Contibet Turn in 3-Bet Pots & Playing Draws
Einleitung
Dieses Mal werde ich mich ausführlich mit zwei Themen beschäftigen. Das erste Thema ist Conitbet Turn in 3-Bet Pots und im zweiten Teil geht es um das Spielen von Draws, wann man eher eine aggressive, wann eine passive wählen sollte.
Contibet Turn in 3-Bet Pots
In dieser Hand, auf Vorschlag von hazz, beschäftigen wir uns mit dem doch etwas leidigen Thema der Contibet Turn in 3-Bet Pots. Ich werde anhand von Beispielhänden einige Situationen erklären, wo eine Contibet Pflicht ist und wo es gilt, den Turn zu check/folden. Erstmal konzentrieren wir uns auf das Headsup.
In welchen Situationen ist sie erforderlich?
- Bei Flops, die nur lowcards aufweisen, muss man den Turn fast immer contibetten, da der Gegner nur mit 6 Outs gecalled haben könnte am Flop.
- Man sollte den Turn immer dann betten (besonders oop), wenn die eigene Hand stark genug ist für eine 3-Bet.
- Mit Händen, die wir for Value betten können und bei denen wir nach einem Raise vom Gegner keine schwierige Entscheidung zu treffen haben.
- In manchen Situationen mit marginalen Madehands gegen aggressive Gegner auf drawheavy Boards. Auch bet/calldown mit A High ist hier möglich.
- Wir haben einen Draw aber z.B. nur J high und damit kein Showdownvalue.
Dies waren jetzt grundsätzliche Regeln die man einhalten muss, aber diese Regeln sollte eigentlich fast jedem bekannt sein.
Ganz wichtig ist:
Aus welcher Position kam der Openraise und aus welcher Position unsere 3-Bet? Dies ist elementar, um dem Gegner eine Handrange und besonders eine Callingrange zu geben am Flop, da unsere Handrange natürlich wesentlichen Einfluss darauf hat, mit welchen Händen er selber am Flop weiterspielt oder nicht. Umso mehr wir uns in den Situationen BU vs SB/BB oder CO vs SB/BB befinden, umso looser wird er Flop gecallt. Wenn wir jedoch einen UTG Raiser aus der SB 3-betten mit 99, umso tighter wird er den Flop callen, da wir viel öfter eine starke Hand halten, als hätte er selber vom BU openraised. Man muss natürlich auch berücksichtigen, ob der Gegner IP oder OOP ist. IP wird er den Flop auch etwas looser callen aufgrund von besseren Implied Odds und der Freecardoption (siehe auch Bluffcall IP for Freecard).
Hand 1
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is SB with Q
2 folds, CO raises, BU folds, Hero 3-bets, BB folds, CO calls.
Flop: (7.00 SB) K


Hero bets, CO calls.
Turn: (4.50 BB) 8
Hero bets.
Hier haben wir gegen einen LAG Preflop ge-3-bettet mit QJs. Wir treffen nun einen mittelmäßigen Flop (Gutshot und vermeintliche Outs auf Q und J) und werden gecallt. Hier sollten wir den Turn definitiv betten und einen Raise callen. Am River dann ui folden. Wir bekommen auf einen Raise 1:7,5 und benötigen dafür 5,5 Outs zum callen. 4 Outs sind clean auf die Straight und da ein LAG mit sehr vielen Händen den Turn raisen kann wie einer 9 oder A High, können wir uns auf Q und J noch sichere 1,5 Outs oder sogar mehr geben. Der Flop eignet sich halt auch ganz gut zum bluffcallen und wir haben am Turn FE gegen bessere Hände wie A High oder kleine Pocketpairs wie 22 33 44 (je nach WTS natürlich unterschiedlich hohe FE).
Hand 2
Spots, wo wir den Turn check/folden können
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is SB with 9
MP2 folds, MP3 raises, 2 folds, Hero 3-bets, BB folds, MP3 calls.
Flop: (7.00 SB) A


Hero bets, MP3 calls.
Turn: (4.50 BB) 6
Hero checks, MP3 bets, Hero folds.
Final Pot: 5.50 BB
Hier haben wir eine Situation, wo wir gegen einen TAG spielen und seinen MP3 Openraise ge-3-bettet haben. Wir contibetten den Flop und werden gecallt. Seine Callingrange am Flop sieht wohl folgendermaßen aus:
AQs-A7s,KTs+,QTs+,JTs,AQo-ATo,KJo+
Dies sind die Hände, die er aus der Position openraised haben könnte und am Flop callt.
Was sagt der Equilator dazu?
Board: As Kh 4c 6c
equity win tie pots won pots tied
Hand 0: 85.398% 85.40% 00.00% 1058005 0.00 { AQs-A7s, KTs+, QTs+, JTs, AQo-ATo, KJo+ }
Hand 1: 14.602% 14.60% 00.00% 180912 0.00 { 9c9d }
Wir haben also gegen seine Range nur eine Equity von 15%. Den K wird er am Turn nicht folden und man könnte nun argumentieren, dass er am Flop mit einem Gutshot gecallet hat, gegen den wir natürlich noch vorne liegen aber mit einem Gutshot nimmt er sich oft die Freecard. Seine Bettingrange beschränkt sich also fast nur auf Hände, die uns Beat haben. Eine Bet ist in diesem Spot also bewiesenermaßen -EV.
Die Contibet am Turn unterliegt eigentlich den gleichen Regeln, wie in normalen raised Pots, nur dass sich die Ranges verschieben.
Man kann sich allgemein merken: Umso looser der Gegner den Flop callt, umso eher sollten wir contibetten. Je tighter und weniger WTS der Gegner hat, desto eher sollten wir auf dry Boards check/folden, wenn wir nichts haben.
Playing A High IP nach 3-Bet Preflop
Mit Ace High IP contibetten wir auch den Turn bei einem lowcard Flop und einem c/c des Gegners. Bei drawheavy Boards sollten wir gegen eher passivere bet/folden und gegen aggressive, von denen man oft eine Bluffbet am River induced oder einen c/r als Semibluff, cb call River oder bet/calldown. Dies hängt speziell von der Situation ab.
Hand 3
Beispiel für c/c am Turn
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is SB with 7
2 folds, CO raises, BU folds, Hero 3-bets, BB folds, CO calls.
Flop: (7.00 SB) J


Hero bets, CO calls.
Turn: (4.50 BB) 5
Hero checks, CO bets, Hero calls.
Hier sind wir in einem toughen Spot. Wir haben lowpair und unsere Contibet wird auf einem drawheavy Board gecallt. Hier empfiehlt es sich, am Turn einen check/call anzubringen. Wir werden von kaum schlechteren Madehands gecallt und wissen am Turn nicht, wo wir stehen nach einem Raise. Gegen einen TAG können wir den Turn check/callen und sind gegen thinking TAGs fast gezwungen auf eine Blank den River auch zu check/callen. Der TAG weiss, dass wir hier oft einen Gutshot oder ein Lowpair halten, womit wir günstig zum SD wollen / den River sehen möchten. Daher werden viele TAGs ihren busted Draw am River erneut bluffen. Für LAGs gilt das sowieso. Bei schlechten Riverkarten wie der 9, einer Q oder dem K, können wir einen guten Fold finden.
Hand 4
Contibet Turn nach 3bet Preflop 3handed
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BU with A
MP2 folds, MP3 raises, CO calls, Hero 3-bets, 2 folds, MP3 calls, CO calls.
Flop: (10.40 SB) 7


MP3 checks, CO checks, Hero bets, MP3 calls, CO calls.
Turn: (6.70 BB) Q
MP3 checks, CO checks, Hero bets.
Hier haben wir eine Standardsituation für eine Contibet am Turn. Das Board bietet Draws, aber die Calls von den Gegnern sind oft nur 6 Outs oder evtl eine Hand wie Lowpair mit der 4. Hier gilt es den Turn auf jeden Fall zu bet/folden und nicht am Turn schon cb, weil ihr denkt, dass einer auf jeden Fall was getroffen haben muss.
Bei Boards, bei denen wir eine Freecard nehmen am Turn und den River UI folden:
K


K


T


Hand 5
Gegner: TAG
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BU with A
MP2 folds, MP3 raises, CO folds, Hero 3-bets, 2 folds, MP3 calls.
Flop: (7.40 SB) K


