Aktualisiert am 25 Feb. 26 von

Schleswig-Holstein: Vier weitere Lizenzen an Sportwettenanbieter vergeben

Erneut hat das Innenministerium von Schleswig-Holstein Lizenzen vergeben. Pokeranbieter wurden noch keine lizenziert. Außerdem wurden die Mitglieder eines Fachbeirats zur Beratung des Ministeriums ernannt.

Klaus Schlie
Innenminister Klaus Schlie

Das schleswig-holsteinische Innenministerium unter der Führung von Innenminister Klaus Schlie (CDU) hat vier weitere private Anbieter von Sportwetten lizenziert. Die Unternehmen bwin (mit Firmensitz in Gibraltar), Bet365 (Firmensitz in England), bet-at-home sowie Tipico (beide Firmensitz in Malta) erhielten Lizenzen und können ihr Wettangebot starten. Sie sind bis zum 20. Mai 2018 befristet.

Damit sind bisher sieben Lizenzen für Sportwettenanbieter vergeben worden. Die Lizenzen gelten allerdings nicht für Pokerangebote, die entsprechenden Anbieter warten weiter auf Genehmigungen. Laut der Mitteilung des Innenministeriums bemühen sich aktuell 24 weitere Anbieter für den Betrieb von Sportwetten und 17 Antragsteller für Online-Casinospiele wie Poker und Roulette um eine Lizenz. Bei der letzten Meldung waren es noch 14 Antragsteller für Casinospiele.

In einer Pressemitteilung bestätigte bwin, dass es auch Lizenzen zur Veranstaltung von Online-Poker in Schleswig-Holstein beantragt habe. Das Unternehmen sei "zuversichtlich, dass auch diese Lizenzen zeitnah erteilt werden."

Nach der Landtagswahl am 5. Mai findet am 5. Juni die konstituierende Sitzung des Landtages statt, in der die Abgeordneten vereidigt werden. Am 12. Juni wählt dieser neue Landtag dann den Ministerpräsidenten, der seine Ministerinnen und Minister vorstellt.

Derzeit befinden sich die Parteien in Koalitionsverhandlungen, möglicherweise werden die beiden federführenden Parteien des schleswig-holsteinischen Glückspielgesetzes, CDU und FDP, nicht mehr an einer neuen Regierung beteiligt sein. Wer der neue Innenminister wird und ob dieser in Zukunft auch Lizenzen vergibt, muss man vor diesem Hintergrund abwarten.

Innenministerium benennt Fachbeirat

Daneben gab das Innenministerium auch die Mitglieder eines Fachbeirats bekannt, der die Behörde in Zukunft bei seiner Aufgabe als Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde beraten soll. Dabei geht es um rechtlich und technische Fragen, um Suchtprävention, Kriminalitätsvorbeugung sowie Jugend- und Verbraucherschutz. Außerdem kann der Beirat Handlungsempfehlungen für die Aufsichtspraxis vorlegen.

In dem Gremium sind Vertreter von Wissenschaft und Forschung, Verbraucherschutzvereinigungen, Suchtexperten, Glücksspielanbieter sowie Vertreter des organisierten Sports vertreten. Die Interessen der Glücksspielanbieter vertreten Karin Seidel von der NordwestLotto Schleswig-Holstein GmbH & Co. KG und Mathias Dahms von JAXX SE.

Innenminister Klaus Schlie ist sich sicher, "dass das Gremium wichtige Beiträge für die Umsetzung des Glückspielrechts in Schleswig-Holstein leisten wird."

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von Volker Rueß