Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Der Umgang mit unermüdlichen Preflop-Callern

Dara O'Kearney präsentiert seinen Gameplan für Turniere, bei denen kaum jemand bereit ist, schon preflop das Handtuch zu werfen.





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Dara O'Kearney

Die ersten Levels bei Live-MTTs scheinen für viele Spieler ein Graus zu sein. Mit Startstacks von 600BB sind fünf Limper und mehr keine Seltenheit. Viele Spieler sind frustriert, dass selbst nach einem Raise auf 10BB häufig noch viele Calls folgen. 

Vor Kurzem hat mich die Frage erreicht, ob es sinnvoll wäre, selbst zu limpen, da ein Raise das Feld ohnehin nicht ausdünnt. 

Ich persönlich vermeide dieses Problem, indem ich mich bei den meisten Turnieren erst spät registriere. Nicht falsch verstehen - das Spielniveau während der ersten Levels ist tatsächlich nicht selten desolat, sodass sich eine frühe Anmeldung für manche durchaus lohnen könnte.

An manchen Tischen gleicht das Spiel einem Kampf gegen Windmühlen und kann sich für einige frustrierend anfühlen. Daher möchte ich euch meine Vorgehensweise in solch einer Situation beschreiben:

Sich dem Umfeld anpassen

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Wie passt du dein Spiel in solchen Partien an?

Ich limpe spekulative Hände, die sich gut in Multiway-Pots spielen lassen. Dazu gehören kleine Suited Connectors wie 54s sowie kleine Paare. Falls du ein Monster am Flop triffst, kannst du Gas geben. Wenn nicht, verabschiedest du dich mit minimalem Verlust. Allerdings würde ich die Limping-Range nicht um wirklich schwache Hände wie T2s oder Suited Gappers wie 48s erweitern - diese Hände bringen dich meist nur in Schwierigkeiten. 

Mit starken Händen, die auch multiway gut performen, sollte ein 5x-Raise ausreichen. Durch Solver wissen wir, dass Hände wie KJs oder QTs auch multiway gut abschneiden. Häufig genügt ein starkes Top Pair, um den Pot einzutüten.

Mit Monstern wie AA, KK und AK teste ich die Neugier meiner Gegner mit sehr großen Raises auf etwa 10x oder 15x. Ziel ist es, möglichst viel Value zu extrahieren. Wenn es uns nicht gelingt, das Feld auszudünnen, können wir so zumindest einen enormen Pot mit einer sehr starken Hand spielen. Bei regelmäßigen Turnieren, etwa im örtlichen Casino, kann man sich schrittweise an die Grenzen heran testen. Falls das Raise auf 15x gecallt wird, könnte man es beim nächsten Mal mit 20x versuchen. 

Zudem würde ich mir bewusst machen, dass man in Multiway-Pots häufiger bereit sein muss, zu folden, wenn dem Gegner seine Hand offensichtlich gefällt. Je mehr Spieler den Flop sehen, desto stärker muss deine Hand sein, um beim Showdown die Nase vorn zu haben. Vergiss nicht, in solch einem Umfeld sind sämtliche Two-Pair-Kombinationen im Rennen.

Solche Live-MTTs mögen sich manchmal wie Bingo anfühlen, aber langfristig betrachtet sind sie ein absolutes Geschenk.

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