PokerStrategy – Die wichtigsten Fakten im Überblick

  • Ein Pocket Pair ist die Bezeichnung für ein Paar, das mit deinen Hole Cards gebildet wird.
  • Es gibt Pocket Paare unterschiedlicher Stärke, von Premium Paaren wie Assen bis zu kleinen Paaren wie Zweiern.
  • Hohe Paare sind starke Value Hände, kleine Paare werden typischerweise zum Set Mining genutzt.
  • Du bekommst ungefähr einmal in 17 Händen ein Pocket Pair und triffst damit in 12% der Fälle ein Set.

Was ist ein Pocket Pair im Poker?

Im Poker besteht ein Pocket Pair aus zwei Karten des gleichen Werts, die du auf der Hand hältst, also deinen Hole Cards. Das kann jedes Paar sein, von Pocket Deuces bis zu Assen.

Bei den Pokerhand Rankings hat ein Pocket Pair denselben Wert wie ein Paar, das auf dem Board getroffen wird. Die Handstärke ist gleich. Der einzige Unterschied: Ein Pocket Pair besteht aus deinen zwei Hole Cards.

Premium Paare wie Asse und Könige zählen zu den besten Starthänden im Poker. Mittlere und schwächere Paare erfordern mehr Vorsicht. Der folgende Artikel erklärt, was ein Pocket Pair bedeutet und wie es typischerweise gespielt wird.

Arten von Pocket Paaren

Du kannst im Poker Pocket Pairs jeder Wertigkeit, vom höchsten wie Pocket Aces bis zum niedrigsten wie Pocket Deuces, ausgeteilt bekommen. Premium Paare sind natürlich deutlich stärker als kleine Paare und du musst deine Strategie an ihre Stärke anpassen.

Hier ist eine kurze Übersicht, wie Pocket Paare kategorisiert werden können, bevor wir tiefer in die Strategie eintauchen:

  • Hohe Pocket Paare: Asse, Könige und Damen sind Premium Pocket Paare und gehören zu den besten Starthänden. Buben gelten auch als hohes Pocket Pair. Zehnen liegen an der Grenze zwischen hoch und mittel. Mit hohen Pocket Paaren – vor allem Assen und Königen – spielst du immer für Value und willst möglichst viele Chips in die Mitte bringen.
  • Mittlere Pocket Paare: Dazu gehören Zehnen, Neunen, Achter und Siebener. Sie können knifflig sein, denn meist siehst du mindestens eine Overcard auf dem Board. Trotzdem lohnt es sich oft, mittlere Pocket Paare preflop zu raisen, postflop vorsichtig zu agieren und möglichst den Showdown zu erreichen.
  • Kleine Pocket Paare: Kleine Paare wie Sechsen bis Zweier sind nicht sehr stark. Es ist sehr wahrscheinlich, dass mehrere Overcards auf dem Flop kommen, was das Weiterspielen erschwert. Mit kleinen Paaren betreibst du üblicherweise Set Mining.

Wie man Pocket Paare spielt

Wie bereits angesprochen, lassen sich Pocket Paare grob in drei Kategorien einteilen: hoch, mittel und klein. Je nach Stärke spielst du sie unterschiedlich.

Weiter unten besprechen wir, wie man jede Art von Pocket Pair im Detail spielt.

Strategie für hohe Pocket Paare

Preflop solltest du mit Premium Paaren wie Assen, Königen und Damen fast immer raisen oder oder ein Reraise spielen, um den Pot aufzubauen, solange du die beste Hand hast. Raisen dünnt zudem die Mitspieler aus, damit du postflop idealerweise gegen einen Gegner spielst.

Nach dem Flop hast du mit Assen oder Königen meist weiterhin die stärkste Hand und solltest weiter aggressiv mit Bets und Raises agieren. Natürlich musst du Boardtextur und die Ranges deiner Gegner im Blick behalten, besonders auf drawlastigen Boards.

Ein Paar, selbst ein Overpair, kann bis zur River Karte verwundbar werden. Das Ziel ist es, Chips in den Pot zu bekommen, wenn deine Hand die maximale Equity hat. Im Turnierpoker mit relativ kleinen Stacks willst du mit einem Premium Paar so früh wie möglich um den kompletten Stack spielen.

