Original von Mariodaman
Gibt es in der Anwendung der SSS auf den verschiedenen Limits Unterschiede? Ich denke mal es gibt da nicht viel zu variieren, da man ja eh meisstens am Flop All-in oder raus ist.
Obwohl ich mich meinen Vorrednern im Prinzip anschließe, will ich betonen, dass es zwei recht unterschiedliche Gründe gibt, weshalb du dich irrst:
Erstens, wie Karli schon sagte, variiert das Spiel der Gegner auf verschiedenen Limits sehr stark, woran du dich anpassen musst um erfolgreich zu spielen. Das kennst du von der BSS mit Sicherheit auch; ein sehr typisches Beispiel ist, dass auf niedrigen Limits die Gegner oft marginale Hände nicht folden (bedeutet für dich: nicht bluffen, viel valuebetten), während du auf höheren Limits seltener Calls von dominierten Händen bekommst, weil die Leute KJ nicht mehr spielen ;-)
Davon kann man wenige Eigenarten einem einzelnen Limit zuordnen, aber zwischen NL 50 und NL 200 ist der Unterschied schon gigantisch!
Aber zweitens, was funoxeyh meinte, gibt es viele profitable Abweichungen von der SSS, die du durch das Handbewertungsforum oder Videos von Coaches und Sesionreviews lernst, die auf jedem limit funktionieren. Diese sind nicht Teil der orginalen SSS-Artikel, weil sie einen Anfänger überfordern würden.
Steals und Resteals sind inzwischen mit drin (waren sie letzes Jahr noch nicht), aber nehmen wir zB Anpassen deines Spiel an die Stats der Gegner, Anpassen der Contibetsize an die Drawlastigkeit des Boards, Spiel gegen andere SSSler, Spots um die Contibet wegzulassen, Spots für direkte Pushs statt Raises bis hin zur "Ultra-Shortstack-Strategie".
Es gibt also ne Menge Lesestoff und noch mehr Raum für eigenes nachdenken, keine Sorge! ♠_grin: