Der Sinn eines Calldowns in NL Hold'em
Einleitung
In diesem Artikel
- Ob du das Konzept des Calldowns von FL auf NL übertragen kannst
- Was die Unterschiede in der Anwendung eines Calldowns sind
- Wann du eine calldownähnliche Line spielen kannst
Pokerstrategen die schon einige Erfahrung mit Fixed Limit Hold'em gesammelt haben und nun auf No-Limit Hold'em wechseln, sind sehr vertraut mit dem Konzept des Calldowns. Oft hast du eine Hand, die genügend Equity gegen die gegnerische Handrange besitzt, um mehrere Bets zu callen und so zu einem Showdown zu gelangen.
In diesem Artikel erfährst du, inwiefern du dieses Konzept auch auf No-Limit Hold'em übertragen kannst und worin die Unterschiede liegen.
Die mathematische Betrachtung eines Calldowns im Fixed Limit Hold'em
Spielst du in der Fixed Limit Variante einen Calldown, so kannst du diesen mathematisch sehr einfach betrachten, um zu sehen, inwiefern dein Calldown korrekt war. Meist beginnt die Entscheidung eines Calldowns nach der Aktion am Flop bzw. Turn oder dem Erscheinen einer speziellen Karte.
Limit: $5/$10
6 players
UTG: 68,4/47,9/1,4/57,8
Preflop: (6 players) Hero is BB with Q
UTG folds, UTG+1 calls, 3 folds, Hero raises, UTG+1 calls.
Flop: 6


Hero bets, UTG+1 calls.
Turn: 8
Hero bets, UTG+1 raises, Hero calls.
River: 2
Hero checks, UTG+1 bets, Hero calls.
In dieser Hand spielst du ausnahmsweise Fixed Limit und hältst am Turn Toppair mit gutem Kicker. Nach dem gegnerischen Turnraise stellt sich für dich nun nur eine Frage: Wie sieht deine Equity gegen die gegnerische Handrange aus?
Mathematisch kannst du einen Calldown vereinfacht wie folgt betrachten:
E = Equity deiner Hand gegen die gegnerische Handrange
P = Potsize am Turn nach dem gegnerischen Raise (Angabe in Big Bets)
Bg = erwartete Anzahl an Big Bets, die der Gegner bis zum Showdown noch bettet
Bc = erwartete Anzahl an Big Bets, die bis zum Showdown noch zu callen sind
EV(Calldown) = E * (P + Bg) - (1-E) * Bc
E > Bc / (P + Bg + Bc)
Mit den Angaben des oberen Beispiels erhältst du folgendes Ergebnis für deine Mindestequity für einen Calldown:
P = 6,25BB
Bc = 2BB
Bg = 1BB
E > 2 / (6,25 + 1 + 2)
E > 21,62%
Hältst du also mit deiner Hand eine Equity > 21,6% gegen die gegnerische Handrange, mit der er den Turn raist und den River bettet, so hast du hier einen +EV Spot für einen Calldown.
Annahme über eine gegnerische Handrange:
QQ+, 88-66, AQs, KQs, Q2s+, 95s, 86s+, 76s, 54s, AQo, KQo, Q2o+, 95o, 86o+, 76o, 54o
Mit dieser Handrange hält der Gegner Sets, Toppairs, Straights, Twopairs. Gegen diese Handrange hättest du am Turn eine Equity von 30,7% und somit wäre ein Calldown +EV.
Anmerkung: Diese Berechnung ist sehr stark vereinfacht. Eine bessere analytische Betrachtung eines Calldowns in Fixed Limit Hold'em findest du im Gold-Artikel: "Calldown" in unserer Fixed Limit Strategie Sektion.
Du siehst anhand dieser Beispielhand, dass es im Fixed Limit Hold'em sehr oft sehr profitabel ist, bei einer angemessenen Potsize mit einer TPGK-Hand einen Calldown durchzuführen. Nur lässt sich dies auch auf eine ähnliche Situation in No-Limit Hold'em übertragen?
