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[Geschlossen] Frauenquote in Unternehmen

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Tripper83
Beigetreten: 08.01.2008
PokerStrategist

Die Telekom hat heute bekanntgegeben 30% der Führungspositionen bis 2015 an Frauen vergeben zu wollen.

http://www.handelsblatt.com/newsticker/technologie/telekommunikation-frauenquote-bei-der-telekom;2545956

Ich finde es fürchterlich, dass Männer mehr und mehr diskriminiert werden. Es hat ja einen Grund, warum weniger Frauen in Führungspositionen gibt: weil es weniger gibt, die diese innehaben wollen.
Klar gibt es einige Patriarchen, die keine Frauen mit Macht sehen wollen, aber eine Frauenquote kann doch nicht Sinn der Sache sein. Warum wird nicht einfach der jeweils Beste eingestellt?


32 Antworten
Thurisaz
Beigetreten: 15.07.2006
PokerStrategist

Ich verstehe das mit der Frauenquote nicht, vielleicht kann es mir jemand erklären. Hat das was mit Gleichberechtigung zu tun? Wenn ja, ist das nicht das genaue Gegenteil von dem, was man haben will? Sollte man in einer Welt, in der Frauen nicht anders behandelt werden als Männer Jobs nicht unabhängig vom Geschlecht vergeben? Oder sind Frauen so schwach, dass sie sowas wie eine Frauenquote brauchen?

Thurisaz


also ich fühle mich dadurch als mann nicht wirklich diskriminiert^^

trotzdem sehe ich es ähnlich, dass vorgeschriebene frauenquoten quatsch sind. wenn wir von gleichberechtigung etc. reden, sollte man die bewerber auf solch einen posten einfach gleich behandeln (egal ob männlich oder weiblich) und gut ist. ansonsten stimmt es halt einfach, dass viele frauen nicht in dem maße in den vorstand passen, da viele halt mal eine familie wollen. somit bleiben viele erstmal drei jahre zu hause und wollen auch danach keine 70-stunden-woche.

@vorredner: sehe ich auch so.


Tripper83 Themenstarter
Tripper83
Beigetreten: 08.01.2008
PokerStrategist

Dass 60% der Uniabgänger weiblich sind, hat doch nichts damit zu tun, dass die meisten Führungsposten mit Männern besetzt sind.
Erstens ist die Besetzung von Managementposten zeitlich verzögert, da man schließlich nicht nach der Uni dort eingesetzt wird und zweitens heißt es auch nicht, dass die 60% Frauen besser geeignet sind als die 40% der Männer.


Rilko
Beigetreten: 23.12.2006
Oldschool Grinder

Es gab da auch mal Untersuchungen zu.... wo es sinngemäß hieß, dass Frauen eher zu emotionaleren Entscheidungen tendieren als Männer, was für das Business halt eher nich so gut ist... das gilt sicherlich nicht für alle Frauen, aber generell würde ich da zustimmen.

Wir haben in der Softwarefirma rund 30% Frauenquote, was auch schon hoch ist. Aber auf den höheren Managementebenen haben wir keine.


krush22
Beigetreten: 19.12.2008
Oldschool Grinder

Quaoten sind quatsch, und die Argumente a la Frauen besser Noten ist sowieso hinfällig. Schulnoten und Uni Noten zeugen nicht im geringsten von der Fähigkeit die man im Beruf braucht. Hoffentlich gibts dafür nicht irgendwann staatliche Quoten....


Th0m4sBC
Beigetreten: 01.06.2006
Oldschool Grinder

60% der Uniabsolventen sind Frauen...... verhältnis 6:4
30% Frauenquote wird beschlossen (logo, minimum), aus gründen der Fairness, also im Verhältnis von 3:7

Wäre Fairness, wenn die Telekom schon davon spricht, nicht erreicht wenn das obere und mittlere Kader zu 60% mit Frauen belegt wären ?(

Ich finds einfach herrlich...die ganze Zeit wird von Emanzipation gesprochen und dann muss man solche Quoten einführen..der Fairness halber versteht sich. Scheinbar hat man es bisher nicht geschafft, auf Grund der Qualifikation die Kader mit 50/50 zu belegen..also will man jetzt Rolltreppen bauen für die Leute welche zu bescheuert sind eine Treppe hochzusteigen. :facepalm:

Btw.: Ich habe überhaupt nichts gegen Frauen, egal in welcher Position diese sich im Unternehmen etabliert haben, aber, wie man von Gleichstellung sprechen kann, wenn man solche Nummern abzieht? Es wird mir immer ein Rätsel sein


Als ob Personaler gerade für Führungsposten immer die qualifiziertesten einstellen würden...da wird viel nach Vorurteilen gegangen und darunter leidet die Frauenquote.

Ich muß hier Bayes zustimmen, die Telekom scheint zu denken daß diese Quote +EV ist und das sicher nicht ohne Grund. Wurde ihnen ja nicht von irgendwelchen Gutmenschen vorgeschrieben.


dertakman
Beigetreten: 23.09.2007
Oldschool Grinder

Also ich glaube, dass wir zu jung sind und egal ob Männl oder Weibl schon vollständig in der Gleichstellung angekommen sind. Wir erkennen, dass solche Quoten nichts anderes als Blödsinn sind.

Die ganzen durchgeknallten Frauenrechtler (die auch sicherlich nahezu alle frauen doof finden) sollen mal ihren Penisneid vergessen und erkennen, dass Frauen und Männer eben nicht gleich sind.

Wenn man sich mal in Hörsälen umschaut, dann sieht man gleich, dass bei Informatik/ Naturwissenschaften/ Maschinenbau/ usw. kaum Frauen zu sehen sind. Trotz Girls Day usw.

Genau so sieht man in Kindergärten/ Grundschulen/ Schulen allgemein kaum Männer. Und da gibt es keine Boys Days.

Also denken die ganzen fortschrittlichen Weltverbesser das eine Frau in Industrie toll ist, aber ein Mann in Grundschule nicht? Warum?

Und warum ist es so toll, irgendein Workaholic zu werden und bei einer 60 Stunden Woche irgendwo im Vorstand zu sitzen? Also selbst Männer die das machen, finde ich recht suspekt und wenn das weniger Frauen als Männer toll finden, warum soll man die wenigen Bewerberinnen bevorzugen.

Also Quoten sind immer doof und führen nie zu was gutem
(siehe Südafrika, die meisten Schwarzen waren weniger gut ausgebildet, aber man musste sie nach Vorne bringen. Also mussten viele weisse Beamten/Ingineure gehen und das hatte negative Auswirkungen)
und Männer und Frauen (zumindestens die meisten) sind eben nicht ganz gleich. Es ist auch gut so und auch die Feministinnen sollen mal erkennen, dass Frauen zu Männern machen nicht unbedingt Gleichberechtigung ist.

Maximal sollte man erkennen, dass die ganzen sozialen Berufe (zu der ja vor allem Frauen hinzieht) ja doch ganz wichtig sind. Warum ist freie Wirtschaft cooler, besser angesehener & bezahlter als Erziehungswesen?
Und nein ich bleibe meiner Geschlechterrolle treu und hätte keine Lust in Kindergärten tätig zu sein


Th0m4sBC
Beigetreten: 01.06.2006
Oldschool Grinder

Original von BayesLaw

Original von Th0m4sBC
Ich finds einfach herrlich...die ganze Zeit wird von Emanzipation gesprochen und dann muss man solche Quoten einführen..

Wieso muss? Ist doch unternehmerische Freiheit der Telekom einen solchen Beschluss zu fassen. Wie jede Firma für sich festlegen kann, dass niemand im Unternehmen mehr als das 12-fache vom niedrigsten Lohn verdienen darf kann sie doch festlegen, dass die eingen Personalchefs unfähig sind. Stakeholder-Value-Ansatz ist halt ein alternativer Ansatz. Muss jede Firma selber wissen wie sie sich positioniert und jeder Aktionär selber wissen mit welcher Firmenphilosophie sie glücklich wird.

