alles besser!
aber das wirst du auch noch lernen... bist ja erst 21 oder so.

zu spade:
darf ich fragen was du in deinem leben geändert hast, nachdem du das werk von erich fromm verschlungen hast?


spade14
Joined: 23.09.2007

Original von garandou

Original von spade14

Original von garandou
In "Brave New World Revisited" schreibt Huxley darüber inwieweit seine Voraussagen eingetroffen sind. Da der Text schon etwas älter und weitaus weniger bekannt als Brave New World selbst ist, wollte ich halt wissen ob er lesenswert ist.

ich wollt mir das schon früher mal besorgen, aber bei amazon gibts nicht mehr bzw. nur gebraucht und als sammlerstück......

falls du das buch nicht in der hand halten musst:

http://www.huxley.net/bnw-revisited/index.html

danke für den link, aber leider glaub ich nicht das mein englisch für huxley reicht - auf deutsch gibts das nicht zufällig?


spade14
Joined: 23.09.2007

Original von FrtZ
im prinzip spiel ich ja mehr oder weniger devils advocate, denn natürlich ist die gesellschaft als ganzes von dem was ich als optimalen zustand beschreiben würde meilenweit entfernt, im kern stimm ich dir wohl zu. was fromms werk angeht, fehlt mir die fachkentniss- bis auf haben und sein, hab ich glaube ich keins seiner bücher gelesen.
Dennoch- historisch betrachtet ist es doch quatsch diesbezüglich von einer Entwicklung hin zur Verblödung oder whatever zu sprechen: (ich hau das jetzt mal alles ohne jegliche Quelle raus, vllt irr ich mich auch, aber ich geh doch mal schwer davon aus, dass dem so ist) Mehr Freiheit als heute hatte man in der westlichen Gesellschaft nie, mehr Möglichkeiten sich, so man es denn will, in den vielfältigsten Bereichen und Interessengebieten weiterzubilden, mehr Offenheit oder eine pluralistischere Gesellschaft gab es doch soweit ich weiss nicht. Ich geh mal schwer davon aus, dass es nie soviele Philosophen / Künstler / WIssenschaftler gab wie heutzutage (absolut OBV aber mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch relativ, oder?). Es gab noch nie eine Zeit in der solange Frieden herrschte, einen so umfassenden Rechtekatalog und ich mein verhungern muss hier wohl auch keiner.
Das soll jetzt keine Lobeshymne auf das 21. Jhdt sein, wirklich nicht, es gibt ne Menge Missstände, die angesprochen werden müssen, aber Hand aufs Herz, wann war es denn besser?
Früher war es eben selbstverständlich, dass ein großteil der Leute kein Teil der "Bildungselite" waren, heute ist es das nicht mehr und deshalb empören wir usn darüber, dass die alltägliche Wahrnehmung in den Medien von soviel scheisse bestimmt ist. So traurig das ist, im Endeffekt spricht es doch auch irgendwo für eine postive Entwicklung.

edit:
ich habe in meinem vorherigen post NIE behauptet das es früher besser war.........ich habe nur einen utopischen THEORETISCHEN Gedanken beschrieben der nicht mit vergangenen verglichen werden kann!!!!
Edit

in dieser hinsicht geb ich dir absolut recht, was wohlstand, Freiheit (diese scheinbare) Bildung etc. betrifft waren wir vorher noch nie auf dem stand, aber da gibt es ein PARADOXUM: wieso sind menschen die viel viel weniger wohlstand haben, die die ganzen sachen die die west. gesellschaft hat NICHT haben wieso sind diese Menschen so verdammt GLÜCKLICH (Indianerstämme, Buddhistische Einrichtungen, Kommunen etc)

es ist wissenschaftlich bewiesen das wir größteils NICHT glücklich sind - da kann ich auch nur auf fromm verweisen und seine feldstudien zu dem thema)

Für mich nach langem studieren und auseinanersetzen mit diesem Thema komm ich FÜR MICH zu folgendem Schluss:

DIE Freiheit unsere neu gewonnene Freiheit ist absolut erstrebenswert, ABER man braucht Menschen die mit dieser Freiheit umgehen können........Freiheit bedeutet VERANTWORTUNG, Freiheit bedeutet UNSTRUKTURIERTES Leben, man hat keinen halt, weil man sich ja an nichts HALTEN muss

Ich bin der Überzeugung das wir MEnschen (der großteil) mit seiner Freiheit nicht umgehen kann - das er überfordert ist.

