Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Die besten Tipps für Spin & Gos

Wie groß sollte die Bankroll sein? Welchen ROI sollte man anvisieren? Wie oft sollte man ins Geld kommen? Unsere Coaches beantworten die wichtigsten Fragen.

Adam 'coffeeyay' Sobolewski
Adam 'coffeeyay' Sobolewski

Es gibt viele Missverständnisse in Bezug auf Spin & Gos, zum einen über die Profitabilität der Partien und zum anderen darüber, wie man sie schlagen kann. Im Interview räumt das Team von SpinLegends mit  falschen Vorstellungen auf und gibt ambitionierten Spielern einige wertvolle Ratschläge mit auf den Weg.

Wie können Spin & Gos überhaupt profitabel sein?

coffeeyay: Spins sind aus denselben Gründen profitabel wie jede andere Pokervariante. Langfristig verschafft man sich eine Edge dadurch, dass man im Schnitt bessere Entscheidungen als der Gegner trifft. Aufgrund der Kombination von Spots, die 3-handed oder im Heads-up bei strategisch unterschiedlichen Stacksizes gespielt werden, sind bei Spins viele verschiedene Arten von Entscheidungen gefragt. Das bedeutet, dass einem eine starke Strategie für Spin & Gos eine große Edge auf die Gegner verschafft, die nicht alle Entscheidungen, die gefragt sein können, gemeistert haben.

Wie sieht deiner Meinung nach das Verhältnis zwischen Regulars und Hobbyspielern im Vergleich zu anderen Varianten aus?

coffeeyay: Das ist schwer einzuschätzen, aber das Verhältnis bei Spins dürfte  ähnlich wie das durchschnittliche Teilnehmerfeld bei einem MTT auf vergleichbaren Stakes aussehen.

Ich denke, dass das relativ softe Metagame, kombiniert mit der Möglichkeit, eine große Anzahl an Turnieren pro Monat spielen zu können (insbesondere im Vergleich zu MTTs), Spins zu einem der besten, wenn nicht sogar dem besten Format machen, um eine Edge auf effektive Weise in eine positive Hourly zu verwandeln.

Das Ziel sind 37% ITM oder mehr

coffeeyay's graph
Der Graph von coffeeyay

Wie häufig sollte man es im Schnitt ins Geld schaffen?

Skon94: Um Spins profitabel zu spielen, sollte man einen hohen ITM-Wert erreichen. Ich empfehle 37% ITM oder mehr, um die Varianz des Formats merklich zu reduzieren.

Und wie sollte man agieren, wenn man einen hohen Jackpot-Multiplikator erwischt?

Skon94: Ich versuche dann einen aggressiveren Stil zu spielen. Hobbyspieler tendieren dazu, in solchen Situationen sehr nitty zu werden, da es um sehr viel Geld geht. Das sollten wir dann natürlich versuchen zu exploiten.

Welche anderen Fehler machen unerfahrene Spieler häufig bei Spins?

Skon94: Einer der verbreitetsten ist ein zu passives Spiel und ein zu niedriger VPIP.

Mit 150 Buy-ins die Limits erklimmen

SpinLegends

An welches Bankroll-Management sollte man sich bei Spin & Gos halten?

Epistokrat: Bei Spins wird man jeder Menge Varianz ausgesetzt, daher empfehle ich ein dynamisches Bankroll-Management. Auf diese Weise kann man einer aggressiven Strategie folgen, wenn es darum geht, die Limits zu erklimmen. Man sollte jedoch in der Lage sein, problemlos zwischen den Limits zu wechseln. Eine statischere Strategie würde eine deutlich größere Bankroll erfordern.

Mein Ratschlag ist das nächste Limit in Angriff zu nehmen, sobald man 150 Buy-ins dafür hat. Absteigen sollte man hingegen, sobald nur noch 75 Buy-ins für das aktuelle Limit zur Verfügung stehen.

Spielt man zum Beispiel die $7-Turniere:

  • Aufstieg zu den $15-Turnieren, sobald man $2.250 hat
  • Abstieg zu den $3-Turnieren, sobald man nur noch $525 hat

ROI ist nicht der beste Messwert

Spin & Go

Was wäre ein guter ROI bei Spin & Gos?

Epistokrat: Zunächst einmal ist der ROI bei diesem Format nicht der beste Messwert.

Man muss den Erwartungswert anpassen, da die höheren Jackpotstufen sehr unwahrscheinlich sind und man vielleicht eine gesamte Karriere lang darauf warten wird, um seinen ROI in dieser Hinsicht tatsächlich zu realisieren. Wie beim Finanzmanagement ist es daher sinnvoll, diesen ROI aus praktischen Gründen zu ignorieren. Man sollte es einfach als möglichen Bonus ansehen, wenn man das Glück hat, ein Turnier mit hohem Multiplikator zu erwischen und auch noch zu gewinnen. Wer unter EV läuft, sollte sich davon also nicht demotivieren lassen.

Trotz dessen sind Spin & Gos aktuell das wohl profitabelste Format, selbst wenn man die höchsten Jackpotstufen unberücksichtigt lässt. Wie gut man sich schlägt, wird daher am besten in gewonnenen Chips pro Partie gemessen. Je nach Stakes wäre ein guter Durchschnittswert in etwa 55 bis 70 Chips pro Turnier. Ist das gegeben, kann man die Partien profitabel spielen, selbst wenn man immer nur die drei niedrigsten Multiplikatoren erwischt – was eine sehr pessimistische Prognose wäre. Und dann gibt es natürlich auch noch jede Menge Rakeback.

Wenn ihr mehr über Spin & Gos erfahren wollt und Interesse an kostenlosem Staking und Coaching durch die besten Spin-&-Go-Experten der Welt habt, könnt ihr hier einen Blick auf das Projekt SpinLegends werfen:

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