Original von Xantos
Drucker gilt zurecht als Klassiker.
Vieles was er schreibt ist sehr aktuell - das sieht man auch daran, in wievielen neuen Artikeln auf ihn referenziert wird z.B. beim Harvard Business Review / Harvard Business Manager (die Magazine, recht teuer aber coole Lektüre für eine junge Führungskraft z.B. für die Zugfahrt oder einen Flug).
Ergänzend würde ich noch Malik empfehlen.
Malik sieht Management als "erlernbares Handwerk" & stellt mMn eine gute Ergänzung dar.
Danke für die Tipps. Schaue ich mir mal an.
Original von Xantos
Ich kenne die Kommunikationskultur deines Unternehmens nicht - aber bei einem klassischen dt. Mittelständler mit Vorgesetzten 40+ wäre ich eher vorsichtig, Theoriediskussionen zu führen. Vielleicht antesten mit deinem Chef, oder Peers in deinem Alter?
Bei PokerStrategy.com haben wir das immer recht lebhaft diskutiert, aber das war ja auch ein Startup mit einem smarten, pragmatischen Korn als CEO!
Die Situation in dem Unternehmen behindert das ganze aus meiner Sicht etwas. Das Unternehmen wurde 2008 aus einem großen Unternehmen ausgegründet, mit Projekten und entsprechender Abhängigkeit von dem Unternehmen. Die ursprüngliche GF ist aus diversen Gründen nicht mehr an Board.
Geschäftsführer ist ein junger Kerl Anfang 30, der wohl von der alten GF über Vitamin B direkt von der Uni geholt wurde. Er hat kein gutes Standing bei den Mitarbeitern was sicherlich noch aus der Anfangszeit kommt wo er doch recht zurückhaltend war. Ich habe auch den Eindruck, er wurde "versaut" durch die damalige GF.
Die restliche Geschäftsführung besteht aus Beamten. Einer von denen ist auch mein direkter Vorgesetzter und hat mich vor 1,5 Jahren eingestellt. Mit dem kann ich über sowas reden habe ich den Eindruck. Er findet das was ich in meinem Team Umsetze und Einführe gut und einiges würde er laut Aussage auch gut fürs Unternehmen finden. Seine Zeit verwendet er aber hauptsächlich für Auftragsaquise. Für die Entwicklungsthemen nimmt er sich MMn zu wenig Zeit. Der junge Geschäftsführer beschäftigt sich nicht erkennbar damit.
Bei den anderen Teamleitern könnte es mit zweien funktionieren. Wenn das Thema in die Richtung geht wird jedoch eher gemeckert als das da was bei rumkommt.
Betriebsgröße ist heute bei ca. 60 Mitarbeitern.
Original von Xantos
Um anderen zu beeinflussen (Team, Peers, Management) ist Kommunikation extrem wichtig.
Als Literatur würde ich dazu empfehlen:
- "How to win Friends & Influence People" von Dale Carnegie
- "Miteinander Reden" - von Friedemann Schulz von Thun
- "Professionelle Gesprächsführung: Ein praxisnahes Lese- und Übungsbuch" von Christian-Rainer Weissbach
Das erste hab ich vor einem Jahr gelesen. Ist aber auf jeden Fall mal wieder fällig. Die anderen beiden schaue ich mir auch mal an. Danke!
Allgemein habe ich mich in den letzten 1,5 Jahren verstärkt mit Kommunikation beschäftigt und mache da schon ganz gut Fortschritte denke ich.
Original von Xantos
Meiner Erfahrung nach hapert es für viele junge Führungskräfte, grade mit technischem Background, eher an der Kommunikation als am theoretischen Management-Wissen. Mindestens jedoch ist beides extrem wichtig.
(Denke, das passt auch zu dem, was dude1990 sagte - "Leadership" in Abgrenzung von "Manangement" ist extrem viel Kommunikation.)
Ist auch meine Meinung. Das theoretische Grundgerüst beim Thema Kommunikation ist schon ganz gut bei mir. Da kommt es jetzt auf die Praxis an. Jetzt heißt es beim Management Wissen Grundlagen schaffen.
Original von thomasSP
kannst du mal ein konkretes beispiel nennen wo du verbesserungspotential siehst.
Da gibt es viele Baustellen aber ich nehme mal was ganz Grundlegendes. Zielvorgaben an die Teams und Teamleiter. Als ich eingestellt wurde habe ich keine Zielvorgaben außer "Arbeite dich ein" bekommen. Auch später gab es keine konkreten Ziele. Auf Nachfrage hieß es sinngemäß: "Mach weiter so. Du machst das so wie erwartet." Dazu passt, dass wir variable Gehaltsbestandteile haben die aber noch nie mit einer Zielvereinbarung hinterlegt wurden. Es könnte sein, dass da was kommt und als Ankündigung wurde mir gesagt, dass das zentrale Ziel "EBIT x erreichen" sein soll. Werde ich nicht einfach so akzeptieren aber das ist auch nicht das was ich mir unter Zielen vorstelle.
Original von thomasSP
management ist sehr breites feld und viele dinge werden vom top-management vorgegeben (organisationsstruktur, anreizsystem, entscheidungsbefugnis, ...) aber es gibt sicher auch einige sachen die du im team beeinflussen kannst.
Das ist auch meine Erwartungshaltung. In unserem Unternehmen funktioniert das in vielen Bereichen aber andersrum. Die Mitarbeiter und Teamleiter Organisieren und Entscheiden solange bis es schiefgeht und die GF zum Eingreifen gezwungen wird. Gibt da kleine Schritte in die andere Richtung aber da geht es meistens um Dinge die rechtlich abgesichert sein müssen.
Original von thomasSP
vielleicht mal einige kleine dinge erfolgreich in deinem team umsetzen, dann mit deinen vorgesetzten darüber sprechen und einen einstieg ins thema finden.
so wirst du vom chef sicher eher ernst genommen und überfällst ihn nicht mit irgendwelchen abstrakten theorien (modellbildung vs. wirklichkeit)
So habe ich es bisher versucht. Ist sehr mühsam und Ergebnisse gab es bisher noch nicht nur Lippenbekenntnisse.