zB: Schulbildung abgeschlossen - dann 100000 möglichkeiten sein leben fortzusetzen, sich zu verwirklichen frei zu sein

früher: Handwerkerzunft: du lebst am Land, dein Großvater war Handwerker, dein Vater na und welche möglichkeiten hat man ja ICH wERDE AUCH HANDWERKER - keine alternativen

aber muss es immer besser sein alternativen zu haben und vor allem alternativen in Hülle und Fülle

Heutzutage gibt es keine Strukturen mehr jeder kann zu JEDER ZEIT machen ALLES was er möchte

so muss man sich fragen braucht der Mensch STrukturen wenn ja wieviele

ich bin kein Nazi, ich verachte alles was Hitler in Bezug auf seine Herrschaft gemacht und wie ers gemacht hat, trotzdem habe ich mich lange mit ihm als person beschäftigt: warum hat ein niemand aus dem nichts auf einmal soviele Leute mobilisieren können? Warum hat ein Mensch leute so manipulieren können das sie die grausamsten Taten für IHN vollzogen haben?

und angefangen hat alles damit das HITLER den leuten die damals keine Struktur hatten - eine STRUKTUR geboten hat................

also nach was sehnten sich die Menschen?

Warum ist momentan gerade eine NAZIFLUT vor allem bei euch im Osten?

weil dieses ganze gesindel Leuten die im Leben keine STruktur haben eine Struktur bietet.........................strukturell werden ausländer und minderheiten zusammengeschlagen beschimpft etc.

oder glaubst du als mitglied in einer nazigang hat man als "NICHTFÜHRER" viele FREIHEITEN???? da wird getan was Chefe sagt.

das alles kann man auf Religionen, Sekten, sexualpraktiken (SM) ausweiten.

der mensch will diese hippie einstellung doch nicht - du kannst machen was du willst alles ist in ordnung tu was du tun möchtest

vielleicht will der mensch FÜHRUNG und nicht nur FREIHEIT

ich geh weiter vielleicht braucht der MEnsch führung und nciht freiheit

oder vielleicht liegt die wahrheit irgendwo dazwischen???

edit: ich behaupte nicht das es früher besser war, aber ich möchte die möglichkeit einräumen das es das gewesen sein KÖNNTE


spade14
Joined: 23.09.2007

Original von skedar

Original von FrtZ
wann war es denn besser?

früher! früher war alles besser!
aber das wirst du auch noch lernen... bist ja erst 21 oder so.

zu spade:
darf ich fragen was du in deinem leben geändert hast, nachdem du das werk von erich fromm verschlungen hast?

nachdem ich mich mit den werken fromms jahrelang auseinandergesetzt habe wurde ich enttäuchst - ENT-TÄUSCHT - um das zu verstehen muss man das wort enttäuscht ursprünglich betrachten also philosophisch........meine täuschung wurde aufgehoben - ich lebe in einer welt und plötzlich ist alles klar dagewesen ohne täuschung..............das leben die gesellschaft eine einzige lüge.....................

nach dieser erkenntnis bin ich in ein sehr tiefes loch gefallen - ich musste das alles neu sortieren und wieder richtig ordnen - verstehen wo ich lebe und vor allem akzeptieren das ich dort lebe (in unserer gesellschaft) wo ich lebe und das ich mich ANPASSEN muss, ansonsten würde ich in dieser gesellschaftsform untergehen

jo und seitdem wandle ich an ner borderline - wie es sein könnte und wie is es..........und probiere einfach nur zu üBERLEBEN und nicht komplett verrückt zu werden

wie schon im philosophieforum gesagt, mein kopf ist zugemüllt und ich muss schaun wie ich das alles was ich erfahren bzw. erlesen habe das ich das wieder aus meinem kopf bekomme oder auswandern is auch ne alternative


skedar
Joined: 16.07.2006

okay. dann bist du also genau so ein zuschauer und zuhörer wie alle, die du ein paar posts weiter oben kritisiert hast. bist genau so wenig aktiv wie die leute die sich den ganzen tag irgendeinen barbara salesch kram reinziehen.
eigentlich bist du sogar noch schlimmer, weil du sogar willentlich nach verblödung strebst um in unserer gesellschaft unterzutauchen.
kapiere auch nicht was auswandern damit zu tun hat. das ist alles viel weniger ein soziales als ein geistliches problem.

und das ganze argument mit primitiven ist absolut fadenschenig.
aber wenn du meinst dass die alles viel besser hingekriegt haben kannst du ja auch in den busch gehen und dir stäbe durchs gesicht schieben. :rolleyes:


PetrosiliusZ
Joined: 26.08.2006

Original von spade14

is ja einfach nur krank eigentlich - ich bin mir sicher das die ganzen utopisten nie damit gerrechnet hätten das so schlimm wird - wies is, bezüglich ihren ganzen bedenken - den die meisten haben ja sehr wohl noch daran geglaubt das die Menschheit den Wendepunkt erkennt und die kurve kriegt - aber sie hat ihn ja weder erkannt noch die kurver erwischt - doch eher ziemlich weit rausgetragen aus der kurve würd ich mal sagen

worte wie es "wird/wurde" schlimmer als man es für möglich hielt, den "wendepunkt" verpassen oder die "kurve nicht kriegen" machen doch nur sinn, wenn man sich die Geschichte als Entwicklung (und so wie du in dem hier zitierten abschnitt schreibst jawohl OBV zum schlechten) denkt, oder nicht?

