Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Warum Chip-EV die wichtigste Spin-&-Go-Statistik ist

Wir erläutern, warum wir Spieler bei SpinLegends auf Basis der im Schnitt gewonnenen Chips pro Partie beurteilen anstatt der tatsächlich erreichten Gewinne.

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Bei Spin & Gos sollte der Chip-EV in den Fokus rücken

Vor ein paar Wochen haben wir erfahren, wie viel Varianz bei Spin & Gos möglich ist und warum kurzfristige Ergebnisse nicht viel Aussagekraft haben. Spins sind aufgrund der Stackhöhe und Blindstruktur bereits ein sehr swingreiches Format, wenn man dann noch die variablen Preisgelder hinzunimmt, können die monetären Ergebnisse selbst bei Spielern mit komplett deckungsgleichem Skill sehr unterschiedlich ausfallen.

Bei SpinLegends wird die Leistung von Spielern stattdessen mithilfe des erreichten Chip-EVs beurteilt, der im Kern erfasst, wie viele Chips man im Durchschnitt bei einem Spin & Go gewinnt, unabhängig vom jeweiligen Preispool.

Bevor das weiter ausgeführt wird, ist es wichtig zu verstehen, dass auch der Chip-EV nach wie vor sehr von Varianz beeinflusst werden kann, insbesondere kurzfristig. Wie viele Statistiken beim Poker, einem Spiel mit unvollständigen Informationen, ist es also eine Kennzahl mit Schwachstellen, aber dennoch die Beste, die wir mit Blick auf die Einschätzung der spielerischen Performance bei Spin & Gos haben.

Tracking-Software wie PokerTracker 4 verrät einem auf einfache Weise, wie hoch der eigene Chip-EV ausfällt. Für die Neugierigen unter euch wird er dabei wie folgt berechnet:

Chip-EV = All-in-adjustierte Chips/Turnieranzahl

Auch den EV-ROI kann man auf Basis des Chip-EVs errechnen, um den besten Indikator für den möglichen Gewinn pro Spin & Go gemäß der folgenden Rechnung zu erhalten:

EV-ROI = [(Chip-EV/500)+1] * (1-Rake) – 1

All-in-Glück wird vom Tisch genommen

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Variable Preispools verringern die Aussagekraft monetärer Resultate

Der Chip-EV bleibt jedoch der verlässlichste Indikator für Erfolg bei Spin & Gos. Er wird berechnet, indem die durchschnittlich gewonnenen Chips ermittelt werden, mit Ausnahme von Händen, bei denen sämtliche Chips per All-in in die Mitte wandern, weitere Karten jedoch noch aufgedeckt werden. In diesen Fällen werden die gewonnenen Chips auf Basis der Equity errechnet, die man beim All-in erreichen konnte. Geht man zum Beispiel mit Ass-König gegen ein kleines Pocket Pair all-in, dann bekommt man rund die Hälfte der Chips im Pot gutgeschrieben, da man die Hand in rund 50% der Fälle gewinnen wird.

Der Chip-EV beseitigt also den Einfluss von All-in-Glück, er sorgt jedoch nicht dafür, dass Cooler-Situationen ignoriert werden. Wer seine Chips mit Kings gegen Aces in die Mitte schiebt oder mit einem Set auf ein höheres Set trifft, bei dem wird auch der Chip-EV entsprechend leiden, obwohl man die Hand vermutlich korrekt gespielt hat.

Gleichermaßen beseitigt der Chip-EV auch die Preispool-Varianz bei Spins. Wer zum Beispiel bei x2-Partien grundsätzlich gut abschneidet, aber bei x4-Spins hingegen einen schlechten Lauf erwischt, bei dem wird der Gesamtgewinn niedriger ausfallen, während der Chip-EV positiver ausfällt. Daher bieten wir unseren Spielern bei SpinLegends auch eine EV-Versicherung, damit sie fast ausschließlich auf Basis der Chip-EV-Resultate beurteilt und belohnt werden.

Der Chip-EV ist nicht nur die verlässlichste Kennzahl, um den Erfolg bei Spin & Gos einzuschätzen. Er hat auch einen positiven Einfluss auf das Mindset, wenn man einen schlechten Lauf hat und bei sämtlichen Partien mit einem hohen Multiplikator gegen die Wand rennt. Dennoch ist es wichtig, dass man es mit der Nutzung des Chip-EVs nicht übertreibt, denn kurzfristig wird auch dieser immer von Varianz beeinflusst.

Mit SwongSim, das wir auch beim vorherigen Artikel zur Varianz bei Spins genutzt haben, wurde eine Sample von 100 Partien eines Spieler mit einem Chip-EV von 45...

chipev
Sample von 100 Partien bei einem Chip-EV von 45

...mit einer Sample von 100.000 Partien desselben Spielers verglichen:

chipev
Sample von 100.000 Partien bei einem Chip-EV von 45

Wie ihr sehen könnt, gibt es bei den kurzfristigen Resultaten eine sehr breite Fächerung, während die langfristigen Ergebnisse deutlich gruppierter ausfallen. Der Chip-EV ist kein verzerrter Indikator. Der eigene Spielstil sollte nicht beeinflussen, ob man über oder unter EV liegt, wobei sich ein looserer Spieler durchaus in höherem Maße über oder unter EV befinden kann als ein tighter Spieler.

Bei SpinLegends halten wir unsere Spieler daher an, dass sie den Chip-EV nicht als Maß für die eigene Leistung nach einer Woche, geschweige denn nach einer einzigen Session heranziehen. Er bleibt am Ende des Tages deutlich verlässlicher, wenn man ihn zur langfristigen Einschätzung der persönlichen Leistung bei Spin & Gos nutzt.

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Wer zeigt, dass er das Zeug dazu hat, wird nach und nach an immer höhere Limits herangeführt, und kann bei Bedarf mithilfe der EV-Versicherung auch die Varianz bei den Ergebnissen reduzieren.

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