Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Aus Liebe zu Linien - Black Member tmy im Interview

In zwei Teilen erzählt uns ein Black Member der allerersten Stunde von seiner Weltreise, seiner Leidenschaft zur Kunst, dem Schreiben und seiner Rückkehr an die Tische.

Er ist wieder da. Nach jahrelanger Abstinenz freuen wir uns, Black-Member tmy wieder zurück an den Tischen und in der Community begrüßen zu dürfen. Grund genug für ein ausführliches Gespräch. Viel Spaß!

Hallo tmy und vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst für ein Interview! Natürlich kennen viele noch eine Community-Legende wie dich, aber ein paar Neulinge sind ja immer dabei. Stell dich also bitte einmal für die Unwissenden vor.

tmy portrait
Tim aka tmy

tmy: Hallo! Mein Name ist Tim aka tmy, ich bin 31 Jahre alt und seit den Anfängen bei PokerStrategy.com dabei. Ich war unter den ersten Black Membern und habe meine ganzen 20er über gepokert, bis ich dann vor zwei Jahren den Computer ausgemacht, mein ganzes Hab und Gut verkauft und mich auf eine Weltreise begeben habe, die eigentlich bis heute anhält.

Wer deinen neuen Blog im Forum entdeckt hat, wird wissen, dass du dich wieder an die Pokertische gewagt hast und dort nun Pot-Limit-Omaha spielst. Dennoch soll es heute nicht um deine Pokerkünste gehen, sondern um die Kunst des Schreibens und die Kunst des Zeichnens. Seit wann zeichnest du und wie bist du dazu gekommen?

tmy: Mit dem Zeichnen habe ich schon sehr früh viel von meiner Zeit verbracht. Aber weil es nie nach etwas aussah, dachte ich immer, ich wüsste nicht, was ich tue. Heute male ich eigentlich gar nicht viel anders als noch mit 10 Jahren. Als ich dann beim Reisen immer mehr gelangweilt war von den monotonen Gesprächsthemen, wo man herkommt und wo man hinwill, habe ich dann in Melbourne inspiriert von der Straßenkunst den Stift wieder in die Hand genommen und lieber gemalt als mit Leuten zu reden.

Aus Liebe zu Linien

Woher nimmst du die Inspiration für deine Bilder? Deine Werke sind ja schon sehr abstrakt.

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tmy: Meine Inspiration habe ich noch nicht so richtig verstanden. Ich liebe Linien und wie sie sich zueinander verhalten. Wenn ich Glück habe, sieht das Ganze dann auch noch vernünftig aus.

Deine Gemälde wirken wie Gefühle, die zu Papier gebracht wurden. Lassen dich eher positive oder negative Gefühle kreativ sein?

tmy: Gefühle beim Malen sind ein interessantes Stichwort. Ich male mehr und besser, wenn es mir richtig schlecht geht. Das Papier und der Stift sind meine besten Freunde in schweren Zeiten. Für eine Weile hat mich das ein wenig frustriert, dass ich eigentlich nur male, wenn ich traurig bin. Aber das akzeptiert man dann einfach und wenn es mir gut geht, dann genieße ich einfach den Spaß am Leben.

Hast du schon Plätze gefunden, wo du deine Kunstwerke ausstellst oder sogar zum Verkauf anbietest?

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tmy: Es ist eine bewusste Entscheidung unabhängig von einer Galerie zu arbeiten und alles selber zu machen. Da behält man dann seine kreative Freiheit und ist umso glücklicher, wenn man wieder einen schönen Ausstellungsort findet. In London hängen meine Zeichnungen in mehreren Cafés in meiner Gegend. Da schaue ich mir dann manchmal mit viel Freude an, wie Menschen meine Kunst anschauen und sie selten wissen, was es denn tatsächlich ist und dann geraten und diskutiert wird. Da schmunzle ich dann heimlich in der Ecke mit meinem Kaffee und weiß, ich bin auf dem richtigen Weg.

Mehr Bilder findet ihr auf tmys' Instagram!

Wie viel muss man denn bezahlen, um eines dieser Werke zu erwerben und was war bisher dein teuerstes Bild, das du verkauft hast?

tmy: Aktuell steht fast alles zum Verkauf, jedoch sind meine Preise für einen Neuling hoch angesetzt und daher muss ich viel Geduld mitbringen und warten.

Ist das Zeichnen mittlerweile dein Beruf und Lebensgrundlage?

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tmy: Das Zeichnen ist einer meiner Lebensbausteine. Die Früchte müssen gedeihen, daher kann ich noch nicht davon leben, aber ich bin mir sicher, wenn ich so weitermache wie bisher, dass ich eines Tages mir davon durchaus ein oder zwei schöne Sachen kaufen kann.

Hier geht's direkt zum Blog von tmy

Im zweiten Teil des Interviews, der in Kürze folgt, geht es dann mit dieser interessanten Frage weiter:

Als Mann von Welt kannst du dich natürlich nicht nur mit einer Kunst zufriedengeben. Kommen wir nun also zum Schreiben. Wie bist du darauf gestoßen und wann hast du mit deinem ersten Buch begonnen?

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