Equity vs Strategic Advantages [Beta]
Einleitung
In diesem Artikel
- Inwiefern lohnt es sich, Potequity preflop aufzugeben?
- Wie erhöhst du dein Vorteil am Flop?
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Frage, inwiefern es sich lohnt, Potequity preflop aufzugeben, um dafür am Flop strategische Vorteile zu haben.
Beispiel 1
Das klassische Beispiel für so eine Situation findet sich in HPFAP, Seite 40.
| Zitat: |
| Let's suppose you have AKo in the BB and one or two aggressive players have called from an early position. Your best play is usually (but not always) to just call and (perhaps) try for a check-raise later |
Die hier von Sklansky vorgeschlagene Spielweise ist ein großer Fehler. Eine PokerStove Equity Analyse liefert folgendes:
| Zitat: |
| Quelle: PokerStove equity (%) win (%) / tie (%) Hand 1: 38.7700 % [ 00.38 00.01 ] { AKo } |
Wir haben also hier gegenüber unseren 2 Gegner einen Equity edge von 8%. Wenn wir raisen kommen 3 extra Bets in den Pot, von denen uns 38% gehören. Somit erhöht ein Raise hier nach Equity Gesichtspunkten unseren EV um 0,14 SBs. Dieser Raise alleine ist schon so viel wert wie eine gute Hand ala 99 im Durchschnitt!
Das Standardargument gegen diese Berechnung ist, dass man ja den EV, den man preflop verschenkt, post-flop wieder reinholen könne, da man aufgrund der kleineren Potgröße besser protecten könne, also seine Gegner in Positionen bringen können, wo sie entweder folden oder aber schlechte Calls machen müssen. Durch einen pre-flop Raise - so wird argumentiert - sorgen wir aber dafür, dass unser Gegner post-flop automatisch korrekte Calls macht, weil der Pot einfach zu groß geworden ist.
Hierbei wird aber impliziert, dass ein guter Call eines Gegners schlecht für uns sein muss. Obwohl dies bestimmt von 70% aller "guten" Spieler geglaubt wird, ist es schlichtweg falsch.
SB vs BB
Stellt euch vor wir sind am Flop heads-up und der Gegner hat einen Draw der mit einer 25% Wahrscheinlichkeit am Turn trifft. Lasst uns weiterhin annehmen, dass wir die Karten des Gegners kennen und er unsere Karten kennt. Wir sind nur an der mathematisch perfekten Spielweise interessiert.
Unterscheiden wir weiterhin zwei Fälle:
a) Wir haben preflop gecheckt. Pot = 2 SB
b) Wir haben preflop geraist. Pot = 4 SB
Fall a) Er checkt, wir betten, er foldet. Häufigkeit: 100%, Extra Value= +2 SB
Fall b)
Flop: check, bet, call. Pot 6 SB
Turn, sein draw kommt: bet, fold
Häufigkeit: 25%, Extra Value - 1 SB
Turn, sein draw kommt nicht: check, bet, call Pot 10 SB
River, sein draw kommt: bet fold
Häufigkeit: 18,75 %, Extra Value -3 SB
Turn, sein draw kommt nicht: check,bet, call
River, sein draw kommt nicht: check, bet, fold
Häufigkeit: 56,25 %, EV +7 SB
Gesamt:
Post-Flop value unraised Pot: 2 SB
Post-Flop value raised Pot: +3,9375 - 0,5625 - 0,25 = 3,125 SB
Nun haben wir natürlich im raised Pot pre-flop auch eine SB extra investiert. Selbst wenn wir dies miteinbeziehen, so haben wir beim raised Pot im Vergleich zum unraised Pot einen extra Value von 0,125 SB erhalten.
Dieser Effekt kommt dadurch zustande, dass aufgrund der Potgröße der Gegner dazu gezwungen wird, korrekte Calls mit Händen die eine schwache Pot Equity haben zu machen. Durch die größe des Pots wird er somit an den Pot gebunden. Da wir pre-flop ja nur raisen, wenn wir eh schon einen equity edge haben, wird es häufiger vorkommen, dass wir den Gegner an einen Pot binden als er uns. Somit schlägt sich die pre-flop equity deutlich in der post-flop equity nieder. Die Größe dieses Effekts ist nicht zu verachten. Die Behauptung von Sklansky, dass man in loose Games Hände wie AQo in der BB nicht raisen sollte ist absolut falsch und wäre ein fataler Fehler.
Diese Thematik wir vom Limit-Profi Izmet Fekali in folgendem Beitrag erörtert. Das Fazit ist auch hier, dass es bei pre-flop Entscheidungen fast ausschließlich auf eure Pot Equity ankommt. Ist eure Equity höher als der Durschnitt, so ist es fast immer korrekt, pre-flop so viel Geld wie möglich in den Pot zu bringen. Die Tatsache, dass ihr die Gegner dadurch post-flop zu mathematisch korrekten Calls verleitet ist nämlich dann in den meisten Fällen für euch ein weiterer Wertgewinn!
Fazit
Kurz gesagt: Pre-Flop Strategie richtet sich fast ausschließlich nach der Pot Equity. Wenn eure Pot Equity höher als die der Gegner ist, könnt ihr sie durch das Vergrößern das Pots preflop dazu zwingen, dass sie postflop länger in der Hand bleiben und euch so extra Value geben.
Hier nun der versprochene Artikel
| Zitat: |
| Quelle: Izment Fekali's website
>Dear Izmet, 6-12 hold'em
There are good arguments for calling only (as Jim suggests in his It's a good, bulletproof, profitable strategy. See, if you make the pot too big, postflop play turns into a But so what. If you have a bankroll, you should ram 'n jam on the I assume Connie is talking about a typical California-stye game This guy can have a wide range of cards, if he is a good player But against other possible hands the button could have How profitable is the reraise (and a subsequent cap if rereraised, I ran a $10-20 Turbo sim for Connie with a player on the button AQs calling a raise in the big blind, min. 5 opponents:
AQs jamming preflop in the big blind, min. 5 opponents:
Against JJ and four other opponents, AQs just flat called, tried But, when AQs capped it preflop, it earned almost twice as much! Here's the same sim, but with QQ on the button. The situation seems AQs calling a raise in the big blind, min. 5 opponents:
AQs jamming preflop in the big blind min. 5 opponents: |