"Muss", deshalb weil die Firma auf normalen Wege ja nicht in der Lage scheint die Frauenquote zu erhöhen.

Original von FjodorM
Als ob Personaler gerade für Führungsposten immer die qualifiziertesten einstellen würden...da wird viel nach Vorurteilen gegangen und darunter leidet die Frauenquote.

Ich muß hier Bayes zustimmen, die Telekom scheint zu denken daß diese Quote +EV ist und das sicher nicht ohne Grund. Wurde ihnen ja nicht von irgendwelchen Gutmenschen vorgeschrieben.

Quatsch mit Sosse. Natürlich gibt es Vorurteile, aber allein diese Vorurteile sorgen sicherlich nicht für eine tiefere Frauenquote im Management. Und wenn wir von "unfähigen" Personalchefs sprechen und einer Personal-Landschaft welche von Vollidition nur so geprägt wird, weshalb sollten diese dann fähig sein, die qualifiziertesten Frauen auszuwählen? Muss als nächstes eine Blondinen-Quote eingeführt werden, damit die Blondine mit dem schlanken Körper gegenüber der Schwarzhaarigen 150KG-Frau eine Chance hat? Man Bedenke, das Vorurteil heisst ja: "Blondinen sind doof" oder "die hat sich halt hochgevögelt".

Vielleicht und das ist jetzt nur so eine verrückte Theorie von mir, ist an den Vorurteilen aber auch einfach etwas dran, zumindest was die Geschlechter angeht? Bei uns in der Firma machen 70% der angestellten Frauen Job-Sharig. Bei den Männern sinds unter 10%. Wenn ich jetzt einen Abteilungsleiter nominieren müsste, möchte ich diese Stelle gerne in einer Person vereinen. Weshalb also sollte ich ein Risiko eingehen und die Stelle an eine Person vergeben welche 10 Jahre lang nur 60% gearbeitet hat, wenn ich keine Ahnung habe, ob sie der Belastung eines 100-130% Pensums überhaupt gewachsen wäre? Und dann habe ich den Typen / die Frau welche seit 10 Jahren 100% arbeitet und offenbar belastbar ist...aber eben, die Personalchefs, welche wohl massgeblich an dem "30%-Konzept" mitgewirkt haben, sind ja eh immer Vollidioten...... Achja, nein, ich arbeite nicht im Personalwesen :f_cool:


Original von Thurisaz
Ich verstehe das mit der Frauenquote nicht, vielleicht kann es mir jemand erklären. Hat das was mit Gleichberechtigung zu tun? Wenn ja, ist das nicht das genaue Gegenteil von dem, was man haben will? Sollte man in einer Welt, in der Frauen nicht anders behandelt werden als Männer Jobs nicht unabhängig vom Geschlecht vergeben? Oder sind Frauen so schwach, dass sie sowas wie eine Frauenquote brauchen?

Thurisaz

Frauen werden in der Berufswelt, zumindest in dem Bereich höheres Management, diskriminiert. Das sieht man bspw. daran, dass Frauen für die gleichen Positionen im Schnitt schlechter bezahlt werden. Im Übrigen sind die Frauen durch die Natur auch benachteiligt. Sie verlieren durch die Tatsache, dass sie die Kinder austragen nun mal zwangsläufig Zeit (es sei denn sie wehren sich dagegen, was die Gesellschaft im Allgemeinen aber stark ablehnt. Stichwort: demographische Entwicklung) und haben so ganz objektiv Nachteile, wenn es um die Karriere geht.
Das alles lässt einen vlt. zu dem Schluss kommen, dass es gerecht sei die Diskriminierung der Frau in der Berufswelt aufzuheben.
Wer natürlich FDP wählt und auf völlig freie Märkte steht der muss sowas ablehnen. Wählst du FDP? :P
Mir ist im Übrigen klar, dass die Frauenquote das Problem der Unterbezahlung von Frauen nicht zwangsläufig löst und ich deshalb ein bißchen am Thema vorbei diskutiere. Aber deine Frage erwartete diese Antwort.

