Original von FjodorM
Original von Th0m4sBC
Quatsch mit Sosse. Natürlich gibt es Vorurteile, aber allein diese Vorurteile sorgen sicherlich nicht für eine tiefere Frauenquote im Management. Und wenn wir von "unfähigen" Personalchefs sprechen und einer Personal-Landschaft welche von Vollidition nur so geprägt wird, weshalb sollten diese dann fähig sein, die qualifiziertesten Frauen auszuwählen?
Wo habe ich etwas von Vollidioten geschrieben? Und du willst wohl nicht bestreiten daß bei der Auswahl von Mitarbeitern u.A. nach Seilschaften und Vorurteilen vorgegangen wird, was Frauen benachteiligt? Da man in einem Bewerbungsprozeß nie genau weiß was man bekommt bleibt einem doch gar nichts übrig.
Dieses machohafte "Frauen können nicht führen" etc ist dermaßen überholt und widerlegt...bin mir ziemlich sicher daß sie ihre Leistungen in Schule und Uni problemlos in der Karriere umsetzen könnten wenn man sie ließe.
Gut, gut, dass mit den Vollidioten, habe ich wohl "reininterpretiert", aber ich werde später noch erklären, wie ich zu dieser "Annahme" gekommen bin. Aber erstmal der Reihe nach;
Nein, ich will ganz bestimmt nicht bestreiten, dass es Vorurteile bei der Auswahl von Mitarbeitern gibt und dies u.A. nach Seilschaften geht. Was mich aber stört an dieser Aussage ist, die Art und Weise wie Sie "genutzt" wird (jetzt nicht auf dich im Speziellen, sondern auf das Allgemeine bezogen):
- Ein Grossteil der Kindergarten-Unterrichtspersonen besteht aus Frauen. Ist einfach eine Tatsache. Würde jetzt keinem Mann in den Sinn kommen, zu behaupten "das ist nur auf Grund der Vorurteile gegenüber Männern", hingegen ist das Feedback ist: "Frauen kriegen halt weniger Lehrer-Jobs".
- Ich kriege aus Grund von "Insiderwissen", relativ oft mit, wer bspw. bei den Jobs als Schulpsychologe einen Vorteil hat. In der Regel hat hier die Frau einfach einen Vorteil, weil man ihr mehr "Einfühlungsvermögen" zuspricht. An Schulen mit relativ hohem Ausländeranteil ist es aber bereits sehr oft vorgekommen, dass ein gut integrierter ausländischer Mann, die Stelle gekriegt hat. Ganz einfach auf Grund des Vorurteils, dass er ein Vorbild sein könnte für die 70% der Fälle welche nunmal männliche Ausländer stellen.
Schauen wir uns nun den Artikel an welchen Atomfred gepostet hat, so gibt dieser wieder:
- Frauen haben oft grössere Lücken im Lebenslauf
--> Das ist ein Mangel. Wenn eine Frau einen tadellosen Lebenslauf hat und der Mann einfach 5 Jahre lang anstatt das Marketing-Büro die Familie "gemanagt" hat, wird ihm das auch als "negativ" ausgelegt.
- Frauen kämpfen weniger energisch um einen höheren Lohn
--> Wie oft bist du an einer Lohnverhandlung gewesen, der Chef sagt dir "sie kriegen 200€ mehr", du sagst "ist i.O" und er schlägt dir dann nochmal was oben drauf? Ist mir noch nie passiert. Man muss sich halt auch mal etwas trauen, denn "angenehm" empfinde ich den Kampf um einen höheren Lohn in der Regel nicht.
Auch faszinierend finde ich die Vermischung der Aussagen; "die Frau macht gleichwertige Arbeit - verdient dabei aber wesentlich weniger" und "es gibt viel weniger, obwohl gleich qualifizierte, Frauen in höheren Positionen". Es ist einfach ein wirtschaftliches Paradoxum, denn Geld sparen heisst in der Wirtschaft nunmal Geld kassieren. Aber, diese Aussage sind auch in der Schweiz übermässig präsent...was dabei allerdings oft vergessen wird: die Statistiken sind meist sehr ungenau und beinhalten öfters nicht die Tatsache, dass Frauen wesentlich öfters Job-Sharing betreiben. Und wie bereits im Artikel von Atomfred erwähnt wurde; logisch geht die Lohnschere auseinander, wenn man nicht für seinen Lohn "kämpft".
Bitte nicht falsch verstehen; ich bin absolut für die TOTALE Emanzipation, aber das muss auch dort anfangen wo es geregelt werden kann.
Ich beziehe mich mal wieder auf die Schweiz, ein Staat der sich für so super-emanzipiert hält, das gibts gar nicht
:
Pension:
Männer: 65 Jahre
Frauen: 62 Jahre
--> Woran liegts? An der Lebenserwartung kann es ja nicht liegen, denn die FRau lebt in der Schweiz im Schnitt 3-3.5 Jahre länger als der Mann
Dat Kind kommt zur Welt
Männer: 1 Tag freigestellt ♦
Frauen: Müssen wir die Zahlen zum Vergleich wirklich heranziehen?
--> Woran liegts? Wer nun sagt, der Körper der Frau müsse sich entsprechend regenerieren nach der Frau, dem gebe ich absolut recht. Kann abe rnicht der eigentliche Grund sein, denn wenn sich die Frau nun nach dem ersten und auch einzigen Tag den der Vater offiziell Urlaub erhält alleine um das Kind kümmern muss, ist das wohl stressintensiver als wenn Sie arbeiten würde (jedenfalls in 90% der Fälle). Egal, der Mann kann ja Urlaub eingeben....
Sorgerecht:
Muss der Mann gar nicht grossartig versuchen etwas zu erreichen, wenn die Mutter nicht gerade mit der Heroinspritze auf das Kind eingeprügelt hat.
Man könnte jetzt sicher noch einige Positionen anhängen...aber das ist nicht das Ziel. Was ich damit sagen will: solange man es nicht gebacken kriegt, dass dort wo es staatlich regulierbar (!) ist eine Gleichstellung vorhanden ist, darf man sich nicht wundern, dass der freie Markt seine eigene Dynamik verfolgt. Die Frauenquote stört mich insofern, weil Sie das Problem nicht löst. Es ist eine Publicity-Aktion, man denkt so etwas in der Art könnte ja mal in den nächsten Jahren eingeführt werden und will dann in 5 Jahren sagen können "guckt uns an, wir waren VORREITER!" Möchte die Firma hingegen wirklich etwas gutes tun, dann würde Sie einfach nur die besten Mitarbeiter einstellen. Ob dies dann bedeutet, dass die Stellen zu 78,35% durch Frauen besetzt sind, oder nur zu 51,34 oder 33,45% ist doch egal? Aber, wenn man sich hinstellt und sagt "60% der Uni-Absolventen sind Frauen, deshalb stellen wir, immer noch absolut unproportional, 30% fürs höhere Kader ein" ist da einfach lächerlich. Es ist ein Marketing-Gag, bzw. die Vorlage dazu und dient der Emanzipation null. Was hat es nach dieser Ansage "30% Frauenquote" für einen Wert wenn die Frau bei dieser Firma ins höhere Kader kommt? Nichts. Was hätte es für einen Wert gehabt, wenn man es einfach schleichend gemacht hätte ohne dies Publik zu machen --> es hätte ein "anwachsen" der Frauenquote gegeben (ohne, dass eine offizielle Quote existierte) und hätte eine Eigendynamik auslösen können, welche den Frauen WIRKLICH hätte helfen können...aber eben, wo bleibt dann der "politische" Effekt?