Aktualisiert am 26 Feb. 26 von

Poker-Grundlagen: Tipps für das erste Turnier

Kein Meister ist bisher vom Himmel gefallen, entsprechend haben wir ein paar simple Tipps für Neulinge zusammengestellt, die ihr erstes Pokerturnier in Angriff nehmen wollen.

1. Tight-aggressive spielen

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Tight bedeutet grundsätzlich, dass man nicht einfach jede Hand spielt, die man ausgeteilt bekommt. Es gibt jede Menge Karten, die sehen nicht nur schlecht aus, sondern sind es auch. Es gibt aber auch welche, die sehen gut aus, sind es aber trotzdem nicht, König-Bube wäre wohl so ein Beispiel.

Nach dem Flop muss man sich nicht an jedem Paar festbeißen. Zu wissen, wann man geschlagen ist oder der Einsatz unvertretbar hoch, kann einem viel Geld sparen.

Die richtige Startkartenauswahl ist die halbe Miete und viele der Gegner auf den kleinen Limits (bei Turnieren Höhe des Buy-ins) machen bereits dabei große Fehler. Sie spielen zu viele Blätter oder wissen nicht, wann sie sich mit bestimmten Karten lieber aus der Schusslinie halten sollten, die ihrer Meinung nach doch ganz gut aussehen.

Aggressiv bedeutet, dass man das Maximum aus seinen starken Händen herausholt. Man setzt groß, wenn man eine starke Hand hat und Slowplay (mit einer starken Hand so spielen, als hätte man eine schwache, um den Gegner zu locken) kommt nicht in Frage.

Wie hoch die eigenen Erhöhungen ausfallen, mit denen man in eine Hand bei einem Turnier einsteigt, macht man von der Turnierphase abhängig. Zu Beginn, während es noch keine Antes (kleiner Zwangseinsatz für alle Spieler) gibt, sollte man um 3 bis 4 Big Blinds (BB) erhöhen, wenn man als erster Spieler in die Hand einsteigt. Sobald Antes einsetzen, kann man diesen Betrag zunächst auf 2,5BB verringern, später – wenn bereits ein Preisgeld sicher ist – sogar auf lediglich 2BB.

2. Die Call-20-Regel anwenden

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Gepaarte Startkarten können eine Möglichkeit darstellen, mit geringem Einsatz große Pötte abzustauben. Wenn bereits ein oder mehr Gegner in eine Hand eingestiegen sind, kann ein Call sehr profitabel werden.

Als Faustregel sollte der zu zahlende Betrag maximal 5% des eigenen Chipstacks entsprechen (man sollte also noch 20-mal so viele Chips übrig haben) und die Gegner sollten über einen vergleichbaren oder sogar größeren Stack verfügen.

Trifft man am Flop dann sein Set (Drilling), spielt man die Hand natürlich aggressiv weiter. Trifft man hingegen nicht, kann man sie einfach aufgeben, ohne viel investiert zu haben.

3. Limpen ist keine Option

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Ein häufiger Anfängerfehler: Man hält eine spekulative Hand wie QSpade TClub oder 9Heart 8Heart und würde sich damit gerne den Flop anschauen. Der günstigste Weg scheint hier das Mitgehen zu sein, was bedeutet, einfach nur den Big Blind zu bezahlen und nicht zu erhöhen. Das ist jedoch falsch!

Der Limp mag verlockend wirken, ist aber in den wenigsten Situationen sinnvoll. Viel sinnvoller ist es mit einer Erhöhung (Raise) in die Hand einzusteigen, da es einem ermöglicht den Pot bereits vor dem Flop einzusammeln oder später am Flop glaubhaft eine starke Hand zu repräsentieren. Schließlich hat man ja auch schon vor dem Flop Stärke demonstriert.

4. Continuation Bets setzen

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Wenn man vor dem Flop erhöht hat und ein oder zwei Spieler die Erhöhung bezahlt haben, sollte man am Flop etwa die Hälfte des Pots setzen. Dieser Spielzug wird Continuation-Bet genannt.

Folgende Voraussetzungen müssen dafür gegeben sein:

  • Man befindet sich mit maximal zwei weiteren Spielern in der Hand.
  • Man hat vor dem Flop eine starke Hand repräsentiert und ist mit einer Erhöhung in die Hand eingestiegen.
  • Am Flop hat noch kein anderer Spieler erhöht.

Wer mehr über die ersten Schritte bei Turnieren erfahren will, kann diesen Artikel lesen oder das nachfolgende Video schauen:

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