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~EFCFC5926203C4C40854C971B38667DAD~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Wen wundert es, dass die Diskriminierung der Frau gerade in Deutschland so groß ist ?


Thurisaz
Beigetreten: 15.07.2006
PokerStrategist

Original von Atomfred
Frauen werden in der Berufswelt, zumindest in dem Bereich höheres Management, diskriminiert. Das sieht man bspw. daran, dass Frauen für die gleichen Positionen im Schnitt schlechter bezahlt werden.

Sagt ja auch niemand, dass das so ok ist.

Im Übrigen sind die Frauen durch die Natur auch benachteiligt. Sie verlieren durch die Tatsache, dass sie die Kinder austragen nun mal zwangsläufig Zeit (es sei denn sie wehren sich dagegen, was die Gesellschaft im Allgemeinen aber stark ablehnt. Stichwort: demographische Entwicklung) und haben so ganz objektiv Nachteile, wenn es um die Karriere geht. Das alles lässt einen vlt. zu dem Schluss kommen, dass es gerecht sei die Diskriminierung der Frau in der Berufswelt aufzuheben.

Diskriminierung aufheben, völlig okay! Aber wir sind uns bei der Definition davon offensichtlich nicht einig.

Wenn sich z.B. ein Schwarzer und ein Weißer für einen Posten bei gleicher Qualifikation bewerben, und der Schwarze diesen Posten aufgrund seiner Hautfarbe - die an der Qualifikation ja nichts ändert - nicht bekommt, dann ist das diskriminierend und sollte zu Recht geändert werden.
Aber wenn sich nun bspw. ein offener und ein schüchterner Mensch für einen Posten bewerben, bei dem man viel mit Leuten umgehen muss, dann kann der Schüchterne auch nichts für seine naturgegebene Benachteiligung - aber ich würde den Chef der lieber den offenen Typen einstellt dennoch nicht der Diskriminierung bezichtigen.

Wer natürlich FDP wählt und auf völlig freie Märkte steht der muss sowas ablehnen. Wählst du FDP? :P

Nein.

Thurisaz


Original von Th0m4sBC
Quatsch mit Sosse. Natürlich gibt es Vorurteile, aber allein diese Vorurteile sorgen sicherlich nicht für eine tiefere Frauenquote im Management. Und wenn wir von "unfähigen" Personalchefs sprechen und einer Personal-Landschaft welche von Vollidition nur so geprägt wird, weshalb sollten diese dann fähig sein, die qualifiziertesten Frauen auszuwählen?

:facepalm:

Wo habe ich etwas von Vollidioten geschrieben? Und du willst wohl nicht bestreiten daß bei der Auswahl von Mitarbeitern u.A. nach Seilschaften und Vorurteilen vorgegangen wird, was Frauen benachteiligt? Da man in einem Bewerbungsprozeß nie genau weiß was man bekommt bleibt einem doch gar nichts übrig.

Dieses machohafte "Frauen können nicht führen" etc ist dermaßen überholt und widerlegt...bin mir ziemlich sicher daß sie ihre Leistungen in Schule und Uni problemlos in der Karriere umsetzen könnten wenn man sie ließe.


KittenKaboodle
Beigetreten: 29.01.2006
Elite Grinder

Ich glaube schon, dass oftmals in der Führungsriege Vorurteile gegenüber Frauen herrschen und die Männer unter sich bleiben wollen. Um solche Verkrustungen aufzubrechen, kann eine Frauenquote durchaus sinnvoll sein. Bei wie viel Prozent die Quote liegt, muss dann von Fall zu Fall entschieden werden.