Die Schwierigkeiten in NL
Versuchst du nun obere Formel auf ein No-Limit Problem zu übertragen, so wirst du feststellen müssen, dass es dir viel schwerer fallen wird, die benötigten Variablen zu quantifizieren, wobei die Potsize noch das einfachste Problem darstellt, da du diese immer ablesen kannst. Schwieriger wird es bei der Größe der Bets.
Bei den zu erwarteten Bets, die du noch bis zum Showdown callen musst, ergibt sich ein größeres Problem. Aufgrund der freien Wahl der Betsize in No-Limit Hold'em, ist es dir nicht möglich, eine konkrete Aussage darüber zu machen.
Mathematisch lässt sich ein Calldown daher sehr schlecht betrachten, wenn du nicht die wichtigen Variablen kennst und mit unbekannten Werten im Dunkeln tappst. Die Bets tendieren meist dazu, sehr stark anzuwachsen.
Eröffnet dein Gegner in einem Blindbattle die Hand preflop first in mit einem Minraise und bettet dann auf jeder Strasse immer nur halbe Potsize, so entwickelt sich die Betsize wie folgt:
- Pot am Flop: 4BB -> Bet am Flop 2BB
- Pot am Turn: 8BB -> Bet am Turn: 4BB
- Pot am River: 16BB -> Bet am River 8BB
- Pot am Showdown: 32BB
Du siehst, der Pot sowie die Betsize wachsen sehr stark an. Hättest du nun einen Read auf den Gegner, dass er den River immer 1/2 Potsize bettet, wenn er auch den Turn 1/2 Potsize bettet, so könntest du nun die Formel aus dem Fixed Limit Beispiel versuchen zu übertragen und würdest auf folgende Anforderung an deine Equity kommen:
E > 12 / (16 + 12 + 8)
E > 33%
Aufgrund des Zuwachses der Betsize in No-Limit Hold'em ist diese höhere Anforderung der Equity nur nachvollziehbar.
Aus dieser Tatsache ergibt sich schon das erste Problem bei dem Gedanken, einen Calldown in No-Limit Hold'em durchzuführen. Du siehst also, dass sich Calldowns, wie man sie aus Fixed Limit Hold'em kennt, nicht gleichermaßen auf No-Limit Hold'em übertragen lassen. Dafür sind die beiden Varianten zu unterschiedlich.
Hast du eine Hand, mit der du sehr gerne einen Showdown sehen würdest, so ergibt sich am Turn immer ein großes Problem für dich. Bettet der Gegner den Turn, so konfrontiert er dich nicht nur mit dieser Turnbet. Je nach Stacksize, die er noch übrig hat, lässt er dich im Ungewissen, wie hoch er den River betten wird. Dir bringt es also nicht viel, eine Turnbet zu callen, wenn du mit größter Wahrscheinlichkeit eine Riverbet von mehr als 1/3 Potsize nicht mehr callen kannst.
Viele deiner Gegner wissen um diesen Vorteil einer Turnbet und setzen die daraus resultierende Foldequity sehr gut in ihrem Spiel um. Begehe also niemals den Fehler und entscheide dich schon am Turn, jede Riverbet zu callen. Das kann ein sehr kostspieliger Fehler für dich sein.
Der Sinn eines Calldowns in No-Limit Hold'em
Bisher solltest du daher zur Erkenntnis gekommen sein, dass Calldowns in No-Limit Hold'em nicht durchführbar sind. Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Sie haben ein anderes Anwendungsgebiet, für das man einen vollkommen anderen Zugang benötigt. Mögliche Situationen und deren theoretische Grundlagen werden dir nun vorgestellt. Doch sei darauf vorbereitet: Eine mathematische Abhandlung wie in der Fixed Limit Variante ist nicht möglich.
Der Sinn eines Calldowns in NL kann aus folgenden Gründen dennoch sinnvoll sein.
In No-Limit Hold'em wird vermehrt auf den Aspekt der Potcontrol geachtet. Daher ist es sehr selten, dass ein Spieler mit einer mittelstarken Hand, die Showdownvalue besitzt, eine Call Flop, Raise Turn, Bet River Line wählt. Denn aufgrund der größeren Bets auf den späteren Strassen tendiert diese Line dazu, alle schlechteren made Hands des Gegners zum Folden zu bewegen und isoliert sich daher nur noch gegen die besseren Hände. Man kann daher nicht mehr von einer Valuebet am River sprechen.