Strategie für mittlere Pocket Paare

Mittlere Pocket Paare sind strategisch am unangenehmsten. Zu stark für einen Fold, aber zu schwach, um mit ihnen um deinen kompletten Stack zu spielen. Am oberen Ende – etwa mit Pocket Tens und Nines – wirst du häufig preflop raisen oder reraisen. Auf niedrigen Boards kannst du dann aggressiv weiterspielen.

Mit Händen wie Pocket Sevens ist die Chance auf Overcards noch höher. Das bedeutet üblicherweise, dass du das Tempo drosselst, also checkst oder nur callst. In diesem Fall ist es oft klug, den Pot nicht aufzublähen und stattdessen möglichst günstig zum Showdown zu kommen.

Strategie für kleine Pocket Paare

Kleine Pocket Paare sind relativ schwache Hände. Preflop kannst du sie häufig folden, besonders aus früher Position. Aus später Position und mit Deep Stacks werden sie spielbarer – sowohl als Bluff als auch für Set Mining.

Set Mining bedeutet, dass du ein Pocket Pair spielst, um einen Drilling (Set) zu treffen. Verfehlst du den Flop, solltest du oft check folden. Triffst du ein Set, setzt und raist du, um von starken Händen wie beispielsweise Top Paar maximalen Value zu bekommen.

Wahrscheinlichkeiten und Odds für ein Pocket Pair

Statistisch bekommst du im Schnitt einmal in 17 Händen ein Paar, also in rund 5,8% der Fälle. Wenn du dir vorstellst, wie viele Hände du in einem Pokerturnier oder einer Online Session spielst, wirst du in dieser Zeit einige Pocket Paare ausgeteilt bekommen.

Geht es um ein spezifisches Paar, sinken die Chancen deutlich. Asse bekommst du im Schnitt einmal in 221 Händen, also in etwa 0,45% der Fälle.

Beim Set Mining gilt: Wenn du bereits ein Pocket Pair hältst, machst du im Schnitt einmal in 7,5 Händen ein Set, was rund 12% entspricht.

Strategische Bedeutung von Pocket Paaren

Pocket Paare sind eine Kategorie von Pokerhänden, die ein breites Spektrum abdeckt – von Pocket Aces, der absolut besten Starthand, bis zu Pocket Deuces, die selten spielbar sind. Wenn du neu bei Echtgeldspielen bist, stelle sicher, dass du auf einer der besten Online Pokerseiten spielst, um das Maximum aus deinen Sessions zu herauszuholen.

Du musst deine Strategie an die Stärke deines Pocket Paars anpassen, ebenso an Faktoren wie Position und Stackgröße. Hier sind einige Tipps:

  • Pocket Paare preflop: Als grobe Faustregel solltest du mit einem hohen oder mittleren Paar meist aus jeder Position raisen. Mit niedrigeren und manchen mittleren Paaren willst du häufig nur callen, um günstig in den Pot zu kommen und auf ein Set zu spekulieren. Mit Premium Paaren kannst du raisen und reraisen und, wenn möglich, sogar preflop All-in gehen.
  • Postflop mit Pocket Paaren: Analysiere die Boardtextur und die Handrange deines Gegners. Ist dein Pocket Pair ein Overpair zum Flop, kannst du üblicherweise betten, callen oder raisen. Ein Underpair wird knifflig. Du musst vorsichtig navigieren, um den Showdown zu erreichen, oder bereit sein zu folden, wenn die Hand zu teuer wird.
  • Set Mining: Pocket Paare haben den Bonus, zu einem Set werden zu können. Das ist ein wichtigher Punkt für kleine Paare, die auf hohen Boards wenig Value haben. Verfehlst du, kannst du einfach check folden. Verbessert sich deine Hand zu einem Drilling, versucht du maximalen Value von Top Pair Hände zu bekommen.

Pocket Paare in verschiedenen Pokervarianten

Pocket Paare haben in nahezu jeder Poker Variante denselben Wert. Ein Paar ist ein Paar. Der Unterschied liegt in der relativen Stärke eines Pocket Pairs, die sich je nach Spielformat ändert.