MP3 checks, Hero bets, MP3 calls.
Turn: (4.70 BB) 4
MP3 checks, Hero checks.
River: (4.70 BB) 5
MP3 bets, Hero folds.
Final Pot: 5.70 BB
Hier contibetten wir den Turn auch bewusst nicht. Wir haben einen MP3 Openraise ge3bettet und werden auf diesem Board gecalled oop. Wir sollten am Turn auf jeden Fall die Freecard nehmen, da eine erneute Bet am Turn selten einen check/fold sondern viel öfter einen c/c oder einen c/r zur Folge hat. Wir können so am River zwar rausgebluffed werden aber ein TAG wird in dieser Situation eher selten den River bluffen, da wir Preflop eine starke Hand angezeigt haben und er sich am River nicht sicher ist, ob wir nicht ein Pocket haben was wir callen werden. Die Riverbet ist dann doch sehr oft die Q, die er wa/wb gespielt hat, nach unserem CB aber weiss, dass wir keinen K und fast nie eine Q halten werden. Dass er mit AJ oder AT den River blufft, kommt wohl eher selten vor.
Ich hoffe, ich konnte euch mit den Händen etwas weiterhelfen. So große Unterschiede gibt es nicht zu raised Pots.
Playing Draws (aggressive or passive)?
Diese Woche behandle ich das Thema Drawplay. Ich werde verschiedene Situationen an speziell erstellten Beispielhänden aufzeigen und erläutern, wieso man einen Draw in dieser Situation eher aggressiv oder eher passiv spielen sollte.
Welche Fragen muss ich mir stellen?
Habe ich soviele Outs, dass ich for Value raisen kann?
Der erste Blick richtet sich eigentlich immer auf die Equity. Wenn wir einen Equityedge haben, dann sollten wir diesen grundsätzlich (Ausnahmen vorbehalten) ausnutzen, indem wir soviel betten und raisen, wie es geht. Haben wir keinen Equityedge, dann spricht dies dafür (außer wir sind am BU und können for Freecard raisen) seinen Draw passiv zu spielen.
Mit starken Draws wie zum Beispiel einem Open ended Straight Flushdraw oder alternativ einem Nutflushdraw + 2 Overcards haben wir 15 Outs.
Ist es möglich, den Pot UI zu gewinnen wenn ich aggressiv spiele?
Diese Möglichkeit besteht meistens in 3-handed Pots mit den entsprechenden Gegnern und einem geeigneten Board.
Kann ich beim Gegner eine Hand zum folden bringen, die mir zusätzliche Outs verschafft?
Damit ist gemeint, dass man sich Outs bereinigt. Beispielsweise haben wir A6s und einen Flushdraw aufgeschnappt am Flop. Das Board ist Q45 2suited. Nun besteht der Vorteil in einem Raise auch darin, dass ein Gegner hinter uns eine Hand wie A7 oder 77 folden könnte, was uns zusätzlich 3 Outs verschafft. Oder wir haben zb KJ und das Board ist 789. Hier besteht auch der Vorteil, dass wir bei einem Gegner einen J zum folden bringen, der uns einen Splitpot gekostet hätte.
Weiteres Beispiel:
Wir haben QJ und das Board ist 78T. Wenn wir raisen bringen wir in kleinen Pötten eine einzelne 9 zum folden. Dies bereinigt unsere Outs auf den J.
Kann ich beim Gegner eine bessere Hand zum folden bringen?
Wenn die Chance besteht, ob 3handed oder Headsup, dass der Gegner eine bessere Hand folden könnte (das hängt vom Gegner ab, besonders von seinem WTS), dann sollten wir definitiv aggressiv spielen. Gegen LAG's auf den entsprechenden Boards sollte man im Headsup nach einem raise am Flop gleich auf Calldown umsteigen und passiv spielen. Dazu aber später mehr
Das Argument mit der besseren Hand zum Folden bringen hat oft dann eine große Bedeutung wenn:
- Das Board am Flop nur lowcards aufweist und wir durch Initiative und Aggression durch weitere Overcards viel Foldequity aufbauen können. Umso weniger highcards am Flop, umso mehr Foldequity auf Turn und River. Eigentlich klar!
- Unsere Hand gar keinen SD Value hat und fast jede Highcard vom Gegner besser ist als unsere. Wir haben zb nur 4 High und selbst wenn der Gegner 6 high foldet, haben wir ein positives Ergebnis erzielt.
- Der Gegner auch in der Lage ist, eine bessere Hand zu folden. Moderater WTS erforderlich.
Drawplay aus Gründen des Balancing:
Einen Draw aggressiv zu spielen, hat nicht nur die oben genannten Vorteile, sondern ist besonders wichtig aus Balancing Gründen. Wenn wir einen Draw immer passiv spielen würden und nur Madehands aggressiv, dann wären wir so leicht lesbar, dass der Gegner uns ganz leicht ausplayen kann und selber so gut wie keine Fehler macht
Hand 6
Drawplay im Headsup anhand von Beispielhänden
Flushdraw gegen ps.de TAG
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BB with 7
2 folds, CO raises, 2 folds, Hero calls.
Flop: (4.40 SB) 8