Dementsprechend werden mittelstarke Hände meist auf Potcontrol gespielt, so dass sich der Gegner auch noch eine Chance zusprechen kann, am Showdown einen Pot zu gewinnen.
Ähnlich wie beim Thema Potcontrol verhält es sich auch mit dem Thema Bluffinduce. Hat ein NL Spieler eine Hand mit Showdownvalue, so setzt er OOP seine Potcontrol durch eine passivere Bluffinduce-Line durch. Diese Spielweise beginnt meist schon am Turn, da das der Schlüsselpunkt ist, an dem sich die letztendliche Potgröße am Showdown entscheidet.
Nachdem du den Artikel "Was tun, wenn du way ahead / way behind bist?" durchgearbeitet hast, wirst du gelernt haben, dass in dieser Situation eine passive check/call Spielweise meist das beste Mittel ist.
Diese Spielweise kommt einem Calldown aus FL sehr nahe, ist jedoch nicht damit gleichzusetzen. In FL entscheidest du dich meist schon eine Strasse zuvor, auch die Bet auf der kommenden Strasse, unabhängig von der erscheinenden Karte zu callen, da du die gegnerische Betsize schon im Voraus kennst. Dies kannst du in NL nicht machen. Hier gilt es auf die Betsize und die veränderte Boardtextur bzw. Timing Tells des Gegners zu reagieren und deine Entscheidung an der nächsten Strasse neu zu treffen. Spiele also passiv, werde aber nicht zu einer Callingstation, die sich entschließt den Showdown um jeden Preis zu sehen.
Hier handelt es sich um eine neue Situation, die bisher in keinem Artikel speziell behandelt wurde. Spielst du gegen einen aggressiven Gegner, der sehr oft versucht seine Kontrahenten durch Bets aus den Pötten rauszukicken, kannst du eine besondere Bluffinduce-Line gegen diesen Spieler wählen, die einem Calldown nahezu gleich kommt.
$1/$2 No-Limit Hold'em (6 handed)
CO $200, LAG, sehr aggro postflop
Hero $200
Preflop: Hero is Big Blind with A
2 folds, CO raises to $6, 2 folds, Hero calls.
Flop: ($13) Q


Hero checks, CO bets $9, Hero calls.
Turn: ($31) J
Hero checks, CO bets $20, Hero calls.
River: ($71) A
Hero checks, CO bets $61, Hero calls.
Du hältst hier am Flop TPTK und hast nun verschiedene Möglichkeiten, die Hand weiterzuspielen. Da dein Gegner postflop sehr aggressiv ist und zu nahezu 100% den Flop continuationbetten wird, ist ein Check am Flop die Standardline.
Nach der Continuationbet kannst du auf der einen Seite versuchen Hände wie KQ, QJ oder eventuelle unwahrscheinliche Draws zu stacken und dementsprechend damit beginnen, durch ein Checkraise am Flop den Pot zu builden und soweit vorzubereiten, dass du bis zum Showdown ohne Mühe All-in stellen kannst.
Die andere Spielmöglichkeit ist, die Aggressivität des Gegners gegen ihn zu nutzen. Er wird sehr oft versuchen, den Turn auf eine Scarecard zu 2nd-barreln bzw. dich von einem 2nd-Pair oder schlechtem TP runter zu bekommen. Ein Check/Call mit einem weiteren Check am Turn gibt ihm dazu die beste Möglichkeit. Du selbst fürchtest im Grunde nur einen K, alle anderen Karten sind halb so schlimm.
Am Turn kommt eine nicht zu schlechte Karte. Der J wird deinen aggressiven Gegner sehr oft zu einer 2nd-Barrel verleiten, da er sich nun ausrechnen kann, ein 2nd-Pair sowie 99 und TT zum Folden zu bekommen. Hält er nun QJ, hat er dich zwar eingeholt, seine Range ist jedoch zu groß um direkt folden zu können.
