Ich möchte mal ein paar Gedanken zum ORC äußern. Klar - ich spiele auch nicht mehr nach ihm, im großen und ganzen entsprechen meine Raising-Standards trotzdem dem ORC.
BU Range:
33+, A2s+, K2s+, Q6s+, J7s+, T8s+, 98s, 87s, 76s, A2o+, K7o+, Q8o+, J9o+
3-Betting Range aus dem SB: (mindestens 46% Equity)
Paare
22+
Suited
A2s+
K9s+
QTs+
Offsuit
A3o+
KTo+
Nun dazu meine Überlegung: Man geht hierbei zu stur nach reiner Equity vor. Hände wie 22 vs einen BU Open zu 3betten mag spieltheoretisch korrekt sein, meistens steht man dann allerdings vor dem Problem, dass sich diese Hände extrem schwierig postflop spielen lassen. Es liegen am River in der Regel 5 Overcards.
Das Gleiche gilt für A3o oder meinetwegen auf A6o. Trifft man ein A wird Villain oft folden, weil seine Equity vs die eigene Range suckt, gibt Villain Action ist man oft dominiert, gleichzeitig bekommt man auf Lowcardsboards nur bessere Hände bzw 6 outer zum folden.
3bettet man Hände wie J9s (41,7%) oder T9s (41,4%) oder gar 87s (39,3%) steht man nie so blöd da.
Beispiel: BU raist, wir 3betten T9s, BU callt:
Flop A
2
6 ![]()
Werden wir geraist ist ein Fold kein Problem, gleichzeitig ist man selbst in der Lage bessere Hände wie QJ, KT, KQ oder ähnliches zum folden zu bringen. Ich experimentiere damit im Moment selbst ein wenig herum, leider muss ich hierbei immer meiner eigenen Intuition vertrauen.
Auf ps.de gibt es soweit ich weiß keinen einzigen Artikel zu diesem Thema oder? Irgendwo muss die Thematik doch behandelt werden....
Das Gleiche gilt übrigens auch für BBvsORC. Kann mir einfach nicht vorstellen vs einen BU-Open K5o profitabel defenden zu können weil sich die Hand einfach dermaßen schlecht spielen lässt...