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[Geschlossen] Riester und / oder bAV

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ErtserAlles
Beigetreten: 05.09.2006

Habe vor paar Jahren eine fondgebundene Riester abgeschlossen, nun hat Arbeitgeber es endlich auf die Reihe bekommen, eine bAV anzubieten.

Die bAV wird eine Direktversicherung beim Volkswohlbund sein, also keine Fonds möglich. Der Berater meinte, Riester eventuell kürzen oder beitragsfrei zu stellen und auf bAV fokussieren. Ich bin mir da nicht so sicher weil der Berater obv auch an Abschlüsse interessiert ist.

Also bAV macht ja grundsätzlich Sinn, aber was mach ich mit dem Riester-Vertrag? Weniger einzahlen mit eventuellen Verzicht auf staatliche Förderung? Beide Verträge mit Optimalbetrag laufen lassen und so netto weniger haben?

Bin momentan etwas ratlos, was ich machen soll ;)


8 Antworten
jotha
Beigetreten: 20.04.2006

Original von ErtserAlles
Habe vor paar Jahren eine fondgebundene Riester abgeschlossen, nun hat Arbeitgeber es endlich auf die Reihe bekommen, eine bAV anzubieten.

Die bAV wird eine Direktversicherung beim Volkswohlbund sein, also keine Fonds möglich. Der Berater meinte, Riester eventuell kürzen oder beitragsfrei zu stellen und auf bAV fokussieren. Ich bin mir da nicht so sicher weil der Berater obv auch an Abschlüsse interessiert ist.

Also bAV macht ja grundsätzlich Sinn, aber was mach ich mit dem Riester-Vertrag? Weniger einzahlen mit eventuellen Verzicht auf staatliche Förderung? Beide Verträge mit Optimalbetrag laufen lassen und so netto weniger haben?

Bin momentan etwas ratlos, was ich machen soll ;)

Wenn Du z. B. einer dieser Riester von Union Investment hast, der durch die Finanzkrise dauerhaft zu 100 % in Rentenfonds investiert ist und bleibt, kann ein neuer Vertrag sinnvoll sein. Wenn Du vor ein paar Jahren abgeschlossen hast: Zahlst Du Höchstbetrag oder vielleicht nicht ausreichend für die vollständige Zulage?

Durch die BAV sparst Du zusätzlich sofort auch Krankgenkassenbeitrag und mußt diese dann erst für die Rentenzahlung entrichten.

Wenn Du dir beides nachhaltig leisten kannst, dann mache es!


Grundsätzlich bin ich auch ein Freund von beiden Möglichkeiten.

Zu beachten ist, dass wenn du in die BAV einzahlst, dein Sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen reduziert wird und somit auch etwas weniger in den Riester-Vertrag einzahlen musst, damit du die volle Zulage erhälst.

Was ich mit dem Riester-Vertrag machen würde ist auch Vertragsabhängig.

Wie jotha sagte, sind sämtliche Union Investment Verträge in die Cash-Lock-Falle drin, was natürlich für jahrelange Anleger absolut nicht optimal ist.

Die Förderquote ist sowohl beim Riester als auch bei der BAV sehr hoch. Also wenn möglich beides mitnehmen, vorallem dann, wenn der Arbeitgeber noch Zuschüsse zur BAV gibt.


bumsgore
Beigetreten: 22.11.2007

Original von andy188
Grundsätzlich bin ich auch ein Freund von beiden Möglichkeiten.

Zu beachten ist, dass wenn du in die BAV einzahlst, dein Sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen reduziert wird und somit auch etwas weniger in den Riester-Vertrag einzahlen musst, damit du die volle Zulage erhälst.

Was ich mit dem Riester-Vertrag machen würde ist auch Vertragsabhängig.

Wie jotha sagte, sind sämtliche Union Investment Verträge in die Cash-Lock-Falle drin, was natürlich für jahrelange Anleger absolut nicht optimal ist.

Die Förderquote ist sowohl beim Riester als auch bei der BAV sehr hoch. Also wenn möglich beides mitnehmen, vorallem dann, wenn der Arbeitgeber noch Zuschüsse zur BAV gibt.