Am River kommt dann die beste Karte für einen weiteren Check/Call. Das Ass kann ihn sehr gut getroffen haben und könnte ihn dazu verleiten, gegen eine Hand wie KQ nun eine Valuebet anzusetzen. Und falls der Gegner das Ass nicht hat und auf einer Hand sitzt mit, der er sich nun kaum mehr Showdownvalue geben kann, wird ihn das Ass sehr oft zu einer 3rd-Barrel verleiten, um sich so die Chance offen zu lassen eine bessere Hand noch zum Folden zu bekommen.
Da du selbst nun Top-Twopair hast, kannst du hier beruhigt callen. Ein Checkraise am River hat keinen zu großen Sinn, da dich dein Gegner kaum mit schlechteren Händen callen wird. Bedenke, er ist ein sehr aggressiver Spieler, der versucht durch seine Aggressivität, Pötte zu stehlen. Er wird hier keine schlechten Calls mit einem schlechten Paar oder Twopair machen. Dazu sieht deine Line viel zu stark aus.
Anhand dieses Beispiels siehst du, wie du die Aggressivität deines Gegners gegen ihn verwenden kannst. Hierzu benötigst du jedoch immer einen Read und musst bedenken, dass du deine Entscheidung an jeder Strasse neu treffen musst. Diese Spielweise läuft zwar auf einen Calldown hinaus, jedoch ist es hier kein Calldown aufgrund ausreichender Equity gegen die gegnerische Handrange, sondern vielmehr eine Anzahl mehrere Calls aufgrund deines Reads auf den Gegner.
In einem Blindbattle ist immer eine sehr gegnerspezifische Spielweise anzuraten. Du wirst jedoch sehr oft bemerken, dass viele deiner Gegner dazu tendieren, in einem Blindbattle viel zu aggressiv zu spielen. Deine beste Anpassung an diese überaggressive Spielweise ist daher, selbst passiver zu werden und sehr oft eine passive Line als Bluffinduce zu spielen.
Diese Anpassung hat zur Folge, dass du in Blindbattles OOP wie auch IP sehr oft einen Calldown ähnlichen Spielzug machst. Im Grunde greift dieser Abschnitt genau den gleichen Gedankengang auf wie der zuvor. Dir soll jedoch bewusst werden, dass du dich deinem Gegner anpassen musst und genau dann eine passivere Spielweise, die zu einem Calldown führen kann aber nicht muss, spielen kannst.
Achte also darauf, ob dein Gegner in einem Blindbattle zu aggressiv spielt und beginne Hände mit Showdownvalue auf nicht zu drawheavy Boards als Bluffinduce zu spielen.
Spielst du mit dem Gedanken in No-Limit Hold'em eine Calldown ähnliche Line zu spielen, so gibt es im Grunde nur zwei verschiedene Handstärken, die dafür in Frage kommen. Bedenke aber immer, dass neben der eigentlichen Handstärke auch immer dein Gegner eine wichtige Rolle spielt. Spielst du gegen einen passiveren Gegner, so ist ein Calldown meist keine Lösung, da dieser Gegner nicht auf eine Bluffinduce-Line hineinfallen wird. Hierfür benötigt es einen aggressiven Gegner!
Hast du einige Erfahrung gesammelt, so wirst du eventuell an den Punkt kommen, an dem du dich über ein geflopptes Set Asse, die gefloppten Quads oder das gefloppte Full House nicht mehr richtig freuen kannst. Diese Hände sind allesamt super Hände und jeder Spieler sollte sich eigentlich einen Keks freuen, dass er das Board so toll getroffen hat.
Jedoch haben diese Hände ein großes Problem. Du gibst deinem Gegner kaum eine Möglichkeit, auch das Board akzeptabel getroffen zu haben. Somit wird dieser in aller Regel den Großteil seiner Hände auf deine Aggression folden müssen. Um daher den maximalen Value aus solchen Monsterhänden extrahieren zu können, ist eine Calldown ähnliche Line oft nicht die schlechteste Lösung.
Da du keine Angst vor Freecards hast, versucht du durch eine passive Spielweise dem Gegner Schwäche zu verkaufen, so dass dieser beginnt, in dich hinein zu bluffen. Neben dem Bluffinduce willst du natürlich auch, dass der Gegner am besten eine zweitbeste Hand macht, mit der er nun auch in der Lage ist, um seinen gesamten Stack zu spielen.
Im Gegensatz zu einem richtigen Calldown wirst du jedoch mit deinen Monsterhänden nie eine Riverbet nur callen. Dein Ziel ist es, den Gegner von seiner Spielweise und seiner Handstärke soweit zu überzeugen, dass er entweder am River einen großen Bluff auf deine plötzliche Aggression durchführt oder so stark von seiner Handstärke überzeugt ist, dass er eine Valuebet von dir noch einmal callt.
Neben der Monsterhand, bei der du eine Calldown ähnliche Spielweise in Betracht ziehen kannst, gibt es noch die mittelstarken Hände, mit denen du durchaus einen echten Calldown spielen kannst. Hältst du eine mittelstarke Hand, müssen neben einem sehr aggressiven Gegner noch zwei weitere Vorraussetzungen erfüllt sein, damit ein Calldown gerechtfertigt ist:
-
Showdownvalue:
Deine Hand benötigt auch bei einer gegnerischen Bet, Bet, Bet Line noch genügend Showdownvalue. Ein Midpair am Flop ist daher nicht immer sehr gut für einen Calldown, da du sehr oft mit weiteren Overcards rechnen musst und dein Gegner zu viele Möglichkeiten hat deine Hand noch einzuholen. Toppair Hände sind dafür schon etwas besser geeignet. Denn oft wirst du keine weitere Overcard mehr sehen. Mit einer Toppair Hand hast du dann noch die Möglichkeit, falls dein Gegner ebenfalls ein Toppair hält, am besten Value zu extrahieren und dabei noch auf Potcontrol zu achten.
-
Die Boardstruktur:
Neben deiner Handstärke ist die Boardstruktur sehr wichtig. Das Board darf nicht zu drawheavy sein, denn du möchtest dem Gegner nicht kostenfrei auf seinen Draw ziehen lassen, um dann auch noch bei einem gegnerischen Hit eine Valuebet mit einer sehr wahrscheinlich geschlagenen Hand noch zu callen.
Außerdem muss die Boardstruktur so sein, dass der Gegner auch auf die Idee kommen könnte, mit seiner Line eine Hand zu repräsentieren und sich einen Bluff schön zu reden. Eine TPTK Hand ist dafür gut geeignet, da ein aggressiver Gegner sehr oft ein Ass bluffen wird, wenn er zuvor schon Aggression gezeigt hat. Da dir dieses Ass jedoch ein Twopair bringt, kannst du diesen Bluff natürlich sehr leicht callen und gegen manche Gegner, die sich nach einem Bluff in eine mittelstarke Hand verlieben, auch noch sehr gut for Value raisen.
Neben dieser Handkonstellation sind natürlich Boards, auf denen eine WA/WB Situation auftritt, eine weitere gute Möglichkeit, einen Calldown zu spielen.
Du siehst also, dass es auf sehr viele Dinge ankommt, um eine passive Line for Bluffinduce spielen zu können, die den Anschein eines Calldowns hat. Verwechsle diese Spielweise jedoch nicht mit der Standardline eines richtigen Calldowns aus Fixed Limit Hold'em.
Zusammenfassung
Anhand dieses Artikels sollte dir nun bewusst sein, dass du das Konzept des Calldowns, das du aus Fixed Limit Hold'em kennst, so nicht vollständig auf No-Limit Hold'em übertragen kannst. Der unkontrollierte Zuwachs der Betsizes verhindert einen Calldown mit den gleichen Gedanken wie in FL.
Jedoch entstehen neue Situationen, in denen du eine Calldown ähnliche Line spielen kannst. Zusammenfassend kannst du also folgende Punkte aus diesem Artikel für dich mitnehmen. Eine Calldown ähnliche Spielweise ist möglich, wenn folgende Umstände gegeben sind:
- Du spielst gegen einen aggressiven Gegner
- Du hältst eine Monsterhand
- Du befindest dich in einer WA/WB Situation
- Du hältst eine mittelstarke Hand auf einer favorisierten Boardstruktur
