Für Dara O’Kearney liegt der Schlüssel zur erfolgreichen Gameselection darin, Turniere zu wählen, bei denen keine Spieler aus professionell organisierten Stables an den Start gehen.
Stables drosseln die Winrate
Ich bin ein großer Verfechter davon, gezielt Turniere mit kleinen Teilnehmerfeldern zu wählen – und generell auf kleineren Plattformen zu spielen. Die Vorteile liegen auf der Hand: geringere Varianz, wertvolle ICM-Erfahrung und mehr Erfolgserlebnisse.
Ein weiterer, oft unterschätzter Aspekt spricht ebenfalls für kleinere Anbieter und überschaubare Felder: die Abwesenheit professioneller Poker-Stables.
Auf den großen Seiten wimmelt es nur so von gestakten Spielern, die in straff organisierten Stables zusammenarbeiten. Diese Strukturen tragen maßgeblich dazu bei, dass die Teilnehmerfelder immer größer werden. Pokerplattformen, auf denen Stables seltener anzutreffen sind, bieten oft deutlich angenehmere Partien.
Der Weg des geringsten Widerstands
Dara O'Kearney
Auf kleineren Plattformen ist es deutlich einfacher, Stables zu meiden, da professionell organisierte Gruppen in der Regel Turniere mit großen Teilnehmerfeldern bevorzugen.
Viele Profis schwören deshalb auf die Morgenstunden bei den großen Anbietern, da die meisten Stables sich zu dieser Zeit noch nicht blicken lassen und die Felder kleiner sind.
Stables machen die Spiele unprofitabler, da sie überwiegend aus soliden Regulars bestehen. Im schlimmsten Fall bergen solche Strukturen sogar ein erhöhtes Risiko für Kollusion.
Wer profitable Partien sucht, sollte nicht nur nach schwachen Gegnern Ausschau halten, sondern vor allem starke Regulars meiden – besonders dann, wenn sie im Kollektiv auftreten.