Hero checks, CO bets, Hero raises, CO 3-bets, Hero caps, CO calls.
Turn: (6.20 BB) 5
Hero bets, CO calls.
River: (8.20 BB) K
Hero bets, CO folds.
Final Pot: 9.20 BB
Wir haben hier 76s standardmäßig im BB defendet gegen einen CO Openraise. Wir checkraisen und kriegen eine 3bet IP. Wir müssen hier auf jeden Fall den Flop cappen und Turn und River betten. Der Gegner 3-bettet IP. Dies spricht selber nur für einen Draw oder eine weake Madehand. Wir haben also Foldequity gegen Pocketpairs und bei guter Boardentwicklung gegen die 8. Der Gegner könnte außerdem selber nur auf einem Draw wie T9 oder Q9 sitzen und wenn wir den River checken, geben wir unsere Hand auf. Mit einer Bet können wir einige bessere Hände, durch den K auch nun die 8 zum folden bringen. Wenn wir uns die Zahlen hinter diesem Beispiel anschauen, dann wird uns erst deutlich, wie profitabel dieses Play ist.
Wir investieren eine SB mehr am Flop und haben ca. eine Equity von 35%. Das heisst dass wir effektiv 0,3 SB mehr investieren. Der Pot ist am Turn 6,2 BB groß und demnach muss der Gegner nur in 0,3*100/14,4 = 2,4% der Fälle eine bessere Hand folden. Wenn wir jetzt noch eine Raisegefahr einbauen, dann fällt der Wert etwas höher aus. Gegen eine random Hand haben wir 42% Equity am Turn aber seine Range ist durch seine Action schon definiert und es ist jetzt sehr aufwendig, eine solche festzulegen und die genaue Equity zu ermitteln. 100%ig genau ist es eh nicht möglich.
Wir sehen also, dass wir sehr selten erfolgreich sein müssen, um diese Line profitabel erscheinen zu lassen.
Hand 7
Situation, wo wir einen Draw lieber passiv spielen sollten
Gegner: LAG mit 44 WTS
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is SB with J
3 folds, BU raises, Hero 3-bets, BB folds, BU calls.
Flop: (7.00 SB) A


Hero bets, BU raises, Hero calls.
Turn: (5.50 BB) 6
Hero checks, BU bets, Hero calls.
River: (7.50 BB) 7
Hero checks, BU bets, Hero raises, BU calls.
Final Pot: 11.50 BB
In dieser Situation wo wir einen Flushdraw +Gutshot haben, aber gegen einen LAG unterwegs sind, sollten wir auf jeden Fall passiv spielen. Wir haben keinerlei Foldequity auf den weiteren Straßen und er wird hier keine Madehand folden und viel öfter auf dem Turn erneut raisen wenn wir den Flop 3betten. Daher ist hier die beste Line:
call Flop c/c Turn c/r River
Hand 8
Situation, wo wir einen Draw immer passiv spielen sollten
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BB with 8
MP2 calls, MP3 calls, CO calls, BU folds, SB raises, Hero calls, MP2 calls, MP3 calls, CO calls.
Flop: (10.00 SB) A