Und wenn der Arbeitgeber keine Zuschüsse gibt?
Lohnt sich BAV dann noch im Vergleich zu Riester oder Rürup? Oder ist das eine typische "das kommt ganz drauf an" Frage? :-)

Wie ist das mit BAV, wenn man den Job wechselt, dann kann man die ja soweit ich weiss selber weiter führen.
Hat das Nachteile, ausser dass eine eventuelle Förderung des alten Arbeitgebers wegfällt und der neue Arbeitgeber eventuell eine eigene bezuschusste BAV anbietet, die die man dann nicht nehmen kann?


ErtserAlles Themenstarter
ErtserAlles
Beigetreten: 05.09.2006

So, vielen Dank schonmal für die Antworten.

Habe bei Cosmos abgeschlossen und auf 3 Fonds verteilt: DWS Akkumula, DWS European Opportunities und SEB Europafonds (ja, scheisse). Immer voll eingezahlt um die volle Föderung zu erhalten.

Also optimal beide Verträge mit voller Förderung, wobei ich tatsächlich nicht bedacht hatte, dass durch bAV mein Beitrag in der Riester ja sinken wird. Werde mal testen, ob ich es mir leisten kann im nächsten Jahr, wird aber hoffentlich passen.


lausbua
Beigetreten: 15.11.2009

Original von bumsgore
Und wenn der Arbeitgeber keine Zuschüsse gibt?
Lohnt sich BAV dann noch im Vergleich zu Riester oder Rürup? Oder ist das eine typische "das kommt ganz drauf an" Frage? :)

Wie ist das mit BAV, wenn man den Job wechselt, dann kann man die ja soweit ich weiss selber weiter führen.
Hat das Nachteile, ausser dass eine eventuelle Förderung des alten Arbeitgebers wegfällt und der neue Arbeitgeber eventuell eine eigene bezuschusste BAV anbietet, die die man dann nicht nehmen kann?

Ich hatte mal ne Tabelle zur Hand in der ersichtlich war, dass sich die bAV immer ein Stückchen mehr rechnet als die Riester-Rente, nur bei recht hohem und sehr niedrigen Einkommen kann dies mal abweichen. (Vielleicht finde ich sie noch dann kann ich sie ja mal posten) - Ich bin aber kein Fan von Pauschalaussagen deshalb sollte dies jeder für sich selber prüfen (lassen) ;)

In den meisten Fällen bekommst du keinen Zuschuss von deinem Arbeitgeber, du sparst dir lediglich die Sozialabgaben und die Steuern auf den umgewandelten Betrag, aus diesem Grund musst du auch nichts zurückführen... Ein "Zuschuss" kann somit nicht wegfallen da es diesen faktisch nicht gibt.

Solltest du deinen Arbeitgeber wechseln gibt es das Portabilitätsgesetz in welchem geregelt ist, dass deine alte bAV auf den neuen Arbeitgeber in einen neuen Vertrag übertragen wird. Gibt aber auch Arbeitgeber die deinen bereits bestehenden Vertrag einfach weiterführen.

Grundsätzlich ist eine bAV als Arbeitnehmer immer zu empfehlen!!


Original von lausbua

Original von bumsgore
Und wenn der Arbeitgeber keine Zuschüsse gibt?
Lohnt sich BAV dann noch im Vergleich zu Riester oder Rürup? Oder ist das eine typische "das kommt ganz drauf an" Frage? :)

Wie ist das mit BAV, wenn man den Job wechselt, dann kann man die ja soweit ich weiss selber weiter führen.
Hat das Nachteile, ausser dass eine eventuelle Förderung des alten Arbeitgebers wegfällt und der neue Arbeitgeber eventuell eine eigene bezuschusste BAV anbietet, die die man dann nicht nehmen kann?

Ich hatte mal ne Tabelle zur Hand in der ersichtlich war, dass sich die bAV immer ein Stückchen mehr rechnet als die Riester-Rente, nur bei recht hohem und sehr niedrigen Einkommen kann dies mal abweichen. (Vielleicht finde ich sie noch dann kann ich sie ja mal posten) - Ich bin aber kein Fan von Pauschalaussagen deshalb sollte dies jeder für sich selber prüfen (lassen) ;)

In den meisten Fällen bekommst du keinen Zuschuss von deinem Arbeitgeber, du sparst dir lediglich die Sozialabgaben und die Steuern auf den umgewandelten Betrag, aus diesem Grund musst du auch nichts zurückführen... Ein "Zuschuss" kann somit nicht wegfallen da es diesen faktisch nicht gibt.