Cuoco199
Beigetreten: 23.02.2009
PokerStrategist

die werden schon ihre Gründe gehabt haben wieso sie diese entscheidung getroffen haben aber etwas komisch finde ich das schon. ich finde ja, dass mann und frau für ein volk aus mann und frau bessere entscheidungen treffen als mann und mann oder frau und frau. Dieser gedanke, kann eigentlich nicht falsch sein. Das gleiche gilt übrigens für die politik, da sollte es viel mehr frauen geben. Warum aber 70 / 30 und nicht 50 / 50 ...ist das nicht erst recht diskriminierend?

Aber meine vermutung warum es heutzutage immernoch diskriminierung gibt obwohl die körperliche kraft, besonders in managerposten, lang nicht mehr gefragt ist, ist die Sexuallitätsfrage. Da sind wir allesamt noch viel zu verklemmt. Ich weiss nicht direkt in welcher beziehung das zueinander steht aber ich bin sicher das ist der grund. Solange wir nicht richtig offen mit dem thema sex umgehen, wird es da immer diese sache zwischen man und frau und diskriminierung geben.

Was meine These etwas untermauern könnte ist auch der (Fakt), dass Länder in denen mit Thema Sex etwas verschlossener umgegangen wird, es dort fast immer weniger Frauen in Führungspositionen gibt. Siehe ganze Islamische Gegend.


Original von Thurisaz

Original von Atomfred
Frauen werden in der Berufswelt, zumindest in dem Bereich höheres Management, diskriminiert. Das sieht man bspw. daran, dass Frauen für die gleichen Positionen im Schnitt schlechter bezahlt werden.

Sagt ja auch niemand, dass das so ok ist.

Im Übrigen sind die Frauen durch die Natur auch benachteiligt. Sie verlieren durch die Tatsache, dass sie die Kinder austragen nun mal zwangsläufig Zeit (es sei denn sie wehren sich dagegen, was die Gesellschaft im Allgemeinen aber stark ablehnt. Stichwort: demographische Entwicklung) und haben so ganz objektiv Nachteile, wenn es um die Karriere geht. Das alles lässt einen vlt. zu dem Schluss kommen, dass es gerecht sei die Diskriminierung der Frau in der Berufswelt aufzuheben.

Diskriminierung aufheben, völlig okay! Aber wir sind uns bei der Definition davon offensichtlich nicht einig.

Wenn sich z.B. ein Schwarzer und ein Weißer für einen Posten bei gleicher Qualifikation bewerben, und der Schwarze diesen Posten aufgrund seiner Hautfarbe - die an der Qualifikation ja nichts ändert - nicht bekommt, dann ist das diskriminierend und sollte zu Recht geändert werden.
Aber wenn sich nun bspw. ein offener und ein schüchterner Mensch für einen Posten bewerben, bei dem man viel mit Leuten umgehen muss, dann kann der Schüchterne auch nichts für seine naturgegebene Benachteiligung - aber ich würde den Chef der lieber den offenen Typen einstellt dennoch nicht der Diskriminierung bezichtigen.

Wer natürlich FDP wählt und auf völlig freie Märkte steht der muss sowas ablehnen. Wählst du FDP? :P

Nein.

Thurisaz

Du hast doch gesagt, dass du nicht verstehst warum es eine Frauenquote geben sollte. Ich habe es versucht dir zu erklären. Du bist ja in deinem ersten post davon ausgegangen, dass Männer und Frauen gleich behandelt werden. Das ist aber eben nicht der Fall. Frauen werden für den gleichen Job schlechter bezahlt. Um dem entgegen zu wirken könnte eine Frauenquote sinnvoll sein.
Zur Definiton von Diskriminierung nur kurz, denn es spielt eigentlich kein Rolle für die Fragestellung: Ich definere Diskriminierung sehr weit. Sie kann sowohl positiv wie auch negativ beweret werden. Diskriminierung liegt immer dann vor, wenn man eine Grundgesamtheit in mehrere Gruppe einteilt und die Gruppen systematisch anders behandelt. In unserem Beispiel: Grundgesamtheit: Menschen, Gruppe: Frauen und Männer, eindeutig ungleiche Behandlung in der Arbeitswelt.
Das heißt per se aber eben nicht, dass die Diskriminierung schlecht ist/sein muss.


