Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Wie wichtig ist unser Schlafrhythmus?

Im zweiten Artikel zum Thema "Schlaf von Pokerspielern" erfahren wir, wie wir unseren Schlafrhythmus gestalten und bei Bedarf ändern sollten.

Im ersten Artikel zum Thema Schlaf haben wir erfahren, wie die einzelnen Schlafphasen aussehen und wie lange wir uns pro Tag ins Reich der Träume begeben sollten. Heute versuchen wir herauszufinden, wann die beste Zeit zum Schlafen ist und wie man Rhythmusänderungen herbeiführen sollte.

Unser Schlaf wird durch zwei Faktoren reguliert:

  • Bedarf an Erholung: Die natürliche Reaktion nach längerem Wachzustand. Je länger wir wach sind, desto größer fällt unser Verlangen nach Schlaf aus.
  • Die innere biologische Uhr: Eine Reihe von Zellen in unserem Gehirn ist verantwortlich für unsere Wachphase und reagiert auf Lichtsignale, die von unseren Augen registriert werden. Gemäß unserer natürlichen biologischen Uhr fühlen wir uns für gewöhnlich ab Mitternacht bis 7 Uhr morgens sowie von 13:00 bis 16:00 Uhr schläfrig. Die Uhr wurde in den ersten Monaten unseres Lebens so eingestellt. Sie kontrolliert biologische Prozesse in unserem Körper, darunter Temperatur, Blutdruck und Hormonausschüttung.

Biologische Uhr

Wie sich herausgestellt hat, ist die biologische Uhr eine ziemlich hartnäckige Vorrichtung. Charmane Eastman und ihr Team an der Rush University haben herausgefunden, dass man sie pro Tag um ein bis zwei Stunden verschieben kann. Innerhalb einer Woche (aber nicht schneller!) kann man seine biologische Uhr einem beliebigen Rhythmus anpassen, ohne seiner Gesundheit zu schädigen.

Probleme gibt es erst, wenn man seinen Schlafrhythmus regelmäßig zu stark ändert, zum Beispiel wenn man ein paar Tage lang bis tief in die Nacht wach bleibt und plötzlich wieder nachts schlafen muss. In solchen Fällen kann sich die biologische Uhr verständlicherweise nicht richtig und rechtzeitig anpassen.

Und worin genau liegt die Gefahr?

Britische Forscher konnten bestätigen, dass derartige Rhythmusstörungen einen direkten Einfluss auf rund ein Drittel des menschlichen Erbguts haben. Die Konsequenzen? Die Forschung hat bisher keine definitiven Antworten gefunden, allerdings ist man sich sicher, dass es nichts Gutes zur Folge haben kann.

Derk-Jan Dijk, Physiologie-Professor der Surrey University behauptet, dass grundlegende Prozesse von derartigen Schlafrhythmusstörungen beeinflusst werden. Menschen, die unregelmäßige Schlafphasen haben, sollen anfälliger für Diabetes, Bluthochdruck, Fettleibigkeit und Krebs sein.

Zeit zum Spielen...

Eure eigene Erfahrung zeigt jedoch, dass es vor allem in der Nacht und in den frühen Morgenstunden jede Menge schwache Spieler an den Tischen gibt und die besten Turniere starten allesamt erst am späten Abend?

Kein Problem! Legt eure Spiel- und Ruhezeiten einfach entsprechend vorab fest und stellt sicher, dass ihr nicht kurzfristig von ihnen abweicht. Falls ihr euren Rhythmus wieder anpassen müsst, führt derartige Änderungen immer Schritt für Schritt innerhalb von rund einer Woche durch und nicht binnen weniger Tage.

Im nächsten Teil zum Thema Schlaf von Pokerspielern erfahren wir, wie wir schneller einschlafen und unsere Ruhephasen erholsamer gestalten können.

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