SB bets, Hero calls.
Hier sollten wir auf gar keinen Fall raisen. Wir isolieren uns hier fast immer gegen eine Madehand. SB hat in soviele Leute geraised und jemand hat hier immer das Ace, einen Draw oder allgemein eine starke Madehand, die wir nicht zum Folden bewegen werden. Unsere relative Position zum Preflopaggressor ist auch schlecht und wir wollen hier lieber for Value spielen, günstig drawen und die anderen Spieler im Pot halten, um unsere Implied Odds zu erhöhen und auf den weiteren Straßen mit unserem potentiellen Flush einen großen Pot abräumen.
Hand 9
Situation, wo man einen Draw passiv spielt, trotz eines Equityedges
Beide Gegner: LAG mit viel WTS
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BU with Q
2 folds, CO raises, Hero 3-bets, SB folds, BB calls, CO calls.
Flop: (9.40 SB) 8


BB bets, CO calls, Hero calls.
Turn: (6.20 BB) 9
BB bets, CO calls, Hero raises.
Hier haben wir eine Ausnahmesituation. Wir haben hier zwar einen Equityedge am Flop, da wir BD Straightdraw + Flushdraw + Outs auf Q und J haben. Wenn er den K hat dann sind unsere Q und J Outs nichts mehr Wert aber er kann hier mit schlechteren Madehands oder mit einem Draw donken. Wir vernachlässigen aber ganz bewusst unseren Edge am Flop und callen nur.
Die Gründe dafür:
- Wir isolieren uns oft gegen den BB, der nach einem Flopraise 3betten wird.
- Da der BB aggressiv ist und der CO ein SD Monkey, wird BB den Turn oft erneut betten, CO called und wir können improved raisen. Wir bekommen also 4BB am Turn.
Wir vernachlässigen also unseren Equity zu Gunsten der besseren Implied Odds bei einem Call am Button.
Drawplay 3handed
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BB with 9
2 folds, CO raises, BU folds, SB calls, Hero calls.
Flop: (6.00 SB) A


SB checks, Hero bets.
In dieser Situation ist es gut, in den PFA reinzudonken. Boards mit einer Highcard und 2Lowcards sind gut geeignet für eine Donkbet. Wir setzen den CO massiv unter Druck und da er nicht last to act ist und SB potentiell hinter ihm raisen könnte, muss er viele 6 Outer und bessere Hände wie Pocketpairs folden. Wenn CO den Flop raised, dann sollten wir weiterhin passiv spielen, da es dann wahrscheinlich ist, dass er ein A hält und wir keine Chance haben, ihn von der Hand zu drängen
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BB with 7
2 folds, CO calls, BU folds, SB raises, Hero calls, CO calls.
Flop: (6.00 SB) K


SB bets, Hero raises, 2 folds.
In diesem Spot müssen wir auf jeden Fall den Flop raisen. Ähnlich zu Beispiel 1, nur dass wir hier nicht vor dem Aggressor setzen, sondern hinter ihm. Bei diesen Boards wo die Gegner selten getroffen haben und wir bereits am Flop viel FE haben gegen 6 Outer und bessere Hände, sollten wir direkt am Flop Gas geben. Wir isolieren uns zwar auch manchmal gegen eine bessere Madehand aber das Argument Foldequity und den Pot UI mit 7 high zu gewinnen ist hier deutlich gewichtiger als alle anderen Argumente, die dafür sprechen würden, den Draw passiv zu spielen
Hand 10
Semibluff Turn 3handed
5.00/10.00 Fixed-Limit Hold'em (6 handed)
Preflop: Hero is BB with 7
MP2 folds, MP3 calls, 2 folds, SB raises, Hero calls, MP3 calls.
Flop: (6.00 SB) 3


SB bets, Hero calls, MP3 calls.
Turn: (4.50 BB) Q
SB bets, Hero raises, 2 folds.
Final Pot: 7.50 BB
Hier haben wir eine Situation, wo es gut ist, seinen Semibluff auf den Turn zu verlagern. Wenn wir den Flop raisen, werden wir oft von A high downgecalled und haben kaum FE gegen bessere Hände. Da SB die beiden Calls von uns nur als 6 Outer calls interpretieren wird, wird er fast jede Turnkarte auch UI erneut betten. Wir können am Turn eine Menge Foldequity erzeugen und bei MP eine bessere Hand zum folden bringen und der SB muss eigentlich auch jede Madehand folden, außer ein Overpair und Toppair mit der Q. Das Board muss nur lowcards enthalten und wir müssen direkt hinter dem PFA agieren, um diesen Semibluff möglich zu machen.
Viel Spaß mit meinen Händen diese Woche! 🙂
Gruß
Tsunami