Original von JustMillion
Hi,
der Titel sieht sehr allgemein aus, soll er aber nicht sein. Ich möchte eine grundliegende Frage klären: Wie geht ihr in Sachen Adaption gegen genannte Spielertypen vor? (NL25 / NL50)
Grundsätzlich herzeugt das Spiel gegen aggressive Gegner Varianz, da sie bereit sind dünne Edges zu pushen. Ich denke grade auf den Micros bis NL100/200 ist es relativ sinnvoll gegen sehr aggressive dünne Spots zu minimieren, da der Rake noch sehr hoch ist. Es ist dagegen sehr sinnvoll selber sehr aggressiv gegen schwache Spieler vorzugehen. (sowohl Fische als auch die 9-tablenden Regs)
Für mich ergeben sich zwei Ansätze:
1.) Sehr tight spielen, "den Kopf einziehen" und geduldig sein.
--> Funktioniert nur wenn Gegner das eigene Image überbewerten, ohne auf das Image ihres Gegners einzugehen (aka "sich selbst leveln")
Ist ein akzeptabler Ansatz, da sich viele dieser "Lags" halt selber leveln und deine 4-Bet dann als Konter zu ihrer eigenen aggressiven Spielweise einschätzen.
Du musst aber grade bei Lags unterscheiden, ob sie nur Preflop sehr aggressiv spielen oder auch Postflop sehr aggressiv sind. Du wirst grade auf den Micros viele Spieler erleben, die Preflop wie die verrückten manchmal rumballern, aber Postflop dann 10 Gänge zurückschalten.
2.) Never-Back-Down-Modus. Man spielt Chicken-Run mit den Gegnern und aufgehört wird erst dann, wenn einer aufgibt / den Tisch verlässt.
--> Sehr nervenaufreibend und varianzreich, spielt sich irgendwann auf persönlicher Ebene ab und pusht Tilt sowie die Fehlentscheidungen aufgrund emotionaler Gründe. Ist denke ich nicht wirklich nötig auf Micro sowie SSNL.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht was du hier genau meinst. Aggressive Spieler besiegt man auf 2 Arten:
i) du wirst noch aggressiver als sie und drückst sie aus ihrer Komfortzone. Allerdings glaube ich das die Aggressivität vieler Spieler auf Nl25/50 überschätzt wird, da die Spieler im Durchschnitt wirklich EXTREM passiv sind. Wenn du mal irgendwann NL1k spielen solltest, dann wird dir vielleicht bewusst wie passiv NL25/50 wirklich ist.
ii) du lässt sie halt bluffen. Aggressive Spieler bluffen nunmal ungleich mehr als passive Spieler. Such dir geeignete Spots aus und demonstrier, dass du dich nicht bluffen lässt.
Das Problem ist, dass man zum Teil überrant wird, obwohl die Spieler nicht wirklich stark spielen. Man wird doch im Grunde gezwungen Postflop-Edges aufzugeben und Preflop rumzuballern oder?
Wenn die Spieler nicht stark spielen, dann haben sie irgendwo ein Leak. Die Frequenz in bestimmten Spots ist zu stark in eine bestimmte Richtung gewichtet und du musst das halt exploiten. Grade 100BB deep gibt es da sowieso nicht viel Spielraum.
Kleines Beispiel: Dein Gegner 3-bettet dich zum 5x Preflop und du callst. Du musst dann halt auch mal bereit sein in geeigneten Spots einen Calldown zu machen oder halt einen 4-Bet Bluff.
Wenn du dein 0815 Standardspiel runterreisst, dann überrennen dich die meisten aggressiven Spieler einfach. Da reisst es auch nicht raus, dass du zwischendurch mal AA hälst, weil sie dir im Vorfeld schon mehr Geld abgenommen hast als du mit AA gewinnen wirst.
Mir ist klar, dass man eine Mischung aus beiden Ansätzen finden muss. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mal beschreibt wie ihr mit Spielern umgeht die sehr aggressiv sind und wie ihr erkennt ob ein Gegner kontrolliert bzw. unkontrolliert aggro ist!
ausprobieren. Ohne Showdowns kannst du nichts über die Handrange sagen. Wenn dir ein Gegner auf die Nerven geht, dann nimm die nächstbeste die dir für einen Rückschlag geeignet aussieht und probierst aus.
Du musst KQ nicht folden Preflop, wenn dein Gegner dich zum 5. mal in Folge 3-bettet. Du kannst es auch einfach mal callen und Postflop weiterspielen.
Hierbei wirft sich aber natürlich auch die Frage auf, ob du in der Lage bist Postflop richtig weiterzuspielen. Wenn du 3-bets defendest, dann musst du in der Lage sein den Gegner richtig unter Druck zu setzen und das auch in Situationen in denen du evtl. kein Pair hast.
Vielen Dank für die Zeit die ihr euch nehmt um mir zu antworten!