Range-Bets und die aktuelle Meta mit Fallout86
In Teil 2 seiner Miniserie "Erfolgreich pokern im Jahr 2022" zeigt euch Fallout, wie sich die aktuelle Meta an den Tischen gestaltet und erläutert das Konzept hinter Range-Bets.
Es hat fast schon Tradition, dass unser Coach Fallout86 einmal pro Jahr auf die aktuellen Gegebenheiten an den Online-Pokertischen eingeht und euch erklärt, wie man auch 2022 noch an den Online-Tischen glänzen kann.
Dafür hat er bereits im ersten Teil eine Session an zwei NL25-ZOOM-Tischen bei PokerStars für euch im Sessionreview analysiert, während stets die Ausgangsfrage einer erfolgreichen Strategie für die aktuellen Gegebenheiten im Jahr 2022 im Fokus bleibt.
Im Anschluss an den ersten Teil geht unser Coach nochmal genauer auf die so genannten Range-Bets ein. In welchen Situationen macht es Sinn mit einer sehr kleinen Bet eine sehr große Range zu betten? Wie erkennt man solche Spots und wann sollte man stattdessen größer und polarisiert betten? Die Antworten gibt es natürlich im aktuellen Video.
Was ebenfalls auffällt ist, dass das Spiel fast jedes Jahr ein wenig looser und aggressiver wird. Hat man früher zum Beispiel noch dankend in Position auf Setvalue mit seinen Pocket Pairs gecallt, so wird man heutzutage als guter Spieler im Schnitt meist 3-betten.
Ein Call bringt den großen Nachteil mit sich, dass weitere Spieler nach uns in die Hand einsteigen und wir dann ohne Initiative fast jeden Flop aufgeben müssen. Abgesehen davon können die Gegner auch einfach 3-betten und uns somit zum folden bewegen. Raisen wir selbst, erhalten wir Foldequity und nehmen den Pot vielleicht direkt mit. Ansonsten werden wir oft in Position Heads-up spielen und können dann wunderbar entscheiden, wie wir die Hand am Flop fortsetzen wollen.

Verteidigen bis zum letzten Mann!
Die erhöhte Aggressivität wirkt sich dabei auch auf die Steal-Positionen aus. So sind die Ranges in den einzelnen Positionen über die Jahre stetig größer geworden und verteidigt wird auch deutlich liberaler als noch vor einigen Jahren. Der Positionsnachteil ist in den Blinds zwar vorhanden, aber das schon investierte Geld und der Vorteil, dass man die Action im Big Blind abschließt, sorgt dafür, dass man viele Hände gegen einen Steal verteidigen kann.
Im Small Blind sollte man aber grundsätzlich eher zu einer 3-Bet oder Fold-Strategie greifen und nicht gegen einen Steal callen. Als schlechteste Position am Pokertisch lohnt es sich hier einfach nicht ohne Initative out of Position gegen einen Aggressor passiv zu verteidigen.
In der 3-Bet-Range können dann aber auch mal kleine suited Aces sein, die den Vorteil haben, dass sie häufiger mal einen starken Draw ermöglichen, den man am Flop und Turn betten kann. Weitere Details, Beispiele und Tipps für eine erfolgreiche Grundausrichtung im Pokerjahr 2022 gibt es im Video!
