Final Pot: 11.25 BB.
Results in white below:
Hero doesn't show.
Hero wins 11.18 BB.
Gedanken zur Hand
Durch seine 3-Bet preflop hat der Big Blind eine Premium Hand angekündigt. Ich setzte ihn natürlich auf "AK or better".
Normalerweise verabschiede ich mich schnell, wenn ein Mitspieler deratig viel Stärke zeigt und ich mit einer dünne Raising Hand den Flop nicht treffe. Glücklicherweise floppte ich ein OESD.
Der Turn-Call erscheint mir logisch, da ich kaum darauf hoffen konnte, beide Gegner aus der Hand zu bluffen (besonders nicht den BB).
Am River fasste ich mir dann einen Herz und brachte ein Bluff-Raise. Alles ging sehr schnell, aber meine Überlegungen waren ungefähr die: Der Pot ist sehr groß; es wäre wirklich schade, ihn aufgeben zu müssen. Natürlich kann mein Gegner auf einer Made Hand sitzen, was aber, wenn er AK oder AQ in Händen hält? Als ich den River raiste, bekam ich einen Schreck: mein Gegner hatte nur noch 12 Dollar auf dem Tisch. Das hatte ich in der Hitze des Gefechts übersehen. Er brauchte also nur noch eine Viertel-Bet zu investieren, um zum Show-Down zu kommen. Nach kurzem Überlegen gab er auf. Mir fiel ein Stein vom Herzen.
Das Mittel River Bluff-Raise sollte man meiner Meinung nach sehr sparsam einsetzen, da es nicht häufig funktioniert. Es gibt aber auch Umstände, die es begünstigen.
1. Busted Draw
Wenn man den Gegner auf ein Busted Draw setzt, dass man nicht schlagen kann, ist der River Bluff-Raise eine Option. Mein Beispiel ist so ein Fall. Da ich Ace high nicht schlagen konnte, hatte meine Hand keinen Showdown Value. Eine ähnliche Situation besteht, wenn sich ein Draw zu einem kleinen Flush nicht materialisiert und mann den Gegner ebenfalls auf einen Busted Flush Draw setzt.
2. Der Gegner ist ein Maniac oder notorischer Bluffer
Es gibt viele Spieler, die es lieben, am River out of position eine Bluff-Bet abzufeuern, wenn ihr Draw gebustet ist. Hat die eigene Hand keinen Showdown Value (z.B. JTs), kommt ein Bluff-Raise stark in Frage.