Th0m4sBC
Beigetreten: 01.06.2006
Oldschool Grinder

Original von FjodorM

Original von Th0m4sBC
Quatsch mit Sosse. Natürlich gibt es Vorurteile, aber allein diese Vorurteile sorgen sicherlich nicht für eine tiefere Frauenquote im Management. Und wenn wir von "unfähigen" Personalchefs sprechen und einer Personal-Landschaft welche von Vollidition nur so geprägt wird, weshalb sollten diese dann fähig sein, die qualifiziertesten Frauen auszuwählen?

:facepalm:

Wo habe ich etwas von Vollidioten geschrieben? Und du willst wohl nicht bestreiten daß bei der Auswahl von Mitarbeitern u.A. nach Seilschaften und Vorurteilen vorgegangen wird, was Frauen benachteiligt? Da man in einem Bewerbungsprozeß nie genau weiß was man bekommt bleibt einem doch gar nichts übrig.

Dieses machohafte "Frauen können nicht führen" etc ist dermaßen überholt und widerlegt...bin mir ziemlich sicher daß sie ihre Leistungen in Schule und Uni problemlos in der Karriere umsetzen könnten wenn man sie ließe.

Gut, gut, dass mit den Vollidioten, habe ich wohl "reininterpretiert", aber ich werde später noch erklären, wie ich zu dieser "Annahme" gekommen bin. Aber erstmal der Reihe nach;

Nein, ich will ganz bestimmt nicht bestreiten, dass es Vorurteile bei der Auswahl von Mitarbeitern gibt und dies u.A. nach Seilschaften geht. Was mich aber stört an dieser Aussage ist, die Art und Weise wie Sie "genutzt" wird (jetzt nicht auf dich im Speziellen, sondern auf das Allgemeine bezogen):

- Ein Grossteil der Kindergarten-Unterrichtspersonen besteht aus Frauen. Ist einfach eine Tatsache. Würde jetzt keinem Mann in den Sinn kommen, zu behaupten "das ist nur auf Grund der Vorurteile gegenüber Männern", hingegen ist das Feedback ist: "Frauen kriegen halt weniger Lehrer-Jobs".
- Ich kriege aus Grund von "Insiderwissen", relativ oft mit, wer bspw. bei den Jobs als Schulpsychologe einen Vorteil hat. In der Regel hat hier die Frau einfach einen Vorteil, weil man ihr mehr "Einfühlungsvermögen" zuspricht. An Schulen mit relativ hohem Ausländeranteil ist es aber bereits sehr oft vorgekommen, dass ein gut integrierter ausländischer Mann, die Stelle gekriegt hat. Ganz einfach auf Grund des Vorurteils, dass er ein Vorbild sein könnte für die 70% der Fälle welche nunmal männliche Ausländer stellen.

Schauen wir uns nun den Artikel an welchen Atomfred gepostet hat, so gibt dieser wieder:

- Frauen haben oft grössere Lücken im Lebenslauf
--> Das ist ein Mangel. Wenn eine Frau einen tadellosen Lebenslauf hat und der Mann einfach 5 Jahre lang anstatt das Marketing-Büro die Familie "gemanagt" hat, wird ihm das auch als "negativ" ausgelegt.
- Frauen kämpfen weniger energisch um einen höheren Lohn
--> Wie oft bist du an einer Lohnverhandlung gewesen, der Chef sagt dir "sie kriegen 200€ mehr", du sagst "ist i.O" und er schlägt dir dann nochmal was oben drauf? Ist mir noch nie passiert. Man muss sich halt auch mal etwas trauen, denn "angenehm" empfinde ich den Kampf um einen höheren Lohn in der Regel nicht.