Solltest du deinen Arbeitgeber wechseln gibt es das Portabilitätsgesetz in welchem geregelt ist, dass deine alte bAV auf den neuen Arbeitgeber in einen neuen Vertrag übertragen wird. Gibt aber auch Arbeitgeber die deinen bereits bestehenden Vertrag einfach weiterführen.

Grundsätzlich ist eine bAV als Arbeitnehmer immer zu empfehlen!!

Das muss ich dennoch ein wenig revidieren. In vielen Fällen (zumindest bei mir bekannten Fällen) gibt der Arbeitgeber oftmals ein Teil seiner Ersparnis, die er dadurch hat, an den Arbeitnehmern weiter. Zudem ist eine BAV in der Rentenphase krankenversicheurngspflichtig, womit Jotha Recht hat.

Kann auch sein, dass du es irgendwie falsch verstanden hast, worauf wir hinaus wollen mit der Rückführung der Krankenversicherungsbeiträge.


lausbua
Beigetreten: 15.11.2009

Und was musst du an meiner Aussage revidieren? Ich hab weder behauptet, dass keine Krankenversicherungsbeiträge fällig werden noch hab ich gesagt, dass es keinen Arbeitgeberbeitrag gibt. Dies ist nur dem Arbeitgeber selbst überlassen ob er sowas zahlt und das mit dem gesetzlichen Zuschuss der Riester-Rente zu vergleichen halte ich für falsch.

Es wurde auch noch nicht erwähnt, dass im Falle der Arbeitslosigkeit es weniger Arbeitslosengeld gibt als ohne bAV.

Ich wäre dir dankbar wenn du es kurz markieren könntest wo ich eine Falschaussage getroffen habe!?


In den meisten Fällen bekommst du keinen Zuschuss von deinem Arbeitgeber, ... Ein "Zuschuss" kann somit nicht wegfallen da es diesen faktisch nicht gibt.

Muss dazu sagen, liege auch krank im Bett und es kann sein, dass ich dich missverstanden habe.

Für mich kam dieser Teil sehr merkwürdig rüber, zumal es oftmals so ist, dass der Arbeitgeber eine Zuschuss gibt, um es noch "schmackhafter" für den Arbeitnehmer zu machen. Natürlich ist er dazu nicht gezwungen, aber viele machen es halt. Da wollte ich ErtserAlles nur darafu hinweisen, dass ich da mal nachhaken würde, ob auch bei ihm der AG etwas dazutut. Zudem ist es noch möglich, einen VL-Zuschuss in die bAV zu hineinzunehmen.

du sparst dir lediglich die Sozialabgaben und die Steuern auf den umgewandelten Betrag, aus diesem Grund musst du auch nichts zurückführen...

Hier habe ich vllt. zu schnell drauf reagiert. Denke im Nachhinein, dass du da nicht auf die KV-Beiträge hinaus wolltest. Kam im ersten Moment für mich so rüber, als ob du da auf folgende Aussage von Jotha argumentieren wolltest.

Durch die BAV sparst Du zusätzlich sofort auch Krankgenkassenbeitrag und mußt diese dann erst für die Rentenzahlung entrichten.

Aber wie gesagt, bin heute nicht ganz fit und da haben wir wogl aneinander vorbeigeredet.

Es wurde auch noch nicht erwähnt, dass im Falle der Arbeitslosigkeit es weniger Arbeitslosengeld gibt als ohne bAV.

Ich denke da sind wir uns einig, man kann noch deutlich weiter in die Materie hinein gehen, das alles hier zu posten wäre für mich persönlich nicht machbar (ungezillmerte Tarife, haftung des AG etc. etc.). Hier werden an sich nur Denkanstöße gegeben. Es gibt überall sowohl pro und kontra. Auch hier würde es noch zahlreiche Hinweise zur bAV geben. Aber wie gesagt, um nicht zu viel zu schreiben, eine bAV macht prinzipiell schon sehr viel Sinn. Und wenn finanziell möglich, rate ich auch zu einem Riester neben der bAV.


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