AP/UB verlassen den US-Markt
Die beiden Pokerräume des Cereus-Netzwerkes werden in Zukunft den amerikanischen Markt nicht mehr bedienen. Außerdem wurde die Deutsche Bank von dem Staatsanwalt angeklagt, der für den "Black Friday" bei PokerStars, Full Tilt Poker und AP/UB verantwortlich war, was aber für Pokerspieler keinerlei Auswirkungen hat.
Wie wahrscheinlich schon bekannt war, konnten bereits aktive US-Spieler weiterhin bei UltimateBet und Absolute Poker (UB/AP) spielen, obwohl keine neuen Spieler mehr aufgenommen wurden. Dieses Vorgehen stand im Widerspruch zu den Vorgängen bei den anderen beiden Pokerräumen, PokerStars und Full Tilt Poker, die von den Anklagen des Justizministeriums vom 15. April betroffen waren.
Die Guthaben der betroffenen Spieler sind weiterhin gesperrt, aber beide Firmen stehen mit dem Justizministerium in Verhandlungen über Rückzahlungen an die amerikanischen Spieler. Außerdem haben beide Unternehmen bereits mit einem Restrukturierungsprozess begonnen.
So hat die Presseabteilung von AP/UB kürzlich eine Mitteilung veröffentlicht, in der bestätigt wurde, dass sich beide Unternehmen vom amerikanischen Markt zurückziehen werden:
Die heutige Entscheidung ist weder leichtgefallen noch überhastet getroffen worden. Sie ist Folge einer ausführlichen Lageanalyse der Situation und den Folgen, die der "Black Friday" auf den gesamten Markt hatte. Alle betroffenen Angestellten wurden über die notwendigen Restrukturierungen und den damit verbundenen Einschnitten im Personalbereich in mehreren Geschäftsfeldern informiert.
Über die Situation bei AP/UB sind noch weitere unbestätigte Informationen im Umlauf. Über alle weiteren Entwicklungen halten wir euch auf dem Laufenden.
Unabhängige, für Pokerspieler nicht relevante Zusatzinformation: Deutsche Bank von Staatsanwalt Preet Bharara angeklagt
Einem Bericht von Time.com zufolge verklagt Preet Bharara, der amerikanische Staatsanwalt hinter der Anklage von PokerStars, Full Tilt Poker und AP/UB, jetzt auch die Deutsche Bank. Er behauptet, diese habe sich des Betrugs schuldig gemacht und sich mit fremdem Geld die Taschen gefüllt, indem sie durch wiederholte Falschaussagen von einem Regierungsprogramm profitiert hätte, durch das Hypotheken versichert wurden.
Dem Bezirksgericht Manhattan zufolge wurde der Betrug von MortgageIT begangen, das 2007 von der Deutschen Bank gekauft wurde.
Bharara erklärte in einer Pressekonferenz, dass die Bank in mehrere fragwürdige Darlehensgeschäfte verwickelt gewesen sei, durch die wegen ausgefallener Versicherungsansprüche Schäden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar entstanden seien. Er sagte: "In der Tat schien es so, als würden roten Ampeln mit Vollgas überfahren."
Da noch kein krimineller Vorsatz bewiesen wurde, handelt es sich bisher nur um einen Zivilprozess. In Bezug darauf äußerte sich ein Sprecher der Deutschen Bank wie folgt: "Die Vorwürfe gegen MortgageIT und die Deutsche Bank sind nicht haltbar und ungerechtfertigt und wir werden uns entschieden dagegen wehren."
Alles weitere über den "Black Friday" könnt ihr in unseren News zu diesem Thema nachlesen:
- Die aktuelle Lage zum "Black Friday" (02.05.2011)
- Auszahlungen bei PokerStars für US-Bürger möglich (28.04.2011)
- Statement von Full Tilt Poker zu Cashout-Problemen via Moneybookers (22.04.2011)
- Full Tilt Poker und PokerStars bekommen Domains zurück, Auszahlung von Geldern (20.04.2011)
- Glücksspielexperte Prof. I. Nelson Rose kommentiert Vorwürfe gegen Pokeranbieter (19.04.2011)
- Die Pokerwelt reagiert auf den "Black Friday" (19.04.2011)
- Offizielle Statements nach "Black Friday" von NETELLER und Moneybookers (19.04.2011)
- "Black Friday" auf dem US-Pokermarkt - Die aktuelle Situation (17.04.2011)
- LIVE TICKER: PokerStars, Full Tilt Poker, UB und AP in den USA angeklat (15.04.2011)