Auch faszinierend finde ich die Vermischung der Aussagen; "die Frau macht gleichwertige Arbeit - verdient dabei aber wesentlich weniger" und "es gibt viel weniger, obwohl gleich qualifizierte, Frauen in höheren Positionen". Es ist einfach ein wirtschaftliches Paradoxum, denn Geld sparen heisst in der Wirtschaft nunmal Geld kassieren. Aber, diese Aussage sind auch in der Schweiz übermässig präsent...was dabei allerdings oft vergessen wird: die Statistiken sind meist sehr ungenau und beinhalten öfters nicht die Tatsache, dass Frauen wesentlich öfters Job-Sharing betreiben. Und wie bereits im Artikel von Atomfred erwähnt wurde; logisch geht die Lohnschere auseinander, wenn man nicht für seinen Lohn "kämpft".

Bitte nicht falsch verstehen; ich bin absolut für die TOTALE Emanzipation, aber das muss auch dort anfangen wo es geregelt werden kann.

Ich beziehe mich mal wieder auf die Schweiz, ein Staat der sich für so super-emanzipiert hält, das gibts gar nicht :rolleyes: :

Pension:
Männer: 65 Jahre
Frauen: 62 Jahre
--> Woran liegts? An der Lebenserwartung kann es ja nicht liegen, denn die FRau lebt in der Schweiz im Schnitt 3-3.5 Jahre länger als der Mann

Dat Kind kommt zur Welt
Männer: 1 Tag freigestellt
Frauen: Müssen wir die Zahlen zum Vergleich wirklich heranziehen?
--> Woran liegts? Wer nun sagt, der Körper der Frau müsse sich entsprechend regenerieren nach der Frau, dem gebe ich absolut recht. Kann abe rnicht der eigentliche Grund sein, denn wenn sich die Frau nun nach dem ersten und auch einzigen Tag den der Vater offiziell Urlaub erhält alleine um das Kind kümmern muss, ist das wohl stressintensiver als wenn Sie arbeiten würde (jedenfalls in 90% der Fälle). Egal, der Mann kann ja Urlaub eingeben.... ;)

Sorgerecht:
Muss der Mann gar nicht grossartig versuchen etwas zu erreichen, wenn die Mutter nicht gerade mit der Heroinspritze auf das Kind eingeprügelt hat.

Man könnte jetzt sicher noch einige Positionen anhängen...aber das ist nicht das Ziel. Was ich damit sagen will: solange man es nicht gebacken kriegt, dass dort wo es staatlich regulierbar (!) ist eine Gleichstellung vorhanden ist, darf man sich nicht wundern, dass der freie Markt seine eigene Dynamik verfolgt. Die Frauenquote stört mich insofern, weil Sie das Problem nicht löst. Es ist eine Publicity-Aktion, man denkt so etwas in der Art könnte ja mal in den nächsten Jahren eingeführt werden und will dann in 5 Jahren sagen können "guckt uns an, wir waren VORREITER!" Möchte die Firma hingegen wirklich etwas gutes tun, dann würde Sie einfach nur die besten Mitarbeiter einstellen. Ob dies dann bedeutet, dass die Stellen zu 78,35% durch Frauen besetzt sind, oder nur zu 51,34 oder 33,45% ist doch egal? Aber, wenn man sich hinstellt und sagt "60% der Uni-Absolventen sind Frauen, deshalb stellen wir, immer noch absolut unproportional, 30% fürs höhere Kader ein" ist da einfach lächerlich. Es ist ein Marketing-Gag, bzw. die Vorlage dazu und dient der Emanzipation null. Was hat es nach dieser Ansage "30% Frauenquote" für einen Wert wenn die Frau bei dieser Firma ins höhere Kader kommt? Nichts. Was hätte es für einen Wert gehabt, wenn man es einfach schleichend gemacht hätte ohne dies Publik zu machen --> es hätte ein "anwachsen" der Frauenquote gegeben (ohne, dass eine offizielle Quote existierte) und hätte eine Eigendynamik auslösen können, welche den Frauen WIRKLICH hätte helfen können...aber eben, wo bleibt dann der "politische" Effekt? :f_biggrin:


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