Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

AP/UB verlassen den US-Markt

Die beiden Pokerräume des Cereus-Netzwerkes werden in Zukunft den amerikanischen Markt nicht mehr bedienen. Außerdem wurde die Deutsche Bank von dem Staatsanwalt angeklagt, der für den "Black Friday" bei PokerStars, Full Tilt Poker und AP/UB verantwortlich war, was aber für Pokerspieler keinerlei Auswirkungen hat.

Wie wahrscheinlich schon bekannt war, konnten bereits aktive US-Spieler weiterhin bei UltimateBet und Absolute Poker (UB/AP) spielen, obwohl keine neuen Spieler mehr aufgenommen wurden. Dieses Vorgehen stand im Widerspruch zu den Vorgängen bei den anderen beiden Pokerräumen, PokerStars und Full Tilt Poker, die von den Anklagen des Justizministeriums vom 15. April betroffen waren.

Die Guthaben der betroffenen Spieler sind weiterhin gesperrt, aber beide Firmen stehen mit dem Justizministerium in Verhandlungen über Rückzahlungen an die amerikanischen Spieler. Außerdem haben beide Unternehmen bereits mit einem Restrukturierungsprozess begonnen.

So hat die Presseabteilung von AP/UB kürzlich eine Mitteilung veröffentlicht, in der bestätigt wurde, dass sich beide Unternehmen vom amerikanischen Markt zurückziehen werden:

UB/AP-Mitteilung (inoffizielle Übersetzung)
Aufgrund aktueller rechtlicher Entwicklungen in den Vereinigten Staaten beenden Absolute Poker und UB ihre Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das Unternehmen befindet sich in einem Restrukturierungsprozess und wird seine verbliebenen Ressourcen auf die Geschäfte außerhalb der USA und das Software-Geschäft konzentieren. Unglücklicherweise bedeutet dies auch, dass der aktuelle Betrieb beider Pokerräume deutlich eingeschränkt und rationalisiert wird, um effizienter arbeiten zu können.

Die heutige Entscheidung ist weder leichtgefallen noch überhastet getroffen worden. Sie ist Folge einer ausführlichen Lageanalyse der Situation und den Folgen, die der "Black Friday" auf den gesamten Markt hatte. Alle betroffenen Angestellten wurden über die notwendigen Restrukturierungen und den damit verbundenen Einschnitten im Personalbereich in mehreren Geschäftsfeldern informiert.

(Zum Original)

 

Über die Situation bei AP/UB sind noch weitere unbestätigte Informationen im Umlauf. Über alle weiteren Entwicklungen halten wir euch auf dem Laufenden.

Unabhängige, für Pokerspieler nicht relevante Zusatzinformation: Deutsche Bank von Staatsanwalt Preet Bharara angeklagt

Einem Bericht von Time.com zufolge verklagt Preet Bharara, der amerikanische Staatsanwalt hinter der Anklage von PokerStars, Full Tilt Poker und AP/UB, jetzt auch die Deutsche Bank. Er behauptet, diese habe sich des Betrugs schuldig gemacht und sich mit fremdem Geld die Taschen gefüllt, indem sie durch wiederholte Falschaussagen von einem Regierungsprogramm profitiert hätte, durch das Hypotheken versichert wurden.

Dem Bezirksgericht Manhattan zufolge wurde der Betrug von MortgageIT begangen, das 2007 von der Deutschen Bank gekauft wurde.

Bharara erklärte in einer Pressekonferenz, dass die Bank in mehrere fragwürdige Darlehensgeschäfte verwickelt gewesen sei, durch die wegen ausgefallener Versicherungsansprüche Schäden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Dollar entstanden seien. Er sagte: "In der Tat schien es so, als würden roten Ampeln mit Vollgas überfahren."

Da noch kein krimineller Vorsatz bewiesen wurde, handelt es sich bisher nur um einen Zivilprozess. In Bezug darauf äußerte sich ein Sprecher der Deutschen Bank wie folgt: "Die Vorwürfe gegen MortgageIT und die Deutsche Bank sind nicht haltbar und ungerechtfertigt und wir werden uns entschieden dagegen wehren."

Alles weitere über den "Black Friday" könnt ihr in unseren News zu diesem Thema nachlesen: