Wie spielst du vor dem Flop?
Einleitung
In diesem Artikel lernst du:
- Wie du deine Position feststellst
- Welche Karten du vor dem Flop spielst
- Wie du das Starting Hands Chart benutzt
Die richtige Auswahl der Startkarten ist im Poker schon die halbe Miete. Wenn du mit den richtigen Karten einsteigst, vermeidest du nicht nur eklige Spielentscheidungen in den folgenden Setzrunden, sondern sicherst dich damit auch ab, dass du tatsächlich häufig das beste Blatt hältst.
Dieser Artikel befasst sich mit genau diesem Thema. In ihm lernst du, welche Karten wann spielbar sind und wie du sie spielen solltest, um den maximalen Profit aus ihnen herauszuholen.
Du erhältst eine Übersicht, das Starting Hands Chart, welche die Strategie für die erste Setzrunde zu einem großen Teil auf einfache und verständliche Weise abbildet. Wie auch in allen anderen Strategien von PokerStrategy.com kannst du dir das Chart herunterladen, ausdrucken und während deines Spiels verwenden.
Der nächste Abschnitt wird noch einmal für alle Quereinsteiger die Positionen am Pokertisch behandeln. Anschließend geht es los mit der konkreten Strategie.
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Was ist deine Position am Tisch?
Wann du in einer Setzrunde an der Reihe bist, hängt davon ab, wer gerade der Kartengeber (Dealer) ist. Je mehr Spieler zwischen ihm und dir noch sitzen (entgegen dem Uhrzeigersinn), desto früher bist du an der Reihe. Um dem einen Namen zu geben, gibt es den Begriff der Position.
Bist du früh in einer Setzrunde an der Reihe, bist du auch in früher Position. Bist du in später Position, bist du auch relativ spät in einer Setzrunde an der Reihe. Das ist wichtig, denn je früher du dran bist, desto stärker muss dein Blatt sein. Immerhin steigt mit jedem weiteren Spieler hinter dir die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen ein starkes Blatt hat.
An einem Tisch mit 10 Spielern gibt es auch 10 Positionen. Diese sind noch einmal unterteilt in vier Gruppen: frühe, mittlere und späte Positionen und die Blinds.
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Die zwei späten Positionen BU und CO
Der Kartengeber und der Spieler zu seiner Rechten sind die beiden späten Positionen. Der Kartengeber heißt auch BU (Button), während der Spieler direkt vor ihm CO heißt (Cutoff).
Die drei mittleren Positionen MP1, MP2 und MP3
Die drei Spieler, die entgegen dem Uhrzeigersinn von den späten Positionen sitzen, sind in mittlerer Position. Sie heißen MP1, MP2 und MP3
Die drei frühen Positionen UTG1, UTG2 und UTG3
Die drei Spieler, die entgegen dem Uhrzeigersinn von den mittleren Positionen sitzen, sind in früher Position. Man nennt sie UTG1, UTG2 und UTG3.
Die zwei Blind-Positionen SB und BB
Die beiden Spieler, die den kleinen und den großen Blind-Einsatz bezahlt haben, nennt man die Blinds. Der Spieler direkt neben dem Kartengeber ist der Small Blind. Er hat den kleineren Zwangseinsatz bezahlt. Der zweite Spieler heißt Big Blind. Er hat den größeren der beiden Zwangseinsätze bezahlt.
Die obere Übersicht geht davon aus, dass sich zehn Spieler am Tisch befinden. Das ist aber nicht immer der Fall.
Sind nur neun statt zehn Spieler am Tisch, gibt es eine frühe Position weniger. Bei acht Spielern gibt es sogar nur noch eine von ursprünglich drei frühen Positionen. Bei sieben Spielern gibt es gar keine frühe Position mehr.
Je weniger Spieler am Tisch sind, desto mehr Positionen fallen weg, erst die frühen, dann die mittleren, usw.
Starting Hands Chart: Welche Karten spielst du?
Welche Karten du wie am besten spielst, sagt dir das Starting Hands Chart für No-Limit Texas Hold'em von PokerStrategy.com. Druck es dir einfach aus und du weißt während des Spiels immer ganz genau, was du tust.
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Weitere Informationen: Wirf einen Blick auf unsere Übersicht zu Pokerhänden, um mehr über das Handranking beim Poker zu erfahren.
Tas Chart verbindet vier Informationen:
- Deine Startkarten
- Was die Gegner vor dir getan haben
- Deine Position
- Wie du deine Startkarten in deiner aktuellen Position angesichts der Aktion deiner Gegner vor dir am besten spielst.
Das Chart behandelt alle Fälle in denen vor dir niemand eingestiegen ist, Spieler mitgegangen sind oder genau 1 Spieler erhöht hat. Wurde mehr als 1-mal erhöht, wirfst du alle Blätter außer zwei Asse (AA) und zwei Könige (KK) weg. Mit Assen und Königen gehst du All-In. Wie du spielst, wenn nach dir erhöht wird, lernst du in einem späteren Kapitel.
| Deine Karten | Aktionen der Gegner vor dir | Frühe Pos. | Mittlere Pos. | Späte Pos. | Blinds |
| Hohe Paare | |||||
| Alle steigen aus | Erhöhen | ||||
| AA, KK, QQ | Spieler sind mitgegangen | Erhöhen | |||
| 1 Spieler hat erhöht | Erhöhen | ||||
| Mittlere Paare | |||||
| Alle steigen aus | Erhöhen | ||||
| JJ, TT | Spieler sind mitgegangen | Erhöhen | |||
| 1 Spieler hat erhöht | Mitgehen20 | ||||
| Niedrige Paare | |||||
| 99, 88, 77, | Alle steigen aus | Aussteigen | Mitgehen | Erhöhen | Mitgehen |
| 66, 55, 44, | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | Mitgehen | ||
| 33, 22 | 1 Spieler hat erhöht | Mitgehen20 | |||
| Deine Karten | Aktionen der Gegner vor dir | Frühe Pos. | Mittlere Pos. | Späte Pos. | Blinds |
| Hohe Asse (s bedeutet gleichfarbig, o bedeutet ungleichfarbig) | |||||
| Alle steigen aus | Erhöhen | ||||
| AKo, AKs | Spieler sind mitgegangen | Erhöhen | |||
| 1 Spieler hat erhöht | Erhöhen | ||||
| Mittlere Asse (s bedeutet gleichfarbig, o bedeutet ungleichfarbig) | |||||
| AQo, AQs | Alle steigen aus | Aussteigen | Erhöhen | ||
| AJs, AJo | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | Erhöhen | Mitgehen | |
| ATs, ATo | 1 Spieler hat erhöht | Aussteigen | |||
| Niedrige gleichfarbige Asse (s bedeutet gleichfarbig) | |||||
| A9s, A8s, A7s, | Alle steigen aus | Aussteigen | Erhöhen | ||
| A6s, A5s, A4s, | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | Mitgehen | ||
| A3s, A2s | 1 Spieler hat erhöht | Aussteigen | |||
| Deine Karten | Aktionen der Gegner vor dir | Frühe Pos. | Mittlere Pos. | Späte Pos. | Blinds |
| Gleichfarbige Bildkarten (s bedeutet gleichfarbig) | |||||
| KQs, KJs, KTs, | Alle steigen aus | Aussteigen | Erhöhen | ||
| QJs, QTs, | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | Mitgehen | ||
| JTs | 1 Spieler hat erhöht | Aussteigen | |||
| Verschiedenfarbige Bildkarten (o bedeutet ungleichfarbig) | |||||
| KQo, KJo, KTo, | Alle steigen aus | Aussteigen | Erhöhen | ||
| QJo, QTo, | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | Mitgehen | ||
| JTo | 1 Spieler hat erhöht | Aussteigen | |||
| Gleichfarbige verbundene Karten (englisch: suited Connectors) | |||||
| T9s, 98s, | Alle steigen aus | Aussteigen | Erhöhen | Aussteigen | |
| 87s, 76s, | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | Mitgehen | ||
| 65s, 54s | 1 Spieler hat erhöht | Aussteigen | |||
| Deine Karten | Aktionen der Gegner vor dir | Frühe Pos. | Mittlere Pos. | Späte Pos. | Blinds |
| Alle sonstigen noch nicht aufgeführten Kartenkombinationen | |||||
| Alle steigen aus | Aussteigen | ||||
| Der Rest | Spieler sind mitgegangen | Aussteigen | |||
| 1 Spieler hat erhöht | Aussteigen | ||||
| In der linken Spalte siehst du die möglichen Startkarten. Sie sind durch Abkürzungen dargestellt. AA steht z.B. für zwei Asse, 99 für zwei Neunen. Ist dein Blatt nicht aufgeführt, dann steig aus. |
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Gleichfarbige Karten s: Ein s hinter den Karten wie bei A9s steht für suited und besagt, dass beide Karten von der gleichen Farbe(Herz, Karo, Pik oder Kreuz) sind. Welche Farbe ist dabei völlig egal in Texas Hold'em.
- A9s ist Ass Neun in der gleichen Farbe
- A4s ist Ass Vier in der gleichen Farbe
- QJs ist Dame Bube in der gleichen Farbe
- QTs ist Dame Zehn in der gleichen Farbe
Ungleichfarbige Karten o: Ein o wie bei KQo steht für offsuited und sagt, dass die Karten von verschiedenen Farben sind, z.B. eine in Kreuz, die andere in Herz.
- KQo ist König Dame in verschiedenen Farben
- QTo ist Dame Zehn in verschiedenen Farben
- JTo ist Bube Zehn in verschiedenen Farben
| In der zweiten Spalte siehst du die möglichen Antworten auf die Frage, was deine Gegner bisher getan haben. Du spielst natürlich anders, wenn erhöht wurde, denn immerhin deutet das auf starke Karten beim Gegner hin. |
| Deine Position sagt dir nun, in welcher Spalte du nachschauen musst. Bist du in früher Position, schaust du in der dritten Spalte nach. Bist du im Small Blind oder Big Blind, schaust du in der letzten Spalte nach. |
Wenn du kleine Paare wie 55 spielst, spekulierst darauf, am Flop einen Drilling zu treffen. Das passiert nur in etwa 12% aller Fälle, doch wenn du triffst, hast du ein sehr starkes Blatt, das dir gutes Geld einbringen kann. Daher ist es profitabel, eine Erhöhung mit einem kleinen Paar mitzugehen, sofern der Gegner auch genug Geld hat, um dich ordentlich auszubezahlen.
Deshalb gilt die Regel: Mit einem kleinen Paar gehst du eine Erhöhung nur dann mit, wenn dein Gegner mindestens noch das 20-fache der Erhöhung übrig hat. Das gilt übrigens auch für dich. Auch du musst das 20-fache der Erhöhung noch übrig haben. Sonst lohnt sich das nicht, denn du kannst ja nur so viel Geld gewinnen, wie du selbst einsetzen kannst. Das bedeutet der Eintrag Mitgehen20.
Wenn du erhöhst, wie viel erhöhst du?
Wenn noch niemand vor dir erhöht hat, ist der Fall einfach. Du erhöhst auf 4 Big Blinds und legst noch je einen Big Blind drauf für jeden Spieler, der schon eingestiegen ist.
- 4-mal den Big Blind
- plus je 1 Big Blind für jeden Spieler, der schon ins Spiel eingestiegen ist.
Nimm an, du hast gerade dein Startkapital erhalten und startest auf Spiellimit NL2 (0.01/0.02). Dort beträgt der Big Blind $0.02.
Willst du jetzt erhöhen, erhöhst du also auf mindestens 4 * $0.02 = $0.08.
Ist vor dir schon ein Spieler eingestiegen, legst du noch einmal $0.02 drauf. Das macht dann $0.10. Sind schon zwei Spieler eingestiegen, wären es schon $0.12.
Wenn vor dir genau einmal erhöht wurde, dann erhöhst du auf das Dreifache dieser Erhöhung. Für jeden Spieler, der die Erhöhung mitgegangen ist, legst du noch je einmal die gegnerische Erhöhung drauf.
- 3-mal die ursprüngliche Erhöhung
- plus je 1-mal die Erhöhung für jeden Spieler, der die Erhöhung mitgegangen ist.
Nimm wieder an, du spielst NL2 (0.01/0.02). Ein Spieler vor dir erhöht auf $0.08. Du hast zwei Asse und möchtest natürlich erneut erhöhen und Geld in den Pot bekommen. Deine Erhöhung betrüge dann 3 * $0.08 = $0.24.
Ist jetzt aber ein anderer Spieler die Erhöhung schon mitgegangen, dann musst du noch einmal die Ursprungserhöhung von $0.08 hinzurechnen. Dann würdest du auf $0.32 erhöhen.
Bei zwei Gegnern, die die Erhöhung mitgegangen sind, sind das schon $0.40
Wenn es vor dir zwei oder mehr Erhöhungen gab, dann ist die Situation ziemlich klar: Ohne ein Monsterblatt willst du da nicht mitmischen. Du spielst nur noch AA und KK, zwei Asse oder zwei Könige. Damit gehst du All-In und setzt all dein Geld.
Zwei Damen (QQ) oder Ass König (AK) legst du hingegen weg, wie auch jedes andere Blatt.
Was tun, wenn nach dir erhöht wird?
Hast du ein Paar Asse oder ein Paar Könige, erhöhst du auf jeden Fall weiter. Das beste Ergebnis, das du erzielen kannst, ist, wenn du schon vor dem Flop All-In gehen und all dein Geld setzen kannst. Einsteiger haben damit manchmal ein Problem, aber allein gegen jedes andere Paar liegst du zu ca. 80% vorn. Eine profitablere Möglichkeit, dein Geld einzusetzen, wirst du kaum finden.
Alle anderen Karten legst du einfach weg, auch AK und AQ, so schwer es dir auch fallen mag. Eine Ausnahme gibt es bei Paaren.
Es gibt, wie gesagt, eine Ausnahme. Hast du ein Paar, das kleiner als AA und KK ist, dann kannst du die Erhöhung manchmal auch mitgehen, nämlich dann, wenn du und dein Gegner noch das 20-fache des von dir zu zahlenden Einsatzes übrig haben.
Wie bei der Mitgehen20-Regel aus dem Starting Hands Chart spekulierst du jetzt nämlich nur noch darauf, deinen Drilling am Flop zu treffen. Ist das der Fall, stehen die Chancen nämlich gut, dass du den gesamten Stack deines Gegners einsammeln kannst.
Auf den kleinen Limits kommt es häufiger vor, dass Spieler nur um das Minimum erhöhen. Was immer sie sich auch dabei denken mögen, viel Sinn macht das nicht.
Bist du in die aktuelle Runde eingestiegen und jemand macht eine Minimumerhöhung, ein so genanntes Minraise, dann gehst du die Erhöhung auf jeden Fall mit. Ausnahme hier sind natürlich AA und KK, mit denen du weiter erhöhst.
Praxisbeispiele
| Spiellimit | NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02) |
| Karten | |
| Position | UTG3 (frühe Position) |
| Situation | Du hast zwei Spieler vor dir. Beide gehen mit, zahlen also den Big Blind von $0.02. Dann bist du an der Reihe, eine Entscheidung zu treffen. |
Ganz klar wirst du mit diesem Blatt erhöhen. AK ist einfach gut. Doch auf wie viel erhöhst du?
Die Regel sagt: Du erhöhst auf 4 Big Blinds + je einen Big Blind für jeden Spieler, der schon eingestiegen ist.
In diesem Fall sind schon 2 Spieler eingestiegen. Insgesamt erhöhst du also auf 6 Big Blinds. Der Big Blind liegt bei $0.02, somit erhöhst du auf 6 * $0.02 = $0.12.
| Spiellimit | NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02) |
| Karten | |
| Position | MP3 (mittlere Position) |
| Situation | Alle Spieler vor dir steigen aus bis auf den Spieler direkt vor dir. Dieser erhöht auf $0.08. Sein Chipstapel beträgt danach $1.90. |
Da schon jemand vor dir erhöht hat und du ein fertiges Paar auf der Hand hältst, greift die Mitgehen20-Regel. Sie besagt, dass du mit einem Paar auf der Hand eine Erhöhung mitgehst, sofern du und dein Gegner jeweils mindestens das 20-Fache der Erhöhung übrig haben.
Die Erhöhung beträgt $0.08. Das 20-Fache davon ist $1.60. So viel müssten du und dein Gegner mindestens am Tisch haben. Dein Gegner hat $1.90 und du als guter Spieler hast sowieso immer ein volles Buy-in von $2 am Tisch. Somit kannst du in diesem Beispiel die Erhöhung mitgehen und schauen, ob du am Flop den Drilling triffst.
| Spiellimit | NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02) |
| Karten | |
| Position | MP2 (mittlere Position) |
| Situation | Vor dir steigen alle Spieler aus. Mit AK erhöhst du natürlich, in diesem Fall auf $0.08. Doch dann regt sich hinter dir Widerstand und ein Gegner erhöht auf $0.24. Was machst du? |
Wenn deine erste Antwort lautet: Ich steige aus, dann hast du schon viel gelernt. So schön dein Blatt auch aussehen mag, AK musst du gegen eine größere Erhöhung hinter dir weglegen.
| Spiellimit | NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02) |
| Karten | |
| Position | BU (Button, späte Position) |
| Situation | Du bist in der Button-Position, also der Kartengeber/Dealer. Vor dir steigen alle Spieler aus. Laut Starting Hands Chart eine klare Erhöhung für dich. Du erhöhst dann auch auf $0.08, doch der Spieler im Big Blind will nicht so recht mitspielen und erhöht auf $0.16. |
In diesem Fall hast du es mit einer Minimumerhöhung (Minraise) zu tun. Normalerweise würdest du A8s einfach weglegen, wenn jemand nach dir erhöht. Doch in diesem Fall greift die Regel, dass du mit jedem Blatt eine Minimumerhöhung nach dir mitgehst.
Schau dir den Flop an. Du hast Position auf deinen Gegner und ganz so schlecht ist dein Blatt ja auch nicht. Vermeide dann allerdings um große Pötte zu spielen, wenn du nur ein Paar Asse oder Achten triffst.
| Spiellimit | NL 2 $0.01/$0.02 (Big Blind = $0.02) |
| Karten | |
| Position | BU (Button, späte Position) |
| Situation | Ein Spieler in früher Position erhöht auf $0.08. Ein Spieler in mittlerer Position erhöht erneut und zwar auf $0.24. Dann bist du dran. |
Über eine solche Situation freut man sich natürlich. Zwar wären zwei Asse noch besser, aber auch mit Königen schiebst du hier dein Geld ganz leicht in die Mitte. Statt lange rumzurechnen, auf wie viel du erhöhst, gehst du auch gleich All-In und setzt all dein Geld.
Hättest du hingegen Ass König (AK) oder zwei Damen (QQ) würdest du aussteigen. Gegen zwei Erhöhungen vor dir sind diese Blätter zu oft nicht mehr gut.
Fazit
Wenn du verstanden hast, wie du das Starting Hands Chart anwendest, dann solltest du in der ersten Setzrunde schon einmal auf der sicheren Seite sein. Die richtige Startkartenauswahl ist die halbe Miete und viele Spieler verbrennen ihr Geld genau an dieser Stelle. Sie spielen zu viele Blätter oder wissen nicht, wann sie sich lieber aus der Schusslinie halten sollten mit Karten, die ihrer Meinung nach doch ganz gut aussehen.
Wenn du vor dem Flop deine Karten sorgfältig auswählst, so wie es das Starting Hands Chart vorgibt, dann wirst du auch haarigen und wenig prickelnden Entscheidungen nach dem Flop aus dem Weg gehen. Besonders auf den kleinen Limits werfen die Gegner auch so gern ihr Geld hinterher. Es besteht also kein Anlass für dich, jetzt marginale Spielsituationen zu kreieren. Winning by folding (gewinnen durch aussteigen) heißt die Devise.
Im nächsten Artikel erfährst du, welche Blätter du überhaupt am Flop oder in einer der späteren Setzrunden treffen kannst. Und im Anschluss erfährst du, wie du dein Blatt richtig spielst.
Tipp: Neben unseren Artikeln kannst du auch unsere anderen Lerninhalte verwenden, um schneller zu lernen, wie man Poker spielt.
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