In Texas Hold’em sind Premium Pocket Paare die besten Hände, die du überhaupt haben kannst. Es gibt keine bessere Starthand als Pocket Aces; Pötte werden häufig mit Paaren gewonnen oder auch verloren.

In Omaha bekommen Spieler vier Hole Cards, daher ist ein einzelnes Pocket Paar in deiner Hand keine große Sache, besonders ein schwaches. In Omaha brauchen selbst Pocket Aces gute Kicker, etwa ein zusätzliches Paar oder einen doppelten Flushdraw, um als Premium Hand zu gelten.

Im Video Poker ist ein hohes Pocket Pair aus Buben oder besser eine ordentliche Starthand, die eine gute Auszahlung bringt und die Chance hat, sich zu einem Drilling, Full House oder höher zu verbessern.

Häufige Fehler mit Pocket Paaren

Obwohl Pocket Paare zu den besten Poker Starthänden zählen, können vor allem mit kleineren Paaren Probleme auftreten.

Hier sind einige häufige Fehler, die du beim Spiel mit Pocket Paaren vermeiden solltest:

  1. Kleine und mittlere Paare überbewerten: Kleine Paare sind gut zum Set Mining, stoßen aber später in der Hand oft auf bessere Hände und Overcards. Überspiele kleine Paare nicht, besonders out of Position und bei Overcards auf dem Board.
  2. Nicht gegen Overcards folden: Liegen eine, zwei oder mehrere Overcards auf dem Board, ist es weniger wahrscheinlich, dass dein Pocket Pair gewinnt. Du musst wissen, wann du aufhören solltest, Chips zu investieren, besonders wenn Gegner über mehrere Setzrunden betten.
  3. Premiums nie folden: Mit Assen, Königen oder Damen foldest du preflop praktisch nie und willst möglichst früh um deinen kompletten Stack spielen. Entwickelt sich die Hand jedoch am Turn oder River auf einem drawlastigen Board, könntest du hinten liegen. Du musst bereit sein, gegen eine Straße oder einen Flush zu folden. Nicht oft, aber von Zeit zu Zeit.

Häufig gestellte Fragen

Schlägt ein Pocket Pair ein „normales“ Paar?

Ein Pocket Pair hat denselben Wert wie ein normales Paar. Pocket Aces in deiner Hand sind genauso viel wert wie ein Paar Asse auf dem Board.

Sind Pocket 2s eine gute Hand?

Pocket Deuces sind allgemein keine gute Pokerhand. Bei kleinen Pocket Pairs ist die Chance groß, dass jemand ein höheres Paar hat oder Overcards aufs Board kommen.

Wie oft bekommst du Pocket Paare im Poker?

Du bekommst im Schnitt einmal in 17 Händen ein Pocket Pair, also in etwa 5,88% der Fälle.

Was bedeutet „Pocket 4s“?

Pocket Fours sind zwei Vierer, die du als Hole Cards hältst.

Was bedeutet „Set Mining“ mit Pocket Paare?

Mit einem Pocket Pair kannst du einen Drilling (Set) treffen. Set Mining ist eine Strategie, bei der du günstig in den Pot einsteigst, um mit kleinen Pocket Paaren ein Set zu treffen.

Sollte ich mit einem Pocket Pair preflop immer raisen?

Ob du mit einem Pocket Pair preflop raisen solltest, hängt von der Stärke des Paars sowie von Position, Stackgrößen und Gegnern ab. Mit Premiums wirst du meist raisen oder reraisen. Mit kleinen Paaren ist Set Mining üblich.

Sind Pocket Paare in Turnieren oder Cash Games wertvoller?

Premium Pocket Paare wie Asse, Könige und Damen sind in Turnieren oft noch wertvoller. Die Stacks sind häufig relativ klein, sodass du preflop oder früh in der Hand leichter All-in gehen kannst. In Cash Games sind Pocket Aces ebenfalls die beste Starthand, erfordern aber mehr Pot Control. Set Mining kann in Cash Games lukrativer sein, weil die Stacks typischerweise größer sind.