Was den Rest angeht, kann ich skedar nur zustimmen. In erster Linie ist das Problem ein geistiges. Du hast natürlich Recht, viele Leute sind heutzutage unglücklich, und ich denke auch, dass das mit der Freiheit des einzelnen zusammen hängt, keine Frage. Aber das ist doch ein persönliches Problem: Wenn es dir an einer ordnenden Entität fehlt, tret der katholischen Kirche bei. Wenn du back to the roots willst, gründ ne Kommune und züchte dein eigenes Gesüme oder wander auf ne von der Zivilisation verschonte Insel aus. Übrigens gibt es genug Studien die belegen, dass es gerade in solchen Urstämmen ziemlich brachial zugeht- der Friede und die körperliche Unversehrtheit die Unsereins genießt, sind nicht zuletzt Produkte unserer Gesellschaft- siehe zb Steven Pinker (Einer der renommiertesten Experimental Psychologen der Welt aus Harvard) "The Blank Slate: The Modern Denial of Human Nature (Dort befasst er sich mit 3 großen modernen Irrtümern, von denen einer eben der Glaube ist, der Mensch sei "gut" geboren und würde von unserer Gesellschaft korrumpiert (the noble savage).

Das hört sich ironisch und abwertend an, ist aber absolut nich so gemeint. Du hast doch all diese Möglichkeiten, wenn du denkst sie bieten dir mehr Erfüllung, ergreif sie. Wenn du das nicht tust, ist es doch dein Bier und nicht das der Gesellschaft. Schaff dir ein Umfeld, das deinen "Ansprüchen" genügt. Es gibt genug Leute, deren Leben nicht nur aus BArbara Salesch oder whatever besteht. Ich mein, ich hab nichtma nen Fernseher.
Ach und wieso du direkt im ersten Satz dem Bildung ein "scheinbar" vorrausschickst musst du mir auch nochma erklären. Der Wissenszuwachs ist kein scheinbarer sondern ein faktischer und das neben Disziplinen, die du jetzt als pseudo- oder irrelevant- oder was auch immer abstempeln könntest, doch auch unbestreitbar in Disziplinen, die für den Menschen von großer Bedeutung sind. Auch dort gilt wieder, klar wenn du den ganzen Tag vor der Glotze hängst, und dich darin verlierst zu dneken, wie scheisse das Fernsehprogramm ist, kriegst du davon wohl nicht viel mit. Wenn du an die Uni gehst, dich für etwas einschreibst, was dich wirklich wirklich Intressiert, dort vielleicht in 10 Jahren forschst, dein Umfeld nur aus Leuten besteht, die ähnliche Intressen haben, dann sieht die Gesellschaft plötzlich garnich mehr so scheisse aus. (Yeah thats the plan ;D ).
Die Pluralität unserer Gesellschaft bringt es eben mit sich, dass man sich von einem großen Teil der selbigen abgrenzen muss, das macht sie aber nicht zu "einer einzigen lüge" .

edit: Ach und- Hitler als Totschlagargument, kam auch irgendwie unexpected
Ich räum dir mal ein dass deine Gedankenkette nur unintentional so lief wie sie lief, denn wenn du dir darüber im klaren bist, was du da grad rausgehauen hast, find ich es ziemlich krass daneben tbh.
Hitler als Beispiel dafür herzunehmen, dass der Mensch dazu neigt sich führen zu lassen- meinetwegen. Dass da andere Faktoren á la soziale Missstände, Unwissen, ein zieml mies gelaufener Weltkrieg auch ne Rolle spielen, wollen wir mal außen vorlassen (ich für meinen Teil glaube nicht- oder will nicht glauben-, dass ein Hitler hier heutzutage noch möglich wäre, aber das ist eine Glaubensfrage und nicht diskussionswürdig).
Dann aber anhand von DIESEM beispiel damit zu schließen, dass Führung Freiheit vorzuziehen sein könnte!? Seriously? Wenn irgendwas, dann ist das das Paradebeispiel dafür, wieso wir Freiheit und nicht Führung brauchen, auch wenn Freiheit eine deutlich schwerere Last darstellt als Führung.