Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Gameselection mit System

Sollte man sich wirklich darauf konzentrieren, Turniere mit möglichst schwachen Gegnern zu finden – oder liegt der größere Hebel ganz woanders?

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Weniger Kopfzerbrechen am Final Table

Im Gegensatz zum Cashgame kann man beim Turnierpoker nicht einfach einem schwachen Spieler von Tisch zu Tisch folgen. Stattdessen sollte man das Feld als Ganzes analysieren und daraus strategische Schlüsse ziehen.

Dabei steht eine zentrale Frage im Raum: Sollen wir gezielt nach schwachen Gegnern Ausschau halten – oder lieber starke Regulars meiden?

Gerade bei Turnieren spricht meiner Meinung nach vieles für Letzteres.

Leichtere Entscheidungen in der heißen Phase

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Dara O'Kearney

In der Praxis bedeutet das, Plattformen zu meiden, auf denen professionelle Stables die Felder dominieren. Auch Turniere in Ländern mit steuerfreiem Pokereinkommen sind nicht unbedingt ein Hinweis auf eine schwache Spielerschaft. Gut betuchte Spieler sollten zudem exklusive High-Stakes-Events wie die Triton-Tour meiden.

Es liegt in der Natur des Formats, dass sich das Feld immer weiter ausdünnt und sich die stärksten Spieler durchsetzen.

Stellen wir uns das Main Event der World Series of Poker vor: Zu Beginn sitzen an jedem Tisch vielleicht zwei versierte Regulars – der Rest besteht vermutlich eher aus Freizeitspielern.

Doch spätestens ab Tag 5 kehrt sich das Bild um. Zu diesem Zeitpunkt dominieren erfahrene Regulars die Tische.

Bei Turnieren werden die großen Preisgelder bekanntermaßen während der Endphase ausgespielt. Daher ist es ratsam, seine Gameselection darauf auszurichten, in dieser entscheidenden Phase bevorzugt auf durchschnittliche Regulars zu treffen – selbst wenn das Niveau in der frühen Turnierphase insgesamt etwas höher ausfallen mag.

Wer starke Regulars meidet, geht den wirklich kniffligen Entscheidungen geschickt aus dem Weg – und zwar genau dann, wenn es um richtig viel Geld geht.

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